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Justizdienst - viele wollen unbedingt rein, Jammern, aber bleiben dort?
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Gast334
Unregistered
 
#51
21.04.2021, 10:29
(21.04.2021, 10:26)Gast schrieb:  
(21.04.2021, 01:27)Gast schrieb:  Die Deutschen jammern, weil sie schlechtes Wetter haben. Das macht nun mal schlechte Laune. Dann findet man alles schlecht und sieht seine Privilegien nicht mehr.
Der Hamburger Anwalt, der zum Impfen nach Moskau geflogen ist, hat im Interview gesagt er würde so viel arbeiten da sei Essen gehen und Urlaube der Ausgleich.
Die meisten Urlaube gehen unter Palmen. Das ist, was hier jedem fehlt. Sonne.
Richter bzw. Beamter ist einer der privilegiertesten Berufe in Deutschland und trotzdem jammern Richter.
Erzählt das mal einem mit 2 x a, der sich alle Finger nach so einem Amt lecken würde, aber nur 1800 netto als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer KK angeboten bekommt ohne private KV oder Pension und ohne Kündigungsschutz.

Dafür hat er auch nicht abgeliefert, das ist seine eigene Schuld/Unfähigkeit. Das ist traurig, aber wahr. Wenn du ablieferst, dann darfst du auch Ansprüche haben.

Sozialkompetenz hast du aber auch grad nicht abgeliefert, traurig aber wahr. 

Gesetz sagt: Befähigung zum Richteramt (+), der Rest ist Einstellungspolitik. Und auch 2xa hat es sich verdient, angemessen bezahlt zu werden, grundsätzlich. Vll nicht 6K, aber auch nicht 1800 netto bei Vollzeit.
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Gast
Unregistered
 
#52
21.04.2021, 10:33
(20.04.2021, 21:46)Gast schrieb:  
(20.04.2021, 21:43)Gast schrieb:  
(20.04.2021, 18:47)Gast schrieb:  
(20.04.2021, 18:41)Gast schrieb:  vor allem mit Kind und verheiratet. Topkek. Als Single hast du in der Justiz 3500€ nach 10 Jahren nach Abzug der PKV.
Ich hatte als Einsteiger bereits 4k netto.

Das ist ja das eigentlich geile. Als Staatsdiener kriegste Batzen für's Kindermachen. Ich dagegen muss von meinem schmalen Anwaltsthaler die gefräßigen Gören finanzieren. Disappointed

Ja sehr geil. Gleiche Arbeit machen wie der Kollege machen und dann 1000€ netto weniger kriegen, weil er 3 Kinder hat und Ehefrau. Sehr geiles Gefühl als Single! Als Anwalt kriege ich wenigstens, was ich auch leiste

Wer Kinder in die Welt setzt, ist dafür zu honorieren. Das sollten auch diejenigen mit nur geringerer geistigen Ausstattung begriffen haben

Gibt eh zu viele Menschen. Wieso soll das honoriert werden? Die Umwelt dankt es. Wenn die Bevölkerung weiter so steigt, wird es in einem große Desaster enden. Typisches Breeder Denken halt.
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Gast
Unregistered
 
#53
21.04.2021, 10:42
(21.04.2021, 10:25)Gast334 schrieb:  
(21.04.2021, 01:27)Gast schrieb:  Die Deutschen jammern, weil sie schlechtes Wetter haben. Das macht nun mal schlechte Laune. Dann findet man alles schlecht und sieht seine Privilegien nicht mehr.
Der Hamburger Anwalt, der zum Impfen nach Moskau geflogen ist, hat im Interview gesagt er würde so viel arbeiten da sei Essen gehen und Urlaube der Ausgleich.
Die meisten Urlaube gehen unter Palmen. Das ist, was hier jedem fehlt. Sonne.
Richter bzw. Beamter ist einer der privilegiertesten Berufe in Deutschland und trotzdem jammern Richter.
Erzählt das mal einem mit 2 x a, der sich alle Finger nach so einem Amt lecken würde, aber nur 1800 netto als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer KK angeboten bekommt ohne private KV oder Pension und ohne Kündigungsschutz.

+1. Guter Punkt. 

Die Ausstattung mag hier und da verbesserungswürdig sein, dass man als Richter aber nicht in einem Schirach-liken Altbaubüro sitzt mit Designermöbeln dürfte klar sein. 

Ansonsten scheint die Arbeitsbelastung Hauptkriktikpunkt am Beruf des Richters. Und hier gilt: schließt euch einfach alle zusammen und geht nach euren beamtlichen 40h heim. Ja, das wird über kurz oder lang Ärger geben, weil die Verfahren liegen bleiben. Ist aber das Problem der politisch Verantwortlichen. Dann müssen die eben mehr Leute einstellen, Juristen gibts genug und das Problem Jahrzehnte auf dem Schirm. 
Und für die Nachbarschaftsstreits/ Kneipenschlägerei am AG reicht auch 2xa.  

Arbeit= Zeit/Geld. Das sollte langsam mal auch bei uns Juristen ankommen, statt die aus dem Studium gewohnte Selbstkasteiung später über das Ertragen von unbezahlter Mehrarbeit fortzusetzen. Und ein bisschen mehr kollektives Denken täte uns als Berufsstand auch gut.

(21.04.2021, 10:25)Gast334 schrieb:  
(21.04.2021, 01:27)Gast schrieb:  Die Deutschen jammern, weil sie schlechtes Wetter haben. Das macht nun mal schlechte Laune. Dann findet man alles schlecht und sieht seine Privilegien nicht mehr.
Der Hamburger Anwalt, der zum Impfen nach Moskau geflogen ist, hat im Interview gesagt er würde so viel arbeiten da sei Essen gehen und Urlaube der Ausgleich.
Die meisten Urlaube gehen unter Palmen. Das ist, was hier jedem fehlt. Sonne.
Richter bzw. Beamter ist einer der privilegiertesten Berufe in Deutschland und trotzdem jammern Richter.
Erzählt das mal einem mit 2 x a, der sich alle Finger nach so einem Amt lecken würde, aber nur 1800 netto als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer KK angeboten bekommt ohne private KV oder Pension und ohne Kündigungsschutz.

+1. Guter Punkt. 

Die Ausstattung mag hier und da verbesserungswürdig sein, dass man als Richter aber nicht in einem Schirach-liken Altbaubüro sitzt mit Designermöbeln dürfte klar sein. 

Ansonsten scheint die Arbeitsbelastung Hauptkriktikpunkt am Beruf des Richters. Und hier gilt: schließt euch einfach alle zusammen und geht nach euren beamtlichen 40h heim. Ja, das wird über kurz oder lang Ärger geben, weil die Verfahren liegen bleiben. Ist aber das Problem der politisch Verantwortlichen. Dann müssen die eben mehr Leute einstellen, Juristen gibts genug und das Problem Jahrzehnte auf dem Schirm. 
Und für die Nachbarschaftsstreits/ Kneipenschlägerei am AG reicht auch 2xa.  

Arbeit= Zeit/Geld. Das sollte langsam mal auch bei uns Juristen ankommen, statt die aus dem Studium gewohnte Selbstkasteiung später über das Ertragen von unbezahlter Mehrarbeit fortzusetzen. Und ein bisschen mehr kollektives Denken täte uns als Berufsstand auch gut.

+2 was die Sonne angeht. Vitamin D schlucken hilft aber auch etwas.

Den Punkt mit der Selbstbeschränkung bei der Arbeitszeit finde ich ambivalent. Ich finde meine Arbeit sinnvoll und arbeite jetzt am Anfang eh mehr mangels Textbausteinen etc. Ich möchte aber auch nicht aus so einem Race to the Bottom Korpsgeist heraus um Punkt den Stift fallen lassen. Ich sehe aber auch, dass Leute wie ich der Justizverwaltung damit Argumente in der Hand lassen, die Leute nicht durch neue Stellen zu entlasten. Trotzdem darf das mE nicht dazu führen, dass man hier sozusagen in der negativen Umkehr der Face Time in der Grosskanzlei nach 40 Stunden rausgeklingelt wird. Auch das ist richterliche Unabhängigkeit, und wer in seinem Beruf aufgeht, sollte dafür nicht als unsolidarisch oä gelten.
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Gast
Unregistered
 
#54
21.04.2021, 11:38
(21.04.2021, 10:29)Gast334 schrieb:  
(21.04.2021, 10:26)Gast schrieb:  
(21.04.2021, 01:27)Gast schrieb:  Die Deutschen jammern, weil sie schlechtes Wetter haben. Das macht nun mal schlechte Laune. Dann findet man alles schlecht und sieht seine Privilegien nicht mehr.
Der Hamburger Anwalt, der zum Impfen nach Moskau geflogen ist, hat im Interview gesagt er würde so viel arbeiten da sei Essen gehen und Urlaube der Ausgleich.
Die meisten Urlaube gehen unter Palmen. Das ist, was hier jedem fehlt. Sonne.
Richter bzw. Beamter ist einer der privilegiertesten Berufe in Deutschland und trotzdem jammern Richter.
Erzählt das mal einem mit 2 x a, der sich alle Finger nach so einem Amt lecken würde, aber nur 1800 netto als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer KK angeboten bekommt ohne private KV oder Pension und ohne Kündigungsschutz.

Dafür hat er auch nicht abgeliefert, das ist seine eigene Schuld/Unfähigkeit. Das ist traurig, aber wahr. Wenn du ablieferst, dann darfst du auch Ansprüche haben.

Sozialkompetenz hast du aber auch grad nicht abgeliefert, traurig aber wahr. 

Gesetz sagt: Befähigung zum Richteramt (+), der Rest ist Einstellungspolitik. Und auch 2xa hat es sich verdient, angemessen bezahlt zu werden, grundsätzlich. Vll nicht 6K, aber auch nicht 1800 netto bei Vollzeit.

In kleinen Kanzleien entscheiden deine Noten nicht über deine Bezahlung, sondern nur darüber ob du überhaupt eingeladen wirst.

Es gibt 2xa Juristen (und da ist es auch wichtig zu sagen ob 2x4 oder 2x6), die ordentlich verdienen und für 45k-50k brutto einsteigen, nach einigen Jahren dann bei 55-60k brutto landen, was ungefähr dem Gehalt eines Studienrates bzw. Oberstudienrates im Lehramt des Gymnasium entspricht. 

Wenn mir eine Kanzlei 3k brutto anbietet, dann würde ich das mit 2x4 vielleicht schlucken, doch sobald ich eine Durchschnittsleistung erreicht habe, was idR bei 6-7P nach Abschluss der mündlichen Prüfung und unter Einbeziehung der Durchfaller liegt, dann verhandelt man eben.

Mir sind Kanzleien untergekommen, die unter 3k brutto angeboten haben (dort war ich in der Anwaltsstation und hab einfach mal gefragt, was die so idR zahlen, so auch bei einigen meiner Kollegen), sich aber gleichzeitig wundern warum die meisten wieder nach 1-2 Jahren kündigen.

Man muss sich schon genau angucken wie das Geschäftsmodell aufgebaut ist, ob auf Wirtschaftlichkeit und Wachstum fokussiert wird etc. pp.
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