19.08.2020, 22:38
(19.08.2020, 22:16)Gast schrieb:(19.08.2020, 21:55)Gast schrieb:Interessant, dass man kritische Leute direkt als neidisch oder schadenfroh darstellt, die selbst keine GK-Chance hätten.(19.08.2020, 17:09)Gast schrieb:(19.08.2020, 17:02)... schrieb: [quote pid='60743' dateline='1597848683']
Ab wann ist man eigentlich Überflieger? Wie legst Du das fest?
Und wo wurde etwas von 8,x gesagt? Ich konnte nur rauslesen, dass der/die Verf. einen LL.M. und einen Doktortitel, also Zeit und Geld in die Ausbildung gesteckt und auf ein bestimmtes Ziel (in diesem Fall GK) hingearbeitet hat. Da steht nichts von bestimmten Noten. Woraus schließt Du denn, dass es hier ein Lottogewinn gewesen wäre, wenn eine GK gnädigerweise diese Person eingestellt hätte?
Ich kenne einige, die gerade mit Doppelprädikat und guten Arbeitszeugnissen Schwierigkeiten haben. Natürlich gibt es auch welche, bei denen es gerade trotzdem rund läuft. Das wird hier ja immer wieder gepostet und das ist ja auch schön für die, also ganz ernst gemeint. Bei mir hat es nach einigen Absagen auch recht zügig geklappt und das trotz 11,x und 8,x (kein Überflieger, richtig?). Das heißt aber nicht, dass es nicht für sehr viele gerade sehr schwierig ist. Darüber kann man sich doch austauschen und seine Enttäuschung kundtun. Was ist daran vermessen? Es ist sicher der ein oder andere dabei, der vorher etwas überhöhte Vorstellungen hatte, aber das betrifft eben nicht alle. Zumal das "überhöht" auch relativ ist. In den letzten Jahren - bei mir über das komplette Studium und Ref hinweg - sah es eben so aus, als ob es mit nicht ganz so Überflieger-artigen Noten auch gut klappen kann. Wieso die Schadenfreude?
Die Enttäuschung ist doch nachvollziehbar. Es wurde auf ein bestimmtes Ziel hingearbeitet und jetzt sieht es gerade deutlich schlechter aus, als man sich das in den letzten Jahren je hätte vorstellen können. Es ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um mit einer so langen und intensiven Ausbildung fertig zu werden.
Sehe ich auch so. Ich habe das Gefühl, dass die meisten die hier kommentieren bereits an ihrem Schreibtisch in der GK sitzen und deshalb die Enttäuschung der Betroffenen überhaupt nicht nachvollziehen können. Dann hätte ich auch leicht reden...
Wobei die eigentlich besseres zu tun haben sollten... Es hört sich eher so an, als würden diejenigen hier stänkern, die schon nach dem ersten Examen wussten, dass sie keine Chance auf die GK haben, sich das aber gewünscht hätten. Dieser Schlag Leute erzählt mir seit Ende des Studiums, dass sie ja nie in die GK gehen würden und was daran alles furchtbar ist (ohne je einen Fuß hinein gesetzt zu haben). Ich tippe, dass die gleichen Leute jetzt schadenfroh sind und hier große Töne spucken.
(Und nein, nicht jeder muss in die GK wollen und nicht jeder, der nicht die Noten dafür hat, ist traurig darüber und missgünstig oder gar per se ein schlechter Jurist! Ich beziehe mich explizit auf die Miesepeter, die hier rumstänkern, weil andere enttäuscht über den aktuellen Stellenmarkt sind und Zukunftsängste haben.)
Es wurde berechtigterweise darauf hingewiesen, dass es nun mal keinen Anspruch auf einen Job in einer GK gibt und dass man dann ggf andere Brötchen backen muss. Mir sind die Noten anderer und die Beweggründe für eine GK-Tätigkeit ziemlich gleichgültig. Ich habe mit meinen 2x11,x meine Stelle bekommen. Im Gegensatz zu vielen hier, anscheinend auch Leuten mit vielleicht weniger Punkten, habe ich allerdings nie gemeint, allein aufgrund der Noten und der Diss einen Anspruch einen GK-Job und das einhergehende Gehalt zu haben. Klar weiß man, dass man mit den Noten im Hinblick auf alle juristischen Jobs gute Chancen hat, aber man kann auch mit (deutlich) überdurchschnittlichen Noten abgelehnt werden, weil dem Partner die Nase nicht gefällt, jemand anders ein besseres Profil hatte oder einfach kein Bedarf besteht. Wer so etwas nicht einkalkuliert, sondern sich schon in einer GK als gesetzt sieht und sich für etwas anderes zu fein ist, der ist selbst schuld. Und vielleicht wurden diese unangenehmen Züge auch schon aus der Bewerbung ersichtlich und es kam deshalb nicht zu einer Einladung. Stattdessen einfach anderen, die es geschafft haben, Missgunst oder schlechte Noten zu unterstellen, ist jedenfalls ganz schön billig.
Übrigens gibt es auch Leute, die in den letzten Monaten mit knapp 10 Punkten in GK genommen wurden. Von Einzelfällen abgesehen besteht also kein Einstellungsstopp. Aber manch verwöhnter Kandidat muss jetzt vielleicht feststellen, dass es auch unter VB-Leuten Wettbewerb gibt und man vielleicht doch nicht der einzige Prädikatsjurist ist, nach dem sich jede GK die Finger leckt. Etwas Realitätssinn schadet übrigens auch bei einem Job in einer GK nicht, auch wenn eine gewisse Überheblichkeit dort zugegebenermaßen durchaus noch manchmal etwas verbreitet ist.
Volle Zustimmung
[/quote]
Ich versteh schon, was ihr meint, aber zumindest den Beitrag, auf den ich mich bezogen hab und der dann sofort wieder runter gemacht wurde (der ganz lange, hab ihn in der Antwort gekürzt, damit man hier noch mehr als ein paar Beiträge pro Seite hat), hab ich einfach nicht so verstanden. Aus meiner Sicht tragen hier viele berechtigt ihr Sorgen und enttäuschte Hoffnungen vor und daraufhin heißt es dann, sie hätten sich völlig abgehoben schon automatisch in der Top Tier GK gesehen und der Realitätscheck täte ihnen doch mal ganz gut. Aus meinem Umfeld kriege ich einfach mit, dass die Bewerbungssituation in GKs sich durch corona deutlich angespannt hat und hier tauschen sich einige dazu aus (siehe Thema). Ja und? Sind die alle jahrelang völlig blind und überheblich durch die Welt gegangen und soll man den das jetzt gönnen? So lese ich einige Kommentare hier und auf die hab ich mich bezogen. Um die bloß kritischen Kommentare ging es nicht. Manche teilen hier allerdings ganz schön aus und ich frage mich, ob sie das betroffenen Freunden, die gerade nichts finden, auch ins Gesicht sagen würden.
19.08.2020, 22:44
(19.08.2020, 22:38)Gast schrieb:(19.08.2020, 22:16)Gast schrieb:(19.08.2020, 21:55)Gast schrieb:Interessant, dass man kritische Leute direkt als neidisch oder schadenfroh darstellt, die selbst keine GK-Chance hätten.(19.08.2020, 17:09)Gast schrieb:(19.08.2020, 17:02)... schrieb: [quote pid='60743' dateline='1597848683']
Ab wann ist man eigentlich Überflieger? Wie legst Du das fest?
Und wo wurde etwas von 8,x gesagt? Ich konnte nur rauslesen, dass der/die Verf. einen LL.M. und einen Doktortitel, also Zeit und Geld in die Ausbildung gesteckt und auf ein bestimmtes Ziel (in diesem Fall GK) hingearbeitet hat. Da steht nichts von bestimmten Noten. Woraus schließt Du denn, dass es hier ein Lottogewinn gewesen wäre, wenn eine GK gnädigerweise diese Person eingestellt hätte?
Ich kenne einige, die gerade mit Doppelprädikat und guten Arbeitszeugnissen Schwierigkeiten haben. Natürlich gibt es auch welche, bei denen es gerade trotzdem rund läuft. Das wird hier ja immer wieder gepostet und das ist ja auch schön für die, also ganz ernst gemeint. Bei mir hat es nach einigen Absagen auch recht zügig geklappt und das trotz 11,x und 8,x (kein Überflieger, richtig?). Das heißt aber nicht, dass es nicht für sehr viele gerade sehr schwierig ist. Darüber kann man sich doch austauschen und seine Enttäuschung kundtun. Was ist daran vermessen? Es ist sicher der ein oder andere dabei, der vorher etwas überhöhte Vorstellungen hatte, aber das betrifft eben nicht alle. Zumal das "überhöht" auch relativ ist. In den letzten Jahren - bei mir über das komplette Studium und Ref hinweg - sah es eben so aus, als ob es mit nicht ganz so Überflieger-artigen Noten auch gut klappen kann. Wieso die Schadenfreude?
Die Enttäuschung ist doch nachvollziehbar. Es wurde auf ein bestimmtes Ziel hingearbeitet und jetzt sieht es gerade deutlich schlechter aus, als man sich das in den letzten Jahren je hätte vorstellen können. Es ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um mit einer so langen und intensiven Ausbildung fertig zu werden.
Sehe ich auch so. Ich habe das Gefühl, dass die meisten die hier kommentieren bereits an ihrem Schreibtisch in der GK sitzen und deshalb die Enttäuschung der Betroffenen überhaupt nicht nachvollziehen können. Dann hätte ich auch leicht reden...
Wobei die eigentlich besseres zu tun haben sollten... Es hört sich eher so an, als würden diejenigen hier stänkern, die schon nach dem ersten Examen wussten, dass sie keine Chance auf die GK haben, sich das aber gewünscht hätten. Dieser Schlag Leute erzählt mir seit Ende des Studiums, dass sie ja nie in die GK gehen würden und was daran alles furchtbar ist (ohne je einen Fuß hinein gesetzt zu haben). Ich tippe, dass die gleichen Leute jetzt schadenfroh sind und hier große Töne spucken.
(Und nein, nicht jeder muss in die GK wollen und nicht jeder, der nicht die Noten dafür hat, ist traurig darüber und missgünstig oder gar per se ein schlechter Jurist! Ich beziehe mich explizit auf die Miesepeter, die hier rumstänkern, weil andere enttäuscht über den aktuellen Stellenmarkt sind und Zukunftsängste haben.)
Es wurde berechtigterweise darauf hingewiesen, dass es nun mal keinen Anspruch auf einen Job in einer GK gibt und dass man dann ggf andere Brötchen backen muss. Mir sind die Noten anderer und die Beweggründe für eine GK-Tätigkeit ziemlich gleichgültig. Ich habe mit meinen 2x11,x meine Stelle bekommen. Im Gegensatz zu vielen hier, anscheinend auch Leuten mit vielleicht weniger Punkten, habe ich allerdings nie gemeint, allein aufgrund der Noten und der Diss einen Anspruch einen GK-Job und das einhergehende Gehalt zu haben. Klar weiß man, dass man mit den Noten im Hinblick auf alle juristischen Jobs gute Chancen hat, aber man kann auch mit (deutlich) überdurchschnittlichen Noten abgelehnt werden, weil dem Partner die Nase nicht gefällt, jemand anders ein besseres Profil hatte oder einfach kein Bedarf besteht. Wer so etwas nicht einkalkuliert, sondern sich schon in einer GK als gesetzt sieht und sich für etwas anderes zu fein ist, der ist selbst schuld. Und vielleicht wurden diese unangenehmen Züge auch schon aus der Bewerbung ersichtlich und es kam deshalb nicht zu einer Einladung. Stattdessen einfach anderen, die es geschafft haben, Missgunst oder schlechte Noten zu unterstellen, ist jedenfalls ganz schön billig.
Übrigens gibt es auch Leute, die in den letzten Monaten mit knapp 10 Punkten in GK genommen wurden. Von Einzelfällen abgesehen besteht also kein Einstellungsstopp. Aber manch verwöhnter Kandidat muss jetzt vielleicht feststellen, dass es auch unter VB-Leuten Wettbewerb gibt und man vielleicht doch nicht der einzige Prädikatsjurist ist, nach dem sich jede GK die Finger leckt. Etwas Realitätssinn schadet übrigens auch bei einem Job in einer GK nicht, auch wenn eine gewisse Überheblichkeit dort zugegebenermaßen durchaus noch manchmal etwas verbreitet ist.
Volle Zustimmung
Ich versteh schon, was ihr meint, aber zumindest den Beitrag, auf den ich mich bezogen hab und der dann sofort wieder runter gemacht wurde (der ganz lange, hab ihn in der Antwort gekürzt, damit man hier noch mehr als ein paar Beiträge pro Seite hat), hab ich einfach nicht so verstanden. Aus meiner Sicht tragen hier viele berechtigt ihr Sorgen und enttäuschte Hoffnungen vor und daraufhin heißt es dann, sie hätten sich völlig abgehoben schon automatisch in der Top Tier GK gesehen und der Realitätscheck täte ihnen doch mal ganz gut. Aus meinem Umfeld kriege ich einfach mit, dass die Bewerbungssituation in GKs sich durch corona deutlich angespannt hat und hier tauschen sich einige dazu aus (siehe Thema). Ja und? Sind die alle jahrelang völlig blind und überheblich durch die Welt gegangen und soll man den das jetzt gönnen? So lese ich einige Kommentare hier und auf die hab ich mich bezogen. Um die bloß kritischen Kommentare ging es nicht. Manche teilen hier allerdings ganz schön aus und ich frage mich, ob sie das betroffenen Freunden, die gerade nichts finden, auch ins Gesicht sagen würden.
[/quote]
Verstehe das bashing auch nicht. Sich Ziele zu stecken ist wichtig - auch wenn es das Gehalt von 120k ist. Und wer im Studium und Ref immer gute Noten, kann sich darauf auch berechtigte Hoffnungen machen.
19.08.2020, 22:45
Verstehe das bashing auch nicht. Sich Ziele zu stecken ist wichtig - auch wenn es das Gehalt von 120k ist. Und wer im Studium und Ref immer gute Noten, kann sich darauf auch berechtigte Hoffnungen machen
19.08.2020, 23:23
(19.08.2020, 22:45)Gast schrieb: Verstehe das bashing auch nicht. Sich Ziele zu stecken ist wichtig - auch wenn es das Gehalt von 120k ist. Und wer im Studium und Ref immer gute Noten, kann sich darauf auch berechtigte Hoffnungen machenDer Gedanke, dass man vielleicht nicht genommen wird, egal, ob 9 oder 11 Punkte, wird kategorisch ausgeblendet. Sich Ziele setzen ist das Eine, realistische Schwierigkeiten ausblenden das Andere. Jobsuche besteht nicht allein aus Vorlage der Zeugnisnoten.
Vor allem zeichnen sich hier die Enttäuschten durch einen ziemlich pampigen Ton aus. Dass da dann auch mal wenig Flauschiges zurückkommt, sollte klar sein.
Einerseits wird einem mangelnde Empathie vorgeworfen, wenn man den "berechtigt Hoffnungsvollen" mal kritisch begegnet. Umgekehrt fehlt denen aber nicht nur Empathie ("auch Luxusprobleme sind Probleme", "ich muss mich doch nicht an Leuten orientieren, denen es schlechter geht"), sondern offenbar auch das Verständnis, dass sich die Zeiten auch ändern können. Entweder kann man es sich leisten, noch ein paar Monate den GK hinterher zu laufen, bis vielleicht so viel Bedarf wie früher ist, oder man muss sich trotz guter Noten eben an die veränderten Gegebenheiten anpassen bzw. einsehen, dass berechtigte Hoffnungen allein nicht reichen und dass auch GK künftig nicht mehr ganz so viele Neuzugänge brauchen. Die Erkenntnis, dass der man vielleicht doch nicht den Traumjob bekommt, kann eben auch gute Juristen betreffen, wobei viele Menschen viel schlechter dran sind (Stichwort "Empathie") und auch andere gut qualifizierte starke Abstriche machen müssen.
19.08.2020, 23:55
(19.08.2020, 23:23)Gast schrieb:Du sprichst mir aus der Seele. Es gibt keine Sicherheit. Auch nicht mit zweistelligen Examina. In den letzen Jahren hat sich die Einstellung eingestellt, dass man mit guten Noten allein direkt überall einsteigen kann.(19.08.2020, 22:45)Gast schrieb: Verstehe das bashing auch nicht. Sich Ziele zu stecken ist wichtig - auch wenn es das Gehalt von 120k ist. Und wer im Studium und Ref immer gute Noten, kann sich darauf auch berechtigte Hoffnungen machenDer Gedanke, dass man vielleicht nicht genommen wird, egal, ob 9 oder 11 Punkte, wird kategorisch ausgeblendet. Sich Ziele setzen ist das Eine, realistische Schwierigkeiten ausblenden das Andere. Jobsuche besteht nicht allein aus Vorlage der Zeugnisnoten.
Vor allem zeichnen sich hier die Enttäuschten durch einen ziemlich pampigen Ton aus. Dass da dann auch mal wenig Flauschiges zurückkommt, sollte klar sein.
Einerseits wird einem mangelnde Empathie vorgeworfen, wenn man den "berechtigt Hoffnungsvollen" mal kritisch begegnet. Umgekehrt fehlt denen aber nicht nur Empathie ("auch Luxusprobleme sind Probleme", "ich muss mich doch nicht an Leuten orientieren, denen es schlechter geht"), sondern offenbar auch das Verständnis, dass sich die Zeiten auch ändern können. Entweder kann man es sich leisten, noch ein paar Monate den GK hinterher zu laufen, bis vielleicht so viel Bedarf wie früher ist, oder man muss sich trotz guter Noten eben an die veränderten Gegebenheiten anpassen bzw. einsehen, dass berechtigte Hoffnungen allein nicht reichen und dass auch GK künftig nicht mehr ganz so viele Neuzugänge brauchen. Die Erkenntnis, dass der man vielleicht doch nicht den Traumjob bekommt, kann eben auch gute Juristen betreffen, wobei viele Menschen viel schlechter dran sind (Stichwort "Empathie") und auch andere gut qualifizierte starke Abstriche machen müssen.
Das war tw auch so, weil der Markt so war und sich immer weiter verschärft hat. Das wurde auch mir immer so gesagt. Aber der Wind hat sich jetzt eben komplett gedreht. Nach einer Hochphase kommt ein Tief.
Auch in anderen „top“-gesuchten Bereichen muss man nach Jobs suchen (zB Medizin, Ingenieur).
20.08.2020, 00:09
(19.08.2020, 22:37)Gast schrieb:(19.08.2020, 22:31)Gast schrieb:(19.08.2020, 20:18)Gast schrieb:(19.08.2020, 19:35)Gast123 schrieb:(19.08.2020, 19:24)Gast schrieb: Hab b, vb und bekomme immerhin Einladungen zu Gesprächen. Bewerb mich aber natürlich auch nicht bei FBD und Konsorten, sondern Tier 2/3.
Was ist denn für dich Tier 2/3? ::) Und in welcher Stadt hat es geklappt mit den Einladungen zu Gesprächen? Frage aus ernstem Interesse, habe nämlich auch diese Notenkombi!
Noerr, Beiten Burkhardt, Schwieling Rechtsanwälte (machen gerade viel Werbung), CC
Noerr, BB und Schwieling Tier 2-3, ich lach mich kaputt :D :D :D
Noerr Tier 3 ist ok (eher 3-4), aber Beiten ist viel weiter unten. Von den Mandaten und vom Anspruch an die Noten der Bewerber.
JUVE ordnet Beiten bei Tier 6 ein.
https://www.juve.de/handbuch/de/2020/ranking/2
(Man kann von JUVE-Rankings halten, was man will. Aber JUVE ist nun mal Deutschlands führender Branchendienst im juristischen Bereich.)
„Schwieling RAe“ kennt kein Mensch. Lächerlich, sowas hier in die Runde zu werfen, und dann noch mit der Begründung „Die machen grad viel Werbung“ ... :D :rolleyes:
Ihr habt doch den Schuss nicht gehört.
20.08.2020, 00:29
(19.08.2020, 23:23)Gast schrieb:(19.08.2020, 22:45)Gast schrieb: Verstehe das bashing auch nicht. Sich Ziele zu stecken ist wichtig - auch wenn es das Gehalt von 120k ist. Und wer im Studium und Ref immer gute Noten, kann sich darauf auch berechtigte Hoffnungen machenDer Gedanke, dass man vielleicht nicht genommen wird, egal, ob 9 oder 11 Punkte, wird kategorisch ausgeblendet. Sich Ziele setzen ist das Eine, realistische Schwierigkeiten ausblenden das Andere. Jobsuche besteht nicht allein aus Vorlage der Zeugnisnoten.
Vor allem zeichnen sich hier die Enttäuschten durch einen ziemlich pampigen Ton aus. Dass da dann auch mal wenig Flauschiges zurückkommt, sollte klar sein.
Einerseits wird einem mangelnde Empathie vorgeworfen, wenn man den "berechtigt Hoffnungsvollen" mal kritisch begegnet. Umgekehrt fehlt denen aber nicht nur Empathie ("auch Luxusprobleme sind Probleme", "ich muss mich doch nicht an Leuten orientieren, denen es schlechter geht"), sondern offenbar auch das Verständnis, dass sich die Zeiten auch ändern können. Entweder kann man es sich leisten, noch ein paar Monate den GK hinterher zu laufen, bis vielleicht so viel Bedarf wie früher ist, oder man muss sich trotz guter Noten eben an die veränderten Gegebenheiten anpassen bzw. einsehen, dass berechtigte Hoffnungen allein nicht reichen und dass auch GK künftig nicht mehr ganz so viele Neuzugänge brauchen. Die Erkenntnis, dass der man vielleicht doch nicht den Traumjob bekommt, kann eben auch gute Juristen betreffen, wobei viele Menschen viel schlechter dran sind (Stichwort "Empathie") und auch andere gut qualifizierte starke Abstriche machen müssen.
Das könnte ich unterschreiben. Versucht mal mit 2 x a Arbeit zu finden: Richter kommt nicht in Frage trotz Richterbefähigung, GK kommt nur als PJ in Frage, höherer Dienst kommt nicht in Frage. Man wird immer nur eingeladen und dann abgesagt, sogar für 9c Stellen und auch in Unternehmen usw wollen sie mindestens ein b. Das engt die Möglichkeiten sehr ein. Sogar, wenn man sich nur für E11 bewirbt wird man ausgelacht, teils von Behörden, wo man im Ref als kostenloser Praktikant für 8 Std. am Tag gut genug war...
20.08.2020, 06:39
Ich lese hier wirklich fast nur Häme, nach dem Motto: "Siehste, deine tollen Noten nutzen auch nichts. Hättest genauso wie ich auch statt lernen Party machen und mit Ausreichend abschließen können, jetzt konkurrieren wir um die gleichen Stellen".
Das ist eine Denke, die das Land schon lang umtreibt, dieser bloße Neid. Er kommt ja auch sonst zum Tragen.
Das ist eine Denke, die das Land schon lang umtreibt, dieser bloße Neid. Er kommt ja auch sonst zum Tragen.
20.08.2020, 06:52
(20.08.2020, 06:39)associate schrieb: Ich lese hier wirklich fast nur Häme, nach dem Motto: "Siehste, deine tollen Noten nutzen auch nichts. Hättest genauso wie ich auch statt lernen Party machen und mit Ausreichend abschließen können, jetzt konkurrieren wir um die gleichen Stellen".
Das ist eine Denke, die das Land schon lang umtreibt, dieser bloße Neid. Er kommt ja auch sonst zum Tragen.
Ganz genau!
(Wobei nicht jeder mit schlechten Noten einfach zu viel gefeiert hat. Man weiß nie, was bei den Leuten im Studium und im ref sonst noch so los war.)
20.08.2020, 06:52
(19.08.2020, 20:18)Gast schrieb:(19.08.2020, 19:35)Gast123 schrieb:(19.08.2020, 19:24)Gast schrieb: Hab b, vb und bekomme immerhin Einladungen zu Gesprächen. Bewerb mich aber natürlich auch nicht bei FBD und Konsorten, sondern Tier 2/3.
Was ist denn für dich Tier 2/3? ::) Und in welcher Stadt hat es geklappt mit den Einladungen zu Gesprächen? Frage aus ernstem Interesse, habe nämlich auch diese Notenkombi!
Noerr, Beiten Burkhardt, Schwieling Rechtsanwälte (machen gerade viel Werbung), CC
Äh...nein. Noerr ist für mich Tier 3, Beiten Tier 4 (below), CC Tier 2 (immerhin Magic Circle) und wer Schwieling Rechtsanwälte sein soll, weiß ich nicht.








