20.09.2026, 11:04
(20.09.2026, 09:16)Träumchen schrieb:(19.09.2026, 09:24)Milo6 schrieb:Ich bewerbe mich recht breit, aber insbesondere bei Unternehmen und Behörden, da ich (wenn ich es vermeiden kann) nicht als RA arbeiten möchte. Das bröckelt aber mittlerweile etwas. Ich werde mich auch bei MKs und ausgewählten kleineren Kanzleien bewerben bzw. habe damit schon begonnen.(19.09.2026, 09:02)Träumchen schrieb:(18.09.2026, 23:40)Milo6 schrieb: Ich würde diesen Thread gerne pushen, weil mich Erfahrungen im aktuellen Markt sehr interessieren. Ich befinde mich in der Bewerbungsphase, ebenfalls mit einem schwachen ausreichend, und bin nach etlichen Bewerbungen nun an einem hoffnungslosen Punkt angelangt. Manchmal habe ich das Gefühl, der Arbeitsmarkt wird immer schlechter. Auch Stellenanzeigen werden gefühlt immer weniger. Ich bewerbe mich mittlerweile auch viel inaktiv, aber da darf man ja froh sein, wenn überhaupt eine Reaktion kommt.
Wie sieht es bei euch was? Wo habt ihr was gefunden, wie lange habt ihr gebraucht? Und wie blickt ihr in die Zukunft? Mache ich vielleicht etwas falsch? Ich hatte bisher ein Vorstellungsgespräch, in dem ich ziemlich herablassend behandelt wurde und man mir 48.000€ angeboten hat. Ich fühle mich von der ganzen Bewerbungsphase ziemlich entmutigt und eingeschüchtert.
Ehrlicherweise nicht so gut, denke ich. Ich suche momentan mit 8,9 und 7,9 als Berufseinsteiger und bekomme meist nicht einmal eine Antwort.
Dabei ist dein 2. eigentlich echt stark. Wo bewirbst du dich so?
Ich wohne im Ruhrgebiet, da ist Auswahl an „guten“ Arbeitgebern (selbst inkl. DUS) natürlich begrenzt und die Konkurrenz hoch. Vielleicht ist das bei Dir besser.
Ich suche auch in NRW, speziell Düsseldorf/Köln. Ich dachte, im Rhein/Main-Gebiet wäre es besser, aber einem Kumpel aus FFM geht es ähnlich wie mir. Wobei ich nicht weiß, ob er sich auch auf unrealistische Stellen bewirbt.
Suchst du schon lange? Man fällt ja irgendwann regelrecht in ein Loch ..
20.09.2026, 13:52
(20.09.2026, 11:04)Milo6 schrieb:(20.09.2026, 09:16)Träumchen schrieb:(19.09.2026, 09:24)Milo6 schrieb:Ich bewerbe mich recht breit, aber insbesondere bei Unternehmen und Behörden, da ich (wenn ich es vermeiden kann) nicht als RA arbeiten möchte. Das bröckelt aber mittlerweile etwas. Ich werde mich auch bei MKs und ausgewählten kleineren Kanzleien bewerben bzw. habe damit schon begonnen.(19.09.2026, 09:02)Träumchen schrieb:(18.09.2026, 23:40)Milo6 schrieb: Ich würde diesen Thread gerne pushen, weil mich Erfahrungen im aktuellen Markt sehr interessieren. Ich befinde mich in der Bewerbungsphase, ebenfalls mit einem schwachen ausreichend, und bin nach etlichen Bewerbungen nun an einem hoffnungslosen Punkt angelangt. Manchmal habe ich das Gefühl, der Arbeitsmarkt wird immer schlechter. Auch Stellenanzeigen werden gefühlt immer weniger. Ich bewerbe mich mittlerweile auch viel inaktiv, aber da darf man ja froh sein, wenn überhaupt eine Reaktion kommt.
Wie sieht es bei euch was? Wo habt ihr was gefunden, wie lange habt ihr gebraucht? Und wie blickt ihr in die Zukunft? Mache ich vielleicht etwas falsch? Ich hatte bisher ein Vorstellungsgespräch, in dem ich ziemlich herablassend behandelt wurde und man mir 48.000€ angeboten hat. Ich fühle mich von der ganzen Bewerbungsphase ziemlich entmutigt und eingeschüchtert.
Ehrlicherweise nicht so gut, denke ich. Ich suche momentan mit 8,9 und 7,9 als Berufseinsteiger und bekomme meist nicht einmal eine Antwort.
Dabei ist dein 2. eigentlich echt stark. Wo bewirbst du dich so?
Ich wohne im Ruhrgebiet, da ist Auswahl an „guten“ Arbeitgebern (selbst inkl. DUS) natürlich begrenzt und die Konkurrenz hoch. Vielleicht ist das bei Dir besser.
Ich suche auch in NRW, speziell Düsseldorf/Köln. Ich dachte, im Rhein/Main-Gebiet wäre es besser, aber einem Kumpel aus FFM geht es ähnlich wie mir. Wobei ich nicht weiß, ob er sich auch auf unrealistische Stellen bewirbt.
Suchst du schon lange? Man fällt ja irgendwann regelrecht in ein Loch ..
Ich suche seit Beginn des Jahres, aber erst seit ein paar Monaten wirklich intensiv. Ich habe in der Zeit noch einen Verbesserungsversuch gemacht und parallel gearbeitet. Es zermürbt aber wirklich mittlerweile…
21.09.2026, 07:41
Örtlich flexibel sein, wenn man zu Behörden will dann auch befristete Stellen einbeziehen. Hast du erst mal Berufserfahrung und selbst wenn nur 1/2 Jahr, bist du viel interessanter auf dem Markt.
21.09.2026, 19:03
Mir geht es leider genauso, ich suche auch im Großrraum Bonn/Düsseldorf/Köln. Habe nur zweimal ein unteres befriedigend und es hagelt nur - entweder direkt oder in seltenen Fällen nach einem Vorstellungsgespräch - Absagen aufgrund "der Vielzahl der außerordentlich guten Bewerber". Selbst wenn man einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, hat man oft +/- 10 Mitbewerber für eine Stelle. Wie soll man sich da als Berufseinsteiger durchsetzen?
Mein Wunsch war mal der ÖD, aber das ist aktuell nahezu unmöglich. Ich habe in den vergangenen Monaten meine Erwartungen immer weiter heruntergeschraubt. Weiter runter schrauben ist eigentlich nicht mehr möglich. Habe mich auch auf befristete Stellen, Sachbearbeiterstellen etc. beworben mit dem gleichen Ergebnis. Auch bei Versicherungen usw.
Es ist extrem frustrierend, wenn man selbst bei Jobs eine Absage bekommt, die man eigentlich gar nicht machen möchte. Ich bin schon längst von dem Gedanken weg, dass ich einen Beruf finde, der mir Spass macht und mich einigermaßen interessiert. Es geht mittlerweile nur noch darum, irgendeinen Job zu finden. Ich merke gerade auch, wie wichtig Berufserfahrung ist. Aber irgendwo muss man ja mal einen Anfang finden damit man überhaupt Berufserfahrung sammeln kann...
Ich weiß nicht wo das noch alles hinführen soll...
Mein Wunsch war mal der ÖD, aber das ist aktuell nahezu unmöglich. Ich habe in den vergangenen Monaten meine Erwartungen immer weiter heruntergeschraubt. Weiter runter schrauben ist eigentlich nicht mehr möglich. Habe mich auch auf befristete Stellen, Sachbearbeiterstellen etc. beworben mit dem gleichen Ergebnis. Auch bei Versicherungen usw.
Es ist extrem frustrierend, wenn man selbst bei Jobs eine Absage bekommt, die man eigentlich gar nicht machen möchte. Ich bin schon längst von dem Gedanken weg, dass ich einen Beruf finde, der mir Spass macht und mich einigermaßen interessiert. Es geht mittlerweile nur noch darum, irgendeinen Job zu finden. Ich merke gerade auch, wie wichtig Berufserfahrung ist. Aber irgendwo muss man ja mal einen Anfang finden damit man überhaupt Berufserfahrung sammeln kann...
Ich weiß nicht wo das noch alles hinführen soll...
22.09.2026, 11:31
In Thüringen wird massiv gesucht. Zumindest ab befriedigend wird man eigentlich immer im ÖD eingeladen und auch die Anwaltschaft ist massiv überaltert, sodass man sich hier über nahezu jede Bewerbung zu freuen scheint
22.09.2026, 12:25
(22.09.2026, 11:31)Voller_Jurist schrieb: In Thüringen wird massiv gesucht. Zumindest ab befriedigend wird man eigentlich immer im ÖD eingeladen und auch die Anwaltschaft ist massiv überaltert, sodass man sich hier über nahezu jede Bewerbung zu freuen scheint
In Thüringen kannst du mit „befriedigend“ Notarassessor werden, nur wer will in Thüringen leben? No offense.
22.09.2026, 14:04
(22.09.2026, 12:25)asdiojaeovo2noj schrieb:Leute, die anders als z.B. in NRW oder Hessen, keine Lust auf Bearbeitung von Clankriminalität oder dreckige und kaputte Straßen haben ;)(22.09.2026, 11:31)Voller_Jurist schrieb: In Thüringen wird massiv gesucht. Zumindest ab befriedigend wird man eigentlich immer im ÖD eingeladen und auch die Anwaltschaft ist massiv überaltert, sodass man sich hier über nahezu jede Bewerbung zu freuen scheint
In Thüringen kannst du mit „befriedigend“ Notarassessor werden, nur wer will in Thüringen leben? No offense.
22.09.2026, 18:04
(21.09.2026, 07:41)Sesselpupser schrieb: Örtlich flexibel sein, wenn man zu Behörden will dann auch befristete Stellen einbeziehen. Hast du erst mal Berufserfahrung und selbst wenn nur 1/2 Jahr, bist du viel interessanter auf dem Markt.
Warum ist man mit 1/2 Jahr Berufserfahrung schon interessanter?
22.09.2026, 20:33
(22.09.2026, 11:31)Voller_Jurist schrieb: In Thüringen wird massiv gesucht. Zumindest ab befriedigend wird man eigentlich immer im ÖD eingeladen und auch die Anwaltschaft ist massiv überaltert, sodass man sich hier über nahezu jede Bewerbung zu freuen scheint
Habe zwar zweimal ein unteres befriedigend aber leider in Kombination keine 14 Punkte, sodass die Justiz für mich nicht möglich ist. Da ich ein großes Interesse für das Strafrecht habe, wäre ich nach Thüringen gegangen, wenn ich die Möglichkeit hätte, dort Staatsanwalt zu werden. Nur für den ÖD bzw. eine Stelle in irgendeinem Landesministerium würde ich den Schritt nicht machen, weil ich dafür Familie, Freunde und Freundin in NRW zurücklassen müsste. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren mit etwas Berufserfahrung noch eine Stelle im ÖD in NRW bekomme. Hier hat man aufgrund der Bundes- und Landesbehörden ja eigentlich viele Möglichkeiten. Wenn in ein paar Jahren die wirtschaftliche Lage (hoffentlich) wieder besser ist, ich Berufserfahrung habe und einige Babyboomer in Rente gegangen sind habe ich vielleicht Glück und finde noch eine Stelle im ÖD in NRW.
22.09.2026, 22:26
(22.09.2026, 12:25)asdiojaeovo2noj schrieb:(22.09.2026, 11:31)Voller_Jurist schrieb: In Thüringen wird massiv gesucht. Zumindest ab befriedigend wird man eigentlich immer im ÖD eingeladen und auch die Anwaltschaft ist massiv überaltert, sodass man sich hier über nahezu jede Bewerbung zu freuen scheint
In Thüringen kannst du mit „befriedigend“ Notarassessor werden, nur wer will in Thüringen leben? No offense.
Kommt drauf an, wie man leben möchte. Metropolen und Großkanzleien gibt es dort natürlich nicht, allerdings sind die Ministerien in Erfurt, das Landesverwaltungsamt pendelbar in Weimar. Wieso es dort weniger lebenswert sein soll als in Städten wie Hanau, Offenbach, Darmstadt, Kassel oder Fulda ist mir unklar. Mit A13 oder R1 ist dort außerdem ein Haus mit Hund deutlich einfacher finanzierbar als eine Dreizimmerwohnung im Rhein-Main-Gebiet.









