01.10.2021, 09:15
Es ist wirklich schade, dass jedes Thema immer derart ausartet. Liegt dies an dem gefährlichen Halbwissen der Studenten, die sich scheinbar während Corona noch mehr langweilen als sonst schon oder liegt es am Geldmangel der Studis/Referendare? Oder wollen diese es einem Richter in einem anonymen Forum (Anm.: Wie mutig, Respekt (!!) mal richtig zeigen?
Um es einzudampfen: Richter arbeiten in der Probezeit idR (Ausnahmen gibt es sicher in die eine oder andere Richtung) ähnlich viel wie Rechtsanwälte - und ja damit auch Rechtsanwälte in GK.
Ich habe beide Seiten gesehen und bin nunmehr seit 2 Jahren Richter.
Zur Besoldung: Diese ist gerade am Anfang sehr gering wenn man die Verantwortung, die man trägt, bedenkt. Zudem ist es auch viel schwieriger ein Urteil abzusetzen als viel heiße Luft in einen Schriftsatz zu packen. Aber dennoch: Tauschen möchte ich nicht mehr. Es ist ein angesehener Beruf und ich habe jdf am AG viele Freiheiten!
Um es einzudampfen: Richter arbeiten in der Probezeit idR (Ausnahmen gibt es sicher in die eine oder andere Richtung) ähnlich viel wie Rechtsanwälte - und ja damit auch Rechtsanwälte in GK.
Ich habe beide Seiten gesehen und bin nunmehr seit 2 Jahren Richter.
Zur Besoldung: Diese ist gerade am Anfang sehr gering wenn man die Verantwortung, die man trägt, bedenkt. Zudem ist es auch viel schwieriger ein Urteil abzusetzen als viel heiße Luft in einen Schriftsatz zu packen. Aber dennoch: Tauschen möchte ich nicht mehr. Es ist ein angesehener Beruf und ich habe jdf am AG viele Freiheiten!
01.10.2021, 09:46
(30.09.2021, 23:14)Praktiker schrieb:(30.09.2021, 21:56)Gast schrieb:(30.09.2021, 21:52)Gast007 schrieb:(30.09.2021, 21:36)Gast schrieb:(30.09.2021, 20:11)Gast schrieb: Bin nicht der mit dem langen Post, aber kann dem beipflichten. 14 Uhr ist selten Schluss. 15/16 Uhr kommt aber mal hin (Ausschlag nach "unten") . Ab da wirds auch im Kollegenkreis stündlich leerer.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
Beamtenleben halt.
Richter sind keine Beamte.
"...werden aber als solche behandelt"
Eben. Währen meine Bekannten, die in der "freien Wirtschaft" (Industrie) arbeiten, wo ja bekanntlich ein ganz anderer Wind weht, 35-Stunden-Wochen haben.
Sind die Bekannten auch Juristen und wie ist der Verdienst?
Die Syndikusanwälte die ich kenne arbeiten schon so von 8-18 Uhr für 70-90k. Teilweise auch mal bis 19 Uhr. Die Richter im Bekanntenkreis arbeiten in der Regel weniger (sind aber auch nur 2).
Die general counsel (chef der Rechtsabteilung) in der Regel bis 19 Uhr und auch mal etwas länger. Dafür kriegen die aber auch deutlich mehr Geld.
Wie siehst du das denn mit den Arbeitszeiten? Hältst du die hier genannten 35-40h auch für Trollversuche und siehst 40-50h++ als realistische Regelarbeitszeit an? In deiner Antwort sollten die meisten zumindest keine Trollaussage sehen...
01.10.2021, 10:01
(01.10.2021, 09:15)Roland schrieb: Es ist wirklich schade, dass jedes Thema immer derart ausartet. Liegt dies an dem gefährlichen Halbwissen der Studenten, die sich scheinbar während Corona noch mehr langweilen als sonst schon oder liegt es am Geldmangel der Studis/Referendare? Oder wollen diese es einem Richter in einem anonymen Forum (Anm.: Wie mutig, Respekt (!!) mal richtig zeigen?
Um es einzudampfen: Richter arbeiten in der Probezeit idR (Ausnahmen gibt es sicher in die eine oder andere Richtung) ähnlich viel wie Rechtsanwälte - und ja damit auch Rechtsanwälte in GK.
Ich habe beide Seiten gesehen und bin nunmehr seit 2 Jahren Richter.
Zur Besoldung: Diese ist gerade am Anfang sehr gering wenn man die Verantwortung, die man trägt, bedenkt. Zudem ist es auch viel schwieriger ein Urteil abzusetzen als viel heiße Luft in einen Schriftsatz zu packen. Aber dennoch: Tauschen möchte ich nicht mehr. Es ist ein angesehener Beruf und ich habe jdf am AG viele Freiheiten!
Wieso denn "am Anfang geringe Besoldung"? Grade zum Einstieg ist die Besoldung doch vergleichsweise hoch oder meinst du den Stundenlohn in Bezug auf erhöhte Arbeitszeiten von Proberichtern? Die Einstiegsbesoldung braucht sich doch - je nach familiärer Situation - vor dem mittlerer und größerer mittelständischer Kanzleien nicht zu verstecken, die Arbeitsbelastung wird da in den ersten Jahren (und darüber hinaus..) auch nicht unter der von Proberichtern liegen. Negativ an der Besoldung ist doch vielmehr, dass sie praktisch wenig steigt.
Beispiel:
R1, 2 Kinder, verheiratet: Stufe 1 netto 3,8T, Stufe 5 4,4T, Stufe 10 5,1T
600€ p.M. in 8 (?) Jahren ist jetzt nicht so viel.. Da wird ein Anwalt, soweit er sich gut anstellt, wesentlich mehr kriegen, da sind wir uns doch einig?
Zumindest mit Familie dürfte man anfangs mit R1 doch schon äquivalent 70-80T liegen, Vorteile der Pension, Kinderschlag und Co inklusive. Selbst bei GK-Arbeitszeiten erkauft man sich mit dem Rest eben die Sicherheit des Richterjobs. Viel relevanter ist doch die Betrachtung nach 10 Jahren.. wobei man sich da bei GK auch fragen muss, wer nach 10 Jahren überhaupt noch da ist.
01.10.2021, 10:23
Ob man das Gehalt als auskömmlich empfindet oder nicht, dürfte tatsächlich am Standort und dann nochmal dazu an der eigenen Lebensplanung (Partner, Kinder) hängen. Beides ist ja weitgehend eigene Entscheidung. Anders als andere Arbeitgeber insbesondere der freien Wirtschaft sind die Gerichte auch in der Fläche breit vertreten. Da ist dein Gehalt dann schon deshalb fast konkurrenzlos gut. Würde zum Einstieg auch mittlerweile eher von 80k netto in der freien Wirtschaft ausgehen. Hol die mal in der Pampa. Die Antwort heißt meist Pendeln. Deine Vergleichsgruppe ist ansonsten selten der Legal Counsel im DAX-Konzern und erst recht nicht der GK-Associate, sondern eher der RR beim Landkreis und der FWW-Anwalt. Mit Einführung der eAkte (ab 1.1.2026 verpflichtend) wird das auch für Metropolenrichter realistisch. Das Blöde ist ja, dass die meist alle Auswahl haben, wegen der Familie aber in die Justiz gehen/wechseln, dort aber feststellen, dass das Gehalt nicht reicht, um dort eine Familie zu unterhalten. In der Metropole können ja dann die GK-Partner wohnen. Momentan rate ich angehenden Richtern daher zu Landflucht (möglich) oder zu Unabhängigkeit vom Erwerbseinkommen (schwierig, kommt aber vor; Erbe/Heirat/Lotto).
01.10.2021, 11:02
(01.10.2021, 10:23)Gast schrieb: Unabhängigkeit vom Erwerbseinkommen (schwierig, kommt aber vor; Erbe/Heirat/Lotto).
Das ist doch ein ganz häufiger Fall oder? Frau wird in Teilzeit Richterin, weils einige Vorteile bringt, in Teilzeit auch Spaß macht und das Gehalt nicht soo wichtig ist. Oder Kandidaten, die mit 30 von Oma ein Haus erben. Fällt der größte Posten (Miete) weg, sind 3-4k netto doch ein traumhaftes Gehalt.
01.10.2021, 11:17
Also ich war vorher in einer GK mit 100k+, jetzt Richter. Meine Lebensqualität hat sich eigentlich nicht geändert, meine Arbeitszeiten aber auch nur marginal verbessert (statt 9-19.30 im Schnitt 8-18.30 im Schnitt). Könnte aber auch an der Baukammer liegen, in der ich hocke.
Ich sehe es aber auch so, dass der Anstieg in der Justiz einfach zu gering ist.
Angenommen, man ist mit DoppelVB und ggf. Vorerfahrung so qualifiziert, dass einen eine attraktive Boutique mit 80k Einstiegsgehalt nimmt. Dort wird man doch mit Sicherheit das Gehalt der Justiz weit übertreffen, oder? Und in einer Boutique - natürlich Einzelfallabhängig - dürften die Arbeitszeiten ja angenehmer als in der GK sein.
Daher dürfte doch Anwalt in der Boutique das attraktivere Gesamtpaket sein, oder? Es sei denn, man will wirklich unbedingt Richter sein.
Ich sehe es aber auch so, dass der Anstieg in der Justiz einfach zu gering ist.
Angenommen, man ist mit DoppelVB und ggf. Vorerfahrung so qualifiziert, dass einen eine attraktive Boutique mit 80k Einstiegsgehalt nimmt. Dort wird man doch mit Sicherheit das Gehalt der Justiz weit übertreffen, oder? Und in einer Boutique - natürlich Einzelfallabhängig - dürften die Arbeitszeiten ja angenehmer als in der GK sein.
Daher dürfte doch Anwalt in der Boutique das attraktivere Gesamtpaket sein, oder? Es sei denn, man will wirklich unbedingt Richter sein.
01.10.2021, 12:45
(01.10.2021, 11:17)Gast schrieb: Also ich war vorher in einer GK mit 100k+, jetzt Richter. Meine Lebensqualität hat sich eigentlich nicht geändert, meine Arbeitszeiten aber auch nur marginal verbessert (statt 9-19.30 im Schnitt 8-18.30 im Schnitt). Könnte aber auch an der Baukammer liegen, in der ich hocke.
Ich sehe es aber auch so, dass der Anstieg in der Justiz einfach zu gering ist.
Angenommen, man ist mit DoppelVB und ggf. Vorerfahrung so qualifiziert, dass einen eine attraktive Boutique mit 80k Einstiegsgehalt nimmt. Dort wird man doch mit Sicherheit das Gehalt der Justiz weit übertreffen, oder? Und in einer Boutique - natürlich Einzelfallabhängig - dürften die Arbeitszeiten ja angenehmer als in der GK sein.
Daher dürfte doch Anwalt in der Boutique das attraktivere Gesamtpaket sein, oder? Es sei denn, man will wirklich unbedingt Richter sein.
Dann ab in die Boutique!
Baukammer ist aber tatsächlich am lg etwas "blöd", weil da die Akten einfach immer umfangreich sind. Aber mein Vorsitzender (war als Proberichter auch in einer Baukammer) hat es schon geschafft, früher wegzukommen. Aber ich saß da damals auch länger.
Deine GK Arbeitszeit war natürlich auch eher am unteren Ende. Ich war damals regelmäßig von 9-21/22 Uhr dran. 9-19:00 Uhr ist ein Traum, kommt aber bei einigen Bereichen und Kanzleien (häufig Arbeitsrecht) durchaus vor.
Glaube dein Einblick ist da etwas misslich, weil du in der GK einen Job am "unteren" und nun in der Baukammer am "oberen" Ende der jeweiligen Arbeitszeiten hast. Fairerweise ist 8-18:00 aber auch keine unmenschliche Arbeitszeit.
Zur Boutique: Schwer zu sagen, da es nicht die boutique gibt und sowohl Arbeitszeiten wie Verdienst sehr, sehr schwanken. Da kann alles dabei sein von 40-60h++ und 60-120k++.
Kurze Beispiele : Mein Bruder war damals parallel zu meiner GK-Zeit in einer IP-Boutique hat ca 1/3 weniger verdient, aber nicht wirklich weniger gearbeitet.
Ich war damals im Ref in einer Düsseldorfer Boutique für Kartellrecht / corporate, die fast GK Niveau zahlen, aber dafür auch von ca 8:30-20:00+ arbeiten.
Eine Anwältin aus der AG bei einer "Baurechtsboutique" in nrw hat von Arbeitszeiten von 8:30-19:00 rum erzählt, mit ca 75/80k Einstieg.
Ein Ref-Kollege ist in einer örechtsboutique bei 45/50h für 65k.
Ist natürlich alles etwas angenehmer als die ein oder andere GK, aber unter Partnerebene (so doll ist der Gehaltsanstieg auch nicht) finanziell im Vergleich zur Justiz auch nicht riesig (und GK sowieso) und Arbeitszeiten werden mit steigender Verantwortung auch eher mehr und nicht weniger.
Ob das Gesamtpaket besser ist, bezweifle ich. Ist aber auch Typsache. Mehr Geld kann drin sein, aber die Arbeitszeiten und Freiheiten leiden da auch drunter. Die übrigen Vorteile (Pension, Sicherheit, Flexibilität etc.) sind natürlich auch zu beachten.
Wer Richter auf Probe bzw. Staatsanwalt werden möchte, sollte sich mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Das Karriere-Dossier ist als Print-Buch sowie als E-Book für alle 16 Bundesländer erhältlich:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
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Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
01.10.2021, 14:54
Erstmal danke an alle hier! Der Großteil der Beiträge ist wirklich super hilfreich, da ich gerade in der Situation bin mich zwischen MK, Unternehmen und Justiz entscheiden zu müssen. GK kommt wegen der Arbeitszeiten nicht ernsthaft in Betracht.
Ich würde meinen Vorpostern insoweit zustimmen, dass das Gehalt in der Justiz gerade am Anfang eigentlich sehr ordentlich ist. In meinem BL sind inklusive Familienzuschlägen 3,7K Netto abzüglich PKV drin. Das dürfte so 70K Brutto entsprechen. Viel mehr wird in MKs und Unternehmen wohl auch nicht bezahlt. Der Haken ist eben die geringe Steigerung in der Justiz.
Im Gegensatz dazu würde ein Unternehmen in der Region 65K + Bonus zahlen. Dafür steigt das Gehalt in den ersten beiden Jahren aber auch um jeweils 5K, sodass man nach 2 Jahren bereits bei 75K+ Bonus wäre. Damit dürfte man die Justiz bereits überholt haben und die weitere Gehaltsentwicklung ist voraussichtlich auch besser.
Angebote von MKs habe ich noch nicht. Ich gehe aber davon aus, dass der Einstieg vergleichbar sein wird, die Steigerung u.U. bei guter Leistung aber über der des Unternehmens liegt? Vielleicht hat dazu noch jemand konkrete Zahlen, wie die Gehaltentwicklung in einer MK nach 2-5 Jahren aussieht.
Fazit: In der freien Wirtschaft dürfte man, bei guter Leistung, nach einigen Jahren die Justiz hinter sich lassen. Dafür werden die Arbeitszeiten in der Justiz vermutlich besser sein und man hat die Pension. Im Ergebnis kommt es dann auf die eigenen Präferenzen an. Den "einen" perfekten Deal gibt es wohl nicht.
Ich würde meinen Vorpostern insoweit zustimmen, dass das Gehalt in der Justiz gerade am Anfang eigentlich sehr ordentlich ist. In meinem BL sind inklusive Familienzuschlägen 3,7K Netto abzüglich PKV drin. Das dürfte so 70K Brutto entsprechen. Viel mehr wird in MKs und Unternehmen wohl auch nicht bezahlt. Der Haken ist eben die geringe Steigerung in der Justiz.
Im Gegensatz dazu würde ein Unternehmen in der Region 65K + Bonus zahlen. Dafür steigt das Gehalt in den ersten beiden Jahren aber auch um jeweils 5K, sodass man nach 2 Jahren bereits bei 75K+ Bonus wäre. Damit dürfte man die Justiz bereits überholt haben und die weitere Gehaltsentwicklung ist voraussichtlich auch besser.
Angebote von MKs habe ich noch nicht. Ich gehe aber davon aus, dass der Einstieg vergleichbar sein wird, die Steigerung u.U. bei guter Leistung aber über der des Unternehmens liegt? Vielleicht hat dazu noch jemand konkrete Zahlen, wie die Gehaltentwicklung in einer MK nach 2-5 Jahren aussieht.
Fazit: In der freien Wirtschaft dürfte man, bei guter Leistung, nach einigen Jahren die Justiz hinter sich lassen. Dafür werden die Arbeitszeiten in der Justiz vermutlich besser sein und man hat die Pension. Im Ergebnis kommt es dann auf die eigenen Präferenzen an. Den "einen" perfekten Deal gibt es wohl nicht.
01.10.2021, 15:32
Man muss aber auch anmerken, dass Steigerungen von 5k in Unternehmen sehr selten und wenn nur etwas am Anfang oder bei großen Beförderungen ist. Im "laufenden Betrieb" redest du in Unternehmen über jährliche Gehaltssteigerungen im Bereich von 1-3%. Bei 80k gibt's also mal 1k mehr; im Jahr, nicht im Monat.
MK ist halt Wundertüte. Von guter W/L bei guter Bezahlung bis zu 60 Stundenwochen bei 50k kann alles dabei sein.
Der Vorteil als Richter ist eben, dass du ziemlich sicher weißt, was du hast und dass du dir etwa mit 50 Jahren keinen Stress mehr machen musst. Wenn man noch jung und hungrig ist, ist das offene Gehaltsband als Anwalt eine tolle Sache. Wenn man hingegen 50 ist und eigentlich mehr aufs Privatleben als auf den Job schaut, freut man sich hingegen, wenn man unkündbar ist und das Gehalt ohne eigene Akquisebemühungen jeden Monat reinkommt.
Das sage ich selbst als Anwalt. Bei uns erzählt ein mittelalter Partner aber auch ganz stolz rum, dass er in diesem Jahr drei Wochen Sommerurlaub mit der Familie gemacht hat und es das erste mal seit 15 Jahren sei, dass er solange Urlaub am Stück nimmt.
MK ist halt Wundertüte. Von guter W/L bei guter Bezahlung bis zu 60 Stundenwochen bei 50k kann alles dabei sein.
Der Vorteil als Richter ist eben, dass du ziemlich sicher weißt, was du hast und dass du dir etwa mit 50 Jahren keinen Stress mehr machen musst. Wenn man noch jung und hungrig ist, ist das offene Gehaltsband als Anwalt eine tolle Sache. Wenn man hingegen 50 ist und eigentlich mehr aufs Privatleben als auf den Job schaut, freut man sich hingegen, wenn man unkündbar ist und das Gehalt ohne eigene Akquisebemühungen jeden Monat reinkommt.
Das sage ich selbst als Anwalt. Bei uns erzählt ein mittelalter Partner aber auch ganz stolz rum, dass er in diesem Jahr drei Wochen Sommerurlaub mit der Familie gemacht hat und es das erste mal seit 15 Jahren sei, dass er solange Urlaub am Stück nimmt.
01.10.2021, 16:08
Das ist ja alles nachvollziehbar, aber wie sieht es in der Realität aus? So richtig glücklich mit ihrem Job sind die meisten Richter 50+, die ich kennengelernt habe, nicht. Oft sogar ganz im Gegenteil.









