13.05.2021, 11:42
(13.05.2021, 11:11)Gast schrieb: Ich mach das jetzt 1 Jahr und meine Wahrnehmung ist, dass die am zufriedensten sind, die familien-/freizeitorientiert arbeiten, sprich, Akte dünn halten, das Brett bohren, wo es am dünnsten ist und nur da und generell recht dezisionistisch agieren. Die Zahlen geben ihnen recht, das Gewissen ist maximal bei den Kindern zuhause und nicht bei den Akten im Büro, geschweige denn den Beteiligten dahinter. Nicht unbedingt immer der Weg des geringsten Widerstands, aber der schnellste. Idealisten sind das alles nicht und wohl auch nie gewesen. Reden tun sie nicht viel drüber, dann kommen sie nämlich später nach Hause. Justiz ist für die ein Job, wo sie am ehesten in Ruhe gelassen werden und sich selbst können sie eh in Ruhe lassen, das können andere nicht. Wenn man gar keinen Bock hat, senkt man noch den Stellenanteil. Geht ja alles.
Bewerbung an die Justiz ist raus.
13.05.2021, 14:28
(13.05.2021, 11:11)Gast schrieb: Ich mach das jetzt 1 Jahr und meine Wahrnehmung ist, dass die am zufriedensten sind, die familien-/freizeitorientiert arbeiten, sprich, Akte dünn halten, das Brett bohren, wo es am dünnsten ist und nur da und generell recht dezisionistisch agieren. Die Zahlen geben ihnen recht, das Gewissen ist maximal bei den Kindern zuhause und nicht bei den Akten im Büro, geschweige denn den Beteiligten dahinter. Nicht unbedingt immer der Weg des geringsten Widerstands, aber der schnellste. Idealisten sind das alles nicht und wohl auch nie gewesen. Reden tun sie nicht viel drüber, dann kommen sie nämlich später nach Hause. Justiz ist für die ein Job, wo sie am ehesten in Ruhe gelassen werden und sich selbst können sie eh in Ruhe lassen, das können andere nicht. Wenn man gar keinen Bock hat, senkt man noch den Stellenanteil. Geht ja alles.
+1
13.05.2021, 21:20
(13.05.2021, 09:26)Gast schrieb: Es geht nicht um Recht sprechen o.ä. Die zwei obersten Ziele sind es, die Akten schmal zu halten und so schnell wie möglich wegzuschaffen. Den Satz habe ich sowohl in der Wahlstation wie auch als Proberichter häufig gehört und kann ihn mittlerweile auch nach der Verplanung voll und ganz unterschreiben.
Natürlich geht es darum, Recht zu sprechen. Und natürlich ist es für dieses Ziel sinnvoll, die Akten dünn zu halten, weil Schriftsätze über Schriftsätze, die an den Problemen des Falles vorbeigehen, die Dinge verkomplizieren und in der Sache nichts bringen. Man erreicht das durch frühzeitige, sachdienliche Hinweise und frühen ersten Termin statt schriftlichem Vorverfahren.
Und natürlich muss man schnell arbeiten. Aber wenn der Fall es erfordert, muss man sich auch Zeit lassen und wird die Akte auch mal dicker. Und wenn man die Revision zulässt, weil es in der Sache geboten ist, dann hängt man sich noch mehr rein. Ja, das gibt es.
Ich weiß nicht, wo andere arbeiten, aber keiner meiner drei bisherigen Vorsitzenden hätte so etwas gesagt oder eine solche Arbeitseinstellungen in seinen Beurteilungsbeiträgen gut geheißen. Und nein, ich kenne keinen mit 40, der die Jahre bis zur Rente zählt. Das wäre ja furchtbar.
13.05.2021, 22:47
(13.05.2021, 09:26)Gast schrieb:(13.05.2021, 06:38)GastNRW23 schrieb: Die Leute, die hier behaupten, Richter seien Sachbearbeiter, haben wahrscheinlich keinen Tag in dem Beruf gearbeitet und waren maximal in der Zivilstation. Diese Aussagen kann man getrost vergessen.Sprach der Student?
Ich bin Richter und das erste was mir der Vorsitzende der Kammer gesagt hat, war im Wesentlichen das.
Es geht nicht um Recht sprechen o.ä. Die zwei obersten Ziele sind es, die Akten schmal zu halten und so schnell wie möglich wegzuschaffen. Den Satz habe ich sowohl in der Wahlstation wie auch als Proberichter häufig gehört und kann ihn mittlerweile auch nach der Verplanung voll und ganz unterschreiben.
Ich finde die Einschätzung aufgrund der hohen Aktenarbeit und Schwerpunkt drauf daher gar nicht so falsch. Das du Sachbearbeiter als per se negativ siehst, ist dein Problem. Streng genommen sind fast alle Juristen Sachbearbeiter, da es (fast) immer nur um das Bearbeiten und Erledigen von Akten im Schwerpunkt geht. Das du Sachbearbeiter aus dem öD als was negatives und abwertendes siehst, sagt deutlich mehr über dich und deinen Charakter aus als über die Richtigkeit des Vergleichs.
Um auch auf den anderen vorposter einzugehen:
Natürlich gibt es hilfreiche Kollegen. Ich würde sogar sagen, dass fast alle hilfreich sind und auf Fragen u.ä gut eingehen.
Aber d.h. nicht, dass alle Kollegen mega motiviert sind und "richtig im Job". Auch in der Richterwelt ist nicht alles toll und perfekt. Das ist es nirgendwo. Der Rest wäre einfach naiv. Jeder Richter der es anders sieht, will es mMn einfach so sehen, um sein Weltbild aufrechtzuerhalten. Aber gerade das Anerkennen von solchen "Problemen" ist auch der erste Schritt zur Besserung.
Mein Büronachbar bspw. ist Ende 40 und erzählt mir min. 1 wöchentlich (bzw. hat er vor Corona, seit dem ist man doch nur noch seltener vor Ort) erzählt, dass er es nicht erwarten kann endlich aufzuhören und sich auf die Pension freue. Ob das eine gute Einstellung für die nächsten ca 15 Jahre ist, sei dahingestellt.
Ich sehe es auch ähnlich wie einer der vorposter, dass viele einfach ein falsches Bild (in beide Richtungen) vom Richterjob haben, da häufig sehr pathetisch dran gegangen wird oder auch nur wegen der vermeintlichen Supervorteile (wenig Arbeit, pension etc.) die Berufswahl erfolgt.
Ohne das statistisch untermauern zu können, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass das dann bei Realisierung der Wirklichkeit zu viel Frust führt und viele auch zu tief drin sind, um auszusteigen (was ehrlicherweise für alle Beteiligten vielleicht sogar besser wäre).
Die Vorstellung als Sachbearbeiter ist da wahrscheinlich näher an der Realität, als der im 1 gehende Richter, der ständig Recht spricht, Frieden stiftet und für Gerechtigkeit sorgt.
Wie kann man so etwas schreiben, wenn man angeblich selbst (Plan-)Richter ist?
Es müsste doch eigentlich jeder Richter wissen, dass es hauptsächlich auf das konkrete Dezernat ankommt, danach auf Gerichtsstruktur und Bundesland. Es gibt viele Richter, die auch mal am frühen Nachmittag durch sind. Ich war selbst eine Zeit im Betreuungsrecht. Da war es nicht unüblich, dass ich mittags durch war und ich nach Hause konnte. Ich hatte aber auch schon Zivildezernate, die zeitlich herausfordernd waren. Nach ein paar Monaten wurde dies aber auch besser. Zustände wie hier beschrieben herrschten allerdings zu keinem
Zeitpunkt.
Ich würde immer wieder den Beruf des Richters in meinem Bundesland ergreifen. Wie es in andern Bundesländern aussieht, weiß ich nicht. Mag sein, dass dort über alle Dezernate hinweg die Hölle auf Erden herrscht. Bei uns war und ist dies nicht der Fall.
Wenn man übrigens deine Definition von Sachbearbeiter nimmt, dann sind nahezu alle Sachbearbeiter. Zum Beispiel auch der Arzt. Der schafft eben keine Verfahrensakten weg, sondern Patientenakten. Auch die Bundeskanzlerin ist Sachbearbeiterin laut deiner Definition.
14.05.2021, 11:34
Ich würde mich gar nicht zu sehr vorbereiten mit der Lektüre irgendwelcher Bücher. Stell dich einfach schon einmal menschlich und rechtlich darauf ein, dass das erste Jahr meist das härteste ist und du viel arbeiten musst. Scheue nie! einen Arbeitskollegen zu fragen. Die allermeisten helfen doch wirklich immer gerne. Wenn jemand nicht so gerne hilft, bekommt man das schnell mit. Ich habe mich jederzeit gefreut, und tue es auch noch immer, wenn ich neuen Kollegen helfen konnte. Am wichtigsten ist die Erkenntnis, dass man eine Akte, so sie denn vertretbar entscheidungsreif ist, erledigen sollte. Es bringt nichts, die Akte durch zu umfangreiche Hinweise "dick" werden zu lassen. Lieber an einer Stelle mal etwas schlabbern, als all zu genau sein (aber bitte nicht die Brechstange!). Ansonsten kann es dazu kommen, dass man unangenehme Akten wieder und wieder vorgelegt bekommt, was einem auf Dauer Bauchschmerzen bereiten kann. Was weg ist, ist weg.
14.05.2021, 12:08
(13.05.2021, 22:47)Gast schrieb:(13.05.2021, 09:26)Gast schrieb:(13.05.2021, 06:38)GastNRW23 schrieb: Die Leute, die hier behaupten, Richter seien Sachbearbeiter, haben wahrscheinlich keinen Tag in dem Beruf gearbeitet und waren maximal in der Zivilstation. Diese Aussagen kann man getrost vergessen.Sprach der Student?
Ich bin Richter und das erste was mir der Vorsitzende der Kammer gesagt hat, war im Wesentlichen das.
Es geht nicht um Recht sprechen o.ä. Die zwei obersten Ziele sind es, die Akten schmal zu halten und so schnell wie möglich wegzuschaffen. Den Satz habe ich sowohl in der Wahlstation wie auch als Proberichter häufig gehört und kann ihn mittlerweile auch nach der Verplanung voll und ganz unterschreiben.
Ich finde die Einschätzung aufgrund der hohen Aktenarbeit und Schwerpunkt drauf daher gar nicht so falsch. Das du Sachbearbeiter als per se negativ siehst, ist dein Problem. Streng genommen sind fast alle Juristen Sachbearbeiter, da es (fast) immer nur um das Bearbeiten und Erledigen von Akten im Schwerpunkt geht. Das du Sachbearbeiter aus dem öD als was negatives und abwertendes siehst, sagt deutlich mehr über dich und deinen Charakter aus als über die Richtigkeit des Vergleichs.
Um auch auf den anderen vorposter einzugehen:
Natürlich gibt es hilfreiche Kollegen. Ich würde sogar sagen, dass fast alle hilfreich sind und auf Fragen u.ä gut eingehen.
Aber d.h. nicht, dass alle Kollegen mega motiviert sind und "richtig im Job". Auch in der Richterwelt ist nicht alles toll und perfekt. Das ist es nirgendwo. Der Rest wäre einfach naiv. Jeder Richter der es anders sieht, will es mMn einfach so sehen, um sein Weltbild aufrechtzuerhalten. Aber gerade das Anerkennen von solchen "Problemen" ist auch der erste Schritt zur Besserung.
Mein Büronachbar bspw. ist Ende 40 und erzählt mir min. 1 wöchentlich (bzw. hat er vor Corona, seit dem ist man doch nur noch seltener vor Ort) erzählt, dass er es nicht erwarten kann endlich aufzuhören und sich auf die Pension freue. Ob das eine gute Einstellung für die nächsten ca 15 Jahre ist, sei dahingestellt.
Ich sehe es auch ähnlich wie einer der vorposter, dass viele einfach ein falsches Bild (in beide Richtungen) vom Richterjob haben, da häufig sehr pathetisch dran gegangen wird oder auch nur wegen der vermeintlichen Supervorteile (wenig Arbeit, pension etc.) die Berufswahl erfolgt.
Ohne das statistisch untermauern zu können, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass das dann bei Realisierung der Wirklichkeit zu viel Frust führt und viele auch zu tief drin sind, um auszusteigen (was ehrlicherweise für alle Beteiligten vielleicht sogar besser wäre).
Die Vorstellung als Sachbearbeiter ist da wahrscheinlich näher an der Realität, als der im 1 gehende Richter, der ständig Recht spricht, Frieden stiftet und für Gerechtigkeit sorgt.
Wie kann man so etwas schreiben, wenn man angeblich selbst (Plan-)Richter ist?
Es müsste doch eigentlich jeder Richter wissen, dass es hauptsächlich auf das konkrete Dezernat ankommt, danach auf Gerichtsstruktur und Bundesland. Es gibt viele Richter, die auch mal am frühen Nachmittag durch sind. Ich war selbst eine Zeit im Betreuungsrecht. Da war es nicht unüblich, dass ich mittags durch war und ich nach Hause konnte. Ich hatte aber auch schon Zivildezernate, die zeitlich herausfordernd waren. Nach ein paar Monaten wurde dies aber auch besser. Zustände wie hier beschrieben herrschten allerdings zu keinem
Zeitpunkt.
Ich würde immer wieder den Beruf des Richters in meinem Bundesland ergreifen. Wie es in andern Bundesländern aussieht, weiß ich nicht. Mag sein, dass dort über alle Dezernate hinweg die Hölle auf Erden herrscht. Bei uns war und ist dies nicht der Fall.
Wenn man übrigens deine Definition von Sachbearbeiter nimmt, dann sind nahezu alle Sachbearbeiter. Zum Beispiel auch der Arzt. Der schafft eben keine Verfahrensakten weg, sondern Patientenakten. Auch die Bundeskanzlerin ist Sachbearbeiterin laut deiner Definition.
Freut mich für dich. Ich würde auch jederzeit wieder Richter werden. Der von dir zitierte Poster streitet das ja auch nicht ab. Aber beschreibt die Lage halt sehr ehrlich und wenig pathetisch.
Das die Lage bei dir anders zu sein scheint, freut mich. Ich bin da auch eher weniger romantisch und pragmatisch.
Aber ich (Planstelle im Norden) habe da ähnliche Erfahrungen gemacht. Sachbearbeiter ist etwas simplifizierend, aber treffend (was ich jetzt anders als du auch nicht als beleidigung auffasse). Ob man das jetzt Recht sprechen nennt oder nicht, häufig geht es ohnehin nach den Obergerichten und konkrete Aspekte. Rechtliche Brillianz ist bei mir tatsächlich eher seltener relevant.
Rest ist natürlich Umfang in Dezernat, aber wenn fragen offen gelassen werden können und Parteien mit etwas Geleit einen Vergleich abschließen, wird das natürlich dankend angenommen. Wenn man alles nach dem Idealbild machen würde, wäre die Arbeit wohl auch deutlich mehr. Aber auch ich lasse die Beteiligten am Ende des Tages im Büro bzw bei der Akte. Zu Beginn habe ich da tatsächlich mich noch mehr bemüht. Mittlerweile bin ich da aber auch eher bei der Sollbruch-Stellen Vorgehensweise. Es bringt halt nur selten was.
Btt.: Mach dir keinen Stress. Alle haben so angefangen. Keine scheu die Kollegen zu fragen.
14.05.2021, 12:58
(14.05.2021, 12:08)Gast schrieb:(13.05.2021, 22:47)Gast schrieb:(13.05.2021, 09:26)Gast schrieb:(13.05.2021, 06:38)GastNRW23 schrieb: Die Leute, die hier behaupten, Richter seien Sachbearbeiter, haben wahrscheinlich keinen Tag in dem Beruf gearbeitet und waren maximal in der Zivilstation. Diese Aussagen kann man getrost vergessen.Sprach der Student?
Ich bin Richter und das erste was mir der Vorsitzende der Kammer gesagt hat, war im Wesentlichen das.
Es geht nicht um Recht sprechen o.ä. Die zwei obersten Ziele sind es, die Akten schmal zu halten und so schnell wie möglich wegzuschaffen. Den Satz habe ich sowohl in der Wahlstation wie auch als Proberichter häufig gehört und kann ihn mittlerweile auch nach der Verplanung voll und ganz unterschreiben.
Ich finde die Einschätzung aufgrund der hohen Aktenarbeit und Schwerpunkt drauf daher gar nicht so falsch. Das du Sachbearbeiter als per se negativ siehst, ist dein Problem. Streng genommen sind fast alle Juristen Sachbearbeiter, da es (fast) immer nur um das Bearbeiten und Erledigen von Akten im Schwerpunkt geht. Das du Sachbearbeiter aus dem öD als was negatives und abwertendes siehst, sagt deutlich mehr über dich und deinen Charakter aus als über die Richtigkeit des Vergleichs.
Um auch auf den anderen vorposter einzugehen:
Natürlich gibt es hilfreiche Kollegen. Ich würde sogar sagen, dass fast alle hilfreich sind und auf Fragen u.ä gut eingehen.
Aber d.h. nicht, dass alle Kollegen mega motiviert sind und "richtig im Job". Auch in der Richterwelt ist nicht alles toll und perfekt. Das ist es nirgendwo. Der Rest wäre einfach naiv. Jeder Richter der es anders sieht, will es mMn einfach so sehen, um sein Weltbild aufrechtzuerhalten. Aber gerade das Anerkennen von solchen "Problemen" ist auch der erste Schritt zur Besserung.
Mein Büronachbar bspw. ist Ende 40 und erzählt mir min. 1 wöchentlich (bzw. hat er vor Corona, seit dem ist man doch nur noch seltener vor Ort) erzählt, dass er es nicht erwarten kann endlich aufzuhören und sich auf die Pension freue. Ob das eine gute Einstellung für die nächsten ca 15 Jahre ist, sei dahingestellt.
Ich sehe es auch ähnlich wie einer der vorposter, dass viele einfach ein falsches Bild (in beide Richtungen) vom Richterjob haben, da häufig sehr pathetisch dran gegangen wird oder auch nur wegen der vermeintlichen Supervorteile (wenig Arbeit, pension etc.) die Berufswahl erfolgt.
Ohne das statistisch untermauern zu können, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass das dann bei Realisierung der Wirklichkeit zu viel Frust führt und viele auch zu tief drin sind, um auszusteigen (was ehrlicherweise für alle Beteiligten vielleicht sogar besser wäre).
Die Vorstellung als Sachbearbeiter ist da wahrscheinlich näher an der Realität, als der im 1 gehende Richter, der ständig Recht spricht, Frieden stiftet und für Gerechtigkeit sorgt.
Wie kann man so etwas schreiben, wenn man angeblich selbst (Plan-)Richter ist?
Es müsste doch eigentlich jeder Richter wissen, dass es hauptsächlich auf das konkrete Dezernat ankommt, danach auf Gerichtsstruktur und Bundesland. Es gibt viele Richter, die auch mal am frühen Nachmittag durch sind. Ich war selbst eine Zeit im Betreuungsrecht. Da war es nicht unüblich, dass ich mittags durch war und ich nach Hause konnte. Ich hatte aber auch schon Zivildezernate, die zeitlich herausfordernd waren. Nach ein paar Monaten wurde dies aber auch besser. Zustände wie hier beschrieben herrschten allerdings zu keinem
Zeitpunkt.
Ich würde immer wieder den Beruf des Richters in meinem Bundesland ergreifen. Wie es in andern Bundesländern aussieht, weiß ich nicht. Mag sein, dass dort über alle Dezernate hinweg die Hölle auf Erden herrscht. Bei uns war und ist dies nicht der Fall.
Wenn man übrigens deine Definition von Sachbearbeiter nimmt, dann sind nahezu alle Sachbearbeiter. Zum Beispiel auch der Arzt. Der schafft eben keine Verfahrensakten weg, sondern Patientenakten. Auch die Bundeskanzlerin ist Sachbearbeiterin laut deiner Definition.
Freut mich für dich. Ich würde auch jederzeit wieder Richter werden. Der von dir zitierte Poster streitet das ja auch nicht ab. Aber beschreibt die Lage halt sehr ehrlich und wenig pathetisch.
Das die Lage bei dir anders zu sein scheint, freut mich. Ich bin da auch eher weniger romantisch und pragmatisch.
Aber ich (Planstelle im Norden) habe da ähnliche Erfahrungen gemacht. Sachbearbeiter ist etwas simplifizierend, aber treffend (was ich jetzt anders als du auch nicht als beleidigung auffasse). Ob man das jetzt Recht sprechen nennt oder nicht, häufig geht es ohnehin nach den Obergerichten und konkrete Aspekte. Rechtliche Brillianz ist bei mir tatsächlich eher seltener relevant.
Rest ist natürlich Umfang in Dezernat, aber wenn fragen offen gelassen werden können und Parteien mit etwas Geleit einen Vergleich abschließen, wird das natürlich dankend angenommen. Wenn man alles nach dem Idealbild machen würde, wäre die Arbeit wohl auch deutlich mehr. Aber auch ich lasse die Beteiligten am Ende des Tages im Büro bzw bei der Akte. Zu Beginn habe ich da tatsächlich mich noch mehr bemüht. Mittlerweile bin ich da aber auch eher bei der Sollbruch-Stellen Vorgehensweise. Es bringt halt nur selten was.
Btt.: Mach dir keinen Stress. Alle haben so angefangen. Keine scheu die Kollegen zu fragen.
Ich fasse den Begriff Sachbearbeiter ebenfalls nicht als Beleidigung auf. Anders als du sehe ich aber auch kein Problem darin oder es als vom Idealbild abweichend, wenn man einige Verfahren kurz hält und sie einer sachgerechten Lösung zuführt, auch durch einen Vergleich. Wir sind eben keine Professoren, die weit weg von der Praxis sind und die Zeit haben, wissenschaftlich erschöpfend zu arbeiten. Urteile sind eben keine abstrakten wissenschaftlichen Abhandlungen.
14.05.2021, 13:03
(14.05.2021, 12:58)Gast schrieb:(14.05.2021, 12:08)Gast schrieb:(13.05.2021, 22:47)Gast schrieb:(13.05.2021, 09:26)Gast schrieb:(13.05.2021, 06:38)GastNRW23 schrieb: Die Leute, die hier behaupten, Richter seien Sachbearbeiter, haben wahrscheinlich keinen Tag in dem Beruf gearbeitet und waren maximal in der Zivilstation. Diese Aussagen kann man getrost vergessen.Sprach der Student?
Ich bin Richter und das erste was mir der Vorsitzende der Kammer gesagt hat, war im Wesentlichen das.
Es geht nicht um Recht sprechen o.ä. Die zwei obersten Ziele sind es, die Akten schmal zu halten und so schnell wie möglich wegzuschaffen. Den Satz habe ich sowohl in der Wahlstation wie auch als Proberichter häufig gehört und kann ihn mittlerweile auch nach der Verplanung voll und ganz unterschreiben.
Ich finde die Einschätzung aufgrund der hohen Aktenarbeit und Schwerpunkt drauf daher gar nicht so falsch. Das du Sachbearbeiter als per se negativ siehst, ist dein Problem. Streng genommen sind fast alle Juristen Sachbearbeiter, da es (fast) immer nur um das Bearbeiten und Erledigen von Akten im Schwerpunkt geht. Das du Sachbearbeiter aus dem öD als was negatives und abwertendes siehst, sagt deutlich mehr über dich und deinen Charakter aus als über die Richtigkeit des Vergleichs.
Um auch auf den anderen vorposter einzugehen:
Natürlich gibt es hilfreiche Kollegen. Ich würde sogar sagen, dass fast alle hilfreich sind und auf Fragen u.ä gut eingehen.
Aber d.h. nicht, dass alle Kollegen mega motiviert sind und "richtig im Job". Auch in der Richterwelt ist nicht alles toll und perfekt. Das ist es nirgendwo. Der Rest wäre einfach naiv. Jeder Richter der es anders sieht, will es mMn einfach so sehen, um sein Weltbild aufrechtzuerhalten. Aber gerade das Anerkennen von solchen "Problemen" ist auch der erste Schritt zur Besserung.
Mein Büronachbar bspw. ist Ende 40 und erzählt mir min. 1 wöchentlich (bzw. hat er vor Corona, seit dem ist man doch nur noch seltener vor Ort) erzählt, dass er es nicht erwarten kann endlich aufzuhören und sich auf die Pension freue. Ob das eine gute Einstellung für die nächsten ca 15 Jahre ist, sei dahingestellt.
Ich sehe es auch ähnlich wie einer der vorposter, dass viele einfach ein falsches Bild (in beide Richtungen) vom Richterjob haben, da häufig sehr pathetisch dran gegangen wird oder auch nur wegen der vermeintlichen Supervorteile (wenig Arbeit, pension etc.) die Berufswahl erfolgt.
Ohne das statistisch untermauern zu können, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass das dann bei Realisierung der Wirklichkeit zu viel Frust führt und viele auch zu tief drin sind, um auszusteigen (was ehrlicherweise für alle Beteiligten vielleicht sogar besser wäre).
Die Vorstellung als Sachbearbeiter ist da wahrscheinlich näher an der Realität, als der im 1 gehende Richter, der ständig Recht spricht, Frieden stiftet und für Gerechtigkeit sorgt.
Wie kann man so etwas schreiben, wenn man angeblich selbst (Plan-)Richter ist?
Es müsste doch eigentlich jeder Richter wissen, dass es hauptsächlich auf das konkrete Dezernat ankommt, danach auf Gerichtsstruktur und Bundesland. Es gibt viele Richter, die auch mal am frühen Nachmittag durch sind. Ich war selbst eine Zeit im Betreuungsrecht. Da war es nicht unüblich, dass ich mittags durch war und ich nach Hause konnte. Ich hatte aber auch schon Zivildezernate, die zeitlich herausfordernd waren. Nach ein paar Monaten wurde dies aber auch besser. Zustände wie hier beschrieben herrschten allerdings zu keinem
Zeitpunkt.
Ich würde immer wieder den Beruf des Richters in meinem Bundesland ergreifen. Wie es in andern Bundesländern aussieht, weiß ich nicht. Mag sein, dass dort über alle Dezernate hinweg die Hölle auf Erden herrscht. Bei uns war und ist dies nicht der Fall.
Wenn man übrigens deine Definition von Sachbearbeiter nimmt, dann sind nahezu alle Sachbearbeiter. Zum Beispiel auch der Arzt. Der schafft eben keine Verfahrensakten weg, sondern Patientenakten. Auch die Bundeskanzlerin ist Sachbearbeiterin laut deiner Definition.
Freut mich für dich. Ich würde auch jederzeit wieder Richter werden. Der von dir zitierte Poster streitet das ja auch nicht ab. Aber beschreibt die Lage halt sehr ehrlich und wenig pathetisch.
Das die Lage bei dir anders zu sein scheint, freut mich. Ich bin da auch eher weniger romantisch und pragmatisch.
Aber ich (Planstelle im Norden) habe da ähnliche Erfahrungen gemacht. Sachbearbeiter ist etwas simplifizierend, aber treffend (was ich jetzt anders als du auch nicht als beleidigung auffasse). Ob man das jetzt Recht sprechen nennt oder nicht, häufig geht es ohnehin nach den Obergerichten und konkrete Aspekte. Rechtliche Brillianz ist bei mir tatsächlich eher seltener relevant.
Rest ist natürlich Umfang in Dezernat, aber wenn fragen offen gelassen werden können und Parteien mit etwas Geleit einen Vergleich abschließen, wird das natürlich dankend angenommen. Wenn man alles nach dem Idealbild machen würde, wäre die Arbeit wohl auch deutlich mehr. Aber auch ich lasse die Beteiligten am Ende des Tages im Büro bzw bei der Akte. Zu Beginn habe ich da tatsächlich mich noch mehr bemüht. Mittlerweile bin ich da aber auch eher bei der Sollbruch-Stellen Vorgehensweise. Es bringt halt nur selten was.
Btt.: Mach dir keinen Stress. Alle haben so angefangen. Keine scheu die Kollegen zu fragen.
Ich fasse den Begriff Sachbearbeiter ebenfalls nicht als Beleidigung auf. Anders als du sehe ich aber auch kein Problem darin oder es als vom Idealbild abweichend, wenn man einige Verfahren kurz hält und sie einer sachgerechten Lösung zuführt, auch durch einen Vergleich. Wir sind eben keine Professoren, die weit weg von der Praxis sind und die Zeit haben, wissenschaftlich erschöpfend zu arbeiten. Urteile sind eben keine abstrakten wissenschaftlichen Abhandlungen.
Ich finde es erstaunlich, dass ein Richter mit Das-Dass-Schwäche „realistisch und wenig pathetisch“ über den Richterjob berichtet und ein anderer Richter mit derselben Schwäche ihm Recht gibt. Ach, ignoriert meinen Kommentar einfach.
14.05.2021, 14:49
(14.05.2021, 13:03)Gast schrieb:(14.05.2021, 12:58)Gast schrieb:(14.05.2021, 12:08)Gast schrieb:(13.05.2021, 22:47)Gast schrieb:(13.05.2021, 09:26)Gast schrieb: Sprach der Student?
Ich bin Richter und das erste was mir der Vorsitzende der Kammer gesagt hat, war im Wesentlichen das.
Es geht nicht um Recht sprechen o.ä. Die zwei obersten Ziele sind es, die Akten schmal zu halten und so schnell wie möglich wegzuschaffen. Den Satz habe ich sowohl in der Wahlstation wie auch als Proberichter häufig gehört und kann ihn mittlerweile auch nach der Verplanung voll und ganz unterschreiben.
Ich finde die Einschätzung aufgrund der hohen Aktenarbeit und Schwerpunkt drauf daher gar nicht so falsch. Das du Sachbearbeiter als per se negativ siehst, ist dein Problem. Streng genommen sind fast alle Juristen Sachbearbeiter, da es (fast) immer nur um das Bearbeiten und Erledigen von Akten im Schwerpunkt geht. Das du Sachbearbeiter aus dem öD als was negatives und abwertendes siehst, sagt deutlich mehr über dich und deinen Charakter aus als über die Richtigkeit des Vergleichs.
Um auch auf den anderen vorposter einzugehen:
Natürlich gibt es hilfreiche Kollegen. Ich würde sogar sagen, dass fast alle hilfreich sind und auf Fragen u.ä gut eingehen.
Aber d.h. nicht, dass alle Kollegen mega motiviert sind und "richtig im Job". Auch in der Richterwelt ist nicht alles toll und perfekt. Das ist es nirgendwo. Der Rest wäre einfach naiv. Jeder Richter der es anders sieht, will es mMn einfach so sehen, um sein Weltbild aufrechtzuerhalten. Aber gerade das Anerkennen von solchen "Problemen" ist auch der erste Schritt zur Besserung.
Mein Büronachbar bspw. ist Ende 40 und erzählt mir min. 1 wöchentlich (bzw. hat er vor Corona, seit dem ist man doch nur noch seltener vor Ort) erzählt, dass er es nicht erwarten kann endlich aufzuhören und sich auf die Pension freue. Ob das eine gute Einstellung für die nächsten ca 15 Jahre ist, sei dahingestellt.
Ich sehe es auch ähnlich wie einer der vorposter, dass viele einfach ein falsches Bild (in beide Richtungen) vom Richterjob haben, da häufig sehr pathetisch dran gegangen wird oder auch nur wegen der vermeintlichen Supervorteile (wenig Arbeit, pension etc.) die Berufswahl erfolgt.
Ohne das statistisch untermauern zu können, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass das dann bei Realisierung der Wirklichkeit zu viel Frust führt und viele auch zu tief drin sind, um auszusteigen (was ehrlicherweise für alle Beteiligten vielleicht sogar besser wäre).
Die Vorstellung als Sachbearbeiter ist da wahrscheinlich näher an der Realität, als der im 1 gehende Richter, der ständig Recht spricht, Frieden stiftet und für Gerechtigkeit sorgt.
Wie kann man so etwas schreiben, wenn man angeblich selbst (Plan-)Richter ist?
Es müsste doch eigentlich jeder Richter wissen, dass es hauptsächlich auf das konkrete Dezernat ankommt, danach auf Gerichtsstruktur und Bundesland. Es gibt viele Richter, die auch mal am frühen Nachmittag durch sind. Ich war selbst eine Zeit im Betreuungsrecht. Da war es nicht unüblich, dass ich mittags durch war und ich nach Hause konnte. Ich hatte aber auch schon Zivildezernate, die zeitlich herausfordernd waren. Nach ein paar Monaten wurde dies aber auch besser. Zustände wie hier beschrieben herrschten allerdings zu keinem
Zeitpunkt.
Ich würde immer wieder den Beruf des Richters in meinem Bundesland ergreifen. Wie es in andern Bundesländern aussieht, weiß ich nicht. Mag sein, dass dort über alle Dezernate hinweg die Hölle auf Erden herrscht. Bei uns war und ist dies nicht der Fall.
Wenn man übrigens deine Definition von Sachbearbeiter nimmt, dann sind nahezu alle Sachbearbeiter. Zum Beispiel auch der Arzt. Der schafft eben keine Verfahrensakten weg, sondern Patientenakten. Auch die Bundeskanzlerin ist Sachbearbeiterin laut deiner Definition.
Freut mich für dich. Ich würde auch jederzeit wieder Richter werden. Der von dir zitierte Poster streitet das ja auch nicht ab. Aber beschreibt die Lage halt sehr ehrlich und wenig pathetisch.
Das die Lage bei dir anders zu sein scheint, freut mich. Ich bin da auch eher weniger romantisch und pragmatisch.
Aber ich (Planstelle im Norden) habe da ähnliche Erfahrungen gemacht. Sachbearbeiter ist etwas simplifizierend, aber treffend (was ich jetzt anders als du auch nicht als beleidigung auffasse). Ob man das jetzt Recht sprechen nennt oder nicht, häufig geht es ohnehin nach den Obergerichten und konkrete Aspekte. Rechtliche Brillianz ist bei mir tatsächlich eher seltener relevant.
Rest ist natürlich Umfang in Dezernat, aber wenn fragen offen gelassen werden können und Parteien mit etwas Geleit einen Vergleich abschließen, wird das natürlich dankend angenommen. Wenn man alles nach dem Idealbild machen würde, wäre die Arbeit wohl auch deutlich mehr. Aber auch ich lasse die Beteiligten am Ende des Tages im Büro bzw bei der Akte. Zu Beginn habe ich da tatsächlich mich noch mehr bemüht. Mittlerweile bin ich da aber auch eher bei der Sollbruch-Stellen Vorgehensweise. Es bringt halt nur selten was.
Btt.: Mach dir keinen Stress. Alle haben so angefangen. Keine scheu die Kollegen zu fragen.
Ich fasse den Begriff Sachbearbeiter ebenfalls nicht als Beleidigung auf. Anders als du sehe ich aber auch kein Problem darin oder es als vom Idealbild abweichend, wenn man einige Verfahren kurz hält und sie einer sachgerechten Lösung zuführt, auch durch einen Vergleich. Wir sind eben keine Professoren, die weit weg von der Praxis sind und die Zeit haben, wissenschaftlich erschöpfend zu arbeiten. Urteile sind eben keine abstrakten wissenschaftlichen Abhandlungen.
Ich finde es erstaunlich, dass ein Richter mit Das-Dass-Schwäche „realistisch und wenig pathetisch“ über den Richterjob berichtet und ein anderer Richter mit derselben Schwäche ihm Recht gibt. Ach, ignoriert meinen Kommentar einfach.
Stimmt...
14.05.2021, 15:40
(13.05.2021, 21:20)Praktiker schrieb:(13.05.2021, 09:26)Gast schrieb: Es geht nicht um Recht sprechen o.ä. Die zwei obersten Ziele sind es, die Akten schmal zu halten und so schnell wie möglich wegzuschaffen. Den Satz habe ich sowohl in der Wahlstation wie auch als Proberichter häufig gehört und kann ihn mittlerweile auch nach der Verplanung voll und ganz unterschreiben.
Natürlich geht es darum, Recht zu sprechen. Und natürlich ist es für dieses Ziel sinnvoll, die Akten dünn zu halten, weil Schriftsätze über Schriftsätze, die an den Problemen des Falles vorbeigehen, die Dinge verkomplizieren und in der Sache nichts bringen. Man erreicht das durch frühzeitige, sachdienliche Hinweise und frühen ersten Termin statt schriftlichem Vorverfahren.
Und natürlich muss man schnell arbeiten. Aber wenn der Fall es erfordert, muss man sich auch Zeit lassen und wird die Akte auch mal dicker. Und wenn man die Revision zulässt, weil es in der Sache geboten ist, dann hängt man sich noch mehr rein. Ja, das gibt es.
Ich weiß nicht, wo andere arbeiten, aber keiner meiner drei bisherigen Vorsitzenden hätte so etwas gesagt oder eine solche Arbeitseinstellungen in seinen Beurteilungsbeiträgen gut geheißen. Und nein, ich kenne keinen mit 40, der die Jahre bis zur Rente zählt. Das wäre ja furchtbar.
Unabhängig vom Rest, einfach, weil mir das im Forum häufiger auffällt : Die eigene Erfahrung ist natürlich ein schlechter Gradmesser für absolute Richtigkeit. Ich arbeite nicht in der Justiz.
Aber es kann doch durchaus sein, dass es auch dort unterschiedliche Menschen gibt und vielleicht auch mehr oder minder motivierte Richter.
Ohne jetzt eine große Kritikdiskussion aufmachen zu wollen, ist es doch nicht so unwahrscheinlich, dass auch in der Justiz nicht alles perfekt ist und entsprechende Richter / Vorsitzende existieren? Schwarze Schafe gibt's ja ohnehin überall.









