21.03.2026, 03:05
(20.03.2026, 22:24)Spencer schrieb:... wir haben es glaube ich mittlerweile verstanden ...(20.03.2026, 11:42)MöchtegernRichter schrieb:Dann passt es ja ;-)(20.03.2026, 11:22)Spencer schrieb: Überlegt euch auch, ob ihr mit Ü20 Punkten am Ende an einem AG in der Provinz sitzen wollt…
Ich bin damit tatsächlich sehr zufrieden. Komme allerdings selbst auch aus dieser Provinz
Will nur sagen, man sollte sich gerade nicht unter Wert verkaufen und Kompromisse eingehen, von denen man später nur noch schwer runterkommt.
21.03.2026, 13:49
(21.03.2026, 03:05)Justiz202603 schrieb:(20.03.2026, 22:24)Spencer schrieb:... wir haben es glaube ich mittlerweile verstanden ...(20.03.2026, 11:42)MöchtegernRichter schrieb:Dann passt es ja ;-)(20.03.2026, 11:22)Spencer schrieb: Überlegt euch auch, ob ihr mit Ü20 Punkten am Ende an einem AG in der Provinz sitzen wollt…
Ich bin damit tatsächlich sehr zufrieden. Komme allerdings selbst auch aus dieser Provinz
Will nur sagen, man sollte sich gerade nicht unter Wert verkaufen und Kompromisse eingehen, von denen man später nur noch schwer runterkommt.
ich wüsste es gerne genauer. wäre wirklich ärgerlich, wenn die justiz zukünftig aus leuten mit übersteigertem sicherheitsbedürfnis besteht, nur weil sie in krisenzeiten ne sichere bank ist. hoffentlich geht ihr topjuristen da aus überzeugung hin.
21.03.2026, 14:07
Ich habe das von Topabsolventen schon mitbekommen, dass sie wegen der wirtschaftlichen Lage (weil Kanzleien kaum noch einstellen) hingehen. Ich meine woher soll auf einmal der run innerhalb des letzten Jahres kommen. Davor mussten sie überall kontinuierlich absenken. Zuletzt in Berlin auf 6,5 Ende 2024, nur um dann inzwischen in der Krisenzeit nur noch 9+ zu nehmen.
21.03.2026, 14:07
(21.03.2026, 13:49)kumpelanton schrieb:(21.03.2026, 03:05)Justiz202603 schrieb:(20.03.2026, 22:24)Spencer schrieb:... wir haben es glaube ich mittlerweile verstanden ...(20.03.2026, 11:42)MöchtegernRichter schrieb:Dann passt es ja ;-)(20.03.2026, 11:22)Spencer schrieb: Überlegt euch auch, ob ihr mit Ü20 Punkten am Ende an einem AG in der Provinz sitzen wollt…
Ich bin damit tatsächlich sehr zufrieden. Komme allerdings selbst auch aus dieser Provinz
Will nur sagen, man sollte sich gerade nicht unter Wert verkaufen und Kompromisse eingehen, von denen man später nur noch schwer runterkommt.
ich wüsste es gerne genauer. wäre wirklich ärgerlich, wenn die justiz zukünftig aus leuten mit übersteigertem sicherheitsbedürfnis besteht, nur weil sie in krisenzeiten ne sichere bank ist. hoffentlich geht ihr topjuristen da aus überzeugung hin.
Machen wir uns nix vor: die meisten der Topabsolventen gehen wegen einer momentanen Unsicherheitin in die Justiz. Die Justiz war nie deren erste Wahl, sonst wären die Anforderungen nicht zuletzt auf 15 Punkte abgesenkt worden. Ich mache niemanden einen Vorwurf, der sich bewirbt. So ist eben der Markt und ist auch nachvollziehbar. Ich mache allerdings der Justiz einen Vorwurf wenn sie 22+ Kandidaten blind einstellt, ohne deren Motive genau unter die Lupe zu nehmen. In der freien Wirtschaft stellt dich niemand ein, wenn du da nur zur Überbrückung kurz arbeiten willst. Sollte für die Kandidaten in 2 Jahren der Traum der GK Karriere doch noch wahr werden, der Justiz den Stinkefinger gezeigt werden und das ganze System wegen der Pensionslawine zusammenbricht, tragen diese definitiv aber eine Mitschuld.
21.03.2026, 17:44
Jeder Richter in Hessen, ich bin einer davon, wird dir bestätigen können, dass die Motivation der Kandidaten im Bewerbungsgespräch sehr genau unter die Lupe nimmt, weil man keine Kandidaten haben möchte, die nach einem Kajr wieder abhauen.
21.03.2026, 21:16
Ich denke, diese Kandidaten sind intelligent genug um eine Geschichte zu erzählen, dass das schon seit dem Kindergarten ihr Traum ist. Und wenn die Justiz bei einigen tatsächlich zwei Tage später anruft anstatt sie wochen- oder monatelang im Ungewissen zu halten, macht sie das wohl auch aus bestimmten Gründen.
22.03.2026, 01:02
(21.03.2026, 21:16)BetterLearnAll25 schrieb: Ich denke, diese Kandidaten sind intelligent genug um eine Geschichte zu erzählen, dass das schon seit dem Kindergarten ihr Traum ist. Und wenn die Justiz bei einigen tatsächlich zwei Tage später anruft anstatt sie wochen- oder monatelang im Ungewissen zu halten, macht sie das wohl auch aus bestimmten Gründen.
Das war auch mein Gedanke. Allerdings: Im Gegensatz zu Bewerbern lügen Lebensläufe ja nicht. Der Bewerber mit Doppel VB, der behauptet, er wollte schon immer zur Justiz (bzw. Verwaltung, wo die Situation ja ähnlich ist) aber bis zum Ref noch nie ein Gericht von innen gesehen hat, weil er sämtliche Praktika in einer GK abgeleistet hat dürfte für einige hochgezogene Augenbrauen sorgen. Spätestens wenn die Wahlstation auch in der GK abgeleistet wurde, sollte ja eigentlich jeder wissen was Phase ist.
Bei dem Gedanken, dass man sich jetzt massenhaft Söldner an Land zieht, die den ÖD als Notnagel betrachten und so bald wie möglich das Weite suchen wollen wenn die Wirtschaft wieder anzieht wird mir Angst und Bange. Insbesondere wenn gleichzeitig Leute verprellt werden, die aus intrinsischen Motiven in den ÖD wollen. Man kann nur hoffen, dass man es schafft den o.g. Leuten einen Riegel vorzuschieben und nicht auf irgendwelche einstudierte und auswendiggelernte Phrasen hereinfällt.
22.03.2026, 08:37
Schön zu lesen, dass das Zutrauen in die baldige Erholung der Wirtschaft so groß ist.
22.03.2026, 11:13
(22.03.2026, 08:37)Praktiker schrieb: Schön zu lesen, dass das Zutrauen in die baldige Erholung der Wirtschaft so groß ist.
Und bestürzend, dass selbst die motivierten Idealisten im öD mit einem Abgang der Bewerber mit den guten Noten rechnen. Der Staat vermag also auch nicht auf Dauer zum Bleiben überzeugen.
22.03.2026, 11:16
Die Diskussion wirkt schon reichlich absurd, wo vor kurzem doch die Absenkung der formellen Notenanforderungen in Hessen hier genauso kritisiert wurde.
Ich jedenfalls wollte nach dem Ref gerne in die Justiz, weil ich "klassisches" Jura mag und mir die Stationen im Ref gut gefallen haben. Klar habe ich mir auch als WiMi und Referendar GKen angeschaut, hatte gerade deshalb aber keine Lust als Associate dort anzufangen. Warum meine Motivation für die Justiz geringer sein sollte, weil ich in beiden Examen das gut erreicht habe, erschließt sich mir schon von der Grundannahme nicht wirklich.
Tatsächlich stimmt es aber, dass im Bewerbungsverfahren die Motivation doch sehr genau abgeklopft wurde. Da musste man sich eher rechtfertigen, warum man trotz des Gehalrs nicht zur GK gehen wollte. Möglich wäre das ja gerade in dem Notenbereich auch in der aktuellen wirtschaftlichen Lage, gerade wenn man schon ein paar Kontakte geknüpft hat.
Ich jedenfalls wollte nach dem Ref gerne in die Justiz, weil ich "klassisches" Jura mag und mir die Stationen im Ref gut gefallen haben. Klar habe ich mir auch als WiMi und Referendar GKen angeschaut, hatte gerade deshalb aber keine Lust als Associate dort anzufangen. Warum meine Motivation für die Justiz geringer sein sollte, weil ich in beiden Examen das gut erreicht habe, erschließt sich mir schon von der Grundannahme nicht wirklich.
Tatsächlich stimmt es aber, dass im Bewerbungsverfahren die Motivation doch sehr genau abgeklopft wurde. Da musste man sich eher rechtfertigen, warum man trotz des Gehalrs nicht zur GK gehen wollte. Möglich wäre das ja gerade in dem Notenbereich auch in der aktuellen wirtschaftlichen Lage, gerade wenn man schon ein paar Kontakte geknüpft hat.



