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Wer zum Staat will...
SGL
Unregistered
 
#1
06.01.2021, 17:49
Hallo alle Miteinander,

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL
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Gast
Unregistered
 
#2
06.01.2021, 17:54
Muss man halt alles auch mit seinem Gewissen vereinbaren können.
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Gast
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#3
06.01.2021, 17:55
Eine neue Recruitingmaßnahme der Finanzverwaltung NRW?  :D

Die haben vor kurzem wieder für alle Standorte Anzeigen geschaltet. Beziehungsweise machen die das quasi durchgehend.
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Gast
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#4
06.01.2021, 18:03
Was braucht man da für Noten? Ist das AC nicht zu schwer?
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Gast
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#5
06.01.2021, 18:12
(06.01.2021, 17:54)Gast schrieb:  Muss man halt alles auch mit seinem Gewissen vereinbaren können.

Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, Richter zu werden und verfüge auch über die erforderlichen Noten. Wenn ich mir aber anschaue, in welche Richtung sich dieser Staat in den letzten Monaten entwickelt hat, dann wird mir richtig übel. Das kann ich nicht mit meinem Gewissen mehr verarbeiten. Die Lust Beamter oder Richter dieses Staats zu werden, ist mir jedenfalls vergangen. Dann klopp ich noch lieber als Unternehmensanwalt Billables...
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Gast
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#6
06.01.2021, 18:15
(06.01.2021, 17:49)SGL schrieb:  Hallo alle Miteinander,

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL


Kenne Leute aus dem gehobenen Dienst der Finanzverwaltung. Die sind jedenfalls von jungen Vorgesetzten, die kaum Ahnung von Steuerrecht und Finanzen haben, wenig begeistert.
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Gast
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#7
06.01.2021, 18:48
(06.01.2021, 18:03)Gast schrieb:  Was braucht man da für Noten? Ist das AC nicht zu schwer?

Wurde in Bayern mit 7 Punkten nicht genommen dieses Jahr, genauso in Rheinland-Pfalz, da kam nicht mal eine Rückmeldung..
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Gast
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#8
06.01.2021, 18:49
(06.01.2021, 18:48)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 18:03)Gast schrieb:  Was braucht man da für Noten? Ist das AC nicht zu schwer?

Wurde in Bayern mit 7 Punkten nicht genommen dieses Jahr, genauso in Rheinland-Pfalz, da kam nicht mal eine Rückmeldung..

Damit meine ich: Nicht mal eingeladen.
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Gast
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#9
06.01.2021, 19:03
(06.01.2021, 18:12)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:54)Gast schrieb:  Muss man halt alles auch mit seinem Gewissen vereinbaren können.

Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, Richter zu werden und verfüge auch über die erforderlichen Noten. Wenn ich mir aber anschaue, in welche Richtung sich dieser Staat in den letzten Monaten entwickelt hat, dann wird mir richtig übel. Das kann ich nicht mit meinem Gewissen mehr verarbeiten. Die Lust Beamter oder Richter dieses Staats zu werden, ist mir jedenfalls vergangen. Dann klopp ich noch lieber als Unternehmensanwalt Billables...


Gute Entscheidung! Ist wahrscheinlich besser für alle, dass du dich dagegen entschieden hast.
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Gast
Unregistered
 
#10
06.01.2021, 19:16
(06.01.2021, 18:12)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:54)Gast schrieb:  Muss man halt alles auch mit seinem Gewissen vereinbaren können.

Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, Richter zu werden und verfüge auch über die erforderlichen Noten. Wenn ich mir aber anschaue, in welche Richtung sich dieser Staat in den letzten Monaten entwickelt hat, dann wird mir richtig übel. Das kann ich nicht mit meinem Gewissen mehr verarbeiten. Die Lust Beamter oder Richter dieses Staats zu werden, ist mir jedenfalls vergangen. Dann klopp ich noch lieber als Unternehmensanwalt Billables...

Ich stand vor dem gleichen Gewissenskonflikt und habe mich schlussendlich auch - aus den angedeuteten Gründen - gegen den Staatsdienst entschieden. 

Als mittlerweile Anwalt mit viel Kontakt zu Behörden, insb. der Finanzverwaltung, bereue ich diese Entscheidung bisher nicht. 

Mein Eindruck ist, dass man als liberale Persönlichkeit beim Staat möglichweise nicht mehr allzu gut aufgehoben ist. 

Finde die Entwicklungen wirklich bedenklich.
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