07.12.2020, 21:55
(07.12.2020, 21:45)Gast schrieb:(07.12.2020, 21:18)Gast schrieb:(07.12.2020, 21:09)C8H10N4O2 schrieb:(07.12.2020, 20:43)Gast schrieb:(07.12.2020, 20:37)C8H10N4O2 schrieb: Du musst dabei auch bedenken, dass derartige Ausnahmen das Gehaltsgefüge durcheinander bringen und damit ungewollt Hierarchien bzw. Bevorzugungen erzeugen, was wiederum zu Unzufriedenheit bei den restlichen Associates führt (meist kommt es doch raus). Das nimmt keine Kanzlei in Kauf, nur um die 2 Punkte mehr im Examen ins Boot zu holen
TE: Das ist ein solides Gegenargument. Übrigens fast das erste im Thread.
Insgesamt dann wohl noch ein Grund, nicht in eine GK zu gehen.
Die Dichte an Argumenten ist hier im Forum traditionell niedrig, immerhin bleiben die meisten bisher beim Thema...
Wenn es dir um einen möglichst hohen Verdienst geht führt an der GK allerdings kein Weg vorbei, egal ob mit erhöhtem Einstiegsgehalt oder ohne
Ich persönlich empfinde die Tatsachen, dass so viel Wert auf Teambuilding und die Stimmung untereinander gelegt wird ja als großen Vorteil gegenüber den Einzelkämpferberufen (vor allem StA/Justiz), warum ist das für dich ein Argument, nicht hinzugehen?
Die Betonung des Teams ist kein Problem. Aber ich verkaufe mich auch nicht gerne unter Wert bzw würde mein Top-Examensergebnis gerne für eine optimale Work-Income-Life-Balance eintauschen. Das ist eben in einer GK, die mich als Top-1-2%-Absolventen mit einem Top-20%-ern gleichsetzt, eher nicht gegeben.
Du denkst auch du bist mit den Noten in einer T1 GK etwas Besonderes, oder? Sorry, aber weißt du was so die Associates zB bei HM teilweise für Noten haben? Doppelgut ist bei T1 kein special snowflake, daher auch kein special snowflake Gehalt.
Ich kenne viele GK-Anwälte, auch bei Hengeler. Da gibt es nicht wenige mit 2x9, auch so 20-21-Punkte dürfte ziemlich häufig sein. Einige wenige gibt es auch im Bereich 22+ oder sogar 24+, das ist aber keinesfalls die Regel.
07.12.2020, 21:58
Wer das Maximum für seine Karriere rausholen will, soll jetzt auf der Arbeit performen. Die formalen Voraussetzungen (Noten) sind super, jetzt muss aber auch abgeliefert werden. Oder wie es viele Partner so nett sagen „die PS auch auf die Straße bringen“. Da sind 5.000 Euro mehr oder weniger zum Einstieg ziemlich Latte. Nach wenigen Jahren kann die Differenzen im Bereich 30-50.000 Euro p.a. liegen, darauf sollte man eher achten.
07.12.2020, 22:25
da wirst du dich wohl selbstständig machen müssen. Volles Risiko und voller Gewinn.
Für Teams bist du scheinbar nicht geeignet. Hast du überhaupt mal in T1 Kreisen gearbeitet? Sowas wie dich frisst man da einfach auf...
Für Teams bist du scheinbar nicht geeignet. Hast du überhaupt mal in T1 Kreisen gearbeitet? Sowas wie dich frisst man da einfach auf...
07.12.2020, 23:20
(07.12.2020, 21:18)Gast schrieb:(07.12.2020, 21:09)C8H10N4O2 schrieb:(07.12.2020, 20:43)Gast schrieb:(07.12.2020, 20:37)C8H10N4O2 schrieb: Du musst dabei auch bedenken, dass derartige Ausnahmen das Gehaltsgefüge durcheinander bringen und damit ungewollt Hierarchien bzw. Bevorzugungen erzeugen, was wiederum zu Unzufriedenheit bei den restlichen Associates führt (meist kommt es doch raus). Das nimmt keine Kanzlei in Kauf, nur um die 2 Punkte mehr im Examen ins Boot zu holen
TE: Das ist ein solides Gegenargument. Übrigens fast das erste im Thread.
Insgesamt dann wohl noch ein Grund, nicht in eine GK zu gehen.
Die Dichte an Argumenten ist hier im Forum traditionell niedrig, immerhin bleiben die meisten bisher beim Thema...
Wenn es dir um einen möglichst hohen Verdienst geht führt an der GK allerdings kein Weg vorbei, egal ob mit erhöhtem Einstiegsgehalt oder ohne
Ich persönlich empfinde die Tatsachen, dass so viel Wert auf Teambuilding und die Stimmung untereinander gelegt wird ja als großen Vorteil gegenüber den Einzelkämpferberufen (vor allem StA/Justiz), warum ist das für dich ein Argument, nicht hinzugehen?
Die Betonung des Teams ist kein Problem. Aber ich verkaufe mich auch nicht gerne unter Wert bzw würde mein Top-Examensergebnis gerne für eine optimale Work-Income-Life-Balance eintauschen. Das ist eben in einer GK, die mich als Top-1-2%-Absolventen mit einem Top-20%-ern gleichsetzt, eher nicht gegeben.
Work-Income-Life-Balance - Sag doch einfach du bist geldgierig und scheisst auf alles andere. Das wär ehrlich.
So viel Theoriejura können, doch so wenig Ahnung vom Arbeitsleben haben... Stereotyp eines arroganten Absolventen. Zum Glück sind die wenigsten so drauf.
07.12.2020, 23:46
Klassiker in diesem Forum. 2x9 Punkte haben und sich für die Creme de na Creme halten und dann im Forum abragen, weil doch auf einen herabgeschaut wird. Dabei aber gleichzeitig im Parallelthread auf dicken GK-Hengst machen, der den 2xa-Typen die Welt erklärt :D
@TE: Werd Notar. Kein Team, mehr Geld, nicht so viel Arbeit, je nach BL sehr elitär.
@TE: Werd Notar. Kein Team, mehr Geld, nicht so viel Arbeit, je nach BL sehr elitär.
08.12.2020, 02:25
(07.12.2020, 23:46)Gast schrieb: Klassiker in diesem Forum. 2x9 Punkte haben und sich für die Creme de na Creme halten und dann im Forum abragen, weil doch auf einen herabgeschaut wird. Dabei aber gleichzeitig im Parallelthread auf dicken GK-Hengst machen, der den 2xa-Typen die Welt erklärt :D
@TE: Werd Notar. Kein Team, mehr Geld, nicht so viel Arbeit, je nach BL sehr elitär.
In diesem Forum ist so viel Frust und Missgunst, unglaublich.
Es dürfte doch wohl auf der Hand liegen, dass das Herabschauen auf andere in jedem Fall zu missbilligen ist. Das Verhalten des TE nun zu bejubeln, weil es endlich die (offenbar) verhassten VBler erwischt, lässt tief blicken...
Notar ist übrigens keine taugliche Standardempfehlung. Nicht jeder hat darauf Lust - nicht jeder wohnt in einem Nur-Notar-Bundesland. Das wurde aber schon tausend Mal durchgekaut.
08.12.2020, 06:50
(07.12.2020, 20:04)gastfwe214234 schrieb: Also in meiner Ref Station (T1) wurde genau ein solcher Kandidat in der ersten Runde abgelehnt, weil ihm die 120.000 nicht gereicht haben und er mehr rausschlagen wollte. Söldner sind nicht beliebt. Vorallem, wenn keiner weiß, ob sie kämpfen können.
Das finde ich völlig richtig. Und die "120k"-Einheiten sind oft Lockstep-Kanzleien. Mit dem Argument "ich sehe nicht ein, besser zu sein (in einer Gruppe von sehr Guten) und das Gleiche zu bekommen" schießt man sich dort erst recht ab. Später gibt es nämlich die gleichen Differenzen, gleiche Gehälter oder auch Partnerentnahmen trotz unterschiedlicher Arbeitsbelastung und Beiträgen zum Gewinn. Arbeitsrecht trägt sich z.B. meistens nicht selbst, trotzdem muss es oft angeboten werden. Auch dort sind die Anfangsgehälter nicht niedriger als z.B. im M&A oder Finance.
Und wie jemand anderes schon gesagt hat: Wo will man anfangen, wo will man aufhören? Unter dem Strich ist der 2*8-Kandidat, der bekannt und bewährt ist, doch mehr wert, weil er direkt loslegen kann. Und auch unter den Top-Kandidaten sind nicht selten "Kellerkinder", die neben Jura nichts gelernt haben und gar keinen Blick für die Praxis haben.
Und schließlich: Wie soll jemand, der schon die "2*9"-Kandidaten als untergeordnet ansieht, den nötigen Respekt gegenüber auch anderen wichtigen Mitarbeitern wie z.B. den PAs oder dem Empfang, entgegenbringen? Solche Äußerungen deuten dann eher auf Charaktermängel hin, die man dann erst mal ausbügeln muss. Nein, das muss man sich gar nicht ins Haus holen. Mehr Punkte im Examen bringen noch lange nicht mehr Gewinn. Ein "Bonus" kommt IMMER raus und führt dann zu Frust bei den Kollegen.
08.12.2020, 12:36
Macht TW sowas nicht?
08.12.2020, 12:48
Sehr amüsanter Thread
Wenn Du zum Einstieg das maximale Gehalt willst, musst Du in die GK gehen. Nirgendwo anders gibt es mehr. Ansonsten Notar: Es mag zwar nicht für jeden sein und viele Nachteile haben, aber - wie schon oben geschrieben - nirgendwo sonst kannst Du, wenn Du (mit mehr Glück als Verstand) als Nurnotar in der teuren Großstadt landest, nach vielen weiteren Jahren des Assessoren-Sklaventums so viel Geld für so wenig Arbeit bekommen.
Sehr lachen musste ich über den Vorschlag "Justiz": ich bin selbst dort und recht zufrieden, aber wer mit den Motiven Aufstiegschancen oder Gehalt dorthin geht, hat den Schuss offensichtlich nicht gehört. In der Justiz findet ein Aufstieg im Wesentlichen nicht statt, was für die Meisten dort auch total ok ist und beim Berufseinstieg bekannt war. Und selbst wenn man die Partei- und Verwaltungsschiene fahren will und in R4 und höher kommt, mag man doch mal das Gehalt mit dem Endgrundgehalt von R2, was realistisch jeder erreichen kann, wenn er denn will (was viele aber nicht wollen), vergleichen. Die Gehaltsspanne zwischen Endstufe R2 (u.a. OLG Richter) und R6 (u.a. BGH Beisitzer) ist gar nicht mal so riesig...
Wenn Du zum Einstieg das maximale Gehalt willst, musst Du in die GK gehen. Nirgendwo anders gibt es mehr. Ansonsten Notar: Es mag zwar nicht für jeden sein und viele Nachteile haben, aber - wie schon oben geschrieben - nirgendwo sonst kannst Du, wenn Du (mit mehr Glück als Verstand) als Nurnotar in der teuren Großstadt landest, nach vielen weiteren Jahren des Assessoren-Sklaventums so viel Geld für so wenig Arbeit bekommen.
Sehr lachen musste ich über den Vorschlag "Justiz": ich bin selbst dort und recht zufrieden, aber wer mit den Motiven Aufstiegschancen oder Gehalt dorthin geht, hat den Schuss offensichtlich nicht gehört. In der Justiz findet ein Aufstieg im Wesentlichen nicht statt, was für die Meisten dort auch total ok ist und beim Berufseinstieg bekannt war. Und selbst wenn man die Partei- und Verwaltungsschiene fahren will und in R4 und höher kommt, mag man doch mal das Gehalt mit dem Endgrundgehalt von R2, was realistisch jeder erreichen kann, wenn er denn will (was viele aber nicht wollen), vergleichen. Die Gehaltsspanne zwischen Endstufe R2 (u.a. OLG Richter) und R6 (u.a. BGH Beisitzer) ist gar nicht mal so riesig...
08.12.2020, 12:51
(08.12.2020, 12:36)Gast schrieb: Macht TW sowas nicht?
Nur bei Referendaren und WiMis, Grenze liegt aber wohl bei 9 Punkten. Ich war im Hamburger Büro als WiMi, glaube dort war aber keiner unter 9 Punkten. Sonst hätte es aber zu 100% intern Unzufriedenheit gegeben - verstehe also, weshalb man es bei Anwälten nicht macht.

