09.11.2020, 10:42
Hi,
ich habe für das erste Examen gerne mit Fällen gelernt und konnte mir so alles am besten merken. Haltet ihr im Hinblick auf das materielle Strafrecht den Klausurenkurs III von Beulke für geeignet oder für zu umfangreich für das zweite Examen? Finde irgendwie so Skripte (Kaiser etc.) die das materielle Recht runterbeten zu abstrakt, um mir das zu merken. Oder gibt es evtl. Fallbücher wie für das erste Examen für das zweite?
ich habe für das erste Examen gerne mit Fällen gelernt und konnte mir so alles am besten merken. Haltet ihr im Hinblick auf das materielle Strafrecht den Klausurenkurs III von Beulke für geeignet oder für zu umfangreich für das zweite Examen? Finde irgendwie so Skripte (Kaiser etc.) die das materielle Recht runterbeten zu abstrakt, um mir das zu merken. Oder gibt es evtl. Fallbücher wie für das erste Examen für das zweite?
11.11.2020, 12:18
Zur Wiederholung ist der Beulke KK III sicherlich nicht schädlich.
Aber dieses Buch ist letztlich im materiellen Recht auf die Darstellung vieler Meinungsstreite ausgelegt. Das ist nicht das, was man für´s zweite Examen braucht.
Das Kaiserskript zum materiellen StrafR beinhaltet den relevanten Kernstoff.
Ich hatte aber das gleiche Problem: Dieses abstrakte Lernen mit den Kaiserskripten ist (je nach Lerntyp) nicht optimal. Ich hätte mir auch mehr fallbasierte Literatur gewünscht. Ich kennne aber für´s zweite Examen leider kein fallbasiertes Skript im mat. StrafR.
Letztlich kann man sich statt dem Beulke KK auch einfach aus Jus und JA 15 StrafR Assessor-Klausuren raussuchen und lösen. So habe ich letztlich gelernt.
Das ist einfach die klausurorientierteste und m.E. effektivste Vorbereitung (ich habe die StA Klausur trotzdem verrissen).
Aber dieses Buch ist letztlich im materiellen Recht auf die Darstellung vieler Meinungsstreite ausgelegt. Das ist nicht das, was man für´s zweite Examen braucht.
Das Kaiserskript zum materiellen StrafR beinhaltet den relevanten Kernstoff.
Ich hatte aber das gleiche Problem: Dieses abstrakte Lernen mit den Kaiserskripten ist (je nach Lerntyp) nicht optimal. Ich hätte mir auch mehr fallbasierte Literatur gewünscht. Ich kennne aber für´s zweite Examen leider kein fallbasiertes Skript im mat. StrafR.
Letztlich kann man sich statt dem Beulke KK auch einfach aus Jus und JA 15 StrafR Assessor-Klausuren raussuchen und lösen. So habe ich letztlich gelernt.
Das ist einfach die klausurorientierteste und m.E. effektivste Vorbereitung (ich habe die StA Klausur trotzdem verrissen).
11.11.2020, 12:52
Ich hatte genau das gleiche Problem. Habe immer lieber mit Fällen gelernt. Leider gibt es kaum noch Fallbücher. Die wenigen, die es gibt, beinhalten logischerweise nicht alle relevanten Problembereiche, die aber trotzdem einfach sitzen müssen. Ich finde es total schade, dass dieses Problem von den gängigen Verlagen gar nicht aufgegriffen wird und weiterhin fast nur Theorieskripte angeboten werden. Ich hatte mich im Ref auch durch die gängigen Theorieskripte gequält, schließlich haben es alle anderen Referendare auch so gemacht und bei denen funktionierte es ja gut. Bei mir so gar nicht, meine Noten wurden sogar immer schlechter. Ich kann da also nur davor warnen, seine bewährte Lernvariante zu verändern. Besser wurde es erst wieder, als ich fast nur noch Fälle angeschaut habe. In meiner Gegend haben sich neue Referendare oft die alten Klausuren von den älteren Referendaren kopiert, einfach um zu üben. Das ist ja immerhin schon ein ganzer Ordner voll. Wie schon erwähnt gibt es bei der JuS online einige Klausuren, die findet man übersichtlich über den JuS "Klausurenfinder" (oder so ähnlich heißt das). Ich fand dann noch von Kaiser das "StPO-Fallrepetitorium" ganz gut. Ansonsten verkauft immer mal wieder jemand (unerlaubterweise) Altklausuren im Internet. Aber ich finde es - wie gesagt - echt schade, dass es da nichts Vernünftiges zu kaufen gibt, falls also hier ein Verlagsmensch mitliest :D
11.11.2020, 16:59
(11.11.2020, 12:18)Gast schrieb: Das Kaiserskript zum materiellen StrafR beinhaltet den relevanten Kernstoff.
Ist das eigentlich ausreichend? Alleine von der Dicke her scheint es doch deutlich weniger zu sein als die 3 (AT, BT1, BT2) Lehrbücher/Skripte, die man für das 1. braucht. Kann es SInn ergeben, sich nochmals mit den Materialien für das 1. zu befassen? Oder wäre da zu viel dabei, was man auf keinen Fall mehr braucht?
12.11.2020, 12:59
(11.11.2020, 12:52)Gast schrieb: Ich hatte genau das gleiche Problem. Habe immer lieber mit Fällen gelernt. Leider gibt es kaum noch Fallbücher. Die wenigen, die es gibt, beinhalten logischerweise nicht alle relevanten Problembereiche, die aber trotzdem einfach sitzen müssen. Ich finde es total schade, dass dieses Problem von den gängigen Verlagen gar nicht aufgegriffen wird und weiterhin fast nur Theorieskripte angeboten werden. Ich hatte mich im Ref auch durch die gängigen Theorieskripte gequält, schließlich haben es alle anderen Referendare auch so gemacht und bei denen funktionierte es ja gut. Bei mir so gar nicht, meine Noten wurden sogar immer schlechter. Ich kann da also nur davor warnen, seine bewährte Lernvariante zu verändern. Besser wurde es erst wieder, als ich fast nur noch Fälle angeschaut habe. In meiner Gegend haben sich neue Referendare oft die alten Klausuren von den älteren Referendaren kopiert, einfach um zu üben. Das ist ja immerhin schon ein ganzer Ordner voll. Wie schon erwähnt gibt es bei der JuS online einige Klausuren, die findet man übersichtlich über den JuS "Klausurenfinder" (oder so ähnlich heißt das). Ich fand dann noch von Kaiser das "StPO-Fallrepetitorium" ganz gut. Ansonsten verkauft immer mal wieder jemand (unerlaubterweise) Altklausuren im Internet. Aber ich finde es - wie gesagt - echt schade, dass es da nichts Vernünftiges zu kaufen gibt, falls also hier ein Verlagsmensch mitliest :D
Wenn man "klausuren assessorexamen" bei Amazon eingibt, findet man doch einige Klausurenbücher fürs 2. Examen...
12.11.2020, 14:56
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Wenn man "klausuren assessorexamen" bei Amazon eingibt, findet man doch einige Klausurenbücher fürs 2. Examen...
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Joa, einige gibt es. Die von Hemmer und Kaiser hatte ich dann auch alle durch. Man muss ja bedenken, da sind ja dann immer nur so zehn Fälle drin. Aber der Unterscheid war, im Studium habe ich mir alles immer über Fälle angeschaut und nur ergänzend und der Vollständigkeit halber Sachen in Lehrbüchern/Skripten nachgeschaut. Jetzt im Ref war es genau umgekehrt. Durch die Theorie-Skripte gequält und ergänzend eben die (vergleichsweise) wenigen Fälle angeschaut. Hat mir persönlich nicht getaugt. Aber da ist ja jeder anders
Wenn man "klausuren assessorexamen" bei Amazon eingibt, findet man doch einige Klausurenbücher fürs 2. Examen...
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Joa, einige gibt es. Die von Hemmer und Kaiser hatte ich dann auch alle durch. Man muss ja bedenken, da sind ja dann immer nur so zehn Fälle drin. Aber der Unterscheid war, im Studium habe ich mir alles immer über Fälle angeschaut und nur ergänzend und der Vollständigkeit halber Sachen in Lehrbüchern/Skripten nachgeschaut. Jetzt im Ref war es genau umgekehrt. Durch die Theorie-Skripte gequält und ergänzend eben die (vergleichsweise) wenigen Fälle angeschaut. Hat mir persönlich nicht getaugt. Aber da ist ja jeder anders
12.11.2020, 15:10
(12.11.2020, 12:59)Gast24315 schrieb:(11.11.2020, 12:52)Gast schrieb: Ich hatte genau das gleiche Problem. Habe immer lieber mit Fällen gelernt. Leider gibt es kaum noch Fallbücher. Die wenigen, die es gibt, beinhalten logischerweise nicht alle relevanten Problembereiche, die aber trotzdem einfach sitzen müssen. Ich finde es total schade, dass dieses Problem von den gängigen Verlagen gar nicht aufgegriffen wird und weiterhin fast nur Theorieskripte angeboten werden. Ich hatte mich im Ref auch durch die gängigen Theorieskripte gequält, schließlich haben es alle anderen Referendare auch so gemacht und bei denen funktionierte es ja gut. Bei mir so gar nicht, meine Noten wurden sogar immer schlechter. Ich kann da also nur davor warnen, seine bewährte Lernvariante zu verändern. Besser wurde es erst wieder, als ich fast nur noch Fälle angeschaut habe. In meiner Gegend haben sich neue Referendare oft die alten Klausuren von den älteren Referendaren kopiert, einfach um zu üben. Das ist ja immerhin schon ein ganzer Ordner voll. Wie schon erwähnt gibt es bei der JuS online einige Klausuren, die findet man übersichtlich über den JuS "Klausurenfinder" (oder so ähnlich heißt das). Ich fand dann noch von Kaiser das "StPO-Fallrepetitorium" ganz gut. Ansonsten verkauft immer mal wieder jemand (unerlaubterweise) Altklausuren im Internet. Aber ich finde es - wie gesagt - echt schade, dass es da nichts Vernünftiges zu kaufen gibt, falls also hier ein Verlagsmensch mitliest :D
Wenn man "klausuren assessorexamen" bei Amazon eingibt, findet man doch einige Klausurenbücher fürs 2. Examen...
Die Aussage kann ich nicht bestätigen. Für´s Zivilrecht gibt es in der Tat etwas. Aber im Strafrecht gibt es - soweit ersichtlich - ein Klausurenskript und zwar: "Strafrechtliche Assessorklausuren von Brunner, Kunnes, Reiher".
Hr. Kunnes ist in Bayern tätig und dementsprechend scheint das Skript auch auf Bayern ausgelegt zu sein.
Genauso war es mit dem einen vorhandenen ÖR Fallskript von "Decker/Konrad". Auf Bayern ausgelegt und m.E. für GPA völlig ungeeignet.
Und das StPO Fallrepetitorium von Schuster/Weitner enthält zwar Fälle, allerdings ist es eine Mischung aus Theorie und kleinen Fällen, also keinesfalls ein echtes Klausurtraining wie Beulke o.Ä.
12.11.2020, 15:22
Kein Fallbuch, aber es gibt ja auch noch den Berliner Klausurenkurs kostenlos im Internet, der alle Fächer bzw. mittlerweile auch alle Klausurtypen abdeckt. Den fand ich insgesamt ziemlich hilfreich, auch wenn die Klausuren in den aktuellen Examensdurchgängen leider oft schwieriger sind.
15.11.2020, 19:59
(11.11.2020, 16:59)Gast schrieb:(11.11.2020, 12:18)Gast schrieb: Das Kaiserskript zum materiellen StrafR beinhaltet den relevanten Kernstoff.
Ist das eigentlich ausreichend? Alleine von der Dicke her scheint es doch deutlich weniger zu sein als die 3 (AT, BT1, BT2) Lehrbücher/Skripte, die man für das 1. braucht. Kann es SInn ergeben, sich nochmals mit den Materialien für das 1. zu befassen? Oder wäre da zu viel dabei, was man auf keinen Fall mehr braucht?
Ja ist es. Du brauchst ja wie gesagt die ganzen Streitigkeiten nicht mehr, hast viel weniger Zeit bei der Vorbereitung und musst ja auch noch das Prozessuale lernen. Außerdem hast du ja den Kommentar, der im Strafrecht ja auch recht gut ist. Materiellrechtlich fand ich die Fälle im Examen gut machbar und ich hab Strafrecht immer gehasst.
15.11.2020, 22:29
Das Kaiser Skript ist sprachlich furchtbar aber inhaltlich vollkommen ausreichend.
Die 3 Beulke Bücher habe ich mal gekauft aber nie gelesen, totaler Overkill, die Dinger...
Kaiser + Klausuren + viel mit Kommentaren arbeiten ist der Schlüssel zum Erfolg.
Die 3 Beulke Bücher habe ich mal gekauft aber nie gelesen, totaler Overkill, die Dinger...
Kaiser + Klausuren + viel mit Kommentaren arbeiten ist der Schlüssel zum Erfolg.









