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Derzeitige Bewerbungssituation bei GKs
Gast
Unregistered
 
#381
24.08.2020, 09:32
(24.08.2020, 08:42)Gast schrieb:  
(24.08.2020, 08:10)Gast schrieb:  Zurück zum Thema, bitte. Keiner noch Erfahrungen?

Ich denke, die letzten 38 Seiten lassen sich wie folgt zusammen fassen: Es wird weniger eingestellt, das heißt aber nicht, dass niemand etwas findet. Je besser die Noten und weitere Qualifikationen, desto schneller findet man etwas (was ja schon immer so war). Für mich hieß das, dass ich mehr Absagen bekommen habe als es wahrscheinlich vor einem Jahr gewesen wären. Mit etwas Flexibilität (örtlich, Gehalt, Tier - alles keine dramatischen Abstriche), konnte ich dann aber doch relativ schnell eine Stelle finden, mit der ich sehr zufrieden bin. Man kann das Ganze auch als Chance sehen, die (zumindest bei mir) festgefahrenen Vorstellungen, wo man wann zu welchem Einstiegsgehalt anfängt zu überdenken. Zugegeben: Als ich noch gesucht habe, war ich deutlich negativer eingestellt.

Wichtig ist aber, dass wir alle nicht genau wissen, welcher Partner in welcher Kanzlei gerade wen, aus welchen Gründen einstellt oder nicht einstellt. Die einzige Möglichkeit bleibt, sich einfach zu bewerben und es auszuprobieren. Mehr als absagen können sie nicht!

Natürlich kann man auch andere Wege gehen, d.h. Weiterbildung, kleinere Läden, Staatsdienst, ..., aber das sollte man nicht von anonymen Beiträgen hier im Forum abhängig machen, sondern von den eigenen Erfahrungen und Vorzügen. Wollte man zB sowieso irgendwann in die Justiz, kriegt jetzt nur GK-Absagen: direkt in der Justiz bewerben; sieht man sich als RA und kann sich den Staatsdienst nicht vorstellen, kleinere Läden/Boutiquen/Promotion/LLM... usw!

Amen. Der Fred kann geschlossen werden.
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Gast Gast
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#382
24.08.2020, 09:39
Sehr gut zusammengefasst. Und wenn es gerade in der GK nicht klappt, folgende (naheliegende) Übergangsszenarien, wenn man mittelfristig nicht in die Justiz will:

- Dr oder LLM anfangen/machen (falls noch nicht vorhanden)
- längeren Urlaub machen (wenn Geld vorhanden)
- erstmal in einer mittelständischen Kanzlei anfangen und dann später wechseln
- Verbesserungsversuch machen (falls noch nicht gemacht)
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Gast
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#383
24.08.2020, 11:22
(17.08.2020, 15:59)ABCNRW schrieb:  Hallo allerseits, wollte mal kurz nachhören, wie bei euch derzeit die Bewerbungen für WiMi- und Associate-Stellen in GKs laufen und inwieweit ihr das Gefühl habt, dass Corona euch in die Suppe spuckt.

Bei mir ist die Rückmeldequote in NRW derzeit unterirdisch. Alles dauert 3x länger als früher. Gerade einmal ein Vorstellungsgespräch und Absagen bei Kanzleien, bei denen ich das nie gedacht hätte. Trotz solider Examen und Dr.

Hab in anderen Threads schon gelesen, dass ich wohl nicht der einzige bin, dem es so geht. Was sind eure Erfahrungen?
Ich frage mich irgendwie immer warum vielen hier so wichtig ist in einer GK anzufangen? Lasst Euch doch nicht von den Idioten so fertig machen. Wenn sie nicht wollen, macht ihr halt was anderes

Habe zB in einer mittelständischen Kanzlei angefangen zu arbeiten und verdiene mit variablen Anteilen nach 2 Jahren mehr als viele GK-Leute mit echten Partner-Chancen. 

Kollege von mir ist Einzelanwalt und verdient mehr als sich jeder angestellte Anwalt jemals erträumen könnte.
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Gast
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#384
24.08.2020, 13:03
(24.08.2020, 09:39)Gast Gast schrieb:  Sehr gut zusammengefasst. Und wenn es gerade in der GK nicht klappt, folgende (naheliegende) Übergangsszenarien, wenn man mittelfristig nicht in die Justiz will:

- Dr oder LLM anfangen/machen (falls noch nicht vorhanden)
- längeren Urlaub machen (wenn Geld vorhanden)
- erstmal in einer mittelständischen Kanzlei anfangen und dann später wechseln
- Verbesserungsversuch machen (falls noch nicht gemacht)

höchstens Urlaub auf Balkonien, ob mit oder ohne Geld wegen Corona
sogar Spanien ist Risikogebiet
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Gast
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#385
24.08.2020, 14:32
(24.08.2020, 13:49)Gast schrieb:  
(24.08.2020, 11:22)Gast schrieb:  
(17.08.2020, 15:59)ABCNRW schrieb:  Hallo allerseits, wollte mal kurz nachhören, wie bei euch derzeit die Bewerbungen für WiMi- und Associate-Stellen in GKs laufen und inwieweit ihr das Gefühl habt, dass Corona euch in die Suppe spuckt.

Bei mir ist die Rückmeldequote in NRW derzeit unterirdisch. Alles dauert 3x länger als früher. Gerade einmal ein Vorstellungsgespräch und Absagen bei Kanzleien, bei denen ich das nie gedacht hätte. Trotz solider Examen und Dr.

Hab in anderen Threads schon gelesen, dass ich wohl nicht der einzige bin, dem es so geht. Was sind eure Erfahrungen?
Ich frage mich irgendwie immer warum vielen hier so wichtig ist in einer GK anzufangen? Lasst Euch doch nicht von den Idioten so fertig machen. Wenn sie nicht wollen, macht ihr halt was anderes

Habe zB in einer mittelständischen Kanzlei angefangen zu arbeiten und verdiene mit variablen Anteilen nach 2 Jahren mehr als viele GK-Leute mit echten Partner-Chancen. 

Kollege von mir ist Einzelanwalt und verdient mehr als sich jeder angestellte Anwalt jemals erträumen könnte.

Und meine Oma hat mehr Rente als jeder GK Anwalt.

Solche Einzelanwälte gibt es tatsächlich, aber die Regel sind sie nicht. Von daher ist es nachvollziehbar, dass viele gute Juristen eher auf GK abzielen (wo sie genau wissen, wie viel sie ab 1. Tag verdienen) anstatt auf Risiko zu gehen und mit höherer Wahrscheinlichkeit bei einem weit geringeren Einkommen als in einer GK zu landen als umgekehrt.
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Gast
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#386
24.08.2020, 14:56
Wie viel Rente kriegt ein GK Anwalt?
2000 oder 3000 Euro? brutto oder netto?
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Gast
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#387
24.08.2020, 14:57
(24.08.2020, 14:32)Gast schrieb:  
(24.08.2020, 13:49)Gast schrieb:  
(24.08.2020, 11:22)Gast schrieb:  
(17.08.2020, 15:59)ABCNRW schrieb:  Hallo allerseits, wollte mal kurz nachhören, wie bei euch derzeit die Bewerbungen für WiMi- und Associate-Stellen in GKs laufen und inwieweit ihr das Gefühl habt, dass Corona euch in die Suppe spuckt.

Bei mir ist die Rückmeldequote in NRW derzeit unterirdisch. Alles dauert 3x länger als früher. Gerade einmal ein Vorstellungsgespräch und Absagen bei Kanzleien, bei denen ich das nie gedacht hätte. Trotz solider Examen und Dr.

Hab in anderen Threads schon gelesen, dass ich wohl nicht der einzige bin, dem es so geht. Was sind eure Erfahrungen?
Ich frage mich irgendwie immer warum vielen hier so wichtig ist in einer GK anzufangen? Lasst Euch doch nicht von den Idioten so fertig machen. Wenn sie nicht wollen, macht ihr halt was anderes

Habe zB in einer mittelständischen Kanzlei angefangen zu arbeiten und verdiene mit variablen Anteilen nach 2 Jahren mehr als viele GK-Leute mit echten Partner-Chancen. 

Kollege von mir ist Einzelanwalt und verdient mehr als sich jeder angestellte Anwalt jemals erträumen könnte.

Und meine Oma hat mehr Rente als jeder GK Anwalt.

Solche Einzelanwälte gibt es tatsächlich, aber die Regel sind sie nicht. Von daher ist es nachvollziehbar, dass viele gute Juristen eher auf GK abzielen (wo sie genau wissen, wie viel sie ab 1. Tag verdienen) anstatt auf Risiko zu gehen und mit höherer Wahrscheinlichkeit bei einem weit geringeren Einkommen als in einer GK zu landen als umgekehrt.
Klar, ist verständlich. Trotzdem finde ich es krass wie sehr man nur auf GK einschießt.
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Gast
Unregistered
 
#388
24.08.2020, 15:00
Es gibt auch Einzelkanzleien, wo man nebenbei von Arbeitslosengeld lebt, weil man nicht genug Umsatz macht. Viele selbstständige Anwälte gehen pleite und geben dann ihre Zulassung zurück. Unternehmertum will gelernt sein. Das lernt man bei der Juristen Ausbildung aber nicht. Da hätte man BWL als Zweitstudium haben müssen.
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Gast
Unregistered
 
#389
24.08.2020, 15:18
(24.08.2020, 11:22)Gast schrieb:  
(17.08.2020, 15:59)ABCNRW schrieb:  Hallo allerseits, wollte mal kurz nachhören, wie bei euch derzeit die Bewerbungen für WiMi- und Associate-Stellen in GKs laufen und inwieweit ihr das Gefühl habt, dass Corona euch in die Suppe spuckt.

Bei mir ist die Rückmeldequote in NRW derzeit unterirdisch. Alles dauert 3x länger als früher. Gerade einmal ein Vorstellungsgespräch und Absagen bei Kanzleien, bei denen ich das nie gedacht hätte. Trotz solider Examen und Dr.

Hab in anderen Threads schon gelesen, dass ich wohl nicht der einzige bin, dem es so geht. Was sind eure Erfahrungen?
Ich frage mich irgendwie immer warum vielen hier so wichtig ist in einer GK anzufangen? Lasst Euch doch nicht von den Idioten so fertig machen. Wenn sie nicht wollen, macht ihr halt was anderes

Habe zB in einer mittelständischen Kanzlei angefangen zu arbeiten und verdiene mit variablen Anteilen nach 2 Jahren mehr als viele GK-Leute mit echten Partner-Chancen. 

Kollege von mir ist Einzelanwalt und verdient mehr als sich jeder angestellte Anwalt jemals erträumen könnte.

Also in einer mittelständischen Kanzlei anzufangen und bereits nach 2 Jahren über dem Gehalt eines GK-Anwalts zu liegen, welches ja ebenfalls jedes Jahr steigt (um min 5k, eher 10k €) und dann auch oft noch ein Bonus dazukommt, ist schon sehr... ungewöhnlich. 

Realistischer ist es, dass man nach 5 Jahren MS-Kanzlei das Einstiegsgehalt bei einer GK erreicht hat, bei besseren Arbeitszeiten und Partnerchancen.

Allerdings kann man auch einfach 2-3 Jahre in der GK Erfahrung sammeln und Geld mitnehmen und dann in den Mittelstand wechseln. Sehe daher tatsächlich gute Gründe dafür, mit guten Noten erstmal in die GK zu gehen - es sei denn, man will direkt schon abends idR um 19 Uhr rauskommen, weil man bspw Familienvater/-mutter ist.
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Gast
Unregistered
 
#390
24.08.2020, 15:45
(24.08.2020, 15:00)Gast schrieb:  Es gibt auch Einzelkanzleien, wo man nebenbei von Arbeitslosengeld lebt, weil man nicht genug Umsatz macht. Viele selbstständige Anwälte gehen pleite und geben dann ihre Zulassung zurück. Unternehmertum will gelernt sein. Das lernt man bei der Juristen Ausbildung aber nicht. Da hätte man BWL als Zweitstudium haben müssen.


In Mannheim lernt man das ;)
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