17.05.2020, 20:34
Wie die meisten schon geschrieben haben ist das ganz normal und geht auch Leuten so, die in Studium und Vorbereitungsdienst fleißig waren.
Ich denke gelegentlich daran, was manche auch mit jahrzehntelanger Berufserfahrung so verbrechen. Dürften viele auch aus ihrer Zivil- oder Anwaltsstation bestätigen: Es wird einfach rausgehauen. Für eine Beschäftigung mit der Rechtslage sei sowieso keine Zeit, man wisse ja halbwegs, wie es läuft und das Gericht wird schon Hinweise geben, man sei leider noch immer nicht dazu gekommen, sich mit der Schuldrechtsmodernisierung und allem danach mal auseinandersetzen.
Ich denke gelegentlich daran, was manche auch mit jahrzehntelanger Berufserfahrung so verbrechen. Dürften viele auch aus ihrer Zivil- oder Anwaltsstation bestätigen: Es wird einfach rausgehauen. Für eine Beschäftigung mit der Rechtslage sei sowieso keine Zeit, man wisse ja halbwegs, wie es läuft und das Gericht wird schon Hinweise geben, man sei leider noch immer nicht dazu gekommen, sich mit der Schuldrechtsmodernisierung und allem danach mal auseinandersetzen.
17.05.2020, 20:40
Dann bringt Berufserfahrung auch nichts.Jeder Job ist anders und man muss eingearbeitet werden. Verstehe dann nicht, warum gerade im ÖD so viel Berufserfahrung in den Verwaltungen gefordert wird. Verwaltung ist ja das einfachste überhaupt an jur. Berufen.
18.05.2020, 09:36
(17.05.2020, 20:40)Gast schrieb: Dann bringt Berufserfahrung auch nichts.Jeder Job ist anders und man muss eingearbeitet werden. Verstehe dann nicht, warum gerade im ÖD so viel Berufserfahrung in den Verwaltungen gefordert wird. Verwaltung ist ja das einfachste überhaupt an jur. Berufen.
Natürlich bringt Berufserfahrung in der Regel was. Nur manche haben sich eben aus dem Berufsleben faktisch verabschiedet und agieren auf dem Niveau von Kartoffelsalat...
Im Unternehmen muss man eben die gröbsten Schnitzer ausbügeln und darf gleichzeitig nicht zu viel ins Geschäft reinreden. Eine gewisse juristische "Grobheit" kann da sogar von Vorteil sein.
18.05.2020, 13:30
Sehr geehrter Threadersteller, ich habe in deinem Beitrag erstaunliche Parallelen zu meiner juristischen Ausbildung im Hinblick auf Examensvorbereitung und Ergebnisse feststellen müssen. Das hat mir schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danke dafür! Ich stehe auch noch vor dem Berufseinstieg und frage mich auch "und ich soll echt mal ernsthaft arbeiten gehen?". Ich möchte (irgendwann) lieber mit Teilzeit anfangen. Ich glaube das wäre ein guter Einstieg. Die praktische Arbeit im Ref hat mir im Gegensatz zum ganzen schulischen Kram (Lernen, Klausuren usw.) viel Spaß gemacht. Daher denke ich, dass auch eine Vollzeitstelle irgendwann Spaß machen kann. Aber ich entwickel mich eher langsam, aber dafür nachhaltig. Daher denke ich, dass für mich oberfaule Sau eine Teilzeitstelle erstmal das Richtige wäre. Jura liegt uns, das wissen wir beide. Schöne Grüße
18.05.2020, 13:50
Dann guck dir mal an, was du später für eine Rente mit einer Teilzeitstelle hast (auf Hartz4 Niveau) falls du den Einstieg in die Vollzeitstelle nicht mehr schaffst. Und dann noch ggf. 130 Euro Bafög, die vom Teilzeitgehalt abgehen. Außerdem werden Teilzeitleute ausgebeutet, die arbeiten nachher auch Vollzeit, nur mit unbezahlten Überstunden. Kenn ich so von meiner Schwester, die eig.nur 30 Stunden pro Woche arbeiten sollte.
19.05.2020, 09:33
(18.05.2020, 13:30)Ja Leidensgenosse schrieb: Sehr geehrter Threadersteller, ich habe in deinem Beitrag erstaunliche Parallelen zu meiner juristischen Ausbildung im Hinblick auf Examensvorbereitung und Ergebnisse feststellen müssen. Das hat mir schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danke dafür! Ich stehe auch noch vor dem Berufseinstieg und frage mich auch "und ich soll echt mal ernsthaft arbeiten gehen?". Ich möchte (irgendwann) lieber mit Teilzeit anfangen. Ich glaube das wäre ein guter Einstieg. Die praktische Arbeit im Ref hat mir im Gegensatz zum ganzen schulischen Kram (Lernen, Klausuren usw.) viel Spaß gemacht. Daher denke ich, dass auch eine Vollzeitstelle irgendwann Spaß machen kann. Aber ich entwickel mich eher langsam, aber dafür nachhaltig. Daher denke ich, dass für mich oberfaule Sau eine Teilzeitstelle erstmal das Richtige wäre. Jura liegt uns, das wissen wir beide. Schöne Grüße
Danke für diese Ehrlichkeit
TE
19.05.2020, 09:36
(18.05.2020, 13:50)Gast schrieb: Dann guck dir mal an, was du später für eine Rente mit einer Teilzeitstelle hast (auf Hartz4 Niveau) falls du den Einstieg in die Vollzeitstelle nicht mehr schaffst. Und dann noch ggf. 130 Euro Bafög, die vom Teilzeitgehalt abgehen. Außerdem werden Teilzeitleute ausgebeutet, die arbeiten nachher auch Vollzeit, nur mit unbezahlten Überstunden. Kenn ich so von meiner Schwester, die eig.nur 30 Stunden pro Woche arbeiten sollte.
Der deutsche arbeitet für die Rente und freut sich nur auf die Rente. Das Leben davor besitzt keinen Wert.
Also bei mit ist es so, ich bekomme bereits jetzt schon eine gesetzliche Rente, dank inmerwährender Tätigkeiten auf minijobbasis seit ich 14 bin.
Dazu kommt dann die Rente aus dem Versorgungswerk. Selbst bei Teilzeit ist das ok. Und entsprechenden Beiträge ist das ok.
19.05.2020, 10:30
(19.05.2020, 09:36)Jupa schrieb:(18.05.2020, 13:50)Gast schrieb: Dann guck dir mal an, was du später für eine Rente mit einer Teilzeitstelle hast (auf Hartz4 Niveau) falls du den Einstieg in die Vollzeitstelle nicht mehr schaffst. Und dann noch ggf. 130 Euro Bafög, die vom Teilzeitgehalt abgehen. Außerdem werden Teilzeitleute ausgebeutet, die arbeiten nachher auch Vollzeit, nur mit unbezahlten Überstunden. Kenn ich so von meiner Schwester, die eig.nur 30 Stunden pro Woche arbeiten sollte.
Der deutsche arbeitet für die Rente und freut sich nur auf die Rente. Das Leben davor besitzt keinen Wert.
Also bei mit ist es so, ich bekomme bereits jetzt schon eine gesetzliche Rente, dank inmerwährender Tätigkeiten auf minijobbasis seit ich 14 bin.
Dazu kommt dann die Rente aus dem Versorgungswerk. Selbst bei Teilzeit ist das ok. Und entsprechenden Beiträge ist das ok.
Na dann ist ja alles ok...
14.03.2021, 02:45
(17.05.2020, 15:39)Berufseinstieg schrieb: Hey, ich starte in ein paar Wochen meinen ersten richtigen Job als Syndikus in einen mittelständischen Unternehmen. Das ganze klingt auch super interessant, aber fühl mich wie ein Gauckler, der so tut als ob er irgendwas kann. Leider fängt der Job mitten im
Sommer anstatt im
Herbst an.
Das ganze Studium habe ich kaum was getan, war nicht in den Vorlesungen und habe alle Scheine 2x mal
Gemacht. Den freischuss hab ich nach 1 Monat lernen mit 6 Punkten bestanden und dann weil ich nichts besseres mit mir anzufangen wusste das ref gemacht.
Ich war an jedem Tag ohne Unterricht am See und hab wieder glücklicherweise bestanden. Mit 5,5.
Während alle feinjuristisch reden, fühl ich mich tatsächlich null wie ein Jurist, sondern eher wie ein grobmotoriker.
Ich kann gefühlt nichts und mein Lebenslauf hat keine einzige Station die etwas Engagement oder was außergewöhnliches darstellt. Abgesehen davon erst die Realschule absolviert zu haben und
Dann das gym.
Ich kann nicht nachvollziehen, dass mir jemand jetzt 3k netto in den Rachen werfen möchte und ich 40h die Woche arbeiten muss.
Wie seid ihr damit
Klar gekommen von null auf hundert zu starten? Hat jemand Erfahrungen mit Teilzeit gemacht?
dein text passt zu 100% auch auf mich zu. wie war denn dein berufseinstieg und wie läuft es bisher?
14.03.2021, 08:05
Ich habe auch 2 Jahre Vollzeit gearbeitet und mir dann einen Arbeitgeber (Unternehmen) gesucht, wo Teilzeit möglich ist. Gehalt stimmt für mich auch und mehr als die vertraglichen Std arbeite ich auch nicht (vllt alle paar Wochen mal 2 Stündchen mehr, aber totale Ausnahme). Für mich ideal - ich möchte halt einfach mehr Lebensqualität und freie Zeit.








