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Erster Job
actuscontrarius777
Junior Member
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Beiträge: 13
Themen: 1
Registriert seit: Oct 2026
#1
12.10.2026, 14:38
Hallo zusammen,
ich muss mir hier einfach mal etwas von der Seele schreiben und würde mich freuen zu hören, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder wie ihr das einschätzt.
Ich war vor Kurzem als Berufsanfänger in der Rechtsabteilung eines Unternehmens tätig und habe dort extrem toxische Zustände erlebt. Von Anfang an gab es statt konstruktivem Feedback nur ständige Kritik, persönliches Fertigmachen und das klassische Mantra: "Als Anfänger kann man sowieso nichts, man hat fachliche Lücken und soll ganz kleine Brötchen backen – egal, wie viele Staatsexamen man hat." Es wurde mir sogar unverhohlen abgesprochen, überhaupt für diesen Beruf geeignet zu sein.
Das Schlimmste war jedoch das menschliche Klima im Büro selbst. Neben dem beruflichen Druck fielen vonseiten eines Kollegen auch völlig unangebrachte, diskriminierende Aussagen auf persönlicher und religiöser Ebene (nach dem Motto: Mit Angehörigen einer bestimmten Religion wolle man privat absolut nichts zu tun haben).
Ich habe mich dort irgendwann nur noch fehl am Platz und extrem belastet gefühlt. Zum Glück bin ich da mittlerweile weg, aber es nagt immer noch etwas an meinem Selbstvertrauen.
Habt ihr Tipps, wie man solche toxischen Start-Erfahrungen im Berufsleben am besten verarbeitet? Und ist das leider branchenüblich in manchen Unternehmen, oder hatte ich einfach nur extremes Pech?
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Neuorientierung
Junior Member
**
Beiträge: 37
Themen: 4
Registriert seit: Sep 2026
#2
12.10.2026, 15:19
(12.10.2026, 14:38)actuscontrarius777 schrieb:  Hallo zusammen,
ich muss mir hier einfach mal etwas von der Seele schreiben und würde mich freuen zu hören, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder wie ihr das einschätzt.
Ich war vor Kurzem als Berufsanfänger in der Rechtsabteilung eines Unternehmens tätig und habe dort extrem toxische Zustände erlebt. Von Anfang an gab es statt konstruktivem Feedback nur ständige Kritik, persönliches Fertigmachen und das klassische Mantra: "Als Anfänger kann man sowieso nichts, man hat fachliche Lücken und soll ganz kleine Brötchen backen – egal, wie viele Staatsexamen man hat." Es wurde mir sogar unverhohlen abgesprochen, überhaupt für diesen Beruf geeignet zu sein.
Das Schlimmste war jedoch das menschliche Klima im Büro selbst. Neben dem beruflichen Druck fielen vonseiten eines Kollegen auch völlig unangebrachte, diskriminierende Aussagen auf persönlicher und religiöser Ebene (nach dem Motto: Mit Angehörigen einer bestimmten Religion wolle man privat absolut nichts zu tun haben).
Ich habe mich dort irgendwann nur noch fehl am Platz und extrem belastet gefühlt. Zum Glück bin ich da mittlerweile weg, aber es nagt immer noch etwas an meinem Selbstvertrauen.
Habt ihr Tipps, wie man solche toxischen Start-Erfahrungen im Berufsleben am besten verarbeitet? Und ist das leider branchenüblich in manchen Unternehmen, oder hatte ich einfach nur extremes Pech?

Hallo! 
Oh man, das klingt ja wirklich furchtbar. Hatte in meiner ersten Kanzlei auch echt Pech mit dem Arbeitsumfeld und fand es wirklich richtig belastend. Bin wirklich froh, da weg zu sein. Ich würde sagen, dass man es am besten dadurch verarbeitet, dass man diese Art von Kommentaren nicht zu sehr an sich ran lassen sollte und Abstand gewinnt. Am besten sucht man sich einen neuen Arbeitgeber, bei dem ein normales Arbeitsklima herrscht und am besten auch ein wertschätzender Umgang (sowas erfährt man ja leider erst, wenn man da arbeitet). Diese Art von Umgang, die du schilderst, ist absolut nicht normal oder angebracht. Menschen, die so mit dir reden, haben ja meist selbst eine tiefe Unzufriedenheit in sich. Gerade als Berufsanfänger lernt man ja noch wirklich viel und auch frisch nach dem Ref bringt man sehr viel breites Wissen mit, der Rest ist dann Lebenserfahrung. Kein Jurist ist in allem perfekt. Ich kann aber absolut verstehen, dass diese Erfahrung an dem Selbstwert nagt und einen belastet.
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actuscontrarius777
Junior Member
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Beiträge: 13
Themen: 1
Registriert seit: Oct 2026
#3
12.10.2026, 16:48
War dein erster Job in einer Kanzlei? Ich denke immer noch an diese Kommentare und zweifle sehr stark an mir. Wurdest du gekündigt oder hast du gekündigt? Ich habe gekündigt und beim Abschlussgespräch wurde ich fertiggemacht. Mir wurde gesagt, dass ich es mir mit dem Job überlegen müsse.
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Freidenkender
Posting Freak
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Beiträge: 832
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2022
#4
12.10.2026, 17:49
das klingt furchtbar.

Nachdem du für dich die Konsequenzen bereits gezogen hast, sind Tipps, wie man ggf in der Situation reagieren kann nicht mehr sinnvoll. Letztendlich musst du einen Weg finden, damit umzugehen. Du hast bereits bewiesen, dass du ein guter Jurist bist. Sonst hättest du dich nicht durch 2 Examen gekämpft. Alleine das schafft nicht jeder. Akzeptiere, dass es so AG, Führungskräfte und Kollegen gibt. Deine Erfahrungen sagen mehr über das Unternehmen als über dich. Ein Arbeitgeber, der Berufsanfänger mit „Du kannst sowieso nichts“ kleinmacht, zeigt vor allem schlechte Führung und mangelnde Professionalität. Diskriminierende Aussagen auf persönlicher und religiöser Ebene sind kein rauer Umgangston, sondern ein klares No-Go – menschlich wie rechtlich. Das war kein realistisches Bild deiner Fähigkeiten, sondern ein toxisches Setting. Dass dich das verunsichert, ist normal, aber es ist kein Beweis gegen deine Eignung für den Beruf.

Trenne für dich fachliche Kritik von destruktivem Verhalten. Fachliche Lücken sind bei Berufsanfängern normal und lösbar. Persönliche Abwertung ist ein Problem des Gegenübers, nicht deins. Reflektiere deine Stärken bewusst. Schreib dir einmal konkret auf, was du im Studium /Ref gut gemeistert hast. Was hat dir Spaß gemacht? Wo hast du positives Feedback bekommen? Nimm das als dein „Gegenbeleg“ zu dem, was du dort erlebt hast. Du kannst auch noch mit Menschen, die dich fachlich kennen (Ex‑Ausbilder, AG‑Leiter, frühere Kollegen) sprechen und deren Feedback einholen.

Aber was ich wichtig finde ist dein Vorgehen beim neuen AG. Denn du kannst da auch etwas für dich mitnehmen. Du solltest Erwartungen früh klären. Das geht gut im Onboarding oder ersten Gespräch mit Vorgesetzten. Wie läuft das mit Feedback? Wie kannst du Feedback selbst einfordern (selbst Initiative zeigen ist das ein starkes Signal, denn das machen neue Kollegen selten). Nach ein paar Wochen und ersten Themen direkt nachfragen. Was war gut, wo sehen sind Verbesserungspotenziale? So gehst du schnell in einen fachlichen fachlichen Austausch, aus dem du etwas mitnehmen kannst. Beim neuen Team offen aber durchaus auch kritisch sein. Mit wem besprichst du was? Such dir gezielt 1–2 Personen, bei denen du nachfragen kannst, wenn du unsicher bist. Sei offen für sachliche Kritik. Niemand ist vom Himmel gefallen.

Und nun einfach Kopf hoch und vielleicht hast du in ein paar Jahren die Möglichkeit den Kollegen zu zeigen, dass du es doch in einem neuen Job geschafft hat. Man trifft sich häufig 2mal im Leben
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Spencer
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Beiträge: 452
Themen: 0
Registriert seit: May 2023
#5
12.10.2026, 18:41
Leider kann ich nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich war einmal in einem ähnlich toxischen beruflichen Umfeld. Das Fiese daran ist, dass du irgendwann Selbstzweifel entwickelst, obwohl du genau weisst, dass eigentlich dein Gegenüber das Problem ist.

Den einzig richtigen Schritt hast du schon getan und bist aus diesem Umfeld raus. Jetzt hast du die Chance, wieder neu anzufangen und du wirst sehen, mit zunehmendem Erfolg werden auch deine Restzweifel wieder verschwinden.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.10.2026, 18:42 von Spencer.)
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Neuorientierung
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Beiträge: 37
Themen: 4
Registriert seit: Sep 2026
#6
13.10.2026, 10:12
(12.10.2026, 16:48)actuscontrarius777 schrieb:  War dein erster Job in einer Kanzlei? Ich denke immer noch an diese Kommentare und zweifle sehr stark an mir. Wurdest du gekündigt oder hast du gekündigt? Ich habe gekündigt und beim Abschlussgespräch wurde ich fertiggemacht. Mir wurde gesagt, dass ich es mir mit dem Job überlegen müsse.
Ja genau, als Anwältin. Mich hat das auch sehr stark belastet, aber ich hatte hauptsächlich nur mit einer Person Probleme. Ich hab dann gekündigt, weil das für mich überhaupt nicht mehr tragbar war und mich wirklich sehr stark belastet hat. Ich bin wirklich überhaupt nicht mehr gerne zur Arbeit gegangen. Das Verhalten war wirklich respektlos und sowas muss ich mir nicht geben. So muss sich niemand behandeln lassen. Vor allem kann man daran mMn auch nicht mit den Personen arbeiten. Wenn der Grundrespekt schon fehlt, kann man eigentlich nur für sich selbst den Schluss ziehen und wechseln. Bei mir gab es aber auch kein Abschlussgespräch. Ich habe meine Kündigung bei dem Partner abgegeben, mit dem ich am besten klar gekommen bin und hab dann Resturlaub genommen. Die Tage, die ich dann nach der Kündigung noch zur Arbeit gehen musste, wurde ich quasi von allen weitestgehend ignoriert und in Ruhe gelassen. Das waren auch sehr unangenehme Tage. Ich hatte am meisten Angst, dass mein Arbeitszeugnis schlecht wird, aber das hat auch der Partner geschrieben, mit dem ich ganz gut klar gekommen bin. Bin einfach froh, dass ich dieses Arbeitsumfeld hinter mir gelassen habe. Als ich da noch gearbeitet habe, habe ich mich als Juristin teilweise auch sehr schlecht gefühlt und richtig angefangen, an mir zu Zweifeln. Aber mit Abstand wird es besser. Als ich mich neu beworben habe, habe ich auch meine Zeugnisse aus den Stationen aus dem Ref noch mal durchgelesen. Da wurde ich sehr viel gelobt  Happywide Und eigentlich weiß ich, dass ich eine gute Juristin bin und es einfach das Problem der anderen Person war.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.10.2026, 10:28 von Neuorientierung.)
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actuscontrarius777
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#7
13.10.2026, 11:44
(13.10.2026, 10:12)Neuorientierung schrieb:  
(12.10.2026, 16:48)actuscontrarius777 schrieb:  War dein erster Job in einer Kanzlei? Ich denke immer noch an diese Kommentare und zweifle sehr stark an mir. Wurdest du gekündigt oder hast du gekündigt? Ich habe gekündigt und beim Abschlussgespräch wurde ich fertiggemacht. Mir wurde gesagt, dass ich es mir mit dem Job überlegen müsse.
Ja genau, als Anwältin. Mich hat das auch sehr stark belastet, aber ich hatte hauptsächlich nur mit einer Person Probleme. Ich hab dann gekündigt, weil das für mich überhaupt nicht mehr tragbar war und mich wirklich sehr stark belastet hat. Ich bin wirklich überhaupt nicht mehr gerne zur Arbeit gegangen. Das Verhalten war wirklich respektlos und sowas muss ich mir nicht geben. So muss sich niemand behandeln lassen. Vor allem kann man daran mMn auch nicht mit den Personen arbeiten. Wenn der Grundrespekt schon fehlt, kann man eigentlich nur für sich selbst den Schluss ziehen und wechseln. Bei mir gab es aber auch kein Abschlussgespräch. Ich habe meine Kündigung bei dem Partner abgegeben, mit dem ich am besten klar gekommen bin und hab dann Resturlaub genommen. Die Tage, die ich dann nach der Kündigung noch zur Arbeit gehen musste, wurde ich quasi von allen weitestgehend ignoriert und in Ruhe gelassen. Das waren auch sehr unangenehme Tage. Ich hatte am meisten Angst, dass mein Arbeitszeugnis schlecht wird, aber das hat auch der Partner geschrieben, mit dem ich ganz gut klar gekommen bin. Bin einfach froh, dass ich dieses Arbeitsumfeld hinter mir gelassen habe. Als ich da noch gearbeitet habe, habe ich mich als Juristin teilweise auch sehr schlecht gefühlt und richtig angefangen, an mir zu Zweifeln. Aber mit Abstand wird es besser. Als ich mich neu beworben habe, habe ich auch meine Zeugnisse aus den Stationen aus dem Ref noch mal durchgelesen. Da wurde ich sehr viel gelobt  Happywide Und eigentlich weiß ich, dass ich eine gute Juristin bin und es einfach das Problem der anderen Person war.

Das tut mir sehr leid zu hören. Bei mir wurde im Abschlussgespräch sehr hart nachgetreten. Ich wurde bis zum Ende nicht kritisiert. Ich hatte die Kündigung bei der Personalabteilung abgegeben und hatte vorher angefragt, bei wem ich sie abgeben soll. Diese Vorgehensweise wurde von dem Vorgesetzten kritisiert. Ich sei nicht mal geeignet als Volljurist zu kündigen. Als ich da noch gearbeitet, habe ich mich auch sehr unwohl gefühlt. Ich bin nicht gerne hingegangen und war mir sehr unsicher. Mein Arbeitszeugnis war dann gut, aber es kam ja vom Unternehmen selbst. Ich zweifle bis heute an mir und erinnere mich an schlechten Tag an die abwertende Kritik. Als ich gekündigt habe, habe ich versucht mich zu reflektieren, ob ich der GAuslöser für dieses Verhalten mir gegenüber war.
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Neuorientierung
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Registriert seit: Sep 2026
#8
13.10.2026, 12:03
(13.10.2026, 11:44)actuscontrarius777 schrieb:  
(13.10.2026, 10:12)Neuorientierung schrieb:  
(12.10.2026, 16:48)actuscontrarius777 schrieb:  War dein erster Job in einer Kanzlei? Ich denke immer noch an diese Kommentare und zweifle sehr stark an mir. Wurdest du gekündigt oder hast du gekündigt? Ich habe gekündigt und beim Abschlussgespräch wurde ich fertiggemacht. Mir wurde gesagt, dass ich es mir mit dem Job überlegen müsse.
Ja genau, als Anwältin. Mich hat das auch sehr stark belastet, aber ich hatte hauptsächlich nur mit einer Person Probleme. Ich hab dann gekündigt, weil das für mich überhaupt nicht mehr tragbar war und mich wirklich sehr stark belastet hat. Ich bin wirklich überhaupt nicht mehr gerne zur Arbeit gegangen. Das Verhalten war wirklich respektlos und sowas muss ich mir nicht geben. So muss sich niemand behandeln lassen. Vor allem kann man daran mMn auch nicht mit den Personen arbeiten. Wenn der Grundrespekt schon fehlt, kann man eigentlich nur für sich selbst den Schluss ziehen und wechseln. Bei mir gab es aber auch kein Abschlussgespräch. Ich habe meine Kündigung bei dem Partner abgegeben, mit dem ich am besten klar gekommen bin und hab dann Resturlaub genommen. Die Tage, die ich dann nach der Kündigung noch zur Arbeit gehen musste, wurde ich quasi von allen weitestgehend ignoriert und in Ruhe gelassen. Das waren auch sehr unangenehme Tage. Ich hatte am meisten Angst, dass mein Arbeitszeugnis schlecht wird, aber das hat auch der Partner geschrieben, mit dem ich ganz gut klar gekommen bin. Bin einfach froh, dass ich dieses Arbeitsumfeld hinter mir gelassen habe. Als ich da noch gearbeitet habe, habe ich mich als Juristin teilweise auch sehr schlecht gefühlt und richtig angefangen, an mir zu Zweifeln. Aber mit Abstand wird es besser. Als ich mich neu beworben habe, habe ich auch meine Zeugnisse aus den Stationen aus dem Ref noch mal durchgelesen. Da wurde ich sehr viel gelobt  Happywide Und eigentlich weiß ich, dass ich eine gute Juristin bin und es einfach das Problem der anderen Person war.

Das tut mir sehr leid zu hören. Bei mir wurde im Abschlussgespräch sehr hart nachgetreten. Ich wurde bis zum Ende nicht kritisiert. Ich hatte die Kündigung bei der Personalabteilung abgegeben und hatte vorher angefragt, bei wem ich sie abgeben soll. Diese Vorgehensweise wurde von dem Vorgesetzten kritisiert. Ich sei nicht mal geeignet als Volljurist zu kündigen. Als ich da noch gearbeitet, habe ich mich auch sehr unwohl gefühlt. Ich bin nicht gerne hingegangen und war mir sehr unsicher. Mein Arbeitszeugnis war dann gut, aber es kam ja vom Unternehmen selbst. Ich zweifle bis heute an mir und erinnere mich an schlechten Tag an die abwertende Kritik. Als ich gekündigt habe, habe ich versucht mich zu reflektieren, ob ich der GAuslöser für dieses Verhalten mir gegenüber war.

Ach man, das klingt wirklich fruchtbar. Wie lange ist das denn jetzt her? Hast du schon eine neue Stelle? Ich glaube, sowas braucht auch einfach etwas Zeit und Abstand. Ich hab mich auch gefragt, ob es vielleicht an meiner Art liegt, dass ich die Probleme hatte. Aber rational weiß ich, dass es an der anderen Person lag, ich war auch nicht die einzige, die Probleme mit der Person hatte. Wahrscheinlich wirst du auch nicht die einzige Person gewesen sein. Ich hab auch überlegt, ob mich die "Kritik", die ich bekommen habe, weiter bringt oder ob sie für mich hilfreich war. War sie nicht Happywide Auch mit Abstand find ich es weder nachvollziehbar noch korrekt noch möchte ich so werden. Und auch Fehler oder Lücken sind gerade am Berufsanfang vollkommen in Ordnung. Und das, was du schilderst, war ja auch keine konstruktive Kritik.
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actuscontrarius777
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Registriert seit: Oct 2026
#9
13.10.2026, 13:57
(13.10.2026, 12:03)Neuorientierung schrieb:  
(13.10.2026, 11:44)actuscontrarius777 schrieb:  
(13.10.2026, 10:12)Neuorientierung schrieb:  
(12.10.2026, 16:48)actuscontrarius777 schrieb:  War dein erster Job in einer Kanzlei? Ich denke immer noch an diese Kommentare und zweifle sehr stark an mir. Wurdest du gekündigt oder hast du gekündigt? Ich habe gekündigt und beim Abschlussgespräch wurde ich fertiggemacht. Mir wurde gesagt, dass ich es mir mit dem Job überlegen müsse.
Ja genau, als Anwältin. Mich hat das auch sehr stark belastet, aber ich hatte hauptsächlich nur mit einer Person Probleme. Ich hab dann gekündigt, weil das für mich überhaupt nicht mehr tragbar war und mich wirklich sehr stark belastet hat. Ich bin wirklich überhaupt nicht mehr gerne zur Arbeit gegangen. Das Verhalten war wirklich respektlos und sowas muss ich mir nicht geben. So muss sich niemand behandeln lassen. Vor allem kann man daran mMn auch nicht mit den Personen arbeiten. Wenn der Grundrespekt schon fehlt, kann man eigentlich nur für sich selbst den Schluss ziehen und wechseln. Bei mir gab es aber auch kein Abschlussgespräch. Ich habe meine Kündigung bei dem Partner abgegeben, mit dem ich am besten klar gekommen bin und hab dann Resturlaub genommen. Die Tage, die ich dann nach der Kündigung noch zur Arbeit gehen musste, wurde ich quasi von allen weitestgehend ignoriert und in Ruhe gelassen. Das waren auch sehr unangenehme Tage. Ich hatte am meisten Angst, dass mein Arbeitszeugnis schlecht wird, aber das hat auch der Partner geschrieben, mit dem ich ganz gut klar gekommen bin. Bin einfach froh, dass ich dieses Arbeitsumfeld hinter mir gelassen habe. Als ich da noch gearbeitet habe, habe ich mich als Juristin teilweise auch sehr schlecht gefühlt und richtig angefangen, an mir zu Zweifeln. Aber mit Abstand wird es besser. Als ich mich neu beworben habe, habe ich auch meine Zeugnisse aus den Stationen aus dem Ref noch mal durchgelesen. Da wurde ich sehr viel gelobt  Happywide Und eigentlich weiß ich, dass ich eine gute Juristin bin und es einfach das Problem der anderen Person war.

Das tut mir sehr leid zu hören. Bei mir wurde im Abschlussgespräch sehr hart nachgetreten. Ich wurde bis zum Ende nicht kritisiert. Ich hatte die Kündigung bei der Personalabteilung abgegeben und hatte vorher angefragt, bei wem ich sie abgeben soll. Diese Vorgehensweise wurde von dem Vorgesetzten kritisiert. Ich sei nicht mal geeignet als Volljurist zu kündigen. Als ich da noch gearbeitet, habe ich mich auch sehr unwohl gefühlt. Ich bin nicht gerne hingegangen und war mir sehr unsicher. Mein Arbeitszeugnis war dann gut, aber es kam ja vom Unternehmen selbst. Ich zweifle bis heute an mir und erinnere mich an schlechten Tag an die abwertende Kritik. Als ich gekündigt habe, habe ich versucht mich zu reflektieren, ob ich der GAuslöser für dieses Verhalten mir gegenüber war.

Ach man, das klingt wirklich fruchtbar. Wie lange ist das denn jetzt her? Hast du schon eine neue Stelle? Ich glaube, sowas braucht auch einfach etwas Zeit und Abstand. Ich hab mich auch gefragt, ob es vielleicht an meiner Art liegt, dass ich die Probleme hatte. Aber rational weiß ich, dass es an der anderen Person lag, ich war auch nicht die einzige, die Probleme mit der Person hatte. Wahrscheinlich wirst du auch nicht die einzige Person gewesen sein. Ich hab auch überlegt, ob mich die "Kritik", die ich bekommen habe, weiter bringt oder ob sie für mich hilfreich war. War sie nicht Happywide Auch mit Abstand find ich es weder nachvollziehbar noch korrekt noch möchte ich so werden. Und auch Fehler oder Lücken sind gerade am Berufsanfang vollkommen in Ordnung. Und das, was du schilderst, war ja auch keine konstruktive Kritik.
Das Ganze ist jetzt ein Jahr her. Ich habe nicht mal ,, Fehler ´´gemacht, sondern es wurde sehr oft der Aufbau kritisiert oder die Art und Weise wie ich denke. Vor allem wurden dann Wörter ausgetauscht. Ich bin mittlerweile woanders und man schätzt mich auch mehr. Trotzdem nagt es sehr an mir. Hast du die Person jemals wieder gesehen? Mich belastet vor allem, dass mir der Beruf abgesprochen wurde. Ich habe ja dasselbe studiert und das Referendariat gemacht. Trotzdem wurde ich behandelt, als wären sie etwas besseres. Wie geht es dir heute? War die Person eine Frau?
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Egal_
Posting Freak
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Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#10
14.10.2026, 15:29
Lasst euch nicht entmutigen. Mir ist gerade die letzten Tage wieder bewusst geworden, dass so etwas jeden treffen kann. Ich war vor zwei Jahren betroffen, als ich mit meiner damaligen Chefin nicht klargekommen bin und man mir einen Aufhebungsvertrag vorgelegt hat. Offiziell war ich das Problem und habe angeblich schlechte Leistung abgeliefert. Ich bin allerdings der Meinung, dass es vor allem ein zwischenmenschliches Problem war. Ich konnte mich in eine andere Abteilung unseres Unternehmens retten, musste aber viele Federn lassen.
Schon vorher und seit dem auch immer wieder bekomme ich aber mit, dass nicht alles in unserem Unternehmen - wir haben ca. 2.500 Mitarbeiter und gehören zu einem bekannten Konzern - nur Friede, Freude, Eierkuchen ist. So etwas wird nicht groß kommuniziert und ist kein Massenphänomen, aber es kommt immer wieder mal vor, dass sowohl jemand aus dem Führungskreis als auch unter den normalen Mitarbeitern seinen Hut nehmen muss. Mitarbeiter müssen meistens ganz gehen. Die Führungskräfte findet man wegen ihrer langen Betriebszugehörigkeit häufig auf einer ganz normalen Nicht-Führungsposition wieder. Als ich noch in der Personalabteilung als Arbeitsrechtlerin war, habe ich manchmal die (vermeintlichen) Hintergründe davon mitbekommen, inzwischen nicht mehr. Ich bin mir aber sicher, dass nicht alle diejenigen schlechte Leistung abgeliefert haben. Oft passte irgendjemand die Nase nicht und je höher man kommt, umso mehr ist man auch Spielball der Unternehmenspolitik.

Also macht euch keinen Kopf, dass ihr schlechte Juristen wärt. Ich habe vorher und seitdem nie ein Problem mit einem Vorgesetzen oder angeblicher Schlechtleistung gehabt. Im Gegenteil, erfahren ich und meine Arbeit wieder die Wertschätzung, die es bei dieser Chefin nicht gab.
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