24.09.2026, 15:03
Hallo liebe Leute!
Nachdem ich das zweite Examen bestanden habe, möchte ich gerne andere Teil haben lassen und zwar womit ich gelernt habe und wie -aus meiner Sicht- der effektivste Weg zum Ziel ist. Vorweg: Viele Wege führen nach Rom.
Trotzdem muss man aber unbedingt eines wissen: Es kommt immer wieder das Gleiche dran. Die Kunst besteht nahezu allein darin, wie man das, was immer wieder dran kommt, lernt und anwendet. Man muss sich klarmachen: Was wirklich erforderlich ist, ist sehr begrenzt. Aus meiner Sicht ist es -wenn man ordentlich bestehen will und nicht unbedingt zu den Guten gehören will- sogar fahrlässig irgendwelche Lehrbücher oder Repetitoriu msstoff etwa von Alpmann oder hemmer wirklich zu lernen. Das war im Ersten Examen erforderlich, im Zweiten ist es hinderlich, weil es den Blick auf das Wesentliche verzerrt. Mir hat das keiner gesagt bei Beginn des Refs. Daher möchte ich gerne alle von meinen Erfahrungen profitieren lassen und beschränke mich dabei auf das Zivilrecht:
Nehmt das Jura kompakt Buch von Sendmeyer zur ZPO. Das ist wirklich -wie der Name sagt- unfassbar kompakt. Richtig angewendet reicht das aber! Richtige Anwendung meint: Geht langsam Seite für Seite, Thema für Thema durch und legt daneben den Kommentar zur ZPO. Im Kern ist jeder Abschnitt aus dem Jura kompakt Buch auch nahezu inhaltsgleich im Kommentar kommentiert. Man muss die Randnummer nur finden. Da man in den meisten Ländern nicht mehr farblich Textstellen anstreichen darf, lernt diese Randnummern auswendig!!! Ich verspreche euch: damit habt ihr prozessual alle wiederkehrenden Examensprobleme drauf und vorallem die Sicherheit, dass nichts drankommt, was ihr nicht könnt. Denn ihr wisst, wo es steht! Natürlich kann man so nicht jedes Spezialproblem beherrschen, dafür müss man wiederum die juristische Methodik komplett verinnerlicht haben und wirklich Wissen angehäuft haben. Für ein anständiges Bestehen ist das aber kontraproduktiv! Macht das Notwendige!
Daneben würde ich euch empfehlen den Crash-Kurs von Fervers zur ZPO zu hören (früher LMU; als Podcast abrufbar). Da werden Grundlagenfälle besprochen, die das absolut nötige Grundverständnis schaffen (mehr aber auch nicht).
Wenn ihr das gemacht habt, also die Randnummern im Kommentar mittels Jura kompakt Buch gelernt habt (wichtig: immer wieder wiederholen!!) dann hört das Kaiser Seminar zu ZPO I und ZPO II (Jan Kaiser!). Die Bücher von Kaiser oder sonstige Bücher braucht ihr nicht. Das ist Kommerz. Ihr erhaltet in den Seminaren Begleitunterlagen (Formulierungshilfen, Tenorierung usw.!). Merkt euch auch im Kommentar wo die Tenorierungsvorschläge stehen. Hört das Seminar ein zweites oder auch ein drittes Mal- das ist hundert Mal effektiver als in Bücher durchzuwälzen.
Die wesentlichen besprochenen ZPO-Probleme gehen locker aus dem Jura kompakt Buch hervor und aus dem Fervers Crash-Kurs. Ihr seid also schon gut vorbereitet, wenn ihr das Seminar hört.
Im materiellen Recht ist es noch viel krasser: da ist zwar alles bekannt aus dem ersten Examen. Man vergisst aber schnell unfassbar viel. Hier auf keinen Fall das Buch von Kaiser kaufen oder andere Literatur. Der Weg zum Erfolg ist einzig das Kaiser-Seminar von Torsten Kaiser. Es ist goldwert. Er sagt euch in jedem Rechtsgebiet (AT, SachenR usw), was immer wieder drankommt. Er nennt die Randnummern; lernt die Randnummern! Euer lernen muss einzig darin bestehen die wiederkehrenden Themen, die Kaiser nennt, zu beherrschen. Natürlich ist das nicht wenig. Aber auch nicht so viel wie wenn man ein fettes Buch vor sich liegen hat. Wiederholt eure Karteikarten oder Aufschriebe aus dem ersten Examen "oberflächlich", das Gesamtverständnis muss da sein. Aber wirklich lernen und beherrschen müsst ihr nur das,was Kaiser euch im Seminar sagt.
Es ist so trivial! Das ist meine Erfahrung und die wollte ich euch mitteilen, weil ich selbst am Anfang alles falsch gemacht habe.
Im Strafrecht: materiell steht alles im Kommentar. Keine Meinungsstreits lernen!
Prozessual: Revision Jura kompakt (wiederum Randnummern lernen und natürlich Aufbau auswendig), Kaiser Seminar hören.
Ö-Recht: Hier Kaiser nicht so hilfreich. Würde Landesrecht bevorzugen (zB JI in RLP), aber: auch hier gibt es Ringtausch. Auch hier kommt immer wieder das Gleiche dran.
Und was natürlich stimmt: Die notwendige Routine erhaltet ihr nur durchs Klausuren schreiben. Ich würde allerdings (entgegen der Meinung vieler) erst damit anfangen, wenn ihr gerade im ZR die obigen Schritte befolgt habt. Man geht auch nicht ins Meer, wenn man nicht schwimmen kann.
Ich hoffe für den einen oder anderen sind meine Tipps hilfreich. Zuvorderst richten sie sich an Kandidaten, die bestehen wollen. So besteht ihr und wenn man das intensiv macht auch (voll)befriedigend.
Nachdem ich das zweite Examen bestanden habe, möchte ich gerne andere Teil haben lassen und zwar womit ich gelernt habe und wie -aus meiner Sicht- der effektivste Weg zum Ziel ist. Vorweg: Viele Wege führen nach Rom.
Trotzdem muss man aber unbedingt eines wissen: Es kommt immer wieder das Gleiche dran. Die Kunst besteht nahezu allein darin, wie man das, was immer wieder dran kommt, lernt und anwendet. Man muss sich klarmachen: Was wirklich erforderlich ist, ist sehr begrenzt. Aus meiner Sicht ist es -wenn man ordentlich bestehen will und nicht unbedingt zu den Guten gehören will- sogar fahrlässig irgendwelche Lehrbücher oder Repetitoriu msstoff etwa von Alpmann oder hemmer wirklich zu lernen. Das war im Ersten Examen erforderlich, im Zweiten ist es hinderlich, weil es den Blick auf das Wesentliche verzerrt. Mir hat das keiner gesagt bei Beginn des Refs. Daher möchte ich gerne alle von meinen Erfahrungen profitieren lassen und beschränke mich dabei auf das Zivilrecht:
Nehmt das Jura kompakt Buch von Sendmeyer zur ZPO. Das ist wirklich -wie der Name sagt- unfassbar kompakt. Richtig angewendet reicht das aber! Richtige Anwendung meint: Geht langsam Seite für Seite, Thema für Thema durch und legt daneben den Kommentar zur ZPO. Im Kern ist jeder Abschnitt aus dem Jura kompakt Buch auch nahezu inhaltsgleich im Kommentar kommentiert. Man muss die Randnummer nur finden. Da man in den meisten Ländern nicht mehr farblich Textstellen anstreichen darf, lernt diese Randnummern auswendig!!! Ich verspreche euch: damit habt ihr prozessual alle wiederkehrenden Examensprobleme drauf und vorallem die Sicherheit, dass nichts drankommt, was ihr nicht könnt. Denn ihr wisst, wo es steht! Natürlich kann man so nicht jedes Spezialproblem beherrschen, dafür müss man wiederum die juristische Methodik komplett verinnerlicht haben und wirklich Wissen angehäuft haben. Für ein anständiges Bestehen ist das aber kontraproduktiv! Macht das Notwendige!
Daneben würde ich euch empfehlen den Crash-Kurs von Fervers zur ZPO zu hören (früher LMU; als Podcast abrufbar). Da werden Grundlagenfälle besprochen, die das absolut nötige Grundverständnis schaffen (mehr aber auch nicht).
Wenn ihr das gemacht habt, also die Randnummern im Kommentar mittels Jura kompakt Buch gelernt habt (wichtig: immer wieder wiederholen!!) dann hört das Kaiser Seminar zu ZPO I und ZPO II (Jan Kaiser!). Die Bücher von Kaiser oder sonstige Bücher braucht ihr nicht. Das ist Kommerz. Ihr erhaltet in den Seminaren Begleitunterlagen (Formulierungshilfen, Tenorierung usw.!). Merkt euch auch im Kommentar wo die Tenorierungsvorschläge stehen. Hört das Seminar ein zweites oder auch ein drittes Mal- das ist hundert Mal effektiver als in Bücher durchzuwälzen.
Die wesentlichen besprochenen ZPO-Probleme gehen locker aus dem Jura kompakt Buch hervor und aus dem Fervers Crash-Kurs. Ihr seid also schon gut vorbereitet, wenn ihr das Seminar hört.
Im materiellen Recht ist es noch viel krasser: da ist zwar alles bekannt aus dem ersten Examen. Man vergisst aber schnell unfassbar viel. Hier auf keinen Fall das Buch von Kaiser kaufen oder andere Literatur. Der Weg zum Erfolg ist einzig das Kaiser-Seminar von Torsten Kaiser. Es ist goldwert. Er sagt euch in jedem Rechtsgebiet (AT, SachenR usw), was immer wieder drankommt. Er nennt die Randnummern; lernt die Randnummern! Euer lernen muss einzig darin bestehen die wiederkehrenden Themen, die Kaiser nennt, zu beherrschen. Natürlich ist das nicht wenig. Aber auch nicht so viel wie wenn man ein fettes Buch vor sich liegen hat. Wiederholt eure Karteikarten oder Aufschriebe aus dem ersten Examen "oberflächlich", das Gesamtverständnis muss da sein. Aber wirklich lernen und beherrschen müsst ihr nur das,was Kaiser euch im Seminar sagt.
Es ist so trivial! Das ist meine Erfahrung und die wollte ich euch mitteilen, weil ich selbst am Anfang alles falsch gemacht habe.
Im Strafrecht: materiell steht alles im Kommentar. Keine Meinungsstreits lernen!
Prozessual: Revision Jura kompakt (wiederum Randnummern lernen und natürlich Aufbau auswendig), Kaiser Seminar hören.
Ö-Recht: Hier Kaiser nicht so hilfreich. Würde Landesrecht bevorzugen (zB JI in RLP), aber: auch hier gibt es Ringtausch. Auch hier kommt immer wieder das Gleiche dran.
Und was natürlich stimmt: Die notwendige Routine erhaltet ihr nur durchs Klausuren schreiben. Ich würde allerdings (entgegen der Meinung vieler) erst damit anfangen, wenn ihr gerade im ZR die obigen Schritte befolgt habt. Man geht auch nicht ins Meer, wenn man nicht schwimmen kann.
Ich hoffe für den einen oder anderen sind meine Tipps hilfreich. Zuvorderst richten sie sich an Kandidaten, die bestehen wollen. So besteht ihr und wenn man das intensiv macht auch (voll)befriedigend.
26.09.2026, 14:27
(24.09.2026, 15:03)RLP2025 schrieb: Hallo liebe Leute!
Nachdem ich das zweite Examen bestanden habe, möchte ich gerne andere Teil haben lassen und zwar womit ich gelernt habe und wie -aus meiner Sicht- der effektivste Weg zum Ziel ist. Vorweg: Viele Wege führen nach Rom.
Trotzdem muss man aber unbedingt eines wissen: Es kommt immer wieder das Gleiche dran. Die Kunst besteht nahezu allein darin, wie man das, was immer wieder dran kommt, lernt und anwendet. Man muss sich klarmachen: Was wirklich erforderlich ist, ist sehr begrenzt. Aus meiner Sicht ist es -wenn man ordentlich bestehen will und nicht unbedingt zu den Guten gehören will- sogar fahrlässig irgendwelche Lehrbücher oder Repetitoriu msstoff etwa von Alpmann oder hemmer wirklich zu lernen. Das war im Ersten Examen erforderlich, im Zweiten ist es hinderlich, weil es den Blick auf das Wesentliche verzerrt. Mir hat das keiner gesagt bei Beginn des Refs. Daher möchte ich gerne alle von meinen Erfahrungen profitieren lassen und beschränke mich dabei auf das Zivilrecht:
Nehmt das Jura kompakt Buch von Sendmeyer zur ZPO. Das ist wirklich -wie der Name sagt- unfassbar kompakt. Richtig angewendet reicht das aber! Richtige Anwendung meint: Geht langsam Seite für Seite, Thema für Thema durch und legt daneben den Kommentar zur ZPO. Im Kern ist jeder Abschnitt aus dem Jura kompakt Buch auch nahezu inhaltsgleich im Kommentar kommentiert. Man muss die Randnummer nur finden. Da man in den meisten Ländern nicht mehr farblich Textstellen anstreichen darf, lernt diese Randnummern auswendig!!! Ich verspreche euch: damit habt ihr prozessual alle wiederkehrenden Examensprobleme drauf und vorallem die Sicherheit, dass nichts drankommt, was ihr nicht könnt. Denn ihr wisst, wo es steht! Natürlich kann man so nicht jedes Spezialproblem beherrschen, dafür müss man wiederum die juristische Methodik komplett verinnerlicht haben und wirklich Wissen angehäuft haben. Für ein anständiges Bestehen ist das aber kontraproduktiv! Macht das Notwendige!
Daneben würde ich euch empfehlen den Crash-Kurs von Fervers zur ZPO zu hören (früher LMU; als Podcast abrufbar). Da werden Grundlagenfälle besprochen, die das absolut nötige Grundverständnis schaffen (mehr aber auch nicht).
Wenn ihr das gemacht habt, also die Randnummern im Kommentar mittels Jura kompakt Buch gelernt habt (wichtig: immer wieder wiederholen!!) dann hört das Kaiser Seminar zu ZPO I und ZPO II (Jan Kaiser!). Die Bücher von Kaiser oder sonstige Bücher braucht ihr nicht. Das ist Kommerz. Ihr erhaltet in den Seminaren Begleitunterlagen (Formulierungshilfen, Tenorierung usw.!). Merkt euch auch im Kommentar wo die Tenorierungsvorschläge stehen. Hört das Seminar ein zweites oder auch ein drittes Mal- das ist hundert Mal effektiver als in Bücher durchzuwälzen.
Die wesentlichen besprochenen ZPO-Probleme gehen locker aus dem Jura kompakt Buch hervor und aus dem Fervers Crash-Kurs. Ihr seid also schon gut vorbereitet, wenn ihr das Seminar hört.
Im materiellen Recht ist es noch viel krasser: da ist zwar alles bekannt aus dem ersten Examen. Man vergisst aber schnell unfassbar viel. Hier auf keinen Fall das Buch von Kaiser kaufen oder andere Literatur. Der Weg zum Erfolg ist einzig das Kaiser-Seminar von Torsten Kaiser. Es ist goldwert. Er sagt euch in jedem Rechtsgebiet (AT, SachenR usw), was immer wieder drankommt. Er nennt die Randnummern; lernt die Randnummern! Euer lernen muss einzig darin bestehen die wiederkehrenden Themen, die Kaiser nennt, zu beherrschen. Natürlich ist das nicht wenig. Aber auch nicht so viel wie wenn man ein fettes Buch vor sich liegen hat. Wiederholt eure Karteikarten oder Aufschriebe aus dem ersten Examen "oberflächlich", das Gesamtverständnis muss da sein. Aber wirklich lernen und beherrschen müsst ihr nur das,was Kaiser euch im Seminar sagt.
Es ist so trivial! Das ist meine Erfahrung und die wollte ich euch mitteilen, weil ich selbst am Anfang alles falsch gemacht habe.
Im Strafrecht: materiell steht alles im Kommentar. Keine Meinungsstreits lernen!
Prozessual: Revision Jura kompakt (wiederum Randnummern lernen und natürlich Aufbau auswendig), Kaiser Seminar hören.
Ö-Recht: Hier Kaiser nicht so hilfreich. Würde Landesrecht bevorzugen (zB JI in RLP), aber: auch hier gibt es Ringtausch. Auch hier kommt immer wieder das Gleiche dran.
Und was natürlich stimmt: Die notwendige Routine erhaltet ihr nur durchs Klausuren schreiben. Ich würde allerdings (entgegen der Meinung vieler) erst damit anfangen, wenn ihr gerade im ZR die obigen Schritte befolgt habt. Man geht auch nicht ins Meer, wenn man nicht schwimmen kann.
Ich hoffe für den einen oder anderen sind meine Tipps hilfreich. Zuvorderst richten sie sich an Kandidaten, die bestehen wollen. So besteht ihr und wenn man das intensiv macht auch (voll)befriedigend.
Hey, erstmal vielen Dank, dass du dir so Mühe gegeben hast und uns deine Tipps teilst. Das ist sehr wertvoll! Ich habe gerade mal nachgeschaut bei den Kaiser Seminaren und Jan Kaiser macht nur noch das Seminar zu den Zwangsvollstreckungsklausuren. Hängen die Kaiser Seminare wirklich so sehr von den Referenten ab? Die sind ja schon recht kostspielig, deswegen bin ich nicht ganz sicher, ob es sich dann lohnt...Hast du auch Erfahrungen mit anderen Referenten gemacht? LG
26.09.2026, 14:35
(26.09.2026, 14:27)jurali2 schrieb:(24.09.2026, 15:03)RLP2025 schrieb: Hallo liebe Leute!
Nachdem ich das zweite Examen bestanden habe, möchte ich gerne andere Teil haben lassen und zwar womit ich gelernt habe und wie -aus meiner Sicht- der effektivste Weg zum Ziel ist. Vorweg: Viele Wege führen nach Rom.
Trotzdem muss man aber unbedingt eines wissen: Es kommt immer wieder das Gleiche dran. Die Kunst besteht nahezu allein darin, wie man das, was immer wieder dran kommt, lernt und anwendet. Man muss sich klarmachen: Was wirklich erforderlich ist, ist sehr begrenzt. Aus meiner Sicht ist es -wenn man ordentlich bestehen will und nicht unbedingt zu den Guten gehören will- sogar fahrlässig irgendwelche Lehrbücher oder Repetitoriu msstoff etwa von Alpmann oder hemmer wirklich zu lernen. Das war im Ersten Examen erforderlich, im Zweiten ist es hinderlich, weil es den Blick auf das Wesentliche verzerrt. Mir hat das keiner gesagt bei Beginn des Refs. Daher möchte ich gerne alle von meinen Erfahrungen profitieren lassen und beschränke mich dabei auf das Zivilrecht:
Nehmt das Jura kompakt Buch von Sendmeyer zur ZPO. Das ist wirklich -wie der Name sagt- unfassbar kompakt. Richtig angewendet reicht das aber! Richtige Anwendung meint: Geht langsam Seite für Seite, Thema für Thema durch und legt daneben den Kommentar zur ZPO. Im Kern ist jeder Abschnitt aus dem Jura kompakt Buch auch nahezu inhaltsgleich im Kommentar kommentiert. Man muss die Randnummer nur finden. Da man in den meisten Ländern nicht mehr farblich Textstellen anstreichen darf, lernt diese Randnummern auswendig!!! Ich verspreche euch: damit habt ihr prozessual alle wiederkehrenden Examensprobleme drauf und vorallem die Sicherheit, dass nichts drankommt, was ihr nicht könnt. Denn ihr wisst, wo es steht! Natürlich kann man so nicht jedes Spezialproblem beherrschen, dafür müss man wiederum die juristische Methodik komplett verinnerlicht haben und wirklich Wissen angehäuft haben. Für ein anständiges Bestehen ist das aber kontraproduktiv! Macht das Notwendige!
Daneben würde ich euch empfehlen den Crash-Kurs von Fervers zur ZPO zu hören (früher LMU; als Podcast abrufbar). Da werden Grundlagenfälle besprochen, die das absolut nötige Grundverständnis schaffen (mehr aber auch nicht).
Wenn ihr das gemacht habt, also die Randnummern im Kommentar mittels Jura kompakt Buch gelernt habt (wichtig: immer wieder wiederholen!!) dann hört das Kaiser Seminar zu ZPO I und ZPO II (Jan Kaiser!). Die Bücher von Kaiser oder sonstige Bücher braucht ihr nicht. Das ist Kommerz. Ihr erhaltet in den Seminaren Begleitunterlagen (Formulierungshilfen, Tenorierung usw.!). Merkt euch auch im Kommentar wo die Tenorierungsvorschläge stehen. Hört das Seminar ein zweites oder auch ein drittes Mal- das ist hundert Mal effektiver als in Bücher durchzuwälzen.
Die wesentlichen besprochenen ZPO-Probleme gehen locker aus dem Jura kompakt Buch hervor und aus dem Fervers Crash-Kurs. Ihr seid also schon gut vorbereitet, wenn ihr das Seminar hört.
Im materiellen Recht ist es noch viel krasser: da ist zwar alles bekannt aus dem ersten Examen. Man vergisst aber schnell unfassbar viel. Hier auf keinen Fall das Buch von Kaiser kaufen oder andere Literatur. Der Weg zum Erfolg ist einzig das Kaiser-Seminar von Torsten Kaiser. Es ist goldwert. Er sagt euch in jedem Rechtsgebiet (AT, SachenR usw), was immer wieder drankommt. Er nennt die Randnummern; lernt die Randnummern! Euer lernen muss einzig darin bestehen die wiederkehrenden Themen, die Kaiser nennt, zu beherrschen. Natürlich ist das nicht wenig. Aber auch nicht so viel wie wenn man ein fettes Buch vor sich liegen hat. Wiederholt eure Karteikarten oder Aufschriebe aus dem ersten Examen "oberflächlich", das Gesamtverständnis muss da sein. Aber wirklich lernen und beherrschen müsst ihr nur das,was Kaiser euch im Seminar sagt.
Es ist so trivial! Das ist meine Erfahrung und die wollte ich euch mitteilen, weil ich selbst am Anfang alles falsch gemacht habe.
Im Strafrecht: materiell steht alles im Kommentar. Keine Meinungsstreits lernen!
Prozessual: Revision Jura kompakt (wiederum Randnummern lernen und natürlich Aufbau auswendig), Kaiser Seminar hören.
Ö-Recht: Hier Kaiser nicht so hilfreich. Würde Landesrecht bevorzugen (zB JI in RLP), aber: auch hier gibt es Ringtausch. Auch hier kommt immer wieder das Gleiche dran.
Und was natürlich stimmt: Die notwendige Routine erhaltet ihr nur durchs Klausuren schreiben. Ich würde allerdings (entgegen der Meinung vieler) erst damit anfangen, wenn ihr gerade im ZR die obigen Schritte befolgt habt. Man geht auch nicht ins Meer, wenn man nicht schwimmen kann.
Ich hoffe für den einen oder anderen sind meine Tipps hilfreich. Zuvorderst richten sie sich an Kandidaten, die bestehen wollen. So besteht ihr und wenn man das intensiv macht auch (voll)befriedigend.
Hey, erstmal vielen Dank, dass du dir so Mühe gegeben hast und uns deine Tipps teilst. Das ist sehr wertvoll! Ich habe gerade mal nachgeschaut bei den Kaiser Seminaren und Jan Kaiser macht nur noch das Seminar zu den Zwangsvollstreckungsklausuren. Hängen die Kaiser Seminare wirklich so sehr von den Referenten ab? Die sind ja schon recht kostspielig, deswegen bin ich nicht ganz sicher, ob es sich dann lohnt...Hast du auch Erfahrungen mit anderen Referenten gemacht? LG
Ja die Dozenten machen entscheidende Unterschiede. Aber man darf halt auch nicht vergessen, dass es super subjektiv ist. Ich kam zb mit Jan Kaiser gar nicht klar und würde ZVR auf jeden Fall bei wem anders empfehlen. Von daher kann man das halt sowieso immer schlecht sagen, wer gut ist und wer nicht. Jeder hat auch andere Präferenzen bei Vortragsweisen
26.09.2026, 14:50
(26.09.2026, 14:35)Ref2024-luli schrieb:Ja, macht Sinn. Dann muss ich wohl das Risiko eingehen hahah. Danke auf jeden Fall:)(26.09.2026, 14:27)jurali2 schrieb:(24.09.2026, 15:03)RLP2025 schrieb: Hallo liebe Leute!
Nachdem ich das zweite Examen bestanden habe, möchte ich gerne andere Teil haben lassen und zwar womit ich gelernt habe und wie -aus meiner Sicht- der effektivste Weg zum Ziel ist. Vorweg: Viele Wege führen nach Rom.
Trotzdem muss man aber unbedingt eines wissen: Es kommt immer wieder das Gleiche dran. Die Kunst besteht nahezu allein darin, wie man das, was immer wieder dran kommt, lernt und anwendet. Man muss sich klarmachen: Was wirklich erforderlich ist, ist sehr begrenzt. Aus meiner Sicht ist es -wenn man ordentlich bestehen will und nicht unbedingt zu den Guten gehören will- sogar fahrlässig irgendwelche Lehrbücher oder Repetitoriu msstoff etwa von Alpmann oder hemmer wirklich zu lernen. Das war im Ersten Examen erforderlich, im Zweiten ist es hinderlich, weil es den Blick auf das Wesentliche verzerrt. Mir hat das keiner gesagt bei Beginn des Refs. Daher möchte ich gerne alle von meinen Erfahrungen profitieren lassen und beschränke mich dabei auf das Zivilrecht:
Nehmt das Jura kompakt Buch von Sendmeyer zur ZPO. Das ist wirklich -wie der Name sagt- unfassbar kompakt. Richtig angewendet reicht das aber! Richtige Anwendung meint: Geht langsam Seite für Seite, Thema für Thema durch und legt daneben den Kommentar zur ZPO. Im Kern ist jeder Abschnitt aus dem Jura kompakt Buch auch nahezu inhaltsgleich im Kommentar kommentiert. Man muss die Randnummer nur finden. Da man in den meisten Ländern nicht mehr farblich Textstellen anstreichen darf, lernt diese Randnummern auswendig!!! Ich verspreche euch: damit habt ihr prozessual alle wiederkehrenden Examensprobleme drauf und vorallem die Sicherheit, dass nichts drankommt, was ihr nicht könnt. Denn ihr wisst, wo es steht! Natürlich kann man so nicht jedes Spezialproblem beherrschen, dafür müss man wiederum die juristische Methodik komplett verinnerlicht haben und wirklich Wissen angehäuft haben. Für ein anständiges Bestehen ist das aber kontraproduktiv! Macht das Notwendige!
Daneben würde ich euch empfehlen den Crash-Kurs von Fervers zur ZPO zu hören (früher LMU; als Podcast abrufbar). Da werden Grundlagenfälle besprochen, die das absolut nötige Grundverständnis schaffen (mehr aber auch nicht).
Wenn ihr das gemacht habt, also die Randnummern im Kommentar mittels Jura kompakt Buch gelernt habt (wichtig: immer wieder wiederholen!!) dann hört das Kaiser Seminar zu ZPO I und ZPO II (Jan Kaiser!). Die Bücher von Kaiser oder sonstige Bücher braucht ihr nicht. Das ist Kommerz. Ihr erhaltet in den Seminaren Begleitunterlagen (Formulierungshilfen, Tenorierung usw.!). Merkt euch auch im Kommentar wo die Tenorierungsvorschläge stehen. Hört das Seminar ein zweites oder auch ein drittes Mal- das ist hundert Mal effektiver als in Bücher durchzuwälzen.
Die wesentlichen besprochenen ZPO-Probleme gehen locker aus dem Jura kompakt Buch hervor und aus dem Fervers Crash-Kurs. Ihr seid also schon gut vorbereitet, wenn ihr das Seminar hört.
Im materiellen Recht ist es noch viel krasser: da ist zwar alles bekannt aus dem ersten Examen. Man vergisst aber schnell unfassbar viel. Hier auf keinen Fall das Buch von Kaiser kaufen oder andere Literatur. Der Weg zum Erfolg ist einzig das Kaiser-Seminar von Torsten Kaiser. Es ist goldwert. Er sagt euch in jedem Rechtsgebiet (AT, SachenR usw), was immer wieder drankommt. Er nennt die Randnummern; lernt die Randnummern! Euer lernen muss einzig darin bestehen die wiederkehrenden Themen, die Kaiser nennt, zu beherrschen. Natürlich ist das nicht wenig. Aber auch nicht so viel wie wenn man ein fettes Buch vor sich liegen hat. Wiederholt eure Karteikarten oder Aufschriebe aus dem ersten Examen "oberflächlich", das Gesamtverständnis muss da sein. Aber wirklich lernen und beherrschen müsst ihr nur das,was Kaiser euch im Seminar sagt.
Es ist so trivial! Das ist meine Erfahrung und die wollte ich euch mitteilen, weil ich selbst am Anfang alles falsch gemacht habe.
Im Strafrecht: materiell steht alles im Kommentar. Keine Meinungsstreits lernen!
Prozessual: Revision Jura kompakt (wiederum Randnummern lernen und natürlich Aufbau auswendig), Kaiser Seminar hören.
Ö-Recht: Hier Kaiser nicht so hilfreich. Würde Landesrecht bevorzugen (zB JI in RLP), aber: auch hier gibt es Ringtausch. Auch hier kommt immer wieder das Gleiche dran.
Und was natürlich stimmt: Die notwendige Routine erhaltet ihr nur durchs Klausuren schreiben. Ich würde allerdings (entgegen der Meinung vieler) erst damit anfangen, wenn ihr gerade im ZR die obigen Schritte befolgt habt. Man geht auch nicht ins Meer, wenn man nicht schwimmen kann.
Ich hoffe für den einen oder anderen sind meine Tipps hilfreich. Zuvorderst richten sie sich an Kandidaten, die bestehen wollen. So besteht ihr und wenn man das intensiv macht auch (voll)befriedigend.
Hey, erstmal vielen Dank, dass du dir so Mühe gegeben hast und uns deine Tipps teilst. Das ist sehr wertvoll! Ich habe gerade mal nachgeschaut bei den Kaiser Seminaren und Jan Kaiser macht nur noch das Seminar zu den Zwangsvollstreckungsklausuren. Hängen die Kaiser Seminare wirklich so sehr von den Referenten ab? Die sind ja schon recht kostspielig, deswegen bin ich nicht ganz sicher, ob es sich dann lohnt...Hast du auch Erfahrungen mit anderen Referenten gemacht? LG
Ja die Dozenten machen entscheidende Unterschiede. Aber man darf halt auch nicht vergessen, dass es super subjektiv ist. Ich kam zb mit Jan Kaiser gar nicht klar und würde ZVR auf jeden Fall bei wem anders empfehlen. Von daher kann man das halt sowieso immer schlecht sagen, wer gut ist und wer nicht. Jeder hat auch andere Präferenzen bei Vortragsweisen
27.09.2026, 21:18
Wenn man dein Profil durchliest, frage ich mich schon woher das Selbstbewusstsein kommt solche allgemeingültigen Aussagen zu treffen?
Vor allem sind in den Kaiser-Skripten die bekannten, wiederholenden Probleme alle mit entsprechendem Hinweis auf den Kommentar benannt. Dass die Seminare gut und hilfreich sein können ok, aber was genau soll jetzt das Problem an den Skripten für 20€ sein, nur weil der gleiche Kaiser das ganze im Seminar für 190€ noch mal runtergebrochen erklärt, was er da im Skript geschrieben hat. Irgendwie mysteriös.
Außerdem gibt es von Fervers jedes Jahr einen Crashkurs ZPO und viel wichtiger auch Vertiefungsveranstaltungen aus dem Schwerpunkt, die für die nötige Tiefe des 2. Examens wohl treffender sind als in 5 Stunden alles mal abzuklappern, was man im 1. Examen vielleicht mal gehört haben sollte.
Zudem ist das Stichwort für wirklich effektives Lernen wie überall bewiesen auch immer noch Active Recall, Spaced Repetition usw., nicht blind Kommentare durchlesen und hoffen, dass man sich an irgendwas erinnert.
Vor allem sind in den Kaiser-Skripten die bekannten, wiederholenden Probleme alle mit entsprechendem Hinweis auf den Kommentar benannt. Dass die Seminare gut und hilfreich sein können ok, aber was genau soll jetzt das Problem an den Skripten für 20€ sein, nur weil der gleiche Kaiser das ganze im Seminar für 190€ noch mal runtergebrochen erklärt, was er da im Skript geschrieben hat. Irgendwie mysteriös.
Außerdem gibt es von Fervers jedes Jahr einen Crashkurs ZPO und viel wichtiger auch Vertiefungsveranstaltungen aus dem Schwerpunkt, die für die nötige Tiefe des 2. Examens wohl treffender sind als in 5 Stunden alles mal abzuklappern, was man im 1. Examen vielleicht mal gehört haben sollte.
Zudem ist das Stichwort für wirklich effektives Lernen wie überall bewiesen auch immer noch Active Recall, Spaced Repetition usw., nicht blind Kommentare durchlesen und hoffen, dass man sich an irgendwas erinnert.
29.09.2026, 15:47
Dass du meine Kommentare durchliest, sagt alles über dich, aber nichts über mich. Peinlicher geht immer! Auch habe ich im Hinblick auf die Kommentare genau das Gegenteil von dem geschrieben, was du behauptest. In den Musterlösungen sind immer die gleichen Randnummern aus den Kommentaren ausformuliert drin. Diese Randnummern muss man sich merken. Nicht blind suchen. Wenn du das negierst, hast du einfach keine Ahnung und bestätigst einfach den Fehler von dem ich hier ausdrücklich warne!
Die Bücher haben ein vielfaches an Stoff im Vergleich zu den Seminaren. Sie bedeuten wesentlich mehr Arbeit als die Seminare. Die Bücher behandeln vielmehr als die Standardprobleme, die zum Bestehen genügen.
Und natürlich bietet der Fervers auch vielmehr an!
Meine gesamte Message besteht aber darin Leuten, die neu ins Ref kommen, einen gangbaren Weg zu geben um den Mindestanforderungen gerecht zu werden; nicht um die bestmögliche Note zu erhalten. Das habe ich deutlich zu verstehen gegeben.
Wenn du hier suggerieren möchtest, dass mehr erforderlich sei zum Bestehen, dann bist genau du der Grund, dann sind genau Leute wie du der Grund, warum ich hier schreibe. Ich möchte schlechteren Kandidaten helfen den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Bücher haben ein vielfaches an Stoff im Vergleich zu den Seminaren. Sie bedeuten wesentlich mehr Arbeit als die Seminare. Die Bücher behandeln vielmehr als die Standardprobleme, die zum Bestehen genügen.
Und natürlich bietet der Fervers auch vielmehr an!
Meine gesamte Message besteht aber darin Leuten, die neu ins Ref kommen, einen gangbaren Weg zu geben um den Mindestanforderungen gerecht zu werden; nicht um die bestmögliche Note zu erhalten. Das habe ich deutlich zu verstehen gegeben.
Wenn du hier suggerieren möchtest, dass mehr erforderlich sei zum Bestehen, dann bist genau du der Grund, dann sind genau Leute wie du der Grund, warum ich hier schreibe. Ich möchte schlechteren Kandidaten helfen den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen. Nicht mehr und nicht weniger.
29.09.2026, 19:09
(27.09.2026, 21:18)DerExperte schrieb: Wenn man dein Profil durchliest, frage ich mich schon woher das Selbstbewusstsein kommt solche allgemeingültigen Aussagen zu treffen?Vielleicht bin ich gerade einfach dumm, aber hat er nicht genau das gemacht, was du ihm hier vorwirfst?
Vor allem sind in den Kaiser-Skripten die bekannten, wiederholenden Probleme alle mit entsprechendem Hinweis auf den Kommentar benannt. Dass die Seminare gut und hilfreich sein können ok, aber was genau soll jetzt das Problem an den Skripten für 20€ sein, nur weil der gleiche Kaiser das ganze im Seminar für 190€ noch mal runtergebrochen erklärt, was er da im Skript geschrieben hat. Irgendwie mysteriös.
Außerdem gibt es von Fervers jedes Jahr einen Crashkurs ZPO und viel wichtiger auch Vertiefungsveranstaltungen aus dem Schwerpunkt, die für die nötige Tiefe des 2. Examens wohl treffender sind als in 5 Stunden alles mal abzuklappern, was man im 1. Examen vielleicht mal gehört haben sollte.
Zudem ist das Stichwort für wirklich effektives Lernen wie überall bewiesen auch immer noch Active Recall, Spaced Repetition usw., nicht blind Kommentare durchlesen und hoffen, dass man sich an irgendwas erinnert.
Er schreibt selber, dass man sich die Standardprobleme in einem Buch anschauen, daneben den Kommentar legen und so die grundlegenden ZPO-Inhalte lernen soll. Das soll man dann seiner Ansicht nach stetig wiederholen.
Du kannst ihm doch jetzt nicht vorwerfen, dass er verkürzt von "wiederholen" und nicht genau active Recall oder Speced Repetition definiert hat.
Auch ist der Podcast von Ferver doch ein solider Tipp? Verstehe das Problem nicht so ganz. Das machen doch voll viele.
Dazu, weiß ich nicht, ob du schon Kaiser-Seminare besucht hast, aber diese und die dazugehörigen Unterlagen sind halt wirklich auch mehr als das was im Skript steht. Braucht man das? Wahrscheinlich nicht. Aber ist es valide zu sagen, dass die Skripten Kommerz sind und man diese nicht braucht? Ja.
Ich bin selber noch im Ref und habe keine Ahnung, aber deine Antwort empfinde ich persönlich als etwas herablassend. Insbesondere weil hier nur Tipps gegeben werden, wie man sich das notwendige Wissen aneignen kann um (befriedigend) zu bestehen. Hier geht es nicht um >VB
29.09.2026, 19:22
Ich schreibe bald auch in RLP und danke dir für deine Tipps. :) Ich habe mich jetzt auch überwiegend mit den Basic Sachen vorbereitet, fühle mich so kurz vorher aber leider gar nicht gut vorbereitet und habe das Gefühl gar nichts mehr zu können/ falsch gelernt zu haben.
Hattest du das Gefühl auch? Wie hast du dich unmittelbar nach den Klausuren gefühlt?
Fandest du die Bewertung fair und würdest du sagen man kann trotz Fehlern noch bestehen?
Hattest du das Gefühl auch? Wie hast du dich unmittelbar nach den Klausuren gefühlt?
Fandest du die Bewertung fair und würdest du sagen man kann trotz Fehlern noch bestehen?
30.09.2026, 01:56
Gerne!
In RLP kannst dir einfach mal 1-2 Tage Zeit nehmen und die Lösungsskizzen der OLG- Klausuren systematisch auswerten. Das hat nichts mit eigentlichem Lernen zu tun, ist aber insofern beruhigend, als dass du merken wirst, dass gewisse Dinge immer wieder kommen (und hier immer die gleichen Randnummern einschlägig sind).
Ich hab am Anfang zwar wahrgenommen, dass jeder betont es sei eine Praktikerprüfung, es aber nicht verinnerlicht. Du musst wirklich nur ein Bruchteil vom ersten Examen wirklich wissen (das zweite Examen ist noch viel mehr Rechtsanwendungsprüfung als Wissensprüfung), daher ist das Gefühl, dass man nichts kann zwar üblich, aber unbegründet. Weil die Mechanismen der Anwendung kannst du entweder oder halt nicht.
Die Benotung ist willkürlich und damit aus meiner Sicht unfair. Hatte nur in wenigen Klausuren die gleiche Note von Erst- und Zweitprüfer; teilweise große Abweichungen. Aber die Benotung ist nicht (!) streng, teilweise sogar wohlwollend, besonders in schwierigen Klausuren. Aber dieser Eindruck ist wirklich nur subjektiv.
Das allergrößte Problem ist die Zeit.
Ach und... die erste Klausur war bei mir die mit Abstand Schwierigste; die Letzte, die mit Abstand Einfachste. Das muss nicht immer so sein, aber als Tipp: Wenn die erste Klausur nicht erwartungsgemäß lief, sofort abhaken und nicht drüber nachdenken. Es kommen SICHER welche, die dir liegen, wenn du dich anständig vorbereitet hast.
In RLP kannst dir einfach mal 1-2 Tage Zeit nehmen und die Lösungsskizzen der OLG- Klausuren systematisch auswerten. Das hat nichts mit eigentlichem Lernen zu tun, ist aber insofern beruhigend, als dass du merken wirst, dass gewisse Dinge immer wieder kommen (und hier immer die gleichen Randnummern einschlägig sind).
Ich hab am Anfang zwar wahrgenommen, dass jeder betont es sei eine Praktikerprüfung, es aber nicht verinnerlicht. Du musst wirklich nur ein Bruchteil vom ersten Examen wirklich wissen (das zweite Examen ist noch viel mehr Rechtsanwendungsprüfung als Wissensprüfung), daher ist das Gefühl, dass man nichts kann zwar üblich, aber unbegründet. Weil die Mechanismen der Anwendung kannst du entweder oder halt nicht.
Die Benotung ist willkürlich und damit aus meiner Sicht unfair. Hatte nur in wenigen Klausuren die gleiche Note von Erst- und Zweitprüfer; teilweise große Abweichungen. Aber die Benotung ist nicht (!) streng, teilweise sogar wohlwollend, besonders in schwierigen Klausuren. Aber dieser Eindruck ist wirklich nur subjektiv.
Das allergrößte Problem ist die Zeit.
Ach und... die erste Klausur war bei mir die mit Abstand Schwierigste; die Letzte, die mit Abstand Einfachste. Das muss nicht immer so sein, aber als Tipp: Wenn die erste Klausur nicht erwartungsgemäß lief, sofort abhaken und nicht drüber nachdenken. Es kommen SICHER welche, die dir liegen, wenn du dich anständig vorbereitet hast.
30.09.2026, 09:18
Ich habe zwar nicht in RLP geschrieben, aber die Einstufung der ersten Klausur als "schwierigste" kann ich teilen, da man irgendwie erstmal reinfinden muss, dass man jetzt wirklich das echte Examen schreibt
Ich dachte entsprechend auch, dass ich diese aus Zeitgründen komplett verhauen habe, sodass hier wirklich gilt: abhaken und weitermachen! Da sind noch 7 Klausuren, die das ausgleichen können.
Und btw kann dieses Gefühl dann doch auch täuschen, ich hatte nämlich überraschenderweise 10 Punkte lol
Ich dachte entsprechend auch, dass ich diese aus Zeitgründen komplett verhauen habe, sodass hier wirklich gilt: abhaken und weitermachen! Da sind noch 7 Klausuren, die das ausgleichen können.Und btw kann dieses Gefühl dann doch auch täuschen, ich hatte nämlich überraschenderweise 10 Punkte lol










