11.08.2026, 14:54
(11.08.2026, 13:50)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb: Was sagt es über die Gesellschaft aus, wenn das einzig lohnenswerte berufliche Ziel der Staatsdienst ist.
Naja angesichts der Besoldung bereits zum Einstieg samt entsprechender Pension auch irgendwie auch nicht verwunderlich.
Gibt auch Menschen die für eine best Berufung brennen und es nicht nur ums Gehalt / um den Status geht
11.08.2026, 15:19
Es geht denjenigen offenbar nicht nur um "den" Staatsdienst, sondern um eine bestimmte Form des Staatsdienstes. Ich kann schon verstehen, dass es bitter ist, wenn der Traum vom eigenen Berufswunsch platzt oder zu platzen droht. Dennoch bin ich ganz bei Spencer und das habe ich in den verschiedenen Threads, die sich nun schon um dieses Thema drehen, bereits geschrieben, dass das Leben weitergeht. Es ist keineswegs eine Spezialität der Juristen, dass Lebenspläne über den Haufen geworfen werden und ihr seit auch keineswegs die ersten Juristen, denen das passiert. Es sind ein paar alte Hasen hier im Forum, mich eingeschlossen. Jeder von uns kennt jemanden und manche von uns hat es auch selbst getroffen, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft. Ich bin nun einige Jahre im Geschäft und bis vor wenigen Jahren sah mein Lebenslauf von außen sehr geradlinig aus. Bei genauerem Hinschauen fiel aber auf, dass auch mein Lebenslauf ein paar Ecken und Kanten hat. Die zeige ich natürlich bei LinkedIn und Co. nicht, so wie das niemand tut. LinkedIn ist das Instagram der Berufswelt: nur ein kleiner Teil von dem, was dort jeden Tag gepostet wird, entspricht der Realität. Keiner oder kaum jemand traut es sich, öffentlich über Misserfolge zu berichten und so sieht es aus, als ob alle um einen herum stets erfolgreich sind, während man selbst mit Misserfolgen kämpft. Aber lasst euch gesagt sein, dem ist nicht so. Jeder von uns hat kleinere oder größere Veränderungen im Leben, wo das Leben nicht so verlief, wie geplant.
Meine größten Veränderungen hatte ich 2024, als ich auf sehr unschöne Weise aus meinem Job gekickt wurde und 2025, als ich schwer erkrankt bin. Und ehrlich, das war beides sehr viel schlimmer als alles davor. Jetzt haben wir 2026 und in meinem Leben ist fast wieder alles super. Es geht immer irgendwie weiter, wenn auch nicht so, wie man es geplant hatte.
Keine hier im Forum oder an irgendeiner Jurafakultät in Deutschland hat umsonst studiert, es sei denn, das Jurastudium war wirklich überhaupt nichts für ihn und er hätte lieber Kunsthistoriker werden sollen. Mit ein paar Jahren Abstand zum Examen werdet auch ihr, deren Lebenstraum jetzt vermeintlich geplatzt ist, das so sehen.
Meine größten Veränderungen hatte ich 2024, als ich auf sehr unschöne Weise aus meinem Job gekickt wurde und 2025, als ich schwer erkrankt bin. Und ehrlich, das war beides sehr viel schlimmer als alles davor. Jetzt haben wir 2026 und in meinem Leben ist fast wieder alles super. Es geht immer irgendwie weiter, wenn auch nicht so, wie man es geplant hatte.
Keine hier im Forum oder an irgendeiner Jurafakultät in Deutschland hat umsonst studiert, es sei denn, das Jurastudium war wirklich überhaupt nichts für ihn und er hätte lieber Kunsthistoriker werden sollen. Mit ein paar Jahren Abstand zum Examen werdet auch ihr, deren Lebenstraum jetzt vermeintlich geplatzt ist, das so sehen.
11.08.2026, 17:56
@ Egal: Ich stimme dir ebenfalls voll zu.
Es wäre auch ziemlich vermessen, einen Studienabschluss nur dann als sinnvoll/erfolgreich zu betrachten, wenn man am Ende zu den vielleicht 5% gehört, die mit Topnoten einem Wunschberuf im Wunschbundesland zum Wunschzeitpunkt nachgehen können. Gerade im notenabhängigen Massenstudium Jura sollte jeder möglichst früh mindestens einen Plan B in der Tasche haben oder zumindest damit rechnen, dass Plan A nicht (sofort) aufgehen könnte.
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
Es wäre auch ziemlich vermessen, einen Studienabschluss nur dann als sinnvoll/erfolgreich zu betrachten, wenn man am Ende zu den vielleicht 5% gehört, die mit Topnoten einem Wunschberuf im Wunschbundesland zum Wunschzeitpunkt nachgehen können. Gerade im notenabhängigen Massenstudium Jura sollte jeder möglichst früh mindestens einen Plan B in der Tasche haben oder zumindest damit rechnen, dass Plan A nicht (sofort) aufgehen könnte.
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
12.08.2026, 11:41
(11.08.2026, 17:56)Spencer schrieb: [...]
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
ja ja die armen boomer hatten es super schwer in der steinzeit. die jungen leute sollen sich mal zusammenreißen.
ironischerweise wird der fortschreitende austritt der boomer aus dem arbeitsmarkt die chancen der heutigen berufsanfänger gerade NICHT erhöhen. die stellen der boomer werden doch nicht 1:1 nachbesetzt. weder in der justiz, den behörden oder der freien wirtschaft wird auf 1 glücklichen boomer 1 neuer kollege kommen.
12.08.2026, 12:40
(12.08.2026, 11:41)kumpelanton schrieb:(11.08.2026, 17:56)Spencer schrieb: [...]
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
ja ja die armen boomer hatten es super schwer in der steinzeit. die jungen leute sollen sich mal zusammenreißen.
ironischerweise wird der fortschreitende austritt der boomer aus dem arbeitsmarkt die chancen der heutigen berufsanfänger gerade NICHT erhöhen. die stellen der boomer werden doch nicht 1:1 nachbesetzt. weder in der justiz, den behörden oder der freien wirtschaft wird auf 1 glücklichen boomer 1 neuer kollege kommen.
Meine Güte. Man kann auch aus einem Wording Probleme machen, wo keine sind

Es kommt doch gar nicht darauf an, welche Generation es schwerer hatte. Fakt ist, dass nahezu jeder Mensch im Leben verschiedene Umbrüche hat. Je weiter das Leben fortschreitet, umso mehr kommen dazu und umso mehr relativieren sich einstige Probleme, die man vor vielen Jahren hatte.
Ihr mögt das jetzt nicht sehen, weil ihr unmittelbar vor dem Problem steht, aber glaubt es mir bitte, das Leben geht weiter und die Situation ist kein Weltuntergang, auch wenn es jetzt so scheint.
12.08.2026, 12:51
(12.08.2026, 12:40)Egal_ schrieb:(12.08.2026, 11:41)kumpelanton schrieb:(11.08.2026, 17:56)Spencer schrieb: [...]
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
ja ja die armen boomer hatten es super schwer in der steinzeit. die jungen leute sollen sich mal zusammenreißen.
ironischerweise wird der fortschreitende austritt der boomer aus dem arbeitsmarkt die chancen der heutigen berufsanfänger gerade NICHT erhöhen. die stellen der boomer werden doch nicht 1:1 nachbesetzt. weder in der justiz, den behörden oder der freien wirtschaft wird auf 1 glücklichen boomer 1 neuer kollege kommen.
[...] Es kommt doch gar nicht darauf an, welche Generation es schwerer hatte.
sehe ich auch so
das hilft einem persönlich gar nicht weiter.
12.08.2026, 13:37
(12.08.2026, 11:41)kumpelanton schrieb:(11.08.2026, 17:56)Spencer schrieb: [...]
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
ja ja die armen boomer hatten es super schwer in der steinzeit. die jungen leute sollen sich mal zusammenreißen.
ironischerweise wird der fortschreitende austritt der boomer aus dem arbeitsmarkt die chancen der heutigen berufsanfänger gerade NICHT erhöhen. die stellen der boomer werden doch nicht 1:1 nachbesetzt. weder in der justiz, den behörden oder der freien wirtschaft wird auf 1 glücklichen boomer 1 neuer kollege kommen.
Und gleichzeitig dürfen diese jungen Leute nun mit immer höheren Abgaben dafür sorgen, dass das garantierte Rentenniveau der Boomer finanziert wird, während sich auch gleichzeitig der Staat immer weiter aufbläht.
Wenn ich mir anschaue was netto von meinem Brutto übrig bleibt...
Das Steuergeld will halt am Ende doch auch irgendwo herkommen, die von der Boomergeneration verursachten Gesundheits- und Pflegekosten wollen bezahlt werden und auch das Mitte/Ende letzten Jahres nochmal gönnerhafte garantierte Rentenniveau will halt finanziert werden.
Generationengerechtigkeit ist keine Einbahnstraße.
Und wenn man dann bedenkt, dass die einzig wirklich wachsenden Bereiche derzeit der Staat, Gesundheit und Pflege sind und in der freien Wirtschaft gleichzeitig immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen, also auf immer höhere Staats-, Gesundheits- und Pflegeausgaben immer weniger externe Beitragszahler kommen, dann braucht man nur 1+1 zusammenzählen, was das in den nächsten Jahren für Steuern und Abgaben bedeuten wird.
Ist doch kein Wunder, dass Teilzeit und Work-life-balance boomen - (Mehr) Arbeit lohnt sich einfach nicht mehr.
12.08.2026, 14:58
(12.08.2026, 13:37)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb:(12.08.2026, 11:41)kumpelanton schrieb:(11.08.2026, 17:56)Spencer schrieb: [...]
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
ja ja die armen boomer hatten es super schwer in der steinzeit. die jungen leute sollen sich mal zusammenreißen.
ironischerweise wird der fortschreitende austritt der boomer aus dem arbeitsmarkt die chancen der heutigen berufsanfänger gerade NICHT erhöhen. die stellen der boomer werden doch nicht 1:1 nachbesetzt. weder in der justiz, den behörden oder der freien wirtschaft wird auf 1 glücklichen boomer 1 neuer kollege kommen.
Und gleichzeitig dürfen diese jungen Leute nun mit immer höheren Abgaben dafür sorgen, dass das garantierte Rentenniveau der Boomer finanziert wird, während sich auch gleichzeitig der Staat immer weiter aufbläht.
Wenn ich mir anschaue was netto von meinem Brutto übrig bleibt...
Das Steuergeld will halt am Ende doch auch irgendwo herkommen, die von der Boomergeneration verursachten Gesundheits- und Pflegekosten wollen bezahlt werden und auch das Mitte/Ende letzten Jahres nochmal gönnerhafte garantierte Rentenniveau will halt finanziert werden.
Generationengerechtigkeit ist keine Einbahnstraße.
Und wenn man dann bedenkt, dass die einzig wirklich wachsenden Bereiche derzeit der Staat, Gesundheit und Pflege sind und in der freien Wirtschaft gleichzeitig immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen, also auf immer höhere Staats-, Gesundheits- und Pflegeausgaben immer weniger externe Beitragszahler kommen, dann braucht man nur 1+1 zusammenzählen, was das in den nächsten Jahren für Steuern und Abgaben bedeuten wird.
Ist doch kein Wunder, dass Teilzeit und Work-life-balance boomen - (Mehr) Arbeit lohnt sich einfach nicht mehr.
Das ist ja das Schöne: Besetzt der Staat die Stellen nicht nach, ist es unerhört, schafft er dagegen neue, auch. Wie auch immer: es läuft im Leben nicht immer alles wie geplant - teils individuell, teils für ganze Generationen. Dennoch wird es für die Allermeisten irgendwie rückblickend akzeptabel gelaufen sein. Ich kann das für meine Referendars-AG (Examen vor 15 Jahren) umfassend bestätigen. Es geht nicht darum, die heutigen Sorgen kleinzureden, sondern sie einzuordnen in die Erfahrungen aus anderen Zeiten und auf dieser Grundlage Mut zu machen, dass nicht jedes Unglück auch rückblickend nur ein Unglück ist.
12.08.2026, 15:54
(12.08.2026, 14:58)Praktiker schrieb:(12.08.2026, 13:37)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb:(12.08.2026, 11:41)kumpelanton schrieb:(11.08.2026, 17:56)Spencer schrieb: [...]
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
ja ja die armen boomer hatten es super schwer in der steinzeit. die jungen leute sollen sich mal zusammenreißen.
ironischerweise wird der fortschreitende austritt der boomer aus dem arbeitsmarkt die chancen der heutigen berufsanfänger gerade NICHT erhöhen. die stellen der boomer werden doch nicht 1:1 nachbesetzt. weder in der justiz, den behörden oder der freien wirtschaft wird auf 1 glücklichen boomer 1 neuer kollege kommen.
Und gleichzeitig dürfen diese jungen Leute nun mit immer höheren Abgaben dafür sorgen, dass das garantierte Rentenniveau der Boomer finanziert wird, während sich auch gleichzeitig der Staat immer weiter aufbläht.
Wenn ich mir anschaue was netto von meinem Brutto übrig bleibt...
Das Steuergeld will halt am Ende doch auch irgendwo herkommen, die von der Boomergeneration verursachten Gesundheits- und Pflegekosten wollen bezahlt werden und auch das Mitte/Ende letzten Jahres nochmal gönnerhafte garantierte Rentenniveau will halt finanziert werden.
Generationengerechtigkeit ist keine Einbahnstraße.
Und wenn man dann bedenkt, dass die einzig wirklich wachsenden Bereiche derzeit der Staat, Gesundheit und Pflege sind und in der freien Wirtschaft gleichzeitig immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen, also auf immer höhere Staats-, Gesundheits- und Pflegeausgaben immer weniger externe Beitragszahler kommen, dann braucht man nur 1+1 zusammenzählen, was das in den nächsten Jahren für Steuern und Abgaben bedeuten wird.
Ist doch kein Wunder, dass Teilzeit und Work-life-balance boomen - (Mehr) Arbeit lohnt sich einfach nicht mehr.
[...] Es geht nicht darum, die heutigen Sorgen kleinzureden, sondern sie einzuordnen in die Erfahrungen aus anderen Zeiten und auf dieser Grundlage Mut zu machen, dass nicht jedes Unglück auch rückblickend nur ein Unglück ist.
dann hätte ich anstelle der boomer, die es so einfach wie keine andere generation jemals hatten, einfach die weltkriegsgeneration genommen. dann hätte man schreiben können: kopf hoch leute, immerhin kein weltkrieg. das wird schon
12.08.2026, 17:39
(12.08.2026, 15:54)kumpelanton schrieb:(12.08.2026, 14:58)Praktiker schrieb:(12.08.2026, 13:37)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb:(12.08.2026, 11:41)kumpelanton schrieb:(11.08.2026, 17:56)Spencer schrieb: [...]
Fragt mal die Generation der Boomer dazu. Die hätten sich über die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gefreut. Da waren häufig schon gar nicht die gewünschten Studienplätze bzw. Ausbildungsplätze frei und viele Lebenspläne waren schon nach dem Schulabschluss überholt.
Ironischerweise dürfte deren fortschreitender Austritt aus dem Arbeitsmarkt die Chancen der heutigen Berufsanfänger auf ihre Wunschstelle erhöhen. Schaut euch nur mal die Altersstruktur der Justiz im Osten an. Da werden bis 2030 je nach Bundesland bis zu 50% aller Richter und Staatsanwälte pensioniert.
ja ja die armen boomer hatten es super schwer in der steinzeit. die jungen leute sollen sich mal zusammenreißen.
ironischerweise wird der fortschreitende austritt der boomer aus dem arbeitsmarkt die chancen der heutigen berufsanfänger gerade NICHT erhöhen. die stellen der boomer werden doch nicht 1:1 nachbesetzt. weder in der justiz, den behörden oder der freien wirtschaft wird auf 1 glücklichen boomer 1 neuer kollege kommen.
Und gleichzeitig dürfen diese jungen Leute nun mit immer höheren Abgaben dafür sorgen, dass das garantierte Rentenniveau der Boomer finanziert wird, während sich auch gleichzeitig der Staat immer weiter aufbläht.
Wenn ich mir anschaue was netto von meinem Brutto übrig bleibt...
Das Steuergeld will halt am Ende doch auch irgendwo herkommen, die von der Boomergeneration verursachten Gesundheits- und Pflegekosten wollen bezahlt werden und auch das Mitte/Ende letzten Jahres nochmal gönnerhafte garantierte Rentenniveau will halt finanziert werden.
Generationengerechtigkeit ist keine Einbahnstraße.
Und wenn man dann bedenkt, dass die einzig wirklich wachsenden Bereiche derzeit der Staat, Gesundheit und Pflege sind und in der freien Wirtschaft gleichzeitig immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen, also auf immer höhere Staats-, Gesundheits- und Pflegeausgaben immer weniger externe Beitragszahler kommen, dann braucht man nur 1+1 zusammenzählen, was das in den nächsten Jahren für Steuern und Abgaben bedeuten wird.
Ist doch kein Wunder, dass Teilzeit und Work-life-balance boomen - (Mehr) Arbeit lohnt sich einfach nicht mehr.
[...] Es geht nicht darum, die heutigen Sorgen kleinzureden, sondern sie einzuordnen in die Erfahrungen aus anderen Zeiten und auf dieser Grundlage Mut zu machen, dass nicht jedes Unglück auch rückblickend nur ein Unglück ist.
dann hätte ich anstelle der boomer, die es so einfach wie keine andere generation jemals hatten, einfach die weltkriegsgeneration genommen. dann hätte man schreiben können: kopf hoch leute, immerhin kein weltkrieg. das wird schon
Ich finde, man muss den Blick auch mal ein bisschen weiten. Auch im Jahrhundert vor Errichtung des römischen Kaiserreichs waren die Berufsaussichten teils ungünstig für Juristen. Cicero wurde wegen seiner Anwaltstätigkeit ermordet und danach noch unschön behandelt. Aber gut. Halten wir uns eben zurück.









