20.06.2026, 10:56
(19.06.2026, 19:56)Egal_ schrieb:(18.06.2026, 18:09)Ref0815 schrieb:(14.05.2026, 05:09)Hollah schrieb: [quote pid="255638" dateline="1778487340"]
Wenn TE die Wahl zwischen VW und GRV hat, ist die Entscheidung strukturell ähnlich wie die zwischen ETF und Sparbuch: Für das höhere Risiko werden Anleger in aller historischer Regel belohnt. Wer das Risiko nicht eingehen will, bekommt am Ende meist deutlich weniger raus. Eine Gleichung übrigens, die sich auf viele Lebensbereiche übertragen lässt.
Der Unterschied ist eher der zwischen Einzelaktie und breit gestreuten Aktien-ETF (zB MSCI World). Natürlich ist kapitalgedeckt grundsätzlich überlegener. Aber durch das Versorgungswerk hast du schon ein gewisses Klumpenrisiko, wie in der Tat die Berliner Zahnärzte schon sehen mussten. Mir wäre es lieber, wenn man das VW abschafft und privat vorsorgen lässt.
Die Abschaffung wäre tatsächlich schon lange überfällig. Genauso wie die Pensionen bei Beamten etc. Das ganze ist doch einfach nur noch historisch bedingt und sonst nicht mehr rechtfertigbar.
Genau das verstehe ich an dieser Diskussion immer nicht: warum abschaffen und alle in ein schlechtes System einzahlen lassen? Die Lösung müsste doch genau anders herum aussehen. Umstellung des Rentensystems auf eine kapitalgedeckte Vorsorge. Nicht nur zum kleinen Teil, sondern deutlich mehr.
[/quote]
Eben. Wenn alle ins schlechte System kommen, haben wir doch dieselben Probleme in 15 Jahren wieder, nur noch heftiger
20.06.2026, 11:22
(20.06.2026, 10:56)Äfes schrieb:(19.06.2026, 19:56)Egal_ schrieb:(18.06.2026, 18:09)Ref0815 schrieb:(14.05.2026, 05:09)Hollah schrieb: [quote pid="255638" dateline="1778487340"]
Wenn TE die Wahl zwischen VW und GRV hat, ist die Entscheidung strukturell ähnlich wie die zwischen ETF und Sparbuch: Für das höhere Risiko werden Anleger in aller historischer Regel belohnt. Wer das Risiko nicht eingehen will, bekommt am Ende meist deutlich weniger raus. Eine Gleichung übrigens, die sich auf viele Lebensbereiche übertragen lässt.
Der Unterschied ist eher der zwischen Einzelaktie und breit gestreuten Aktien-ETF (zB MSCI World). Natürlich ist kapitalgedeckt grundsätzlich überlegener. Aber durch das Versorgungswerk hast du schon ein gewisses Klumpenrisiko, wie in der Tat die Berliner Zahnärzte schon sehen mussten. Mir wäre es lieber, wenn man das VW abschafft und privat vorsorgen lässt.
Die Abschaffung wäre tatsächlich schon lange überfällig. Genauso wie die Pensionen bei Beamten etc. Das ganze ist doch einfach nur noch historisch bedingt und sonst nicht mehr rechtfertigbar.
Genau das verstehe ich an dieser Diskussion immer nicht: warum abschaffen und alle in ein schlechtes System einzahlen lassen? Die Lösung müsste doch genau anders herum aussehen. Umstellung des Rentensystems auf eine kapitalgedeckte Vorsorge. Nicht nur zum kleinen Teil, sondern deutlich mehr.
Eben. Wenn alle ins schlechte System kommen, haben wir doch dieselben Probleme in 15 Jahren wieder, nur noch heftiger
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Schlecht oder nicht, es wäre in jedem Fall sinnvoll, wenn alle in ein Gesamtsystem einzahlen würden und es nicht 10 verschiedene Systeme gäbe die allesamt nur zu Ungerechtigkeiten führen.
20.06.2026, 11:33
„Gerechtigkeit“ ist auch immer ein Totschlagargument. Was ist schon gerecht? Reine Definitionssache, für den einen ist gerecht dass alle exakt gleich viel kriegen, egal ob gearbeitet oder nicht, für den andere ist es gerecht dass die die gar nichts arbeiten auch gar nichts kriegen. Und ob das dann Rente, Bürgergeld oder Grundsicherung heißt, ändert am Inhalt auch nichts. Alleine Frage der politischen Einstellung. Im übrigen würde ich bei der heutigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung die Berufsauswahl nicht nach Renten- oder Pensionsansprüchen treffen, das kann und muss sich irgendwann ändern, denn das derzeitige System ist nicht haltbar.
20.06.2026, 16:46
Ob es sich um eine Gerechtigkeits- oder um eine Neiddebatte handelt, erkennt man daran, ob sich am Ende der status quo der sich Beschwerenden ändert. Kein Arbeitnehmer wird am Ende mehr Rente bekommen, sollte es tatsächlich durchführbar sein die Beamten in das normale Rentensystem zu integrieren. Das Rentenniveau bleibt identisch.
20.06.2026, 17:48
Klar, aber sparen würde es dem Staat (bei korrekter Umsetzung) schon was, Rente anstatt Pension. Wenn dann wäre das aber nur sinnvoll für neue Beamte durchführbar, um die Pension den bestehenden abzunehmen wären viele Rechtsänderungen erforderlich.
20.06.2026, 18:25
(20.06.2026, 17:48)Sesselpupser schrieb: Klar, aber sparen würde es dem Staat (bei korrekter Umsetzung) schon was, Rente anstatt Pension. Wenn dann wäre das aber nur sinnvoll für neue Beamte durchführbar, um die Pension den bestehenden abzunehmen wären viele Rechtsänderungen erforderlich.
Wenn man das Alimentationsprinzip ernst nimmt, müsste der Dienstherr erheblich die Bezüge erhöhen, damit die Beamten auf dasselbe Nettogehalt kommen (= Kosten). Dazu muss er den allgemeinen Arbeitgeberanteil auch noch bezahlen (=Kosten). Am Ende müssen bereits pensionierte Beamte weiterhin alimentiert werden und gleichzeitig muss für Neubeamten der Arbeitgeberanteil gezahlt werden (= Doppelbelastung). Und Und Und... Diese Gedankengänge rund um die Rente sind von vorne bis hinten nicht durchgedacht.
20.06.2026, 21:26
(20.06.2026, 11:22)Ref0815 schrieb:(20.06.2026, 10:56)Äfes schrieb:(19.06.2026, 19:56)Egal_ schrieb:(18.06.2026, 18:09)Ref0815 schrieb:(14.05.2026, 05:09)Hollah schrieb: [quote pid="255638" dateline="1778487340"]
Wenn TE die Wahl zwischen VW und GRV hat, ist die Entscheidung strukturell ähnlich wie die zwischen ETF und Sparbuch: Für das höhere Risiko werden Anleger in aller historischer Regel belohnt. Wer das Risiko nicht eingehen will, bekommt am Ende meist deutlich weniger raus. Eine Gleichung übrigens, die sich auf viele Lebensbereiche übertragen lässt.
Der Unterschied ist eher der zwischen Einzelaktie und breit gestreuten Aktien-ETF (zB MSCI World). Natürlich ist kapitalgedeckt grundsätzlich überlegener. Aber durch das Versorgungswerk hast du schon ein gewisses Klumpenrisiko, wie in der Tat die Berliner Zahnärzte schon sehen mussten. Mir wäre es lieber, wenn man das VW abschafft und privat vorsorgen lässt.
Die Abschaffung wäre tatsächlich schon lange überfällig. Genauso wie die Pensionen bei Beamten etc. Das ganze ist doch einfach nur noch historisch bedingt und sonst nicht mehr rechtfertigbar.
Genau das verstehe ich an dieser Diskussion immer nicht: warum abschaffen und alle in ein schlechtes System einzahlen lassen? Die Lösung müsste doch genau anders herum aussehen. Umstellung des Rentensystems auf eine kapitalgedeckte Vorsorge. Nicht nur zum kleinen Teil, sondern deutlich mehr.
Eben. Wenn alle ins schlechte System kommen, haben wir doch dieselben Probleme in 15 Jahren wieder, nur noch heftiger
Schlecht oder nicht, es wäre in jedem Fall sinnvoll, wenn alle in ein Gesamtsystem einzahlen würden und es nicht 10 verschiedene Systeme gäbe die allesamt nur zu Ungerechtigkeiten führen.
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Inwiefern wäre das sinnvoll? Also was wäre daran besser, wenn unabhängig davon, welches System es ist, alle im selben wären?
21.06.2026, 08:35
(20.06.2026, 18:25)Srcub schrieb:Dass Pensionen mehr kosten als Rente ist kein Geheimnis. Man müsste es halt zeitlich gestreckt umstellen. Die Doppelbelastung sehe ich auch nicht, für die alten Beamten wird weiter die Pension und Beihilfe gezahlt, die neuen kriegen halt höhere Bezüge. Bzw kommen halt gleich in den TVöD. In anderen Ländern gibt es dieses Beamtensystem nicht in der Form, und es ist auch kein Naturgesetz. Insofern keine schlechte Idee es zu ändern, nur halt nicht dort wo alte Rechte und Anwartschaften bestehen.(20.06.2026, 17:48)Sesselpupser schrieb: Klar, aber sparen würde es dem Staat (bei korrekter Umsetzung) schon was, Rente anstatt Pension. Wenn dann wäre das aber nur sinnvoll für neue Beamte durchführbar, um die Pension den bestehenden abzunehmen wären viele Rechtsänderungen erforderlich.
Wenn man das Alimentationsprinzip ernst nimmt, müsste der Dienstherr erheblich die Bezüge erhöhen, damit die Beamten auf dasselbe Nettogehalt kommen (= Kosten). Dazu muss er den allgemeinen Arbeitgeberanteil auch noch bezahlen (=Kosten). Am Ende müssen bereits pensionierte Beamte weiterhin alimentiert werden und gleichzeitig muss für Neubeamten der Arbeitgeberanteil gezahlt werden (= Doppelbelastung). Und Und Und... Diese Gedankengänge rund um die Rente sind von vorne bis hinten nicht durchgedacht.
21.06.2026, 10:22
(21.06.2026, 08:35)Sesselpupser schrieb:(20.06.2026, 18:25)Srcub schrieb:Dass Pensionen mehr kosten als Rente ist kein Geheimnis. Man müsste es halt zeitlich gestreckt umstellen. Die Doppelbelastung sehe ich auch nicht, für die alten Beamten wird weiter die Pension und Beihilfe gezahlt, die neuen kriegen halt höhere Bezüge. Bzw kommen halt gleich in den TVöD. In anderen Ländern gibt es dieses Beamtensystem nicht in der Form, und es ist auch kein Naturgesetz. Insofern keine schlechte Idee es zu ändern, nur halt nicht dort wo alte Rechte und Anwartschaften bestehen.(20.06.2026, 17:48)Sesselpupser schrieb: Klar, aber sparen würde es dem Staat (bei korrekter Umsetzung) schon was, Rente anstatt Pension. Wenn dann wäre das aber nur sinnvoll für neue Beamte durchführbar, um die Pension den bestehenden abzunehmen wären viele Rechtsänderungen erforderlich.
Wenn man das Alimentationsprinzip ernst nimmt, müsste der Dienstherr erheblich die Bezüge erhöhen, damit die Beamten auf dasselbe Nettogehalt kommen (= Kosten). Dazu muss er den allgemeinen Arbeitgeberanteil auch noch bezahlen (=Kosten). Am Ende müssen bereits pensionierte Beamte weiterhin alimentiert werden und gleichzeitig muss für Neubeamten der Arbeitgeberanteil gezahlt werden (= Doppelbelastung). Und Und Und... Diese Gedankengänge rund um die Rente sind von vorne bis hinten nicht durchgedacht.
Dann findet man niemanden mehr, der Staatsanwalt werden möchte.
Ich wüsste hier mal gerne, über welches Bruttogehalt man dann sprechen wird. Dazu müsste dann ja eigentlich auch noch eine sehr gute betriebliche Altersvorsorge. Ansonsten muss.man das Alimentationsprinzip halt aufgeben.
Die spannende Seite einer möglichen Reform ist, dass man dann auch als älterer Beamter noch das Beamtentum Richtung freie Wirtschaft verlassen kann - und umgekehrt natürlich...
21.06.2026, 10:32
(21.06.2026, 10:22)Homer S. schrieb:(21.06.2026, 08:35)Sesselpupser schrieb:(20.06.2026, 18:25)Srcub schrieb:Dass Pensionen mehr kosten als Rente ist kein Geheimnis. Man müsste es halt zeitlich gestreckt umstellen. Die Doppelbelastung sehe ich auch nicht, für die alten Beamten wird weiter die Pension und Beihilfe gezahlt, die neuen kriegen halt höhere Bezüge. Bzw kommen halt gleich in den TVöD. In anderen Ländern gibt es dieses Beamtensystem nicht in der Form, und es ist auch kein Naturgesetz. Insofern keine schlechte Idee es zu ändern, nur halt nicht dort wo alte Rechte und Anwartschaften bestehen.(20.06.2026, 17:48)Sesselpupser schrieb: Klar, aber sparen würde es dem Staat (bei korrekter Umsetzung) schon was, Rente anstatt Pension. Wenn dann wäre das aber nur sinnvoll für neue Beamte durchführbar, um die Pension den bestehenden abzunehmen wären viele Rechtsänderungen erforderlich.
Wenn man das Alimentationsprinzip ernst nimmt, müsste der Dienstherr erheblich die Bezüge erhöhen, damit die Beamten auf dasselbe Nettogehalt kommen (= Kosten). Dazu muss er den allgemeinen Arbeitgeberanteil auch noch bezahlen (=Kosten). Am Ende müssen bereits pensionierte Beamte weiterhin alimentiert werden und gleichzeitig muss für Neubeamten der Arbeitgeberanteil gezahlt werden (= Doppelbelastung). Und Und Und... Diese Gedankengänge rund um die Rente sind von vorne bis hinten nicht durchgedacht.
Dann findet man niemanden mehr, der Staatsanwalt werden möchte.
Ich wüsste hier mal gerne, über welches Bruttogehalt man dann sprechen wird. Dazu müsste dann ja eigentlich auch noch eine sehr gute betriebliche Altersvorsorge. Ansonsten muss.man das Alimentationsprinzip halt aufgeben.
Die spannende Seite einer möglichen Reform ist, dass man dann auch als älterer Beamter noch das Beamtentum Richtung freie Wirtschaft verlassen kann - und umgekehrt natürlich...
Doch: Diejenigen hier im Forum, die heute schon der Meinung sind, dass die Besoldung viel zu hoch ist. Die werden dann ganz bestimmt alle Staatsanwälte.









