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Bürokratieabbau - Ideen
Äfes
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#41
30.04.2026, 22:43
(30.04.2026, 22:10)advocatus diaboli schrieb:  Die Ummeldung müsste - sofern ich mich nicht irre - per online Ausweisfunktion möglich sein. Bei meinem letzten Umzug vor etwas über einem Jahr habe ich mich m.E. nicht im Amt umgemeldet. Per Post habe ich damals einen Sticker bekommen, den ich auf den Ausweis für die neue Adresse kleben konnte.

Gut zu wissen. Dir den Sticker zu schicken ist aber immer noch Bürokratie, die man mMn streichen könnte, indem man die Adresse einfach weglässt. Und beim Fahrzeugschein wird's so wohl nicht funktionieren.
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advocatus diaboli
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#42
30.04.2026, 23:48
Den Fahrzeugschein kann man online auch ummelden bzw. vollkommen neu beantragen. Dafür war ich auch nicht beim Amt.
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Praktiker
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#43
01.05.2026, 08:31
(30.04.2026, 23:48)advocatus diaboli schrieb:  Den Fahrzeugschein kann man online auch ummelden bzw. vollkommen neu beantragen. Dafür war ich auch nicht beim Amt.

Übrigens auch ohne Ausweisfunktion: Unser Landratsamt sammelt die Daten auf Wunsch online ein, man bucht einen Terminslot und ist ohne Wartezeit keine 5 min vor Ort. Das zeigt auch, wie viele Möglichkeiten die Kommunen haben, so etwas unbürokratisch auszugestalten: in anderen Kommunen kostet so etwas einen halben Tag Zeit. Statt es dort auch so auszugestalten, schreien sie nach dem Gesetzgeber. Große Teile unserer Verwaltung haben es leider verlernt, Spielräume sinnvoll auszunutzen und selbst zu gestalten.
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Äfes
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#44
01.05.2026, 09:44
Wundert mich nicht, wenn es mit dem Bürokratieabbau nicht vorangeht... Es bringt doch der Behörde auch nichts, wenn die Wartezeiten kurz sind oder sie den Fahrzeugschein nur per Post schicken müssen, es muss ja trotzdem gemacht werden und ist vollkommen unnötig.
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Freidenkender
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#45
02.05.2026, 00:42
Das Problem ist der niedrige Digitalisierungsgrad. Wenn jede Behörde alleine einkauft, hat man einen Fleckenteppich, der sich dafür kaum eignet. Ich bin immer wieder verwundert wenn Kollegen über die vorhandene Hard- und Software in der Verwaltung berichten
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Äfes
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#46
02.05.2026, 09:35
(02.05.2026, 00:42)Freidenkender schrieb:  Das Problem ist der niedrige Digitalisierungsgrad. Wenn jede Behörde alleine einkauft, hat man einen Fleckenteppich, der sich dafür kaum eignet. Ich bin immer wieder verwundert wenn Kollegen über die vorhandene Hard- und Software in der Verwaltung berichten

Richtig. Die Uneinheitlichkeit ist auch ein Problem. Vor kurzem mussten wir mehrere EMA einholen. In BW geht das digital im Service-Portal, wenn auch unnötig aufwendig. Für die Gegner in Hessen mussten wir es per Post machen. Dort geht das nur bei manchen Gemeinden/Städten digital. Vorab per Mail wollten sie auf Nachfrage auch nicht und haben gleich darauf hingewiesen, dass es eine Weile dauern wird, weil alle mit der Auszählung nach der Landtagswahl beschäftigt sind...
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Sesselpupser
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#47
02.05.2026, 13:33
(02.05.2026, 00:42)Freidenkender schrieb:  Das Problem ist der niedrige Digitalisierungsgrad. Wenn jede Behörde alleine einkauft, hat man einen Fleckenteppich, der sich dafür kaum eignet. Ich bin immer wieder verwundert wenn Kollegen über die vorhandene Hard- und Software in der Verwaltung berichten

Fehlende Digitalisierung (schönes Buzzword was man aus den Nachrichten kennt) ist keineswegs die Hauptursache für die Überregulierung, sondern nur eine mögliche Art der Verwaltung damit umzugehen. Sicherlich, digital angelegte Akten lassen sich per Suchfunktion scannen und man kommt ggf schneller zum Treffer, KI kann nette einfache Texte für Meetings schreiben etc. Das Hauptproblem ist aber inhaltlich, zu viele und zu zeit-, aufwand- und kostenintensive Regelungen, von denen viele völlig überflüssig sind, und Sachverhalte die eigentlich gar keiner Regtlierung bedürfen. Dazu noch die allgemein leistungsfeindliche Atmosphäre an vielen Behörden, die es in der freien Wirtschaft, wo Effektivität hinreichende Bedingung zum Überleben ist, nie gäbe. Digitalisierung ist ein Wahlkampfbegriff aus Zeiten, in denen Bürokratieabbau generell nur eine Floskel war, was sich wenn überhaupt erst jetzt ganz langsam ändern mag..
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.05.2026, 13:36 von Sesselpupser.)
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Homer S.
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Registriert seit: Apr 2023
#48
02.05.2026, 16:15
(02.05.2026, 13:33)Sesselpupser schrieb:  
(02.05.2026, 00:42)Freidenkender schrieb:  Das Problem ist der niedrige Digitalisierungsgrad. Wenn jede Behörde alleine einkauft, hat man einen Fleckenteppich, der sich dafür kaum eignet. Ich bin immer wieder verwundert wenn Kollegen über die vorhandene Hard- und Software in der Verwaltung berichten

Fehlende Digitalisierung (schönes Buzzword was man aus den Nachrichten kennt) ist keineswegs die Hauptursache für die Überregulierung, sondern nur eine mögliche Art der Verwaltung damit umzugehen. Sicherlich, digital angelegte Akten lassen sich per Suchfunktion scannen und man kommt ggf schneller zum Treffer, KI kann nette einfache Texte für Meetings schreiben etc. Das Hauptproblem ist aber inhaltlich, zu viele und zu zeit-, aufwand- und kostenintensive Regelungen, von denen viele völlig überflüssig sind, und Sachverhalte die eigentlich gar keiner Regtlierung bedürfen. Dazu noch die allgemein leistungsfeindliche Atmosphäre an vielen Behörden, die es in der freien Wirtschaft, wo Effektivität hinreichende Bedingung zum Überleben ist, nie gäbe. Digitalisierung ist ein Wahlkampfbegriff aus Zeiten, in denen Bürokratieabbau generell nur eine Floskel war, was sich wenn überhaupt erst jetzt ganz langsam ändern mag..

Das ist nach meiner Erfahrung Unsinn. Großkonzerne sind in vielen Stellen einer Behörde sehr ähnlich.
Deine Aussage stimmt natürlich, wenn ich einen Mitarbeiter im Bürgerservice der Gemeinde X mit einem GK Anwalt vergleiche - aber das ist wohl kaum tragfähig. 

Ansonsten entsteht Bürokratie auch oft durch Lobbyarbeit. 
Beispiel: Das Umsatzsteuergesetz trat 1980 mit 28 Paragraphen in Kraft. Dieses Jahr wurde nur der 86te Paragraph eingefügt. Jeder bekommt seine Ausnahme, von Landwirten bis Antiquitätenhändler. Ist also auch eine Mentalitätsfrage. Einzelfallgerchtigkeit erfordert halt unglaublich viele Regelungen (die am Ende keiner mehr durchschaut)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.05.2026, 16:16 von Homer S..)
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Kans Helsen
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Registriert seit: Jan 2022
#49
06.05.2026, 15:05
Ich möchte hier eine weitere These in den Raum werfen: Die Menge an Vorschriften und Gesetzen ist nicht per se das Problem. Die Qualität der Verwaltungsleistung ist das Problem.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/warum-...e154a70443

Ich (Beamter einer Großstadt) habe verstärkt den Eindruck, dass es dem deutschen öffentlichen Dienst nicht selten auch einfach an Qualität fehlt. Auf der Arbeitsebene ist das fatal. Denn dort werden die Ergebnisse produziert, die die Bürger und Unternehmen unmittelbar in Bescheidform ins Haus geschickt bekommen. Ich habe den Eindruck, dass die Leute vielfach die Vorschriften und Gesetze nicht verstehen, die sie eigentlich anwenden sollen. Und dann behilft man sich eben damit, dass man sich für unzuständig erklärt, Aufgaben wegschiebt, ewig braucht oder kaum zu verstehende Bescheide fabriziert.

Meines Erachtens wäre schon viel verbessert, wenn wir die Kolleginnen und Kollegen befähigen würden, ihren Job gut zu machen.
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Pontifex Maximus
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Registriert seit: Oct 2023
#50
06.05.2026, 16:31
Das mag im Einzelfall auch mit der persönlichen Qualität einzelner Mitarbeiter zu tun haben. Meiner Erfahrung nach ist das größere Probleme aber eher eine Überlastung der Verwaltung mit zu vielen Aufgaben (Stichwort "Nanny-Staat") sowie eine gleichzeitig kaum ausgeprägte Fehlerkultur. Beides führt dazu, dass gerade auf Sachbearbeiter- und unterer Leitungsebene kaum Entscheidungen bzw. Entscheidungen mit Weitblick getroffen werden.
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