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Aktueller Arbeitsmarkt
Negatives Tatbestandsmerkmal
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Beiträge: 71
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Registriert seit: Aug 2024
#291
22.04.2026, 09:54
Gefühlt will derzeit eben jeder in den ÖD. Ist ja auch kein Wunder bei der wirtschaftlichen Lage einerseits, aber insbesondere auch den Konditionen im Falle einer Verbeamtung.

Der Staat wird immer weiter aufgebläht.
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Spencer
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Beiträge: 410
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Registriert seit: May 2023
#292
22.04.2026, 11:19
(22.04.2026, 09:54)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb:  Gefühlt will derzeit eben jeder in den ÖD. Ist ja auch kein Wunder bei der wirtschaftlichen Lage einerseits, aber insbesondere auch den Konditionen im Falle einer Verbeamtung.

Der Staat wird immer weiter aufgebläht.
Das stimmt nur für die Vergangenheit. Von 2025-2028 werden beim Bund 8% Personal eingespart. Das ist bei ständig wachsenden Aufgaben keine Kleinigkeit. In unserer Behörde zB wird trotz erheblicher Altersabgänge die nächsten Jahre praktisch keiner mehr eingestellt.

Und die aktuelle Besoldungsreform beim Bund geht auf Vorgaben des BVerfG aus 2025 zurück. Der Bund hatte übrigens als einziger Dienstherr noch keine Umsetzung der vorangegangenen Beschlüsse aus 2020 (!) hinbekommen. Das wird jetzt lediglich nachgeholt, mit freundlicher Begleitung der BILD-Zeitung.

Im Übrigen wurde ich von Referendaren und ehemaligen Kollegen aus dem Ref noch vor wenigen Jahren regelrecht ausgelacht für meine Entscheidung, in den öD zu gehen. Das ist jetzt weniger geworden, kommt aber beim nächsten Aufschwung garantiert wieder ;-)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.04.2026, 11:37 von Spencer.)
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Negatives Tatbestandsmerkmal
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Beiträge: 71
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Registriert seit: Aug 2024
#293
22.04.2026, 11:38
Es sollen 8% eingespart werden.

In der letzten Legislaturperiode sollten ja auch jedes Jahr 400.000 neue Wohnungen geschafft werden...

Politik eben.

Was in dieser ganzen Debatte, auch vom BVerfG immer ausgeblendet wird ist, dass ein Beamtenbrutto eben nicht gleichzusetzen ist mit einem Brutto eines normalen Arbeitnehmers. Allein der Abzug der Rentenversicherung führt zu einem deutlich höheren netto. Hinzu kommen noch über die bloße Besoldungstabelle hinausgehende Zulagen, die ein einfacher Arbeitnehmer eben nicht bekommt.

Gerade eben geht der Bericht der OECD rum, dass ein Single in Deutschland bereits rund jeden 2. EUR an Abgaben und Steuern abdrückt. Da ist ein Job mit Verbeamtung beil Staat, der zwar auch stressig sein mag (es oft genug aber auch nicht ist) bei gleichzeitiger Quasi-Unkündbarkeit und vor allem mit der verbundenen Sicherheit, dass das Gehalt, Entschuldigung der Sold, wirklich jeden Monat pünktlich kommt ohne betriebswirtschaftliches Risiko, dass dieses Einkommen auch erst mal erwirtschaftet werden muss, doch eben super sexy.

Na klar, im Vergleich zur Großkanzlei kann der Staat nicht mithalten. Aber das was du dort heraus hast netto und mit am Ende abhängig von der Dienstzeit äußerst üppiger Pension, das musst du am Ende erst einmal in der freien Wirtschaft raushaben. Und nein, ich konnte Leute auch schon vor Jahren nachvollziehen diesen Deal anzunehmen. Und noch mehr in der heutigen Zeit, in der der Staatsdeal mit zum besten wird, den es da draußen zu bekommen gibt. In einer Zeit, in der die Abgabenlast immer weiter und weiter und weiter steigt und unsereins in der freien Wirtschaft eben nicht nur das Berufsrisiko mitträgt, sondern den Laden letztlich mit seinen horrenden Abgaben auch am Laufen hält.

Wir leben in einer Zeit, in der die attraktivsten Jobs beim Staat sind und dr Bürger immer weniger Geld von seinem Brutto übrig hat, weil Steuern und Sozialabgaben immer mehr und mehr davon auffressen. Arbeit lohnt sich eben immer weniger. 

Und wenn dann noch so wunderbare bis vor die Wand gedachte Maßnahmen wie diese 1.000 EUR steuerfrei Prämie kommen. Die Unternehmer haben aufgrund der wirtschaftlichen Situation Probleme und sollen dann jetzt nochmal 1.000 EUR extra abdrücken? Selbständige gehen sowieso wie immer leer aus. Aber bei den Beamten, da soll laut Beamtenbund der Staat doch als Arbeitgeber bitte mit gutem Vorbild voran gehen und die 1.000 EUR zeitnah auszahlen. Was sind das für Botschaften die da gesendet werden?

Its the economy, stupid. Letztlich braucht sich niemand über das Dahinschwinden der politischen Mitte wundern.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.04.2026, 11:45 von Negatives Tatbestandsmerkmal.)
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Spencer
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Beiträge: 410
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Registriert seit: May 2023
#294
22.04.2026, 11:48
Niemand wird in den öD hineingeboren. Bis vor Kurzem stand den meisten Absolventen dieser Weg offen. Viele, die jetzt auf den Staat schimpfen, haben sich noch vor Kurzem bewusst gegen ihn entschieden. Und trotz der von dir als quasi-paradiesisch beschriebenen Zustände im öD konnten sich insbesondere nur wenige Top-Absolventen dafür erwärmen. Auf Referenten-Posten in Bundesministerien haben sich zeitweise nur Leute mit b/a in beiden Examina beworben.

Manchmal kommt mir das Geschimpfe auf den Staat vor wie das Wettrennen zwischen Hase und Schildkröte. Am Ende japste der Hase hinterher…
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.04.2026, 11:54 von Spencer.)
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Patenter Gast
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Beiträge: 751
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Registriert seit: Oct 2022
#295
22.04.2026, 11:55
(22.04.2026, 11:38)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb:  Wir leben in einer Zeit, in der die attraktivsten Jobs beim Staat sind 

Nein, sind sie nicht. Wird hier zwar ständig wiederholt aber die attraktivsten Jobs sind woanders. Der öD ist ein attraktiver Arbeitgeber aber für den Superlativ fehlen dann doch ein paar Dinge.  Wink
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Negatives Tatbestandsmerkmal
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Registriert seit: Aug 2024
#296
22.04.2026, 12:00
Das sind Plattitüden. Jeder der etwas rechnen konnte wusste, dass der Staatsdeal kein schlechter ist.

Absolute Jobssicherheit
Quasi-Unkündbarkeit
Keinerlei wirtschaftliches Risiko
Geregelte Jobzeiten
Bestmögliche Vereinbarkeit mit der Familienplanung
Zulagen bis zum geht nicht mehr
Geringere Abgaben als normale Arbeitnehmer
Eine Pension, die Normalsterblicher ohne private Altersvorsorge niemals rausbekommen wird.
In der Regel feste Arbeitszeiten und Wochenstunden
Hinzu kommen sichere Gehaltserhöhungen durch bloßen Zeitablauf und weitere, unregelmäßige Gehaltserhöhungen durch inhaltliche Anpassungen der Besoldungstabellen an die Ergebnisse der Tarifverhandlungen im ÖD.
Und natürlich auch mal leichter, mal schwieriger zu erreichende Beförderungsstufen.

Wer das schon vor Jahren verschmäht hat, ist entweder dumm oder hat diesen Deal nicht wirklich verstanden.

Klar hat man weniger raus als in ner Großkanzlei (aber eben auch deutlich angenehmere Arbeitszeiten) und natürlich kann man auch in der Ebene darunter mittel- bis eher langfristig mehr verdienen. Das ist aber eben kein Muss und den Netto-Einstieg in ner A13 zum Beispiel, den muss man da draußen erstmal haben.

Gegenüber Leuten da draußen, die berufliches Risiko tragen und noch dazu durch ihre Steuerlast den ganzen Laden am Laufen halten, ist das was da gerade passiert ein Schlag ins Gesicht.

Das kann man als Betroffener anders sehen und gerecht finde , verschließt dann aber in seinem Elfenbeinturm die Augen vor dem, wie es "da unten" in der Bevölkerung wahrgenommen wird. In einer Zeit, in der wir uns alle darauf einstellen müssen/sollen, den Gürtel enger zu schnallen und an den Tankstellen die ersten Vorboten der kommenden Inflationen bereits jetzt zu spüren bekommen, gehen erstmal saftig die Alimentierungen der Staatsdiener nach oben.

Kann man gut finden. Dann sollte man sich aber nicht wundern, wenn die gesellschaftliche Mitte zunehmend entfremdet wird und erodiert.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.04.2026, 12:09 von Negatives Tatbestandsmerkmal.)
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Inhouse Elster
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Registriert seit: Apr 2026
#297
22.04.2026, 12:15
(22.04.2026, 11:55)Patenter Gast schrieb:  
(22.04.2026, 11:38)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb:  Wir leben in einer Zeit, in der die attraktivsten Jobs beim Staat sind 

Nein, sind sie nicht. Wird hier zwar ständig wiederholt aber die attraktivsten Jobs sind woanders. Der öD ist ein attraktiver Arbeitgeber aber für den Superlativ fehlen dann doch ein paar Dinge.  Wink
+1
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Spencer
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Beiträge: 410
Themen: 0
Registriert seit: May 2023
#298
22.04.2026, 12:53
Zitat:In einer Zeit, in der wir uns alle darauf einstellen müssen/sollen, den Gürtel enger zu schnallen und an den Tankstellen die ersten Vorboten der kommenden Inflationen bereits jetzt zu spüren bekommen, gehen erstmal saftig die Alimentierungen der Staatsdiener nach oben.
… nachdem der Staat seine Beamten viele Jahre verfassungswidrig niedrig alimentiert hatte, und das in Zeiten der Hochkonjunktur. Wie gesagt, die Türen standen lange für die allermeisten offen, aber längst nicht alle wollten reinkommen. Weil dort eben auch nicht das Paradies herrscht, als das es vielen von ausserhalb in der Krise plötzlich erscheint.
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Sesselpupser
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Beiträge: 151
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2024
#299
22.04.2026, 12:59
Als Beamter im höheren Dienst kann ich bestätigen, dass die Alimentierung sicher nicht ungewöhnlich niedrig ist, für das was man vergleichbar mit in der freien Wirtschaft tätigen Juristen zu tun hat. Im Gegenteil. Mit der Einschätzung des TE gehe ich auch konform, dass sich im Deutschland gerade die letzten Jahre etwas ungesund verschoben hat zwischen freier Wirtschaft und Staatsdienst, denn wir sind nun mal völlig finanziert von den Steuern der in der freien Wirtschaft tätigen. In einer Zeit in der die freie Wirtschaft schrumpft und Staatsausgaben und Verschuldung steigen, wäre es Aufgabe der Politik, die Staatsausgaben zu senken und der Staatsdiener sich zurückzunehmen.
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Negatives Tatbestandsmerkmal
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Beiträge: 71
Themen: 1
Registriert seit: Aug 2024
#300
22.04.2026, 13:20
(22.04.2026, 12:53)Spencer schrieb:  
Zitat:In einer Zeit, in der wir uns alle darauf einstellen müssen/sollen, den Gürtel enger zu schnallen und an den Tankstellen die ersten Vorboten der kommenden Inflationen bereits jetzt zu spüren bekommen, gehen erstmal saftig die Alimentierungen der Staatsdiener nach oben.
… nachdem der Staat seine Beamten viele Jahre verfassungswidrig niedrig alimentiert hatte

Wie wäre es, wenn man im Gegenzug auch Beamte in die oder in eine Art gesetzliche Rentenversicherung einzahlen lassen würde? Dann stünde die anstehende Bruttosolderhöhung in einem ganz anderen Licht und es ergäbe sich für den Normalsterblichen da draußen auch eine viel größere Vergleichbarkeit.

Das ist aber irgendwie auch nicht gewollt. Komisch.
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