03.02.2026, 17:46
Hallo zusammen,
Ich warte momentan auf die Ergebnisse des Zweitversuchs und merke, dass mich das Warten psychisch sehr mitnimmt. Ich habe fast jede Nacht Alpträume, wache schweißgebadet auf, bin gereizt, isoliere mich zunehmend. Nach dem Erstversuch ging es mir bei weitem nicht so schlecht und ich war durch die Wahlstation gut abgelenkt. Auch die Vorbereitung auf den Zweitversuch habe ich ganz okay überstanden, weil ich mir immer vor Augen geführt habe, dass ich noch den Gnadenversuch habe. Aber mittlerweile weiß ich nicht einmal, ob ich überhaupt die Kraft für den Drittversuch hätte.
Im Erstversuch bin ich denkbar knapp durchgefallen. Im zweiten Anlauf hatte ich im großen und ganzen das Gefühl, besser klarzukommen, aber in 2 Klausuren habe ich die Nerven verloren und definitiv verhauen (also nichts mit "die Klausuren mit dem schlechtesten Gefühl sind die besten"). Auch in den restlichen Klausuren fehlen entweder Teile (Konkretum in der Anklage, zu prüfende Delikte, Begründung im praktischen Teil) oder ich habe manche Teile falsch gelöst (falscher Tenor zur vorläufigen Vollstreckbarkeit; Anklage trotz fehlendem Strafantrag, was mir in der letzten Minute aufgefallen ist, sodass ich in einem Satz das besondere öffentliche Interesse festgestellt habt, um das Ding zu "retten", usw.). Ich habe sehr dumme Fehler gemacht, die mir in der Vorbereitung nie unterlaufen sind und über die ich mich sehr ärgere. Kann man da überhaupt noch auf ein Bestehen hoffen? Diese Unvorhersehbarkeit macht mich fertig.
Durch diesen Stress habe ich eine Blockade entwickelt, sodass ich mich aktuell nicht in der Lage sehe, Aktenvorträge zu üben - ich weiß ja nicht einmal, ob ich zur mündlichen zugelassen werde.
Jetzt überlege ich, wie es für mich weitergehen soll.
Ich habe an einen Nebenjob gedacht, um meinem Alltag Struktur zu verschaffen, aber
Im Moment fühlt sich alles sehr einsam an. Meine Gedanken sind sehr trist und hoffnungslos, hinzu kommen meine Zukunftsängste - was mache ich, wenn es wieder nicht klappt?
Kennt das jemand von euch in der Intensität? Wie seid ihr mit der Wartezeit umgegangen und hat euch irgendetwas geholfen, mental nicht völlig abzurutschen? Wegen der körperlichen Einschränkung kann ich aktuell nicht einmal Sport treiben.
Vielleicht finden sich hier ja Menschen, denen es ähnlich erging/ergeht. Freue mich über jeden Austausch.
Ich warte momentan auf die Ergebnisse des Zweitversuchs und merke, dass mich das Warten psychisch sehr mitnimmt. Ich habe fast jede Nacht Alpträume, wache schweißgebadet auf, bin gereizt, isoliere mich zunehmend. Nach dem Erstversuch ging es mir bei weitem nicht so schlecht und ich war durch die Wahlstation gut abgelenkt. Auch die Vorbereitung auf den Zweitversuch habe ich ganz okay überstanden, weil ich mir immer vor Augen geführt habe, dass ich noch den Gnadenversuch habe. Aber mittlerweile weiß ich nicht einmal, ob ich überhaupt die Kraft für den Drittversuch hätte.
Im Erstversuch bin ich denkbar knapp durchgefallen. Im zweiten Anlauf hatte ich im großen und ganzen das Gefühl, besser klarzukommen, aber in 2 Klausuren habe ich die Nerven verloren und definitiv verhauen (also nichts mit "die Klausuren mit dem schlechtesten Gefühl sind die besten"). Auch in den restlichen Klausuren fehlen entweder Teile (Konkretum in der Anklage, zu prüfende Delikte, Begründung im praktischen Teil) oder ich habe manche Teile falsch gelöst (falscher Tenor zur vorläufigen Vollstreckbarkeit; Anklage trotz fehlendem Strafantrag, was mir in der letzten Minute aufgefallen ist, sodass ich in einem Satz das besondere öffentliche Interesse festgestellt habt, um das Ding zu "retten", usw.). Ich habe sehr dumme Fehler gemacht, die mir in der Vorbereitung nie unterlaufen sind und über die ich mich sehr ärgere. Kann man da überhaupt noch auf ein Bestehen hoffen? Diese Unvorhersehbarkeit macht mich fertig.
Durch diesen Stress habe ich eine Blockade entwickelt, sodass ich mich aktuell nicht in der Lage sehe, Aktenvorträge zu üben - ich weiß ja nicht einmal, ob ich zur mündlichen zugelassen werde.
Jetzt überlege ich, wie es für mich weitergehen soll.
Ich habe an einen Nebenjob gedacht, um meinem Alltag Struktur zu verschaffen, aber
- wegen eines kleinen Unfalls bin ich momentan körperlich etwas eingeschränkt und bin mehr oder weniger auf Home Office angewiesen,
- wer stellt überhaupt jemanden ein, der durch das 2. Examen gerasselt ist?
Im Moment fühlt sich alles sehr einsam an. Meine Gedanken sind sehr trist und hoffnungslos, hinzu kommen meine Zukunftsängste - was mache ich, wenn es wieder nicht klappt?
Kennt das jemand von euch in der Intensität? Wie seid ihr mit der Wartezeit umgegangen und hat euch irgendetwas geholfen, mental nicht völlig abzurutschen? Wegen der körperlichen Einschränkung kann ich aktuell nicht einmal Sport treiben.
Vielleicht finden sich hier ja Menschen, denen es ähnlich erging/ergeht. Freue mich über jeden Austausch.
03.02.2026, 19:27
(03.02.2026, 17:46)DRefNRW schrieb: Hallo zusammen,
Ich warte momentan auf die Ergebnisse des Zweitversuchs und merke, dass mich das Warten psychisch sehr mitnimmt. Ich habe fast jede Nacht Alpträume, wache schweißgebadet auf, bin gereizt, isoliere mich zunehmend. Nach dem Erstversuch ging es mir bei weitem nicht so schlecht und ich war durch die Wahlstation gut abgelenkt. Auch die Vorbereitung auf den Zweitversuch habe ich ganz okay überstanden, weil ich mir immer vor Augen geführt habe, dass ich noch den Gnadenversuch habe. Aber mittlerweile weiß ich nicht einmal, ob ich überhaupt die Kraft für den Drittversuch hätte.
Im Erstversuch bin ich denkbar knapp durchgefallen. Im zweiten Anlauf hatte ich im großen und ganzen das Gefühl, besser klarzukommen, aber in 2 Klausuren habe ich die Nerven verloren und definitiv verhauen (also nichts mit "die Klausuren mit dem schlechtesten Gefühl sind die besten"). Auch in den restlichen Klausuren fehlen entweder Teile (Konkretum in der Anklage, zu prüfende Delikte, Begründung im praktischen Teil) oder ich habe manche Teile falsch gelöst (falscher Tenor zur vorläufigen Vollstreckbarkeit; Anklage trotz fehlendem Strafantrag, was mir in der letzten Minute aufgefallen ist, sodass ich in einem Satz das besondere öffentliche Interesse festgestellt habt, um das Ding zu "retten", usw.). Ich habe sehr dumme Fehler gemacht, die mir in der Vorbereitung nie unterlaufen sind und über die ich mich sehr ärgere. Kann man da überhaupt noch auf ein Bestehen hoffen? Diese Unvorhersehbarkeit macht mich fertig.
Durch diesen Stress habe ich eine Blockade entwickelt, sodass ich mich aktuell nicht in der Lage sehe, Aktenvorträge zu üben - ich weiß ja nicht einmal, ob ich zur mündlichen zugelassen werde.
Jetzt überlege ich, wie es für mich weitergehen soll.
Ich habe an einen Nebenjob gedacht, um meinem Alltag Struktur zu verschaffen, aber
- wegen eines kleinen Unfalls bin ich momentan körperlich etwas eingeschränkt und bin mehr oder weniger auf Home Office angewiesen,
- wer stellt überhaupt jemanden ein, der durch das 2. Examen gerasselt ist?
Im Moment fühlt sich alles sehr einsam an. Meine Gedanken sind sehr trist und hoffnungslos, hinzu kommen meine Zukunftsängste - was mache ich, wenn es wieder nicht klappt?
Kennt das jemand von euch in der Intensität? Wie seid ihr mit der Wartezeit umgegangen und hat euch irgendetwas geholfen, mental nicht völlig abzurutschen? Wegen der körperlichen Einschränkung kann ich aktuell nicht einmal Sport treiben.
Vielleicht finden sich hier ja Menschen, denen es ähnlich erging/ergeht. Freue mich über jeden Austausch.
Das tut mir sehr leid. Aber mal ne Frage: Was für ein Drittversuch? Und zu deinem Geschriebenen. Wenn es nicht klappt, bist eu immer noch Diplom Jurist und da ich zuerst sehr viele Stellenanzeigen lese, kann ich dir sagen, es gibt auch viele Stellen in denen ein Staatsexamen absolut ausreichend ist. Ich drücke dir aber die Daumen, dass du es schafft
03.02.2026, 19:29
(03.02.2026, 19:27)JurisRef schrieb:(03.02.2026, 17:46)DRefNRW schrieb: Hallo zusammen,
Ich warte momentan auf die Ergebnisse des Zweitversuchs und merke, dass mich das Warten psychisch sehr mitnimmt. Ich habe fast jede Nacht Alpträume, wache schweißgebadet auf, bin gereizt, isoliere mich zunehmend. Nach dem Erstversuch ging es mir bei weitem nicht so schlecht und ich war durch die Wahlstation gut abgelenkt. Auch die Vorbereitung auf den Zweitversuch habe ich ganz okay überstanden, weil ich mir immer vor Augen geführt habe, dass ich noch den Gnadenversuch habe. Aber mittlerweile weiß ich nicht einmal, ob ich überhaupt die Kraft für den Drittversuch hätte.
Im Erstversuch bin ich denkbar knapp durchgefallen. Im zweiten Anlauf hatte ich im großen und ganzen das Gefühl, besser klarzukommen, aber in 2 Klausuren habe ich die Nerven verloren und definitiv verhauen (also nichts mit "die Klausuren mit dem schlechtesten Gefühl sind die besten"). Auch in den restlichen Klausuren fehlen entweder Teile (Konkretum in der Anklage, zu prüfende Delikte, Begründung im praktischen Teil) oder ich habe manche Teile falsch gelöst (falscher Tenor zur vorläufigen Vollstreckbarkeit; Anklage trotz fehlendem Strafantrag, was mir in der letzten Minute aufgefallen ist, sodass ich in einem Satz das besondere öffentliche Interesse festgestellt habt, um das Ding zu "retten", usw.). Ich habe sehr dumme Fehler gemacht, die mir in der Vorbereitung nie unterlaufen sind und über die ich mich sehr ärgere. Kann man da überhaupt noch auf ein Bestehen hoffen? Diese Unvorhersehbarkeit macht mich fertig.
Durch diesen Stress habe ich eine Blockade entwickelt, sodass ich mich aktuell nicht in der Lage sehe, Aktenvorträge zu üben - ich weiß ja nicht einmal, ob ich zur mündlichen zugelassen werde.
Jetzt überlege ich, wie es für mich weitergehen soll.
Ich habe an einen Nebenjob gedacht, um meinem Alltag Struktur zu verschaffen, aber
- wegen eines kleinen Unfalls bin ich momentan körperlich etwas eingeschränkt und bin mehr oder weniger auf Home Office angewiesen,
- wer stellt überhaupt jemanden ein, der durch das 2. Examen gerasselt ist?
Im Moment fühlt sich alles sehr einsam an. Meine Gedanken sind sehr trist und hoffnungslos, hinzu kommen meine Zukunftsängste - was mache ich, wenn es wieder nicht klappt?
Kennt das jemand von euch in der Intensität? Wie seid ihr mit der Wartezeit umgegangen und hat euch irgendetwas geholfen, mental nicht völlig abzurutschen? Wegen der körperlichen Einschränkung kann ich aktuell nicht einmal Sport treiben.
Vielleicht finden sich hier ja Menschen, denen es ähnlich erging/ergeht. Freue mich über jeden Austausch.
Das tut mir sehr leid. Aber mal ne Frage: Was für ein Drittversuch? Und zu deinem Geschriebenen. Wenn es nicht klappt, bist eu immer noch Diplom Jurist und da ich zuerst sehr viele Stellenanzeigen lese, kann ich dir sagen, es gibt auch viele Stellen in denen ein Staatsexamen absolut ausreichend ist. Ich drücke dir aber die Daumen, dass du es schafft
Man kann bei zweimaligem Durchfallen einen Antrag stellen auf einen allerletzten Versuch, der idR genehmigt wird. Dadurch hat man diesen "Gnadenversuch". Der ist nicht offiziell vorgesehen, aber man hat ihn halt im Notfall
03.02.2026, 19:32
(03.02.2026, 19:29)Sunny0309 schrieb:(03.02.2026, 19:27)JurisRef schrieb:(03.02.2026, 17:46)DRefNRW schrieb: Hallo zusammen,
Ich warte momentan auf die Ergebnisse des Zweitversuchs und merke, dass mich das Warten psychisch sehr mitnimmt. Ich habe fast jede Nacht Alpträume, wache schweißgebadet auf, bin gereizt, isoliere mich zunehmend. Nach dem Erstversuch ging es mir bei weitem nicht so schlecht und ich war durch die Wahlstation gut abgelenkt. Auch die Vorbereitung auf den Zweitversuch habe ich ganz okay überstanden, weil ich mir immer vor Augen geführt habe, dass ich noch den Gnadenversuch habe. Aber mittlerweile weiß ich nicht einmal, ob ich überhaupt die Kraft für den Drittversuch hätte.
Im Erstversuch bin ich denkbar knapp durchgefallen. Im zweiten Anlauf hatte ich im großen und ganzen das Gefühl, besser klarzukommen, aber in 2 Klausuren habe ich die Nerven verloren und definitiv verhauen (also nichts mit "die Klausuren mit dem schlechtesten Gefühl sind die besten"). Auch in den restlichen Klausuren fehlen entweder Teile (Konkretum in der Anklage, zu prüfende Delikte, Begründung im praktischen Teil) oder ich habe manche Teile falsch gelöst (falscher Tenor zur vorläufigen Vollstreckbarkeit; Anklage trotz fehlendem Strafantrag, was mir in der letzten Minute aufgefallen ist, sodass ich in einem Satz das besondere öffentliche Interesse festgestellt habt, um das Ding zu "retten", usw.). Ich habe sehr dumme Fehler gemacht, die mir in der Vorbereitung nie unterlaufen sind und über die ich mich sehr ärgere. Kann man da überhaupt noch auf ein Bestehen hoffen? Diese Unvorhersehbarkeit macht mich fertig.
Durch diesen Stress habe ich eine Blockade entwickelt, sodass ich mich aktuell nicht in der Lage sehe, Aktenvorträge zu üben - ich weiß ja nicht einmal, ob ich zur mündlichen zugelassen werde.
Jetzt überlege ich, wie es für mich weitergehen soll.
Ich habe an einen Nebenjob gedacht, um meinem Alltag Struktur zu verschaffen, aber
- wegen eines kleinen Unfalls bin ich momentan körperlich etwas eingeschränkt und bin mehr oder weniger auf Home Office angewiesen,
- wer stellt überhaupt jemanden ein, der durch das 2. Examen gerasselt ist?
Im Moment fühlt sich alles sehr einsam an. Meine Gedanken sind sehr trist und hoffnungslos, hinzu kommen meine Zukunftsängste - was mache ich, wenn es wieder nicht klappt?
Kennt das jemand von euch in der Intensität? Wie seid ihr mit der Wartezeit umgegangen und hat euch irgendetwas geholfen, mental nicht völlig abzurutschen? Wegen der körperlichen Einschränkung kann ich aktuell nicht einmal Sport treiben.
Vielleicht finden sich hier ja Menschen, denen es ähnlich erging/ergeht. Freue mich über jeden Austausch.
Das tut mir sehr leid. Aber mal ne Frage: Was für ein Drittversuch? Und zu deinem Geschriebenen. Wenn es nicht klappt, bist eu immer noch Diplom Jurist und da ich zuerst sehr viele Stellenanzeigen lese, kann ich dir sagen, es gibt auch viele Stellen in denen ein Staatsexamen absolut ausreichend ist. Ich drücke dir aber die Daumen, dass du es schafft
Man kann bei zweimaligem Durchfallen einen Antrag stellen auf einen allerletzten Versuch, der idR genehmigt wird. Dadurch hat man diesen "Gnadenversuch". Der ist nicht offiziell vorgesehen, aber man hat ihn halt im Notfall
Achso, OK. Noch nie davon gehört. Aber soweit würde ich nicht denken. Vlt brauchst du diesen Gnadenversuch nicht, aber klar beim Erstversuch ist man durch die Wahlstation abgelenkt. und da ist dann die Wartezeit nicht so schlimm. Verstehe ich. Vlt kannst du dich ja einfach mit irgendwas ablenken
03.02.2026, 19:33
(03.02.2026, 19:27)JurisRef schrieb:(03.02.2026, 17:46)DRefNRW schrieb: Hallo zusammen,
Ich warte momentan auf die Ergebnisse des Zweitversuchs und merke, dass mich das Warten psychisch sehr mitnimmt. Ich habe fast jede Nacht Alpträume, wache schweißgebadet auf, bin gereizt, isoliere mich zunehmend. Nach dem Erstversuch ging es mir bei weitem nicht so schlecht und ich war durch die Wahlstation gut abgelenkt. Auch die Vorbereitung auf den Zweitversuch habe ich ganz okay überstanden, weil ich mir immer vor Augen geführt habe, dass ich noch den Gnadenversuch habe. Aber mittlerweile weiß ich nicht einmal, ob ich überhaupt die Kraft für den Drittversuch hätte.
Im Erstversuch bin ich denkbar knapp durchgefallen. Im zweiten Anlauf hatte ich im großen und ganzen das Gefühl, besser klarzukommen, aber in 2 Klausuren habe ich die Nerven verloren und definitiv verhauen (also nichts mit "die Klausuren mit dem schlechtesten Gefühl sind die besten"). Auch in den restlichen Klausuren fehlen entweder Teile (Konkretum in der Anklage, zu prüfende Delikte, Begründung im praktischen Teil) oder ich habe manche Teile falsch gelöst (falscher Tenor zur vorläufigen Vollstreckbarkeit; Anklage trotz fehlendem Strafantrag, was mir in der letzten Minute aufgefallen ist, sodass ich in einem Satz das besondere öffentliche Interesse festgestellt habt, um das Ding zu "retten", usw.). Ich habe sehr dumme Fehler gemacht, die mir in der Vorbereitung nie unterlaufen sind und über die ich mich sehr ärgere. Kann man da überhaupt noch auf ein Bestehen hoffen? Diese Unvorhersehbarkeit macht mich fertig.
Durch diesen Stress habe ich eine Blockade entwickelt, sodass ich mich aktuell nicht in der Lage sehe, Aktenvorträge zu üben - ich weiß ja nicht einmal, ob ich zur mündlichen zugelassen werde.
Jetzt überlege ich, wie es für mich weitergehen soll.
Ich habe an einen Nebenjob gedacht, um meinem Alltag Struktur zu verschaffen, aber
- wegen eines kleinen Unfalls bin ich momentan körperlich etwas eingeschränkt und bin mehr oder weniger auf Home Office angewiesen,
- wer stellt überhaupt jemanden ein, der durch das 2. Examen gerasselt ist?
Im Moment fühlt sich alles sehr einsam an. Meine Gedanken sind sehr trist und hoffnungslos, hinzu kommen meine Zukunftsängste - was mache ich, wenn es wieder nicht klappt?
Kennt das jemand von euch in der Intensität? Wie seid ihr mit der Wartezeit umgegangen und hat euch irgendetwas geholfen, mental nicht völlig abzurutschen? Wegen der körperlichen Einschränkung kann ich aktuell nicht einmal Sport treiben.
Vielleicht finden sich hier ja Menschen, denen es ähnlich erging/ergeht. Freue mich über jeden Austausch.
Das tut mir sehr leid. Aber mal ne Frage: Was für ein Drittversuch? Und zu deinem Geschriebenen. Wenn es nicht klappt, bist eu immer noch Diplom Jurist und da ich zuerst sehr viele Stellenanzeigen lese, kann ich dir sagen, es gibt auch viele Stellen in denen ein Staatsexamen absolut ausreichend ist. Ich drücke dir aber die Daumen, dass du es schafft
Eigentlich alle JAPO kennen einen "Drittversuch", ugs. als Gnadenversuch bezeichnet. Er erfordert einen Antrag und je nach Land unterschiedliche Voraussetzungen. Während er in NRW nur eine gewisse Note im gescheiterten Wiederholungsversuch erfordert, erfordern eigentlich alle anderen Länder, dass eine außergewöhnliche über das normale Maß hinausgehende Beeinträchtigung o.ä. geltend gemacht wird und die Entscheidung liegt auch dann im Ermessen des jew. Präs. des LJPA. Für Niedersachsen § 17 II NJAG.


