• Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Obiter dictum - Sonstiges
  5. Enjoy your 20s vs Grinding
1 2 3 »
Antworten

 
Enjoy your 20s vs Grinding
EinJurist
Junior Member
**
Beiträge: 34
Themen: 10
Registriert seit: Sep 2024
#1
28.01.2026, 20:14
Es gibt ja viele die sagen, man sollte seine 20er genießen. Es sei die wertvollste Zeit weil man jung ist und als junger Mensch ganz andere Erlebnisse kreieren kann als wenn man alt ist oder in seinen 30ern mit Familie usw. viele Verpflichtungen hat (auch wenn das auch schön ist aber halt auf eine andere Weise)
Andererseits gibt es viele die sagen dass man in seinen 20ern grinden und alles geben soll und Freizeit usw hinten anstellen soll.
Wie sehr ihr das Ganze? Sowohl Erfahrungen von Leute in ihren 20ern als auch älteren wären hier sicher für alle sehr wertvoll (auch ganz allgemein für Nuchtjuristen)
Vor dem Hintergrund frage ich mich auch, ob ich mit 24/25 in eine andere Stadt zum Arbeiten in eine GK ziehen soll (Hustle in your 20s) oder ob ich in der Heimat bleiben soll bei einem Job wo ich deutlich weniger verdiene (unter 80k) dafür aber mehr Freizeit habe (Enjoy your 20s)
Suchen
Zitieren
ForumBenutzer
Senior Member
****
Beiträge: 251
Themen: 4
Registriert seit: Feb 2023
#2
28.01.2026, 21:15
(28.01.2026, 20:14)EinJurist schrieb:  Es gibt ja viele die sagen, man sollte seine 20er genießen. Es sei die wertvollste Zeit weil man jung ist und als junger Mensch ganz andere Erlebnisse kreieren kann als wenn man alt ist oder in seinen 30ern mit Familie usw. viele Verpflichtungen hat (auch wenn das auch schön ist aber halt auf eine andere Weise)
Andererseits gibt es viele die sagen dass man in seinen 20ern grinden und alles geben soll und Freizeit usw hinten anstellen soll.
Wie sehr ihr das Ganze? Sowohl Erfahrungen von Leute in ihren 20ern als auch älteren wären hier sicher für alle sehr wertvoll (auch ganz allgemein für Nuchtjuristen)
Vor dem Hintergrund frage ich mich auch, ob ich mit 24/25 in eine andere Stadt zum Arbeiten in eine GK ziehen soll (Hustle in your 20s) oder ob ich in der Heimat bleiben soll bei einem Job wo ich deutlich weniger verdiene (unter 80k) dafür aber mehr Freizeit habe (Enjoy your 20s)
Erstmal Respekt, dass du mit 24 bereits Volljurist bist, das ist sehr jung. Leider war ich das erst mit 29 und dann kommt auch schnell die 30... Frau, Haus und Kinder... würde dir zu 100% empfehlen, dein Leben zu leben! Ab über 80k merkt man das "Mehr" an Gehalt kaum noch im Lifestyle, da das Mehr and Freizeit viel wertvoller ist. Zumindest, wenn du auch neben Jura andere Hobbys hast im Leben, soll ja nicht auf alle Juristen zutreffen ;D Mach die Weltreise, probier Hobbys aus.. leb dein Leben!
Suchen
Zitieren
Riecko
Junior Member
**
Beiträge: 10
Themen: 1
Registriert seit: Dec 2025
#3
28.01.2026, 21:21
Also ich habe mich aktiv dazu entschieden, nochmal WiMi in einer GK und an einem Lehrstuhl zu sein (zum promovieren). Hat was für den "Grind" gebracht, aber auch perfekt zum Zeit enjoyen, weil ich echt viel Freizeit hatte und ich dennoch was für die Zukunft getan habe
Suchen
Zitieren
Spencer
Senior Member
****
Beiträge: 351
Themen: 0
Registriert seit: May 2023
#4
28.01.2026, 21:42
Da sprichst du eine wichtige Frage an, die sich viele gar nicht stellen. 

Uns wurde damals Anfang des Jahrtausends im 1. Semester noch von Professoren erzählt, wir sollten uns ordentlich reinhängen, sonst könnten wir es auch direkt sein lassen. Ohne Doppel-VB hätte man keine Chance auf gute Jobs. Das war natürlich damals schon übertrieben pessimistisch. Aber viele von uns haben deshalb auch sehr fokussiert studiert. Wenn ich damals von anderen Studiengängen (zB Lehramt) gehört habe, was die in den 3 Monaten Semesterferien für Weltreisen unternommen haben, während ich gerade mal wieder an einer Hausarbeit gesessen oder für eine Klausur gelernt habe… da kam bei mir schon öfter mal das Gefühl auf, gerade das Leben zu verpassen. 

Andererseits kenne ich auch die Fälle von Kollegen, die es mit der Feierei und Reiserei übertrieben haben, später mit schwachen Noten auf den Arbeitsmarkt gestolpert sind und jahrelang in miesen Jobs gefangen waren…

Die wahre Lebenskunst ist es deshalb mE, die richtige Balance zwischen Studium und Freizeit hinzubekommen. Sich komplett wegzuschließen ist genauso falsch und kann irgendwann in der Midlifecrisis enden wie eine komplette laisser faire-Einstellung mit bösem Erwachen bei der Jobsuche.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 21:44 von Spencer.)
Suchen
Zitieren
EinJurist
Junior Member
**
Beiträge: 34
Themen: 10
Registriert seit: Sep 2024
#5
28.01.2026, 22:24
(28.01.2026, 21:15)ForumBenutzer schrieb:  
(28.01.2026, 20:14)EinJurist schrieb:  Es gibt ja viele die sagen, man sollte seine 20er genießen. Es sei die wertvollste Zeit weil man jung ist und als junger Mensch ganz andere Erlebnisse kreieren kann als wenn man alt ist oder in seinen 30ern mit Familie usw. viele Verpflichtungen hat (auch wenn das auch schön ist aber halt auf eine andere Weise)
Andererseits gibt es viele die sagen dass man in seinen 20ern grinden und alles geben soll und Freizeit usw hinten anstellen soll.
Wie sehr ihr das Ganze? Sowohl Erfahrungen von Leute in ihren 20ern als auch älteren wären hier sicher für alle sehr wertvoll (auch ganz allgemein für Nuchtjuristen)
Vor dem Hintergrund frage ich mich auch, ob ich mit 24/25 in eine andere Stadt zum Arbeiten in eine GK ziehen soll (Hustle in your 20s) oder ob ich in der Heimat bleiben soll bei einem Job wo ich deutlich weniger verdiene (unter 80k) dafür aber mehr Freizeit habe (Enjoy your 20s)
Erstmal Respekt, dass du mit 24 bereits Volljurist bist, das ist sehr jung. Leider war ich das erst mit 29 und dann kommt auch schnell die 30... Frau, Haus und Kinder... würde dir zu 100% empfehlen, dein Leben zu leben! Ab über 80k merkt man das "Mehr" an Gehalt kaum noch im Lifestyle, da das Mehr and Freizeit viel wertvoller ist. Zumindest, wenn du auch neben Jura andere Hobbys hast im Leben, soll ja nicht auf alle Juristen zutreffen ;D Mach die Weltreise, probier Hobbys aus.. leb dein Leben!
Vielen Dank für deinen Einblick. Ich bin noch nicht fertig aber werde voraussichtlich kurz vor meinem 25. Geburtstag mit dem 2. Examen fertig sein.
Dass man ab einem gewissen Gehalt nicht mehr viel glücklicher durch das Geld wird habe ich in einer Studie auch schon einmal gelesen. Bei den Einstiegsgehältern in Großkanzleien wird man aber natürlich trotzdem nachdenklich und überlegt inwiefern 2-3 Jahre in denen man ja immerhin über 100k zurücklegen/ investieren könnte trotzdem nachdenklich. Andererseits will der Mensch halt immer noch mehr Geld und die 2-3 Jahre auf Freizeit zu verzichten kostet einen auf andere Weise auch viel.
Darf ich fragen was du als Beruf gewählt hast?
Suchen
Zitieren
EinJurist
Junior Member
**
Beiträge: 34
Themen: 10
Registriert seit: Sep 2024
#6
28.01.2026, 22:28
(28.01.2026, 21:42)Spencer schrieb:  Da sprichst du eine wichtige Frage an, die sich viele gar nicht stellen. 

Uns wurde damals Anfang des Jahrtausends im 1. Semester noch von Professoren erzählt, wir sollten uns ordentlich reinhängen, sonst könnten wir es auch direkt sein lassen. Ohne Doppel-VB hätte man keine Chance auf gute Jobs. Das war natürlich damals schon übertrieben pessimistisch. Aber viele von uns haben deshalb auch sehr fokussiert studiert. Wenn ich damals von anderen Studiengängen (zB Lehramt) gehört habe, was die in den 3 Monaten Semesterferien für Weltreisen unternommen haben, während ich gerade mal wieder an einer Hausarbeit gesessen oder für eine Klausur gelernt habe… da kam bei mir schon öfter mal das Gefühl auf, gerade das Leben zu verpassen. 

Andererseits kenne ich auch die Fälle von Kollegen, die es mit der Feierei und Reiserei übertrieben haben, später mit schwachen Noten auf den Arbeitsmarkt gestolpert sind und jahrelang in miesen Jobs gefangen waren…

Die wahre Lebenskunst ist es deshalb mE, die richtige Balance zwischen Studium und Freizeit hinzubekommen. Sich komplett wegzuschließen ist genauso falsch und kann irgendwann in der Midlifecrisis enden wie eine komplette laisser faire-Einstellung mit bösem Erwachen bei der Jobsuche.
Da stimme ich dir zu 100% zu. Die Balance ist beim Studieren enorm wichtig. Da habe ich für mich ein sehr guten Weg gefunden nur mit Blick auf den Berufseinstieg nach Studium/Ref fällt es mir schwer abzuwägen ob es sich nicht doch lohnt 2-3 Jahre in einer GK zu arbeiten um dann eine Summe von 100k+ ansparen zu können die es mir eventuell ermöglicht später mal mehr Freiheiten nach dem Wechsel zu haben und etwa mal in Teilzeit gehen zu können als Beispiel
Suchen
Zitieren
EinJurist
Junior Member
**
Beiträge: 34
Themen: 10
Registriert seit: Sep 2024
#7
28.01.2026, 22:30
(28.01.2026, 21:21)Riecko schrieb:  Also ich habe mich aktiv dazu entschieden, nochmal WiMi in einer GK und an einem Lehrstuhl zu sein (zum promovieren). Hat was für den "Grind" gebracht, aber auch perfekt zum Zeit enjoyen, weil ich echt viel Freizeit hatte und ich dennoch was für die Zukunft getan habe
Klingt nach einer sehr guten Balance. Weißt du schon wie du die Balance beim Berufseinstieg angehen willst. Könntest du dir vorstellen in deiner/einer anderen GK (für eine gewisse Teit) einzusteigen
Suchen
Zitieren
Joko
Posting Freak
*****
Beiträge: 823
Themen: 11
Registriert seit: Dec 2021
#8
29.01.2026, 00:40
(28.01.2026, 22:30)EinJurist schrieb:  
(28.01.2026, 21:21)Riecko schrieb:  Also ich habe mich aktiv dazu entschieden, nochmal WiMi in einer GK und an einem Lehrstuhl zu sein (zum promovieren). Hat was für den "Grind" gebracht, aber auch perfekt zum Zeit enjoyen, weil ich echt viel Freizeit hatte und ich dennoch was für die Zukunft getan habe
Klingt nach einer sehr guten Balance. Weißt du schon wie du die Balance beim Berufseinstieg angehen willst. Könntest du dir vorstellen in deiner/einer anderen GK (für eine gewisse Teit) einzusteigen
Ich war eher „Fraktion grind“. Allerdings habe ich mir eine Basis erarbeitet mit der ich ab Ende 20 „mein Leben leben“ konnte.

Rückblickend war es also für mich genau richtig so.
Suchen
Zitieren
HLLM
Member
***
Beiträge: 92
Themen: 25
Registriert seit: Aug 2022
#9
29.01.2026, 10:11
Erstmal: Respekt, dass ihr mit 24 schon fertig seid! Ich war/bin mit 26 (fast 27) einer der jüngsten Absolvent unserer Ref-Gruppe. 

In der Sache: 
Ich bin mit weniger Geld aufgewachsen und war immer eher im Team "Hustle Culture": Jurastudium trotz Nebenjobs und "außeruniversitären Engagement" (studentische Initiativen) deutlich unter Regelstudienzeit abgeschlossen, dann Wimi in einer GK und wieder nebenbei weiteres Engagement (Summer University, Ehrenamt, Initiativen) sowie "aufwändigere Ref-Stationen" (Kommission, T1-GK, Nebenjob in Boutique etc.). Ich wollte damals unbedingt in die GK und mich dort beweisen. Für andere Träume (LLM, Reisen, sportliche Ziele) war in Zukunft immer noch Zeit.

Allerdings habe ich dann (wahrscheinlich auch infolge selbst gemachten Drucks) mein 2. Examen "verhauen" (unteres befriedigend). Zugleich ist mein Vater schwer krank geworden. Das hat mich nachdenken lassen, was ich im Leben eigentlich wirklich will. Ich habe irgendwie vergessen das Beste aus meinen (bisherigen) 20ern zu machen und alles immer auf später geschoben. Gerade im Ref hat man gesehen, dass es echt vollkommen egal ist, ob man mit 24 oder mit 29 ins Ref und damit in den Beruf geht. Als Volljurist kann/wird man eh bis 70 arbeiten.

Ich gehe jetzt den Verbesserungsversuch etwas ruhiger an und arbeite nebenbei in einer Boutique. Auch wenn es dann nicht für die GK reichen sollte, wäre das irgendwie okay. Zumindest den Rest meiner 20er möchte ich einfach mehr "leben". Ich bin immer noch (einigermaßen) ehrgeizig, aber andere Dinge sind mir wichtiger geworden: Ich mache nächstes Jahr erstmal einen LLM (in der EU oder in UK), plane nach dem Verbesserungsversuch meinen ersten "echten" Urlaub als Erwachsener und mache viel Sport. Vielleicht kommt bald der "Wille" wieder, aber momentan möchte ich einfach nur Zeit für meine Prioritäten haben. Ich habe auch gemerkt, dass Geld mich nicht wirklich glücklich macht, auch wenn es natürlich nur meine jetzige Position (insb. ohne Kinder) widerspiegelt.
Suchen
Zitieren
Patenter Gast
Senior Member
****
Beiträge: 707
Themen: 0
Registriert seit: Oct 2022
#10
29.01.2026, 10:49
Erstmal muss jeder für sich entscheiden, was er will. Wer am liebsten mit seinen Jungs jeden Sonntag in der Kreisliga bolzt, dem bringt der GK Job in Frankfurt keine Freude. Wer andersrum aber mal im 37. Stock bei einer GK arbeiten will, der wird mit der guten Work-Life-Balance in einem Unternehmensjob vielleicht auch nicht glücklich.

Aber jetzt noch ein paar Worte als alter Sack... ihr legt in euren Zwanzigern die Basis für ein vernünftiges Leben danach. Es lohnt sich also, sich etwas anzustrengen. Aber würde ich das jetzt als grinden oder hustlen beschreiben? Wenn ich zurückblicke war das natürlich alles anstrengend (Examensphase, Promotion, Nebenjob in einer GK, dann Einstieg in einer GK als Associate) aber eigentlich hatte ich trotzdem viel Freizeit und ein entspanntes Leben. Sowas stellt man oft erst im Rückblick fest.

Ich hatte meine Wochenenden, ich konnte ausschlafen, in vielen Calls saß ich einfach nur so mit drin. Natürlich gab es kein Feierabend um 17:30 und ich hatte keine Zeit für drei Monate in Australien (wobei ich mir die hätte nehmen können, wenn ich es gewollt hätte) aber der meiste Stress kam eigentlich von mir selbst.

Als Partner mit Familie und Kind(ern) ist Arbeit und Stress nochmal ganz anders verdichtet. Da freue ich mich, wenn ich mal 30 Minuten Zeit habe aber ansonsten ist mein Tag von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends voll. Und da ist keine zweistündige Sport-Session drin oder Bingewatch bei Netflix. Wer das will und Spaß daran hat, wird auch damit nicht unglücklich  Wink 

tl;dr: Macht, was euch glücklich macht, aber schaut auch darauf, dass ihr später deswegen nicht in einer Sackgasse landet. Und zieht euch nicht so sehr an Begriffen wie grinden oder hustlen hoch. Teilweise macht die Arbeit nur 50% des Stresses aus und die restlichen 50% sind Stress, weil man glaubt, dass man gestresst sein muss.
Suchen
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
1 2 3 »
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus