25.01.2026, 14:30
(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb:(25.01.2026, 14:05)Registriert schrieb:(25.01.2026, 12:35)Bro schrieb: Was du Bedenken musst: ÖD kann auch echt mies sein, z.B. wenn du auf einer Stellen landest, in der du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst. Das kann im ÖD sehr schnell passieren. Außerdem werde da gerade die Kollegen / Untergebenen häufig eine gewisse "Arbeitsmoral" mitbringen. Muss man auch damit klarkommen, insbesondere, wenn man Karriere machen möchte.
Dem möchte ich hier jetzt einmal deutlich widersprechen. Das kann in der Pauschalität einfach nicht gesagt werden. Bevor ich im Amt anfing, wurden wir ebenfalls die Märchen, der faulen Beamten berichtet. Übrigens immer von Leuten, die selbst gar nicht in einer Behörde arbeiten. Meine juristischen und nicht juristischen Kollegen sind unglaublich engagiert und lieben ihre Arbeit. Wir sind ein großes Amt (Landeshauptstadt) und ich habe bisher noch keinen wirklich faulen Kollegen kennengelernt. Ganz im Gegenteil viele Kollegen arbeiten sogar in ihrer Freizeit, weil sie ihre Projekte fertigstellen möchten und einfach Spaß an der Arbeit haben.
Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Habe generell den Eindruck, dass der hD deutlich zufriedener ist als der gD. Gibt einfach mehr Gestaltungsspielraum und weniger stupide Sachbearbeitung.
Wobei man auch sagen muss, dass diese negativen Einzelfälle mit dem Alter stark zunehmen. Die Älteren, die ganz klar am Ende ihrer Karriere angekommen sind, machen zum Teil gar nichts mehr und sind ewig krank. In größeren Einheiten kriegen sie als Belohnung kaum noch Aufgaben oder werden auf einen nutzlosen DP gesetzt. Dort können sie dann in Ruhe krankfeiern und unproduktiv sein, ohne wen zu behindern. Daher bekommt man von denen oft nicht viel mit.
Ein durchschnittlich jüngeres Team mit ein paar erfahrenen Kollegen, die Lust auf das Thema und viel Systemwissen haben, ist ein Segen. Findet sich häufiger in Bereichen wie IT, Digitalisierung, Datenschutz, Umwelt, Energie.
25.01.2026, 15:06
(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb:(25.01.2026, 14:05)Registriert schrieb:(25.01.2026, 12:35)Bro schrieb: Was du Bedenken musst: ÖD kann auch echt mies sein, z.B. wenn du auf einer Stellen landest, in der du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst. Das kann im ÖD sehr schnell passieren. Außerdem werde da gerade die Kollegen / Untergebenen häufig eine gewisse "Arbeitsmoral" mitbringen. Muss man auch damit klarkommen, insbesondere, wenn man Karriere machen möchte.
Dem möchte ich hier jetzt einmal deutlich widersprechen. Das kann in der Pauschalität einfach nicht gesagt werden. Bevor ich im Amt anfing, wurden wir ebenfalls die Märchen, der faulen Beamten berichtet. Übrigens immer von Leuten, die selbst gar nicht in einer Behörde arbeiten. Meine juristischen und nicht juristischen Kollegen sind unglaublich engagiert und lieben ihre Arbeit. Wir sind ein großes Amt (Landeshauptstadt) und ich habe bisher noch keinen wirklich faulen Kollegen kennengelernt. Ganz im Gegenteil viele Kollegen arbeiten sogar in ihrer Freizeit, weil sie ihre Projekte fertigstellen möchten und einfach Spaß an der Arbeit haben.
Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Ist in größeren Unternehmen auch nicht viel anders. Meine Frau hat in zwei sehr großen Dax-Konzernen gearbeitet. Die Strukturen im Konzern und die Arbeitseinstellung vieler Kollegen war weitaus schlimmer als alles, was ich im öD kennengelernt habe. iÜ habe ich auch im öD schon ganz anderes kennengelernt. Bei einer Abordnung in ein Ministerium waren die Arbeitszeiten ab Referentenebene auf GK-Niveau.
25.01.2026, 16:16
(25.01.2026, 15:06)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb:(25.01.2026, 14:05)Registriert schrieb:(25.01.2026, 12:35)Bro schrieb: Was du Bedenken musst: ÖD kann auch echt mies sein, z.B. wenn du auf einer Stellen landest, in der du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst. Das kann im ÖD sehr schnell passieren. Außerdem werde da gerade die Kollegen / Untergebenen häufig eine gewisse "Arbeitsmoral" mitbringen. Muss man auch damit klarkommen, insbesondere, wenn man Karriere machen möchte.
Dem möchte ich hier jetzt einmal deutlich widersprechen. Das kann in der Pauschalität einfach nicht gesagt werden. Bevor ich im Amt anfing, wurden wir ebenfalls die Märchen, der faulen Beamten berichtet. Übrigens immer von Leuten, die selbst gar nicht in einer Behörde arbeiten. Meine juristischen und nicht juristischen Kollegen sind unglaublich engagiert und lieben ihre Arbeit. Wir sind ein großes Amt (Landeshauptstadt) und ich habe bisher noch keinen wirklich faulen Kollegen kennengelernt. Ganz im Gegenteil viele Kollegen arbeiten sogar in ihrer Freizeit, weil sie ihre Projekte fertigstellen möchten und einfach Spaß an der Arbeit haben.
Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Ist in größeren Unternehmen auch nicht viel anders. Meine Frau hat in zwei sehr großen Dax-Konzernen gearbeitet. Die Strukturen im Konzern und die Arbeitseinstellung vieler Kollegen war weitaus schlimmer als alles, was ich im öD kennengelernt habe. iÜ habe ich auch im öD schon ganz anderes kennengelernt. Bei einer Abordnung in ein Ministerium waren die Arbeitszeiten ab Referentenebene auf GK-Niveau.
Das glaub ich sofort. Gut, im Ministerium darfst du natürlich schuften. Mir persönlich würde da aber irgendwann die Motivation fehlen, wenn mein Vorgesetzter ein völlig inkompetenter Wahlbeamter wäre. Ich komme mit sowas überhaupt nicht klar.
25.01.2026, 18:29
(25.01.2026, 11:18)Praktiker schrieb: Weißt Du etwas über das Team? Referatsleitung mit A13 bedeutet Chef von ziemlich vielen Sachbearbeitern, oder? Wenn die Hälfte nicht will und die andere nicht kann und sie permanent miteinander streiten, wird es unerfreulich. Wenn es dagegen ein tolles Team ist, wird es super laufen. Das ist halt schwer vorherzusagen.
Sorry, ich habe mich falsch ausgedrückt. Es ist eine Stelle für Berufseinsteiger. Man durchläuft zunächst ein Trainee-Programm und danach ist laut Stellenbeschreibung vorgesehen, eine Referatsleitung zu übernehmen. Dort steht aber auch, dass es möglich sei, sich eine Expertise als Fachreferent aufzubauen.
Würdest Du sagen, dass grundsätzlich die Formel gilt, je mehr Organisation und Führungsaufgaben, desto besser die Beförderungsmöglichkeiten?
Zum Inhalt des Programms, den daran anschließenden Verwendungsmöglichkeiten sowie den Kollegen weiß ich ehrlich gesagt herzlich wenig. Das ist aber der Natur der Behörde geschuldet.
Zur ausgelutschten Diskussion des faulen Beamten möchte ich nur beitragen, dass ich hoffe und vermute, solche Zustände wenn überhaupt eher in kleineren Stadt- oder Landesverwaltungen vorzufinden, als auf Bundesebene.
25.01.2026, 19:55
(25.01.2026, 18:29)Jarome schrieb:(25.01.2026, 11:18)Praktiker schrieb: Weißt Du etwas über das Team? Referatsleitung mit A13 bedeutet Chef von ziemlich vielen Sachbearbeitern, oder? Wenn die Hälfte nicht will und die andere nicht kann und sie permanent miteinander streiten, wird es unerfreulich. Wenn es dagegen ein tolles Team ist, wird es super laufen. Das ist halt schwer vorherzusagen.
Sorry, ich habe mich falsch ausgedrückt. Es ist eine Stelle für Berufseinsteiger. Man durchläuft zunächst ein Trainee-Programm und danach ist laut Stellenbeschreibung vorgesehen, eine Referatsleitung zu übernehmen. Dort steht aber auch, dass es möglich sei, sich eine Expertise als Fachreferent aufzubauen.
Würdest Du sagen, dass grundsätzlich die Formel gilt, je mehr Organisation und Führungsaufgaben, desto besser die Beförderungsmöglichkeiten?
Zum Inhalt des Programms, den daran anschließenden Verwendungsmöglichkeiten sowie den Kollegen weiß ich ehrlich gesagt herzlich wenig. Das ist aber der Natur der Behörde geschuldet.
Zur ausgelutschten Diskussion des faulen Beamten möchte ich nur beitragen, dass ich hoffe und vermute, solche Zustände wenn überhaupt eher in kleineren Stadt- oder Landesverwaltungen vorzufinden, als auf Bundesebene.
Für Fachwissen gibt es maximal A15, alles drüber gibt es nur für Führungsaufgaben (unterhalb des Ministeriums ist meistens A13 schon mit Führungsaufgaben verbunden). Allerdings gibt es immer noch die Tendenz, guten Fachleuten eher Führungsaufgaben zuzutrauen. Wenn es Dir um den Weg zu A16 ff geht, kommt es natürlich extrem auf die konkrete Behörde an. Genaueres wirst Du im Traineeprogramm schon merken. Ohnehin ist es keineswegs zwingend, dass man mit mehr als A14 in den Ruhestand geht.
25.01.2026, 21:09
(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb:(25.01.2026, 14:05)Registriert schrieb:(25.01.2026, 12:35)Bro schrieb: Was du Bedenken musst: ÖD kann auch echt mies sein, z.B. wenn du auf einer Stellen landest, in der du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst. Das kann im ÖD sehr schnell passieren. Außerdem werde da gerade die Kollegen / Untergebenen häufig eine gewisse "Arbeitsmoral" mitbringen. Muss man auch damit klarkommen, insbesondere, wenn man Karriere machen möchte.
Dem möchte ich hier jetzt einmal deutlich widersprechen. Das kann in der Pauschalität einfach nicht gesagt werden. Bevor ich im Amt anfing, wurden wir ebenfalls die Märchen, der faulen Beamten berichtet. Übrigens immer von Leuten, die selbst gar nicht in einer Behörde arbeiten. Meine juristischen und nicht juristischen Kollegen sind unglaublich engagiert und lieben ihre Arbeit. Wir sind ein großes Amt (Landeshauptstadt) und ich habe bisher noch keinen wirklich faulen Kollegen kennengelernt. Ganz im Gegenteil viele Kollegen arbeiten sogar in ihrer Freizeit, weil sie ihre Projekte fertigstellen möchten und einfach Spaß an der Arbeit haben.
Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Das ist wirklich schade. Das kann ich so tatsächlich nicht bestätigen.
25.01.2026, 21:43
Mal angenommen man wird Führungskraft z.B. Finanzverwaltung oder sonstige Behörden und die Mitarbeiter haben keine Lust, feiern krank usw. Wird das dann immer negativ auf mich als Führungskraft zurück geführt oder sind die Leute sich bewusst dass eben viele Lebzeitbeamte so leben bzw. arbeiten? In Bewerbungsgesprächen bin ich an dieser Stelle oftmals an meine Grenzen gekommen, da bei allen Maßnahmen die ich vorgeschlagen habe um die Mitarbeiter zu motivieren immer die Antwort war: "Können Sie gerne dann versuchen, die melden sich dann sowieso krank" Das kann ja nicht immer die Reaktion sein? Glaube man wollte mich da bewusst stressen odersowas :D
25.01.2026, 22:29
(25.01.2026, 14:30)RRalf schrieb:(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb:(25.01.2026, 14:05)Registriert schrieb:(25.01.2026, 12:35)Bro schrieb: Was du Bedenken musst: ÖD kann auch echt mies sein, z.B. wenn du auf einer Stellen landest, in der du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst. Das kann im ÖD sehr schnell passieren. Außerdem werde da gerade die Kollegen / Untergebenen häufig eine gewisse "Arbeitsmoral" mitbringen. Muss man auch damit klarkommen, insbesondere, wenn man Karriere machen möchte.
Dem möchte ich hier jetzt einmal deutlich widersprechen. Das kann in der Pauschalität einfach nicht gesagt werden. Bevor ich im Amt anfing, wurden wir ebenfalls die Märchen, der faulen Beamten berichtet. Übrigens immer von Leuten, die selbst gar nicht in einer Behörde arbeiten. Meine juristischen und nicht juristischen Kollegen sind unglaublich engagiert und lieben ihre Arbeit. Wir sind ein großes Amt (Landeshauptstadt) und ich habe bisher noch keinen wirklich faulen Kollegen kennengelernt. Ganz im Gegenteil viele Kollegen arbeiten sogar in ihrer Freizeit, weil sie ihre Projekte fertigstellen möchten und einfach Spaß an der Arbeit haben.
Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Habe generell den Eindruck, dass der hD deutlich zufriedener ist als der gD. Gibt einfach mehr Gestaltungsspielraum und weniger stupide Sachbearbeitung.
Wobei man auch sagen muss, dass diese negativen Einzelfälle mit dem Alter stark zunehmen. Die Älteren, die ganz klar am Ende ihrer Karriere angekommen sind, machen zum Teil gar nichts mehr und sind ewig krank. In größeren Einheiten kriegen sie als Belohnung kaum noch Aufgaben oder werden auf einen nutzlosen DP gesetzt. Dort können sie dann in Ruhe krankfeiern und unproduktiv sein, ohne wen zu behindern. Daher bekommt man von denen oft nicht viel mit.
Ein durchschnittlich jüngeres Team mit ein paar erfahrenen Kollegen, die Lust auf das Thema und viel Systemwissen haben, ist ein Segen. Findet sich häufiger in Bereichen wie IT, Digitalisierung, Datenschutz, Umwelt, Energie.
Auch das kann ich nicht betätigen. Die älteren Kollegen sind bei uns genauso engagiert, wie die jüngeren. Selbst ein ehemaliger Abteilungsleiter hat in seinem wohlverdienten Ruhestand weiterhin fürs Amt gearbeitet und unser ehemaliger Amtsleiter ist ebenfalls weiterhin ein gern gesehener Gast, der sehr viel für das Amt tat. Es ist schade, dass du solche negativen Erfahrungen machen musstest.
25.01.2026, 22:45
(25.01.2026, 21:43)ForumBenutzer schrieb: Mal angenommen man wird Führungskraft z.B. Finanzverwaltung oder sonstige Behörden und die Mitarbeiter haben keine Lust, feiern krank usw. Wird das dann immer negativ auf mich als Führungskraft zurück geführt oder sind die Leute sich bewusst dass eben viele Lebzeitbeamte so leben bzw. arbeiten? In Bewerbungsgesprächen bin ich an dieser Stelle oftmals an meine Grenzen gekommen, da bei allen Maßnahmen die ich vorgeschlagen habe um die Mitarbeiter zu motivieren immer die Antwort war: "Können Sie gerne dann versuchen, die melden sich dann sowieso krank" Das kann ja nicht immer die Reaktion sein? Glaube man wollte mich da bewusst stressen odersowas :D
Schwer zu sagen. Ich hatte immer nur hoch motivierte Leute unter mir - natürlich sind manche besser als andere, aber es wollten alle (das ist ein bedeutendes Ministerium, da kommt auch nicht jeder hin). Aber ich weiß natürlich aus Fortbildungen für Führungskräfte, dass es anderswo auch ernste Probleme gibt.
Ich würde vermuten: wo wirklich schwierige Menschen sind, kennt man die auch. Der Vorgänger wird dann ähnliche Schwierigkeiten gehabt haben. Da erwartet man von Dir auch keine Wunder. Aber umgekehrt: die allermeisten Menschen wollen von ihrem Chef einfach nur ordentlich behandelt werden. Wenn man in Kleinigkeiten großzügig ist, den Leuten ihren Urlaub schnell genehmigt und sie auch sonst einfach wertschätzt, dann bekommt man das zurück. Denn letztlich sind alle aufeinander angewiesen. Und wenn es in einem Team drunter und drüber geht, die Leute nicht mehr gerne zur Arbeit kommen usw., hat oft auch irgendeine Führungskraft mal nicht gut gewirkt. Nur ist aufbauen immer schwerer als kaputtmachen.
Im Übrigen ist es ja auch nicht so, dass jeder sich krankmelden kann wie er will. Da muss man zum Arzt und irgendwann Amtsarzt, und Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit gibt es auch noch. Also ganz so geht es in Behörden nun auch nicht zu... Ab gesehen davon gibt es ein Personalreferat, das man ab irgendeinem Punkt mit ins Boot holen muss (vielleicht wäre das die richtige Antwort gewesen?).
25.01.2026, 22:51
(25.01.2026, 22:45)Praktiker schrieb:Das war bisher auch meine Erfahrung. Wegducker gibt es natürlich überall welche, aber die scheinen mir die Ausnahme zu sein. Sonst würde es ja auch nicht funktionieren.(25.01.2026, 21:43)ForumBenutzer schrieb: Mal angenommen man wird Führungskraft z.B. Finanzverwaltung oder sonstige Behörden und die Mitarbeiter haben keine Lust, feiern krank usw. Wird das dann immer negativ auf mich als Führungskraft zurück geführt oder sind die Leute sich bewusst dass eben viele Lebzeitbeamte so leben bzw. arbeiten? In Bewerbungsgesprächen bin ich an dieser Stelle oftmals an meine Grenzen gekommen, da bei allen Maßnahmen die ich vorgeschlagen habe um die Mitarbeiter zu motivieren immer die Antwort war: "Können Sie gerne dann versuchen, die melden sich dann sowieso krank" Das kann ja nicht immer die Reaktion sein? Glaube man wollte mich da bewusst stressen odersowas :D
Schwer zu sagen. Ich hatte immer nur hoch motivierte Leute unter mir - natürlich sind manche besser als andere, aber es wollten alle (das ist ein bedeutendes Ministerium, da kommt auch nicht jeder hin). Aber ich weiß natürlich aus Fortbildungen für Führungskräfte, dass es anderswo auch ernste Probleme gibt.
Ich würde vermuten: wo wirklich schwierige Menschen sind, kennt man die auch. Der Vorgänger wird dann ähnliche Schwierigkeiten gehabt haben. Da erwartet man von Dir auch keine Wunder. Aber umgekehrt: die allermeisten Menschen wollen von ihrem Chef einfach nur ordentlich behandelt werden. Wenn man in Kleinigkeiten großzügig ist, den Leuten ihren Urlaub schnell genehmigt und sie auch sonst einfach wertschätzt, dann bekommt man das zurück. Denn letztlich sind alle aufeinander angewiesen. Und wenn es in einem Team drunter und drüber geht, die Leute nicht mehr gerne zur Arbeit kommen usw., hat oft auch irgendeine Führungskraft mal nicht gut gewirkt. Nur ist aufbauen immer schwerer als kaputtmachen.


