15.12.2025, 10:46
Wieso solltest du das tun? Das lohnt sich doch nur, wenn ansonsten deine steuerrechtlichen Mandanten woanders hingehen, weil sie unbedingt eine all-in-one Lösung wollen.
15.12.2025, 10:51
(15.12.2025, 10:15)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 09:59)Paul Klee schrieb: Wenn dir die Leute derart die Tür einrennen als Berufseinsteiger ist vielleicht dein Angebot einfach zu "gut" (=billig)?
Dann könntest du das überdenken. Wenn nicht wird ja genug rumkommen jemand einzustellen.
Würde mir auch mal einen strukturierten Plan machen.
Ich habe ausschließlich Mandanten, die bei einem Steuerberater normalerweise zu uninteressant sind, da sie zu klein sind.
Es geht nicht um die Frage, ob ich mir einen Berufsträger leisten könnte, ich weiß nur nicht, ob genügend Aufträge vorhanden sind, die nicht steuerrechtlicher Art sind. Dann müsste ich noch weitere Mandate aufnehmen, damit sich der Berufsträger rechnet. Die andere Variante ist tatsächlich, dass ich den Angestellten als reine Kostenstelle sehe und der steuerliche Teil den Angestellten mitfinanziert.
wenn du das nicht weißt.... du siehst doch welcher Bedarf besteht, welche Anfragen du bekommst. Was sagt da der Businessplan?
Ansonsten würde ich an deiner Stelle eher Richtung einer Kooperation/Bürogemeinschaft gehen. Gerade wenn dir bewusst ist, dass Personalführung nicht dein Ding ist. Als Chef kann man durchaus schwierig sein, aber das rächt sich dann in erhöhter Fluktuation. Das sind dann wieder Kosten und Stress..
15.12.2025, 12:03
Ich bin Syndikus im ArbR und nebenher als RA zugelassen, habe > 3 Jahre BE aus GK. Bei Bedarf kann ich unterstützen, eine Vereinbarung würden wir sicherlich finden.
16.12.2025, 23:21
(15.12.2025, 10:51)Freidenkender schrieb:(15.12.2025, 10:15)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 09:59)Paul Klee schrieb: Wenn dir die Leute derart die Tür einrennen als Berufseinsteiger ist vielleicht dein Angebot einfach zu "gut" (=billig)?
Dann könntest du das überdenken. Wenn nicht wird ja genug rumkommen jemand einzustellen.
Würde mir auch mal einen strukturierten Plan machen.
Ich habe ausschließlich Mandanten, die bei einem Steuerberater normalerweise zu uninteressant sind, da sie zu klein sind.
Es geht nicht um die Frage, ob ich mir einen Berufsträger leisten könnte, ich weiß nur nicht, ob genügend Aufträge vorhanden sind, die nicht steuerrechtlicher Art sind. Dann müsste ich noch weitere Mandate aufnehmen, damit sich der Berufsträger rechnet. Die andere Variante ist tatsächlich, dass ich den Angestellten als reine Kostenstelle sehe und der steuerliche Teil den Angestellten mitfinanziert.
wenn du das nicht weißt.... du siehst doch welcher Bedarf besteht, welche Anfragen du bekommst. Was sagt da der Businessplan?
Ansonsten würde ich an deiner Stelle eher Richtung einer Kooperation/Bürogemeinschaft gehen. Gerade wenn dir bewusst ist, dass Personalführung nicht dein Ding ist. Als Chef kann man durchaus schwierig sein, aber das rächt sich dann in erhöhter Fluktuation. Das sind dann wieder Kosten und Stress..
Bisher sind etwa 150 Inkassosachen (unbestritten) und etwa 30 bestrittene Forderungen. Ich konnte die Mandanten davon überzeugen, dass eine OPOS Liste von 30.000 EUR und mehr einfach nicht für ein kleines Unternehmen tragbar ist. Dazu kommen noch so andere Sachen wie 3 Kündigungsschutzprozesse, die hat aber ein befreundeter Anwalt übernommen, der auch die Forderungen bei denen die Verjährung droht übernimmt. Nächsten Monat kommen dann noch weitere Mandate, erst dann werde ich sehen, wie viele Inkassosachen noch anstehen bzw. ob die Mandanten das wünschen. Dazu kommen natürlich immer wieder Fragen zum Arbeitsrecht etc. Ich habe aber leider überhaupt kein Gespür, wie viele Akten ein Anwalt pro Monat bearbeiten kann. Gibt es da irgendwelche Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?
17.12.2025, 09:39
(16.12.2025, 23:21)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 10:51)Freidenkender schrieb:(15.12.2025, 10:15)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 09:59)Paul Klee schrieb: Wenn dir die Leute derart die Tür einrennen als Berufseinsteiger ist vielleicht dein Angebot einfach zu "gut" (=billig)?
Dann könntest du das überdenken. Wenn nicht wird ja genug rumkommen jemand einzustellen.
Würde mir auch mal einen strukturierten Plan machen.
Ich habe ausschließlich Mandanten, die bei einem Steuerberater normalerweise zu uninteressant sind, da sie zu klein sind.
Es geht nicht um die Frage, ob ich mir einen Berufsträger leisten könnte, ich weiß nur nicht, ob genügend Aufträge vorhanden sind, die nicht steuerrechtlicher Art sind. Dann müsste ich noch weitere Mandate aufnehmen, damit sich der Berufsträger rechnet. Die andere Variante ist tatsächlich, dass ich den Angestellten als reine Kostenstelle sehe und der steuerliche Teil den Angestellten mitfinanziert.
wenn du das nicht weißt.... du siehst doch welcher Bedarf besteht, welche Anfragen du bekommst. Was sagt da der Businessplan?
Ansonsten würde ich an deiner Stelle eher Richtung einer Kooperation/Bürogemeinschaft gehen. Gerade wenn dir bewusst ist, dass Personalführung nicht dein Ding ist. Als Chef kann man durchaus schwierig sein, aber das rächt sich dann in erhöhter Fluktuation. Das sind dann wieder Kosten und Stress..
Bisher sind etwa 150 Inkassosachen (unbestritten) und etwa 30 bestrittene Forderungen. Ich konnte die Mandanten davon überzeugen, dass eine OPOS Liste von 30.000 EUR und mehr einfach nicht für ein kleines Unternehmen tragbar ist. Dazu kommen noch so andere Sachen wie 3 Kündigungsschutzprozesse, die hat aber ein befreundeter Anwalt übernommen, der auch die Forderungen bei denen die Verjährung droht übernimmt. Nächsten Monat kommen dann noch weitere Mandate, erst dann werde ich sehen, wie viele Inkassosachen noch anstehen bzw. ob die Mandanten das wünschen. Dazu kommen natürlich immer wieder Fragen zum Arbeitsrecht etc. Ich habe aber leider überhaupt kein Gespür, wie viele Akten ein Anwalt pro Monat bearbeiten kann. Gibt es da irgendwelche Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?
du solltest die Frage stellen, wie viel Umsatz dein RA bringen soll. Es geht weniger um die Frage der Menge, da das von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Willst du Inkasso machen brauchst du erst mal eine gute ReFA. Da musst du deine Abläufe optimieren und Masse machen. Arbeitsrecht ist auch vielfältig. Als ich noch in der Kanzlei gearbeitet habe, habe ich mal in einem Monat für 450 AN eines Betriebes Weihnachtsgeld eingeklagt. Das geht. Kündigungsschutzsachen ist ein wenig abhängig von deinem Geschick sich zu vergleichen.
Aber egal wie: es muss sich rechnen. Du kennst doch die Streitwerte, die da auf dem Tisch liegen. Damit kannst du abschätzen, ob es sich rechnet einen RA zu beschäftigen. Sauberer Businesscase und du hast eine Entscheidungsgrundlage
17.12.2025, 19:26
(17.12.2025, 09:39)Freidenkender schrieb:(16.12.2025, 23:21)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 10:51)Freidenkender schrieb:(15.12.2025, 10:15)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 09:59)Paul Klee schrieb: Wenn dir die Leute derart die Tür einrennen als Berufseinsteiger ist vielleicht dein Angebot einfach zu "gut" (=billig)?
Dann könntest du das überdenken. Wenn nicht wird ja genug rumkommen jemand einzustellen.
Würde mir auch mal einen strukturierten Plan machen.
Ich habe ausschließlich Mandanten, die bei einem Steuerberater normalerweise zu uninteressant sind, da sie zu klein sind.
Es geht nicht um die Frage, ob ich mir einen Berufsträger leisten könnte, ich weiß nur nicht, ob genügend Aufträge vorhanden sind, die nicht steuerrechtlicher Art sind. Dann müsste ich noch weitere Mandate aufnehmen, damit sich der Berufsträger rechnet. Die andere Variante ist tatsächlich, dass ich den Angestellten als reine Kostenstelle sehe und der steuerliche Teil den Angestellten mitfinanziert.
wenn du das nicht weißt.... du siehst doch welcher Bedarf besteht, welche Anfragen du bekommst. Was sagt da der Businessplan?
Ansonsten würde ich an deiner Stelle eher Richtung einer Kooperation/Bürogemeinschaft gehen. Gerade wenn dir bewusst ist, dass Personalführung nicht dein Ding ist. Als Chef kann man durchaus schwierig sein, aber das rächt sich dann in erhöhter Fluktuation. Das sind dann wieder Kosten und Stress..
Bisher sind etwa 150 Inkassosachen (unbestritten) und etwa 30 bestrittene Forderungen. Ich konnte die Mandanten davon überzeugen, dass eine OPOS Liste von 30.000 EUR und mehr einfach nicht für ein kleines Unternehmen tragbar ist. Dazu kommen noch so andere Sachen wie 3 Kündigungsschutzprozesse, die hat aber ein befreundeter Anwalt übernommen, der auch die Forderungen bei denen die Verjährung droht übernimmt. Nächsten Monat kommen dann noch weitere Mandate, erst dann werde ich sehen, wie viele Inkassosachen noch anstehen bzw. ob die Mandanten das wünschen. Dazu kommen natürlich immer wieder Fragen zum Arbeitsrecht etc. Ich habe aber leider überhaupt kein Gespür, wie viele Akten ein Anwalt pro Monat bearbeiten kann. Gibt es da irgendwelche Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?
du solltest die Frage stellen, wie viel Umsatz dein RA bringen soll. Es geht weniger um die Frage der Menge, da das von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Willst du Inkasso machen brauchst du erst mal eine gute ReFA. Da musst du deine Abläufe optimieren und Masse machen. Arbeitsrecht ist auch vielfältig. Als ich noch in der Kanzlei gearbeitet habe, habe ich mal in einem Monat für 450 AN eines Betriebes Weihnachtsgeld eingeklagt. Das geht. Kündigungsschutzsachen ist ein wenig abhängig von deinem Geschick sich zu vergleichen.
Aber egal wie: es muss sich rechnen. Du kennst doch die Streitwerte, die da auf dem Tisch liegen. Damit kannst du abschätzen, ob es sich rechnet einen RA zu beschäftigen. Sauberer Businesscase und du hast eine Entscheidungsgrundlage
+1 Man muss aufpassen, dass man nicht einen Scheinerfolg hat, nur weil man der billige Jakob ist. Natürlich gibt es da draußen einen Haufen Privatpersonen und Unternehmer, die darauf warten, dass ein Anwalt ihren Kleinkram bearbeitet, weil das andere Anwälte auf Grund der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht machen. Erfolg wird man damit langfristig aber nicht haben.
Daher braucht es den sauberen Business Case. Was erwirtschaftet ein durchschnittlicher Fall je nach Gebiet/Mandant und wie lange braucht man dafür.
21.12.2025, 03:05
(17.12.2025, 19:26)Patenter Gast schrieb:(17.12.2025, 09:39)Freidenkender schrieb:(16.12.2025, 23:21)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 10:51)Freidenkender schrieb:(15.12.2025, 10:15)mittelmäßig25 schrieb: Ich habe ausschließlich Mandanten, die bei einem Steuerberater normalerweise zu uninteressant sind, da sie zu klein sind.
Es geht nicht um die Frage, ob ich mir einen Berufsträger leisten könnte, ich weiß nur nicht, ob genügend Aufträge vorhanden sind, die nicht steuerrechtlicher Art sind. Dann müsste ich noch weitere Mandate aufnehmen, damit sich der Berufsträger rechnet. Die andere Variante ist tatsächlich, dass ich den Angestellten als reine Kostenstelle sehe und der steuerliche Teil den Angestellten mitfinanziert.
wenn du das nicht weißt.... du siehst doch welcher Bedarf besteht, welche Anfragen du bekommst. Was sagt da der Businessplan?
Ansonsten würde ich an deiner Stelle eher Richtung einer Kooperation/Bürogemeinschaft gehen. Gerade wenn dir bewusst ist, dass Personalführung nicht dein Ding ist. Als Chef kann man durchaus schwierig sein, aber das rächt sich dann in erhöhter Fluktuation. Das sind dann wieder Kosten und Stress..
Bisher sind etwa 150 Inkassosachen (unbestritten) und etwa 30 bestrittene Forderungen. Ich konnte die Mandanten davon überzeugen, dass eine OPOS Liste von 30.000 EUR und mehr einfach nicht für ein kleines Unternehmen tragbar ist. Dazu kommen noch so andere Sachen wie 3 Kündigungsschutzprozesse, die hat aber ein befreundeter Anwalt übernommen, der auch die Forderungen bei denen die Verjährung droht übernimmt. Nächsten Monat kommen dann noch weitere Mandate, erst dann werde ich sehen, wie viele Inkassosachen noch anstehen bzw. ob die Mandanten das wünschen. Dazu kommen natürlich immer wieder Fragen zum Arbeitsrecht etc. Ich habe aber leider überhaupt kein Gespür, wie viele Akten ein Anwalt pro Monat bearbeiten kann. Gibt es da irgendwelche Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?
du solltest die Frage stellen, wie viel Umsatz dein RA bringen soll. Es geht weniger um die Frage der Menge, da das von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Willst du Inkasso machen brauchst du erst mal eine gute ReFA. Da musst du deine Abläufe optimieren und Masse machen. Arbeitsrecht ist auch vielfältig. Als ich noch in der Kanzlei gearbeitet habe, habe ich mal in einem Monat für 450 AN eines Betriebes Weihnachtsgeld eingeklagt. Das geht. Kündigungsschutzsachen ist ein wenig abhängig von deinem Geschick sich zu vergleichen.
Aber egal wie: es muss sich rechnen. Du kennst doch die Streitwerte, die da auf dem Tisch liegen. Damit kannst du abschätzen, ob es sich rechnet einen RA zu beschäftigen. Sauberer Businesscase und du hast eine Entscheidungsgrundlage
+1 Man muss aufpassen, dass man nicht einen Scheinerfolg hat, nur weil man der billige Jakob ist. Natürlich gibt es da draußen einen Haufen Privatpersonen und Unternehmer, die darauf warten, dass ein Anwalt ihren Kleinkram bearbeitet, weil das andere Anwälte auf Grund der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht machen. Erfolg wird man damit langfristig aber nicht haben.
Daher braucht es den sauberen Business Case. Was erwirtschaftet ein durchschnittlicher Fall je nach Gebiet/Mandant und wie lange braucht man dafür.
Also ich habe nun die bisherigen Aufträge als Übersicht gemacht: Unter Berücksichtigung des Streitwertes im Median von 4800 EUR und der Anzahl von Akten erwarte ich einen Umsatz zwichen 70.000 EUR und 110.000 Umsatz. Daher rechnet sich tatsächlich ein angestellter Berufsträger in Teilzeit. Ich wohne in einer Stadt (zwischen 50.000 und 150.000 Einwohner).
Ist ein Gehalt von 2800 Euro für 20 Stunden pro Woche ein ordentliches Gehalt? Welche Noten bzw. Berufserfahrung kann ich bei dem Gehalt erwarten?
21.12.2025, 10:59
(21.12.2025, 03:05)mittelmäßig25 schrieb:(17.12.2025, 19:26)Patenter Gast schrieb:(17.12.2025, 09:39)Freidenkender schrieb:(16.12.2025, 23:21)mittelmäßig25 schrieb:(15.12.2025, 10:51)Freidenkender schrieb: wenn du das nicht weißt.... du siehst doch welcher Bedarf besteht, welche Anfragen du bekommst. Was sagt da der Businessplan?
Ansonsten würde ich an deiner Stelle eher Richtung einer Kooperation/Bürogemeinschaft gehen. Gerade wenn dir bewusst ist, dass Personalführung nicht dein Ding ist. Als Chef kann man durchaus schwierig sein, aber das rächt sich dann in erhöhter Fluktuation. Das sind dann wieder Kosten und Stress..
Bisher sind etwa 150 Inkassosachen (unbestritten) und etwa 30 bestrittene Forderungen. Ich konnte die Mandanten davon überzeugen, dass eine OPOS Liste von 30.000 EUR und mehr einfach nicht für ein kleines Unternehmen tragbar ist. Dazu kommen noch so andere Sachen wie 3 Kündigungsschutzprozesse, die hat aber ein befreundeter Anwalt übernommen, der auch die Forderungen bei denen die Verjährung droht übernimmt. Nächsten Monat kommen dann noch weitere Mandate, erst dann werde ich sehen, wie viele Inkassosachen noch anstehen bzw. ob die Mandanten das wünschen. Dazu kommen natürlich immer wieder Fragen zum Arbeitsrecht etc. Ich habe aber leider überhaupt kein Gespür, wie viele Akten ein Anwalt pro Monat bearbeiten kann. Gibt es da irgendwelche Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?
du solltest die Frage stellen, wie viel Umsatz dein RA bringen soll. Es geht weniger um die Frage der Menge, da das von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Willst du Inkasso machen brauchst du erst mal eine gute ReFA. Da musst du deine Abläufe optimieren und Masse machen. Arbeitsrecht ist auch vielfältig. Als ich noch in der Kanzlei gearbeitet habe, habe ich mal in einem Monat für 450 AN eines Betriebes Weihnachtsgeld eingeklagt. Das geht. Kündigungsschutzsachen ist ein wenig abhängig von deinem Geschick sich zu vergleichen.
Aber egal wie: es muss sich rechnen. Du kennst doch die Streitwerte, die da auf dem Tisch liegen. Damit kannst du abschätzen, ob es sich rechnet einen RA zu beschäftigen. Sauberer Businesscase und du hast eine Entscheidungsgrundlage
+1 Man muss aufpassen, dass man nicht einen Scheinerfolg hat, nur weil man der billige Jakob ist. Natürlich gibt es da draußen einen Haufen Privatpersonen und Unternehmer, die darauf warten, dass ein Anwalt ihren Kleinkram bearbeitet, weil das andere Anwälte auf Grund der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht machen. Erfolg wird man damit langfristig aber nicht haben.
Daher braucht es den sauberen Business Case. Was erwirtschaftet ein durchschnittlicher Fall je nach Gebiet/Mandant und wie lange braucht man dafür.
Also ich habe nun die bisherigen Aufträge als Übersicht gemacht: Unter Berücksichtigung des Streitwertes im Median von 4800 EUR und der Anzahl von Akten erwarte ich einen Umsatz zwichen 70.000 EUR und 110.000 Umsatz. Daher rechnet sich tatsächlich ein angestellter Berufsträger in Teilzeit. Ich wohne in einer Stadt (zwischen 50.000 und 150.000 Einwohner).
Ist ein Gehalt von 2800 Euro für 20 Stunden pro Woche ein ordentliches Gehalt? Welche Noten bzw. Berufserfahrung kann ich bei dem Gehalt erwarten?
Ein Umsatz von 70k bis 110k für was? Im Jahr, im Monat? Aus den bisherigen Aufträgen? Im Quartal?
Die Frage, ob es ein ordentliches Gehalt ist, stellt sich nicht, die Frage ist nur, ob du mit deinem Umsatz ein bestimmtes Gehalt rechtfertigen kannst. Wenn es dein p.a. Umsatz wäre, dann wäre es wohl ok. Welche Noten/Berufserfahrung du erwarten kannst, stellt sich auch wieder nur bedingt als Frage - du wirst sehen, wer sich auf deine Stellenanzeige bewirbt. Und im Zweifel siehst du auch, was diese Leute an Gehalt fordern.
21.12.2025, 14:32
(21.12.2025, 10:59)Patenter Gast schrieb:Das ist der Umsatz anhand der bisherigen Aufträge nicht steuerlicher Art. Hinzu kommt noch etwa ein Umsatz 22.000 Euro pro Monat durch die FIBu + Jahresabschlüsse. In diesem Monat sind es aber nur etwa 8000 EURO.(21.12.2025, 03:05)mittelmäßig25 schrieb:(17.12.2025, 19:26)Patenter Gast schrieb:(17.12.2025, 09:39)Freidenkender schrieb:(16.12.2025, 23:21)mittelmäßig25 schrieb: Bisher sind etwa 150 Inkassosachen (unbestritten) und etwa 30 bestrittene Forderungen. Ich konnte die Mandanten davon überzeugen, dass eine OPOS Liste von 30.000 EUR und mehr einfach nicht für ein kleines Unternehmen tragbar ist. Dazu kommen noch so andere Sachen wie 3 Kündigungsschutzprozesse, die hat aber ein befreundeter Anwalt übernommen, der auch die Forderungen bei denen die Verjährung droht übernimmt. Nächsten Monat kommen dann noch weitere Mandate, erst dann werde ich sehen, wie viele Inkassosachen noch anstehen bzw. ob die Mandanten das wünschen. Dazu kommen natürlich immer wieder Fragen zum Arbeitsrecht etc. Ich habe aber leider überhaupt kein Gespür, wie viele Akten ein Anwalt pro Monat bearbeiten kann. Gibt es da irgendwelche Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?
du solltest die Frage stellen, wie viel Umsatz dein RA bringen soll. Es geht weniger um die Frage der Menge, da das von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Willst du Inkasso machen brauchst du erst mal eine gute ReFA. Da musst du deine Abläufe optimieren und Masse machen. Arbeitsrecht ist auch vielfältig. Als ich noch in der Kanzlei gearbeitet habe, habe ich mal in einem Monat für 450 AN eines Betriebes Weihnachtsgeld eingeklagt. Das geht. Kündigungsschutzsachen ist ein wenig abhängig von deinem Geschick sich zu vergleichen.
Aber egal wie: es muss sich rechnen. Du kennst doch die Streitwerte, die da auf dem Tisch liegen. Damit kannst du abschätzen, ob es sich rechnet einen RA zu beschäftigen. Sauberer Businesscase und du hast eine Entscheidungsgrundlage
+1 Man muss aufpassen, dass man nicht einen Scheinerfolg hat, nur weil man der billige Jakob ist. Natürlich gibt es da draußen einen Haufen Privatpersonen und Unternehmer, die darauf warten, dass ein Anwalt ihren Kleinkram bearbeitet, weil das andere Anwälte auf Grund der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht machen. Erfolg wird man damit langfristig aber nicht haben.
Daher braucht es den sauberen Business Case. Was erwirtschaftet ein durchschnittlicher Fall je nach Gebiet/Mandant und wie lange braucht man dafür.
Also ich habe nun die bisherigen Aufträge als Übersicht gemacht: Unter Berücksichtigung des Streitwertes im Median von 4800 EUR und der Anzahl von Akten erwarte ich einen Umsatz zwichen 70.000 EUR und 110.000 Umsatz. Daher rechnet sich tatsächlich ein angestellter Berufsträger in Teilzeit. Ich wohne in einer Stadt (zwischen 50.000 und 150.000 Einwohner).
Ist ein Gehalt von 2800 Euro für 20 Stunden pro Woche ein ordentliches Gehalt? Welche Noten bzw. Berufserfahrung kann ich bei dem Gehalt erwarten?
Ein Umsatz von 70k bis 110k für was? Im Jahr, im Monat? Aus den bisherigen Aufträgen? Im Quartal?![]()
Die Frage, ob es ein ordentliches Gehalt ist, stellt sich nicht, die Frage ist nur, ob du mit deinem Umsatz ein bestimmtes Gehalt rechtfertigen kannst. Wenn es dein p.a. Umsatz wäre, dann wäre es wohl ok. Welche Noten/Berufserfahrung du erwarten kannst, stellt sich auch wieder nur bedingt als Frage - du wirst sehen, wer sich auf deine Stellenanzeige bewirbt. Und im Zweifel siehst du auch, was diese Leute an Gehalt fordern.
22.12.2025, 00:26
Das Jahresgehalt wären dann 33.600€ AN-Brutto konservativ gerechnet etwa 40K Kosten für dich mit Kammerbeitrag und Haftpflicht. , abhängig von deiner Kostenquote (Büro/IT/Assistenz) kann es schon bei 70K Kostenneutral sein und sich damit lohnen um das Geschäft weiter auszubauen und Mandanten zu gewinnen. Wenn es nicht läuft bzw. entwickelt, du fällst nicht unter das KSchG, müsstest du dich dann halt trennen. Im aktuellen Arbeitsmarkt scheint es Kollegen zu geben, die dafür wohl auch anfangen würden. Du kannst auch mit anderen Dingen Punkten wie guter IT auch zur Privatnutzung, Mobile Office (spart ggf. auch Bürokosten), Einhaltung der Arbeitszeit (bei uns ja nicht selbstverständlich) usw...


