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Niedrigere Notenanforderungen - merkbarer Qualitätsabfall?
Gast
Unregistered
 
#11
17.08.2022, 11:51
Was erwartest du denn? Dass du Solo mit Teilzeitarbeit ne schöne Wohnung nicht finanzieren können wirst war doch klar. Das wird selbst mit T1 Gehältern schwer. 

Auch unsere Eltern haben zusammenlegen müssen. Und ja auch für die war es mit ner Scheidung schnell vorbei mit dem Traum vom Eigenheim. Es hat sich halt nix geändert. Wenn du ein Haus/Wohnung in guter Lage willst, dann brauchst du einen Partner auf den du dich verlassen kannst. Insbesondere wenn du aufgrund der Kinder (finde ich übrigens klasse!) bereit bist Teilzeit zu arbeiten. 

Mit R1 bekommst du ausreichend Geld und auch sehr viele Möglichkeiten dich solange die Kinder noch klein sind temporär nur noch Teilzeit blicken zu lassen. Wenn dann ein Vollzeit arbeitender Partner dabei ist schaffst du doch auch deine Wohnung. Verstehe nicht wieso das nicht gehen soll. Selbst bei heutigen Preisen.
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Gast
Unregistered
 
#12
17.08.2022, 12:08
(17.08.2022, 11:43)Juramaus schrieb:  Ich war Staatsanwältin auf dem Land und mit meinem Gehalt wäre ein Haus dort nicht finanzierbar gewesen. Ein Oberstaatsanwalt meinte auch, dass der Nachwuchsmangel bei der Justiz mit den hohen Immobilienpreisen zusammenhängt. 


Also auf dem Land sind die Immo-Preise doch überwiegend noch fair. In den großen Städten ist das eine heftige Sache aber auf dem Land... da haben 100% und 50% doch schnell knapp 6k netto zur Verfügung, so dass problemlos im Bereich von 750k gekauft werden kann.
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Gast555
Unregistered
 
#13
17.08.2022, 12:19
Bin nicht TE, aber könntet ihr bei der Frage bleiben? Statt euch über Immobilienpreise auf dem Land zu unterhalten …
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Gast
Unregistered
 
#14
17.08.2022, 12:23
(17.08.2022, 12:19)Gast555 schrieb:  Bin nicht TE, aber könntet ihr bei der Frage bleiben? Statt euch über Immobilienpreise auf dem Land zu unterhalten …


Frage wurde doch schon beantwortet. Ein Punkt macht keinen großen Unterschied, da kommt es auf die individuelle Arbeitseinstellung an. Erst bei größeren Abständen merkt man fast immer einen Unterschied.
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Gast
Unregistered
 
#15
17.08.2022, 13:44
Wobei ich in die Debatte gerne noch einwerfen würde, dass - nach meinen Erfahrungen im Bekanntenkreis - gerade in ganz hohen Punkteregionen (11,5+) möglicherweise es auch wieder zu "Qualitätsverlust" kommt. Solche Noten sind nämlich eigentlich nur möglich, wenn man neben besonderer Intelligenz auch über besondere Sorgfalt verfügt. Bei auf Effizienz getrimmten Großkanzleien dürfte das aber häufig eher hinderlich sein. Viele Dinge müssen dort einfach nicht 100% perfekt sein. 

Aber ist nur eine Hypothese!
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guga
Unregistered
 
#16
17.08.2022, 13:46
besondere Sorgfalt brauchst du in jeder Kanzlei
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Die Spitze der Sozialkompetenz
Member
***
Beiträge: 169
Themen: 2
Registriert seit: Dec 2021
#17
17.08.2022, 13:55
(17.08.2022, 13:44)Gast schrieb:  Wobei ich in die Debatte gerne noch einwerfen würde, dass - nach meinen Erfahrungen im Bekanntenkreis - gerade in ganz hohen Punkteregionen (11,5+) möglicherweise es auch wieder zu "Qualitätsverlust" kommt. Solche Noten sind nämlich eigentlich nur möglich, wenn man neben besonderer Intelligenz auch über besondere Sorgfalt verfügt. Bei auf Effizienz getrimmten Großkanzleien dürfte das aber häufig eher hinderlich sein. Viele Dinge müssen dort einfach nicht 100% perfekt sein. 

Aber ist nur eine Hypothese!


Gerade Großkanzleien achten eigentlich auf "Perfektion" oder besser gesagt ein möglichst gutes Arbeitsergebnis.
Angesichts der Fülle an Mandaten und des Termindrucks hilft da das häufig schnelle Auffassungsvermögen (und ggfs. die Fachkenntnisse, bei Berufsanfängern aber eher selten) eines Juristen mit hervorragendem Examen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.08.2022, 13:57 von Die Spitze der Sozialkompetenz.)
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Gast
Unregistered
 
#18
17.08.2022, 13:56
(17.08.2022, 13:46)guga schrieb:  besondere Sorgfalt brauchst du in jeder Kanzlei


Die tatsächlich geübte Sorgfalt unterscheidet sich gleichwohl ganz erheblich.
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Gast
Unregistered
 
#19
17.08.2022, 14:32
Tatsächlich spielen die Noten bei der Qualität der Arbeit fast garkeine Rolle aus meiner Beobachtung. Macht auch Sinn, da die Fähigkeiten aus den Examina im Berufsleben nicht oder in deutlich anderer Form benötigt werden.
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Gast
Unregistered
 
#20
17.08.2022, 14:38
(17.08.2022, 14:32)Gast schrieb:  Tatsächlich spielen die Noten bei der Qualität der Arbeit fast garkeine Rolle aus meiner Beobachtung. Macht auch Sinn, da die Fähigkeiten aus den Examina im Berufsleben nicht oder in deutlich anderer Form benötigt werden.


Naja, das kann ich nicht so teilen. Die Fähigkeiten sind Arbeiten unter Stress/Druck, erfassen von Problemstellungen, verstehen der Systematik und das "zu Papier bringen" von Wissen. Das ist alles sehr praxisrelevant. 

Natürlich kann man Examen nicht 1 zu 1 in die Praxis übertragen aber die Würfel werden auch nicht neu gemischt. Man darf nur nicht vom Examen so Feinabstufungen erwarten, dass jemand mit 9 Punkten besser wäre als jemand mit 8 Punkten. Aber in größeren Notenschritten merkt man in aller Regel auch in der Praxis einen Qualitätsunterschied (wenn es auch Ausnahmen gibt, natürlich, bei 2.000 Absolventen pro Jahr wundert das nicht).
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