11.08.2022, 09:48
Guten Morgen,
auf Azur gibt es ja die bekannten Kanzleiprofile mit Angaben zu Gehalt ect.. Mir ist aufgefallen, dass Sullivan & Cromwell dort nicht gelistet ist, und habe mich gefragt, warum dies so ist.
Hat jemand von euch eine Idee?
[url=https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjWhoatpb75AhWEnP0HHSFTD_8QFnoECAMQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.juve.de%2Fjuve-rankings%2Fdeutschland%2Ffrankfurt%2Fsullivan-cromwell%2F&usg=AOvVaw0yRHFcN9JUJmfGaGvQaR0P][/url]
auf Azur gibt es ja die bekannten Kanzleiprofile mit Angaben zu Gehalt ect.. Mir ist aufgefallen, dass Sullivan & Cromwell dort nicht gelistet ist, und habe mich gefragt, warum dies so ist.
Hat jemand von euch eine Idee?
[url=https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjWhoatpb75AhWEnP0HHSFTD_8QFnoECAMQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.juve.de%2Fjuve-rankings%2Fdeutschland%2Ffrankfurt%2Fsullivan-cromwell%2F&usg=AOvVaw0yRHFcN9JUJmfGaGvQaR0P][/url]
11.08.2022, 10:46
Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?
11.08.2022, 11:12
(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?
Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Dieses Ranking meine ich: https://www.azur-online.de/top-arbeitgeber/
Dort ist wirklich absolut jeder einigermaßen relevante Arbeitgeber gelistet, nur S&C fehlt.
11.08.2022, 11:28
(11.08.2022, 11:12)Lowperformer schrieb:(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?
Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Dieses Ranking meine ich: https://www.azur-online.de/top-arbeitgeber/
Dort ist wirklich absolut jeder einigermaßen relevante Arbeitgeber gelistet, nur S&C fehlt.
Trotzdem muss jeder Arbeitgeber dort ein Profil ausfüllen, aktiv daran mitwirken und eben je nach gewünschtem Auftritt auch was zahlen.
Wenn SullCro gesagt hat, dass die Azur für sie schlicht irrelevant als Werbeplattform ist, müssen sie dort auch nicht mit machen. Ich würde auch mal sagen, die paar Bewerber, die die brauchen, ergeben sich über ihre Bekanntheit.
11.08.2022, 14:42
(11.08.2022, 11:12)Lowperformer schrieb:(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?
Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Dieses Ranking meine ich: https://www.azur-online.de/top-arbeitgeber/
Dort ist wirklich absolut jeder einigermaßen relevante Arbeitgeber gelistet, nur S&C fehlt.
Die geben ihr Werbebudget halt offenbar lieber anderswo aus oder sparen es ein, so what. Passiert bei spezialisierten Kanzleien mit hohem Bekanntheitsgrad, aber wenigen Einstellungen immer wieder mal. Den Bewerber, der auf die "objektiven" Berichte, insb. bzgl. der Arbeitszeiten, vertraut, brauchen die eh nicht
11.08.2022, 15:00
(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?Ist S&C denn wirklich unter deutschen Nachwuchsjuristen so bekannt? Das würde ich bezweifeln.
Die Antwort dürfte banal sein: Gemessen an den Parametern von Azur ist S&C einfach kein "Top-Arbeitgeber". In das Rankingergebnis fließen nämlich Neueinstellungen, Gehalt, Associatezufriedenheit und Bekanntheit (bei Nachwuchsjuristen) gleichwertig ein. Als typischer deutscher Ableger einer US-Kanzlei, dh wenig Neueinstellungen, hohes Gehalt, eher geringe Präsenz an den Unis - kann man da schon mal weiter unten landen.
Damit meine ich übrigens nicht, dass S&C ein schlechter Arbeitgeber ist. Das Azur-Ranking ist halt einfach Mist, weil systematisch die personalstarken Kanzleien bevorzugt werden.
11.08.2022, 15:07
(11.08.2022, 15:00)Gast schrieb:(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?Ist S&C denn wirklich unter deutschen Nachwuchsjuristen so bekannt? Das würde ich bezweifeln.
Die Antwort dürfte banal sein: Gemessen an den Parametern von Azur ist S&C einfach kein "Top-Arbeitgeber". In das Rankingergebnis fließen nämlich Neueinstellungen, Gehalt, Associatezufriedenheit und Bekanntheit (bei Nachwuchsjuristen) gleichwertig ein. Als typischer deutscher Ableger einer US-Kanzlei, dh wenig Neueinstellungen, hohes Gehalt, eher geringe Präsenz an den Unis - kann man da schon mal weiter unten landen.
Damit meine ich übrigens nicht, dass S&C ein schlechter Arbeitgeber ist. Das Azur-Ranking ist halt einfach Mist, weil systematisch die personalstarken Kanzleien bevorzugt werden.
Aha und deswegen schaffen es so Läden wie Greenfort oder Wagensonner rein?!
Wenn ich sehe was alles für Aufwand in die Anwaltsrankings reinfließt. Wer sich nicht darum bemüht, hat da auch schlechte Chancen. Und ähnliches ist es eben für Azur. SullCro ist in den einschlägigen Kreisen hinlänglich bekannt. Wer die Azur braucht, um auf sie aufmerksam zu werden, ist wahrscheinlich eh kein geeigneter Kandidat
11.08.2022, 15:42
(11.08.2022, 15:00)Gast schrieb:(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?Ist S&C denn wirklich unter deutschen Nachwuchsjuristen so bekannt? Das würde ich bezweifeln.
Die Antwort dürfte banal sein: Gemessen an den Parametern von Azur ist S&C einfach kein "Top-Arbeitgeber". In das Rankingergebnis fließen nämlich Neueinstellungen, Gehalt, Associatezufriedenheit und Bekanntheit (bei Nachwuchsjuristen) gleichwertig ein. Als typischer deutscher Ableger einer US-Kanzlei, dh wenig Neueinstellungen, hohes Gehalt, eher geringe Präsenz an den Unis - kann man da schon mal weiter unten landen.
Damit meine ich übrigens nicht, dass S&C ein schlechter Arbeitgeber ist. Das Azur-Ranking ist halt einfach Mist, weil systematisch die personalstarken Kanzleien bevorzugt werden.
Nein. Allein die Punkte fürs Gehalt würden reichen um es in die Liste zu packen, schau mal wo andere US Satelliten mit kaum Einstellungen landen
11.08.2022, 15:59
(11.08.2022, 15:07)Gast schrieb:Dieser Denkweise würde ich deutlich widersprechen, weil sie aus Sicht des Personalmarketings keinen Sinn ergibt:(11.08.2022, 15:00)Gast schrieb:(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?Ist S&C denn wirklich unter deutschen Nachwuchsjuristen so bekannt? Das würde ich bezweifeln.
Die Antwort dürfte banal sein: Gemessen an den Parametern von Azur ist S&C einfach kein "Top-Arbeitgeber". In das Rankingergebnis fließen nämlich Neueinstellungen, Gehalt, Associatezufriedenheit und Bekanntheit (bei Nachwuchsjuristen) gleichwertig ein. Als typischer deutscher Ableger einer US-Kanzlei, dh wenig Neueinstellungen, hohes Gehalt, eher geringe Präsenz an den Unis - kann man da schon mal weiter unten landen.
Damit meine ich übrigens nicht, dass S&C ein schlechter Arbeitgeber ist. Das Azur-Ranking ist halt einfach Mist, weil systematisch die personalstarken Kanzleien bevorzugt werden.
Aha und deswegen schaffen es so Läden wie Greenfort oder Wagensonner rein?!
Wenn ich sehe was alles für Aufwand in die Anwaltsrankings reinfließt. Wer sich nicht darum bemüht, hat da auch schlechte Chancen. Und ähnliches ist es eben für Azur. SullCro ist in den einschlägigen Kreisen hinlänglich bekannt. Wer die Azur braucht, um auf sie aufmerksam zu werden, ist wahrscheinlich eh kein geeigneter Kandidat
Ob ein Nachwuchsjurist sich im Kanzleimarkt auskennt, ist doch wirklich kein entscheidendes Kriterium. Wichtiger sind hervorragende juristische Kompetenzen, Interesse an Wirtschaft und Englischkenntnisse.
Als Arbeitgeber sollte man versuchen, bei allen Nachwuchsjuristen, die diese Kriterien erfüllen, präsent zu sein. Je mehr Bewerber man hat, desto höher ist die Qualität der Neueinstellungen.
Wenn S&C bisher genug Personal gewinnen konnte, dann trotz und nicht wegen des Personalmarketings. Zumal man auch dort den "war for talents" spüren wird.
11.08.2022, 16:10
(11.08.2022, 15:42)Gast schrieb:Das stimmt nicht, wie der Blick auf die Azur-Liste verrät: https://www.azur-online.de/die-azur-liste-2022/(11.08.2022, 15:00)Gast schrieb:(11.08.2022, 10:46)Gast schrieb: Das liegt daran, dass die Kanzleien in der Regel für solche Auflistungen zahlen müssen. Warum sollte man sich darauf einlassen, wenn man eh schon bekannt genug ist?Ist S&C denn wirklich unter deutschen Nachwuchsjuristen so bekannt? Das würde ich bezweifeln.
Die Antwort dürfte banal sein: Gemessen an den Parametern von Azur ist S&C einfach kein "Top-Arbeitgeber". In das Rankingergebnis fließen nämlich Neueinstellungen, Gehalt, Associatezufriedenheit und Bekanntheit (bei Nachwuchsjuristen) gleichwertig ein. Als typischer deutscher Ableger einer US-Kanzlei, dh wenig Neueinstellungen, hohes Gehalt, eher geringe Präsenz an den Unis - kann man da schon mal weiter unten landen.
Damit meine ich übrigens nicht, dass S&C ein schlechter Arbeitgeber ist. Das Azur-Ranking ist halt einfach Mist, weil systematisch die personalstarken Kanzleien bevorzugt werden.
Nein. Allein die Punkte fürs Gehalt würden reichen um es in die Liste zu packen, schau mal wo andere US Satelliten mit kaum Einstellungen landen
S&C hat 100 Punkte bei "Gehalt" und (wie für US-Kanzleien üblich) nur 5 Punkte bei "Neueinstellungen" und 26 Punkte bei "Image". Anders als die übrigen US-Kanzleien mit besonders hohen Gehältern (Skadden: 72, Milbank: 69, Kirkland: 64) hat S&C aber sehr schlechte Zufriedenheitswerte - nämlich 43. Bemerkenswerterweise ist das von allen Großkanzleien der niedrigste Wert.
Wenn S&C dadurch auf Rang 84 landet, ist die Kanzlei nicht in der Top 50-Liste, die entsprechend porträtiert wird. Dann liegt das aber daran, dass die Associates ganz offenbar extrem unzufrieden sind. Dass das eine bewusste Entscheidung der Kanzlei war, ist damit offenkundig ein Märchen.









