17.07.2022, 17:28
Nach rd. 4 Jahren Verwaltung reizt mich der Wechsel in eine GK, ggf. auch MK. Profil: 3 aus 4, 1. StEx 9,8, 2. StEx 7,5, Dr. und US-amerik. LL.M.. Weiß jemand, in welcher Tier 2/3 GK man regelmäßig spätestens um 20 Uhr nach Hause gehen kann? Gehaltsvorstellung rd. 120k. Rechtsgebiet: Corporate/M&A. Ort: bevorzugt München, ggf. Frankfurt.
17.07.2022, 17:54
(17.07.2022, 17:28)Berti schrieb: Nach rd. 4 Jahren Verwaltung reizt mich der Wechsel in eine GK, ggf. auch MK. Profil: 3 aus 4, 1. StEx 9,8, 2. StEx 7,5, Dr. und US-amerik. LL.M.. Weiß jemand, in welcher Tier 2/3 GK man regelmäßig spätestens um 20 Uhr nach Hause gehen kann? Gehaltsvorstellung rd. 120k. Rechtsgebiet: Corporate/M&A. Ort: bevorzugt München, ggf. Frankfurt.
Ich würde das Hauptproblem jetzt weniger in den Noten sehen. Auch wenn das jetzt kein Doppel-Prädikat ist und auch nicht „18 aus 2“, sollten dir von der Papierform her sehr viele Türen offen stehen. Nicht zuletzt wegen Deiner Zusatzqualis.
Das Problem sehe ich vielmehr darin, dass fast vier Jahre Verwaltung abschreckend wirken mögen. GK ist halt echt eine andere Schlagzahl. Anwalt = Dienstleister in einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Und die Frage danach, wo du gesichert nach 20 Uhr in Ruhe gelassen wirst, lässt nicht ganz darauf schließen, dass Du Dir darüber im Klaren bist.
Ich meine das überhaupt nicht vorwurfsvoll oder spöttisch. Du solltest schon erklären können, woher der Sinneswandel…
17.07.2022, 18:12
(17.07.2022, 17:54)GK Associate schrieb:(17.07.2022, 17:28)Berti schrieb: Nach rd. 4 Jahren Verwaltung reizt mich der Wechsel in eine GK, ggf. auch MK. Profil: 3 aus 4, 1. StEx 9,8, 2. StEx 7,5, Dr. und US-amerik. LL.M.. Weiß jemand, in welcher Tier 2/3 GK man regelmäßig spätestens um 20 Uhr nach Hause gehen kann? Gehaltsvorstellung rd. 120k. Rechtsgebiet: Corporate/M&A. Ort: bevorzugt München, ggf. Frankfurt.
Ich würde das Hauptproblem jetzt weniger in den Noten sehen. Auch wenn das jetzt kein Doppel-Prädikat ist und auch nicht „18 aus 2“, sollten dir von der Papierform her sehr viele Türen offen stehen. Nicht zuletzt wegen Deiner Zusatzqualis.
Das Problem sehe ich vielmehr darin, dass fast vier Jahre Verwaltung abschreckend wirken mögen. GK ist halt echt eine andere Schlagzahl. Anwalt = Dienstleister in einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Und die Frage danach, wo du gesichert nach 20 Uhr in Ruhe gelassen wirst, lässt nicht ganz darauf schließen, dass Du Dir darüber im Klaren bist.
Ich meine das überhaupt nicht vorwurfsvoll oder spöttisch. Du solltest schon erklären können, woher der Sinneswandel…
Also im thread steht ja "regelmäßig", nicht "gesichert"
Bin neulich unter der Woche in ddorf kurz nach 20 Uhr bei linklaters und den anderen GK Büros an der Kö vorbei. Hab mal aus Interesse drauf geachtet: Da war kaum ein Fenster mehr beleuchtet. Kann natürlich sein, dass die alle hinten sitzen, aber ich denke, es ist besser möglich als viele denken oder behaupten. Es ist halt schon auch ein kleiner Mythos, der außerhalb der Peaks (Abschluss einer Transaktion, dawn raid beim Mandanten etc.) in der Praxis vmtl nur bedingt so korrekt ist. In ffm hab ich nie drauf geachtet
17.07.2022, 18:52
(17.07.2022, 18:12)Drin schrieb:(17.07.2022, 17:54)GK Associate schrieb:(17.07.2022, 17:28)Berti schrieb: Nach rd. 4 Jahren Verwaltung reizt mich der Wechsel in eine GK, ggf. auch MK. Profil: 3 aus 4, 1. StEx 9,8, 2. StEx 7,5, Dr. und US-amerik. LL.M.. Weiß jemand, in welcher Tier 2/3 GK man regelmäßig spätestens um 20 Uhr nach Hause gehen kann? Gehaltsvorstellung rd. 120k. Rechtsgebiet: Corporate/M&A. Ort: bevorzugt München, ggf. Frankfurt.
Ich würde das Hauptproblem jetzt weniger in den Noten sehen. Auch wenn das jetzt kein Doppel-Prädikat ist und auch nicht „18 aus 2“, sollten dir von der Papierform her sehr viele Türen offen stehen. Nicht zuletzt wegen Deiner Zusatzqualis.
Das Problem sehe ich vielmehr darin, dass fast vier Jahre Verwaltung abschreckend wirken mögen. GK ist halt echt eine andere Schlagzahl. Anwalt = Dienstleister in einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Und die Frage danach, wo du gesichert nach 20 Uhr in Ruhe gelassen wirst, lässt nicht ganz darauf schließen, dass Du Dir darüber im Klaren bist.
Ich meine das überhaupt nicht vorwurfsvoll oder spöttisch. Du solltest schon erklären können, woher der Sinneswandel…
Also im thread steht ja "regelmäßig", nicht "gesichert"![]()
Bin neulich unter der Woche in ddorf kurz nach 20 Uhr bei linklaters und den anderen GK Büros an der Kö vorbei. Hab mal aus Interesse drauf geachtet: Da war kaum ein Fenster mehr beleuchtet. Kann natürlich sein, dass die alle hinten sitzen, aber ich denke, es ist besser möglich als viele denken oder behaupten. Es ist halt schon auch ein kleiner Mythos, der außerhalb der Peaks (Abschluss einer Transaktion, dawn raid beim Mandanten etc.) in der Praxis vmtl nur bedingt so korrekt ist. In ffm hab ich nie drauf geachtet
Bei uns bin ich regelmäßig um 20 Uhr der Letzte, weil momentan wieder fast alle im Home Office sitzen.
Oft vergesse ich dann vor lauter Konzentration, das Licht anzuschalten bzw um 20 Uhr ist es noch so hell, dass ich es nicht brauche.
Aus anderen Kanzleien habe ich übrigens Folgendes gehört: die Anwälte gehen oft um 18 Uhr und arbeiten dann von Zuhause aus von 20-22,23 Uhr.
Corona hat für Flexibilität gesorgt, aber die Arbeitszeiten nicht verkürzt..
Verlassen kann man sich übrigens auch nicht auf das, was im Vorstellungsgespräch gesagt wird. Bei mir hieß es Arbeitszeiten von 9-20 Uhr und ich sitze regelmäßig länger, einfach weil viel zu tun ist.
Das heißt, wenn Du das machst dann nur, wenn Du mit längeren Arbeitszeiten leben kannst. Denn es wird sehr wahrscheinlich so sein, dass Du länger arbeiten musst und ich kann mir vorstellen, dass Du dir dann die Verwaltung zurück wünschst.
17.07.2022, 19:39
Grund meiner Wechselgendanken: die Mär von der Work-Life-Balance. Ich arbeite nahezu 60h pro Woche, regelmäßig auch am Wochenende und das für gerade mal 3.900 EUR netto. Aussicht auf B6 besteht zwar, wären aber auch "nur" ca. 7.500 EUR netto. Das ist ungefähr das, was Freunde von mir jetzt schon als (Senior) Associates verdienen. Das "Preis-Leistungs"-Verhältnis stimmt hier einfach hinten und vorne nicht und wenn ich schon so viel arbeiten muss, dann soll das auch entsprechend entlohnt werden.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
17.07.2022, 19:41
(17.07.2022, 19:39)Berti schrieb: Grund meiner Wechselgendanken: die Mär von der Work-Life-Balance. Ich arbeite nahezu 60h pro Woche, regelmäßig auch am Wochenende und das für gerade mal 3.900 EUR netto. Aussicht auf B6 besteht zwar, wären aber auch "nur" ca. 7.500 EUR netto. Das ist ungefähr das, was Freunde von mir jetzt schon als (Senior) Associates verdienen. Das "Preis-Leistungs"-Verhältnis stimmt hier einfach hinten und vorne nicht und wenn ich schon so viel arbeiten muss, dann soll das auch entsprechend entlohnt werden.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
:D Aussicht auf B6... ja..
17.07.2022, 19:48
(17.07.2022, 19:41)Gast schrieb:(17.07.2022, 19:39)Berti schrieb: Grund meiner Wechselgendanken: die Mär von der Work-Life-Balance. Ich arbeite nahezu 60h pro Woche, regelmäßig auch am Wochenende und das für gerade mal 3.900 EUR netto. Aussicht auf B6 besteht zwar, wären aber auch "nur" ca. 7.500 EUR netto. Das ist ungefähr das, was Freunde von mir jetzt schon als (Senior) Associates verdienen. Das "Preis-Leistungs"-Verhältnis stimmt hier einfach hinten und vorne nicht und wenn ich schon so viel arbeiten muss, dann soll das auch entsprechend entlohnt werden.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
:D Aussicht auf B6... ja..
Alle meine Vorgänger sind B6 geworden und auch in meinem Fall sollte zumindest theoretisch nichts schiefgehen.
17.07.2022, 20:40
(17.07.2022, 19:48)Berti schrieb:(17.07.2022, 19:41)Gast schrieb:(17.07.2022, 19:39)Berti schrieb: Grund meiner Wechselgendanken: die Mär von der Work-Life-Balance. Ich arbeite nahezu 60h pro Woche, regelmäßig auch am Wochenende und das für gerade mal 3.900 EUR netto. Aussicht auf B6 besteht zwar, wären aber auch "nur" ca. 7.500 EUR netto. Das ist ungefähr das, was Freunde von mir jetzt schon als (Senior) Associates verdienen. Das "Preis-Leistungs"-Verhältnis stimmt hier einfach hinten und vorne nicht und wenn ich schon so viel arbeiten muss, dann soll das auch entsprechend entlohnt werden.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
:D Aussicht auf B6... ja..
Alle meine Vorgänger sind B6 geworden und auch in meinem Fall sollte zumindest theoretisch nichts schiefgehen.
Sorry, das kapiere ich nicht. Wenn Du relativ hohe Aussichten hast, auf eine B6-Stelle mit 7.5k netto zu kommen, warum machst Du das nicht?
Mag ja sein, dass Du als Senior Associate nach einigen Jahren bei T2/T3 inkl. Bonus so auf ca. 200k brutto (= 9-9.5k netto im Monat) kommst, aber da hast Du eben nicht die Unkündbarkeit und die Pension später.
Du würdest ja in der GK wohl erstmal als 1st year mit so 100-130k einsteigen (was halt im T2/T3 so an 1st years gezahlt wird...) und der Senior Associate ist auch kein Selbstläufer. Die drei-vier Jahre in der GK bis dahin übersteht nicht jeder.
Also: Wenn ich seit mehreren Jahren Verwaltungsjurist wäre und eine gewisse Aussicht auf B6 hätte, würde ich bleiben. Vor allem, wenn die Alternative der Rookie in der GK ist. Und ich bin eigentlich nicht überaus risikoscheu...
Aber ist freilich Deine Entscheidung.
17.07.2022, 20:51
Welche Stufe bist du denn jetzt gerade? A13-16 (zumindest bis A15) sind doch eigentlich gesicherte 42h pro Woche und den Rest kann man abfeiern?
17.07.2022, 20:58
(17.07.2022, 19:39)Berti schrieb: Grund meiner Wechselgendanken: die Mär von der Work-Life-Balance. Ich arbeite nahezu 60h pro Woche, regelmäßig auch am Wochenende und das für gerade mal 3.900 EUR netto. Aussicht auf B6 besteht zwar, wären aber auch "nur" ca. 7.500 EUR netto. Das ist ungefähr das, was Freunde von mir jetzt schon als (Senior) Associates verdienen. Das "Preis-Leistungs"-Verhältnis stimmt hier einfach hinten und vorne nicht und wenn ich schon so viel arbeiten muss, dann soll das auch entsprechend entlohnt werden.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
Wo in der Verwaltung arbeitet man bitte 60h?










