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Antworten

 
Nicht gut genug?
guga
Unregistered
 
#11
24.02.2022, 13:32
Meiner Erfahrung nach sind 80% der Änderungen nach einem Jahr nur Wichtigtuerei oder persönliche Sprachliche Präferenz. Meistens verschlimmert der Partner den Schriftsatz, weil er nicht tief genug im Fall ist.
Am Anfang macht man natürlich noch Fehler, aber irgendwann kann man es.
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Gast
Unregistered
 
#12
24.02.2022, 15:05
(24.02.2022, 13:32)guga schrieb:  Meiner Erfahrung nach sind 80% der Änderungen nach einem Jahr nur Wichtigtuerei oder persönliche Sprachliche Präferenz. Meistens verschlimmert der Partner den Schriftsatz, weil er nicht tief genug im Fall ist.
Am Anfang macht man natürlich noch Fehler, aber irgendwann kann man es.

Mein Partner sagt das auch ganz offen, dass vieles sprachlich bedingt ist. Wenn ich dann meine eigenen Mandanten habe, könne ich es ja anders machen. Ist halt so, er setzt seinen Namen drunter
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roteminze
Unregistered
 
#13
24.02.2022, 15:27
(24.02.2022, 13:32)guga schrieb:  Meiner Erfahrung nach sind 80% der Änderungen nach einem Jahr nur Wichtigtuerei oder persönliche Sprachliche Präferenz. Meistens verschlimmert der Partner den Schriftsatz, weil er nicht tief genug im Fall ist.
Am Anfang macht man natürlich noch Fehler, aber irgendwann kann man es.



So ist es.
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Patenter Gast
Unregistered
 
#14
24.02.2022, 15:40
(24.02.2022, 13:32)guga schrieb:  Meiner Erfahrung nach sind 80% der Änderungen nach einem Jahr nur Wichtigtuerei oder persönliche Sprachliche Präferenz. Meistens verschlimmert der Partner den Schriftsatz, weil er nicht tief genug im Fall ist.
Am Anfang macht man natürlich noch Fehler, aber irgendwann kann man es.

In einer normalen Kanzlei ja. In spezialisierten Kanzleien/GKs nein. Da muss locker die ersten drei Jahre noch intensiv drüber gelesen werden.
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der_david
Junior Member
Beiträge: 155
Themen: 3
Registriert seit: Oct 2020
#15
24.02.2022, 16:58
Schon traurig wenn man als Jurist nach 3 Jahren noch seine Schriftsätze dem Chef vorlegen muss. Der Anwaltsberuf sah ursprünglich mal anders aus, irgendwie selbstständiger..
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Gast
Unregistered
 
#16
24.02.2022, 17:26
(24.02.2022, 16:58)der_david schrieb:  Schon traurig wenn man als Jurist nach 3 Jahren noch seine Schriftsätze dem Chef vorlegen muss. Der Anwaltsberuf sah ursprünglich mal anders aus, irgendwie selbstständiger..

Ja nee ist klar. Soll der (Junior) Associate etwa Deiner Meinung nach einen Schriftsatz im Kartellschadensersatzprozess oder im Haftungsprozess gegen einen Bankvorstand (Streitwert jeweils Hunderte von Millionen und typische GK-Materie) alleine verantworten?
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Gast
Unregistered
 
#17
24.02.2022, 17:32
(24.02.2022, 16:58)der_david schrieb:  Schon traurig wenn man als Jurist nach 3 Jahren noch seine Schriftsätze dem Chef vorlegen muss. Der Anwaltsberuf sah ursprünglich mal anders aus, irgendwie selbstständiger..
Das Vier-Augen-Prinzip ist kein Nachteil, sondern ein Aspekt der hohen Beratungsqualität. Auch ein Partner profitiert übrigens davon, wenn ein weiterer Jurist an einem Arbeitsprodukt mitarbeitet. Das ist einer von mehreren Gründen, warum sich bei wichtigen und großen Mandaten mehrere Partner die Federführung teilen oder zumindest noch weitere Partner derselben Praxisgruppe bei dem Mandat dabei sind.
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Patenter Gast
Unregistered
 
#18
24.02.2022, 17:37
(24.02.2022, 16:58)der_david schrieb:  Schon traurig wenn man als Jurist nach 3 Jahren noch seine Schriftsätze dem Chef vorlegen muss. Der Anwaltsberuf sah ursprünglich mal anders aus, irgendwie selbstständiger..

Der Anwaltsberuf ist breit und vielfältig. Den kleinen Mietstreit sollte man selbst können. Aber nach drei Jahren hat man (natürlich) noch nicht das Niveau und die Erfahrung eines erfahrenen Anwalts, den es aber bei großen und teuren Verfahren oft braucht.

Ich glaube in keinem Beruf ist man nach 3 Jahren so gut wie der Chef nach 20 Jahren... außer teilweise im Sport  Wink
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Gast_C
Unregistered
 
#19
24.02.2022, 18:42
Ich erlebe gerade genug das Gleiche. Ich muss zugeben, dass ich während der Zeit im Referendariat und vor allem in der Anwaltsstation total viel Lob bekommen habe, egal was ich gemacht habe. Jetzt habe ich Anfang des Jahres in der GK angefangen und gefühlt alles was ich liefere ist nicht gut genug oder wird extrem korrigiert. Das ist aktuell alles sehr demotivierend und ich frage mich auch, ob ich zu schlecht bin für den Job. Ich hoffe das ist kein Dauerzustand, weil es einen schon irgendwie runter zieht...
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Gast
Unregistered
 
#20
24.02.2022, 23:53
(24.02.2022, 18:42)Gast_C schrieb:  Ich erlebe gerade genug das Gleiche. Ich muss zugeben, dass ich während der Zeit im Referendariat und vor allem in der Anwaltsstation total viel Lob bekommen habe, egal was ich gemacht habe. Jetzt habe ich Anfang des Jahres in der GK angefangen und gefühlt alles was ich liefere ist nicht gut genug oder wird extrem korrigiert. Das ist aktuell alles sehr demotivierend und ich frage mich auch, ob ich zu schlecht bin für den Job. Ich hoffe das ist kein Dauerzustand, weil es einen schon irgendwie runter zieht...

Kann dein Gefühl bestätigen, habe selbst im November des vergangenen Jahres in der GK begonnen und mein Anfang war auch so. 

Meine Erfahrung dazu:
  • Nimm dir die Zeit (wenn auch non-billable) und vergleiche deine Entwürfe mit den "fertigen" Produkten. Dabei kannst du für das kommende Mal eine Menge lernen: Keiner hat ein Problem damit, dass deine Ergebnisse am Anfang nicht verwertbar sind, aber du solltest dennoch sichtbar Fortschritte machen.
  • Sei offen und interessiert. Wenn du Änderungen nicht verstehst, hinterfrage sie bei Mitgliedern deines Teams. Wenn du verstehst, warum Dinge in deinem Team auf eine gewisse Art und Weise gehandhabt werden, kannst du den richtigen Umgang auch mit unbekannten Situationen und Anforderungen finden.
  • Lass dich nicht verrückt machen. Alle haben mal so angefangen. Auch die anderen Mitglieder deines Teams wissen, dass der Anfang als Associate in der GK nicht einfach ist.
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