20.02.2022, 21:42
Guten Abend,
hat einer von euch Erfahrung mit dem Kaiser Klausurenkurs? Bewerten die realistisch im Vergleich zum Examen? Und wer genau korrigiert die eig (Anwälte, Richter etc.)?
hat einer von euch Erfahrung mit dem Kaiser Klausurenkurs? Bewerten die realistisch im Vergleich zum Examen? Und wer genau korrigiert die eig (Anwälte, Richter etc.)?
20.02.2022, 21:56
Bei Kaiser hatte ich immer um die vier Punkte. Echtes Examen war zweistellig. Von daher, nein, bei mir war die Bewertung nicht realistisch.
20.02.2022, 21:57
Zweistellig ist echt super. Hast du ein paar Tricks und Tipps für Examensvorbereitung?
21.02.2022, 07:33
21.02.2022, 07:54
Ich fand die Klausuren gut. Vor allem der Umfang ist realistisch und die Lösungen sehr ausführlich. Noten waren tatsächlich im Schnitt genauso wie dann im Examen.
21.02.2022, 08:26
(21.02.2022, 07:33)Gasti schrieb:(20.02.2022, 21:56)Gast schrieb: Bei Kaiser hatte ich immer um die vier Punkte. Echtes Examen war zweistellig. Von daher, nein, bei mir war die Bewertung nicht realistisch.Besser als umgekehrt, oder? Dann war es doch eine gute Übung.
Noch besser wären realistische Noten. Zu gute Noten in der Vorbereitung können einem etwas Vorspiegeln was nicht so ist und einen in falscher Sicherheit wiegen. Zu schlechte Noten können wirderum für Verunsicherung sorgen und zusätzlichen Stress erzeugen, den man in der Examensvorbereitung nicht braucht.
21.02.2022, 08:39
(20.02.2022, 21:57)Hio schrieb: Zweistellig ist echt super. Hast du ein paar Tricks und Tipps für Examensvorbereitung?
1. Im materiellen Recht fit bleiben.
2. Die unterschiedlichen Verfahrenskonstellationen üben (inklusive Formulierungen, also Klausuren schreiben).
3. Zeiteinteilung üben (also Klausuren schreiben).
4. Sich in der Klausursituation nicht an bereits bekanntem orientieren, sondern die Klausur so nehmen wie sie ist. Nur weil man normalerweise "nie" ins Hilfsgutachten muss, kann es sein, dass man trotzdem die eine Klausur erwischt hat, in der man ins Hilfsgutachten muss.
5. Strukturiert vorgehen: Urteilsstil, Obersätze. Absätze zum Gliedern nutzen.
6. Paragraphen genau zitieren mit Satz und Absatz.
7. Mit dem Sachverhalt arbeiten. Auf die von den Parteien aufgeworfenen Probleme und Argumente eingehen.
8. Sich nicht verwirren lassen. Wenn unterschiedliche AG-Leiter bzw. Repititoren unterschiedliche Dinge für richtig halten, ist wohl mehreres vertretbar. Sich für eins entscheiden und dann nicht mehr verrückt machen lassen.
9. Sich Auszeiten gönnen. Urlaub machen, abschalten. Es ist 40% Wissen, 40% Klausurlösungstechnik und 20% Psyche.
21.02.2022, 09:39
(21.02.2022, 08:39)Gast schrieb:(20.02.2022, 21:57)Hio schrieb: Zweistellig ist echt super. Hast du ein paar Tricks und Tipps für Examensvorbereitung?
1. Im materiellen Recht fit bleiben.
2. Die unterschiedlichen Verfahrenskonstellationen üben (inklusive Formulierungen, also Klausuren schreiben).
3. Zeiteinteilung üben (also Klausuren schreiben).
4. Sich in der Klausursituation nicht an bereits bekanntem orientieren, sondern die Klausur so nehmen wie sie ist. Nur weil man normalerweise "nie" ins Hilfsgutachten muss, kann es sein, dass man trotzdem die eine Klausur erwischt hat, in der man ins Hilfsgutachten muss.
5. Strukturiert vorgehen: Urteilsstil, Obersätze. Absätze zum Gliedern nutzen.
6. Paragraphen genau zitieren mit Satz und Absatz.
7. Mit dem Sachverhalt arbeiten. Auf die von den Parteien aufgeworfenen Probleme und Argumente eingehen.
8. Sich nicht verwirren lassen. Wenn unterschiedliche AG-Leiter bzw. Repititoren unterschiedliche Dinge für richtig halten, ist wohl mehreres vertretbar. Sich für eins entscheiden und dann nicht mehr verrückt machen lassen.
9. Sich Auszeiten gönnen. Urlaub machen, abschalten. Es ist 40% Wissen, 40% Klausurlösungstechnik und 20% Psyche.
Danke für die Tipps :)
21.02.2022, 18:47
Man sollte auch noch erwähnen, dass die Kaiserklausuren eher das Examensbild in NRW abzudecken scheinen (was prinzipiell nachvollziehbar ist, aufgrund des Ringtauschs)
Ich hatte in meinem eigenen Bundesland (BW) den Eindruck, dass die Kaiserklausuren etwas anders gestrickt sind als die eigenen Examensklausuren. Gefühlt waren unsere Sachverhalte länger und der Fokus lag eher auf den Entscheidungsgründen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass bei uns nur selten ein Tatbestand zu formulieren ist und eigentlich nie ein Rubrum. Auch kommen bei uns im ZR (in den letzten Kampagnen) sehr oft Berufungen dran, bei den Kaiserseminaren und den Klausuren wird das aber nur stiefmütterlich behandelt.
Moral von der Geschicht': Auf die Besonderheiten des eigenen Bundeslandes achten und wenn möglich den Klausurenkurs vom örtlichen OLG mitnehmen, sofern vorhanden.
Ich hatte in meinem eigenen Bundesland (BW) den Eindruck, dass die Kaiserklausuren etwas anders gestrickt sind als die eigenen Examensklausuren. Gefühlt waren unsere Sachverhalte länger und der Fokus lag eher auf den Entscheidungsgründen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass bei uns nur selten ein Tatbestand zu formulieren ist und eigentlich nie ein Rubrum. Auch kommen bei uns im ZR (in den letzten Kampagnen) sehr oft Berufungen dran, bei den Kaiserseminaren und den Klausuren wird das aber nur stiefmütterlich behandelt.
Moral von der Geschicht': Auf die Besonderheiten des eigenen Bundeslandes achten und wenn möglich den Klausurenkurs vom örtlichen OLG mitnehmen, sofern vorhanden.
21.02.2022, 21:22
(21.02.2022, 18:47)Gast schrieb: Man sollte auch noch erwähnen, dass die Kaiserklausuren eher das Examensbild in NRW abzudecken scheinen (was prinzipiell nachvollziehbar ist, aufgrund des Ringtauschs)
Ich hatte in meinem eigenen Bundesland (BW) den Eindruck, dass die Kaiserklausuren etwas anders gestrickt sind als die eigenen Examensklausuren. Gefühlt waren unsere Sachverhalte länger und der Fokus lag eher auf den Entscheidungsgründen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass bei uns nur selten ein Tatbestand zu formulieren ist und eigentlich nie ein Rubrum. Auch kommen bei uns im ZR (in den letzten Kampagnen) sehr oft Berufungen dran, bei den Kaiserseminaren und den Klausuren wird das aber nur stiefmütterlich behandelt.
Moral von der Geschicht': Auf die Besonderheiten des eigenen Bundeslandes achten und wenn möglich den Klausurenkurs vom örtlichen OLG mitnehmen, sofern vorhanden.
Kann ich so nicht bestätigen. In diversen Kaiserkursen wird immer wieder auf Berufungsklausuren eingegangen.










