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Arbeitslosigkeit 2.0
roteminze
Unregistered
 
#21
16.02.2022, 18:42
(16.02.2022, 18:26)Anna1202 schrieb:  
(16.02.2022, 18:00)roteminze schrieb:  
(16.02.2022, 17:46)Anna1202 schrieb:  
(16.02.2022, 15:59)roteminze schrieb:  
(16.02.2022, 15:55)Anna1202 schrieb:  Hast du einen Schwerpunkt? Oder willst du einen Schwerpunkt in Zukunft setzen?

Das würde ich als Ankerpunkt nehmen und dich da speziell bewerben.

Ggf mal ohne gehaltsangabe bewerben, um zumindest in eine Gespräch zu kommen.

Stellen müsste es eigentlich genug geben. Aber wird wohl mit den Noten eher schwer, wenn auch 3 Jahre Berufserfahrung


Ja, habe ich. Bislang war ich im Allg. Zivilrecht, Arbeit-und Verkehrsrecht tätig. Da, wo Gehaltsvorstellungen angegeben werden sollten, gebe ich natürlich welche an. Da wo es nicht verlangt wird, tue ich es nicht.

Aber das ist doch keine Schwerpunktsetzung. Bei Schwerpunkt denke ich an ArbeitsR ODER Verkehrsrecht.

Wie zeichnet sich dein Schwerpunkt aus? Fachanwalt (theoretischen Teil zumindest)? Berufsbegleitenden Master? Veröffentlicht?

Wie schon von anderer Seite gesagt, geben deine hard facts keine Grund, dich unbedingt für das Gehalt zu nehmen. Irgendwas muss dich von anderen abheben.


Unter diesen Voraussetzungen finde ich die Quoten 3 aus 11 echt gut und ehrlicherweise überraschend.

Deine Beiträge sind auch wohl nur darauf gerichtet, andere klein zu machen?

Sorry, wollte dich da nicht angreifen. Wenn das so rüber gekommen ist, tut mir das leid.

Was ich eigentlich sagen wollte, war, dass es gut wäre, wenn du dich von anderen Bewerbern absetzen könntest.

Und dafür die oben genannten Punkte als Beispiel.
So kam es in der Tat rüber, aber alles gut!

Ich habe nur das zu bieten, was ich hier bereits erwähnt habe. Bislang war ich eben im Arbeitsrecht und im Verkehrsrecht tätig und würde das auch gerne weiterhin tun, da ich nur ein einzelnes Rechtsgebiet auf Dauer langweilig finde(n) würde. Natürlich würde ich eins von beiden sein lassen, wenn demnächst eine passende Stelle kommt.

Und dass du überrascht bist wegen den Einladungen finde ich auch ehrlich gesagt komisch. Ich bin ja nicht die einzige Juristin, die nicht viel zu bieten hat. Ich war jeweils in MKs tätig bis jetzt (zwischen 10 und 15 Berufsträgern). Noten sind auch nicht alles...
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#22
17.02.2022, 17:17
Bei Juristen sind die Noten aber leider sehr wichtig…
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Paragraphenreiter123
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#23
17.02.2022, 18:00
Wie wäre es denn mit der Option die aktuelle Arbeitslosigkeit sinnvoll zu nutzen, um dein Profil zu schärfen? Weiterbildung? Theoretischer Teil vom Fachanwalt? Master? Promotion? Einfach Mal in den Raum geworfen, aber gerade wenn du in den Bereichen schon Erfahrungen hast und da auch gerne weiterhin tätig sein möchtest, wäre es doch ne feine Sache schonmal auf den Fachanwalt hinzuarbeiten und Initiative zu zeigen...gekündigt werden und dann Trübsal blasen sieht einfach nicht gut aus, keiner weiß zb wie viele Bewerbungen du tatsächlich schreibst etc.
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Egal_
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#24
18.02.2022, 00:22
Sorry, ich finde ebenfalls, du hast etwas hohe Gehaltsansprüche mit 2xa und Allerweltsrechtsgebieten ohne Spezialisierung.

Ich glaube diese gesamte Großkanzlei-Diskussion vermittelt vielen Berufseinsteigern ein völlig verzerrtes Bild der Otto-Normalo-Gehälter in Deutschland. Schau dich mal bei Kununu oder Glasdoor um, was in vielen großen Firmen oder Kanzleien die Gehälter sind. Mit 55k bist du schon sehr gut dabei.

Ich würde ja lieber für etwas weniger Geld arbeiten gehen, als langfristig arbeitslos zu sein. Je länger du arbeitslos bist, umso unattraktiver wirst du für potentielle Arbeitgeber. Und je länger du arbeitslos bist, umso eher wissen die Arbeitgeber, dass du genötigt bist, jeden Job zu einem noch so schlechten Gehalt anzunehmen, um nicht in Hartz 4 zu landen.
Was sagt eigentlich dein Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur dazu, dass du Jobangebote ablehnst? Bekommt er das mit, bekommst du eine Sperrfrist und darfst dich bis zu 12 Wochen aus deinen Ersparnissen finanzieren.

Ich habe 1xb und 1xa und war nach dem 2. Staatsexamen insgesamt 6 Wochen arbeitslos. Nach 3 Vorstellungsgesprächen und mehreren Absagen habe ich die erste Zusage angenommen. Ja, war ein sch* Job zum mickrigen Gehalt, viele unbezahlte Überstunden und einem Choleriker zum Chef. Aber ich habe Berufserfahrung gesammelt, habe mich spezialisiert und die Fälle zum Erwerb des Fachanwalts genutzt. Nach 1 1/2 Jahren Berufserfahrung sah die Welt schon anders aus. Zwei Vorstellungsgespräche nach spontanen Bewerbungen, davon eine Zusage. Gehaltssteigerung auf fast das Doppelte, aber immer noch weniger als deine anvisieren 55k. Von 2,x netto kann man nämlich sehr gut leben und mehr Verdienst wirkt sich eben nicht proportional auf dein Nettoeinkommen aus. Um 3k netto pro Monat rauszuhaben, musst du in Steuerklasse 1 ca. 67k Jahresgehalt verdienen.
Seit ein paar Jahren werde ich bei Xing und LinkedIn aufgrund meiner Berufserfahrung alle paar Wochen von Headhuntern angeschrieben.

Man kann sich also hocharbeiten, wenn man bereit ist, am Anfang kleinere Brötchen zu backen.

Achso: Erst letztens las ich wieder von einem Arbeiter, der mit Mitte 50, also mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung, seine 2,6k brutto (!) verdiente. Ja, er ist kein Akademiker, aber zur Zeit ist er derjenige, der dich mitfinanziert. Manch einem Akademiker täte der Blick über den Tellerrand, raus aus seiner Blase in die Realität, wirklich gut.
In meinem Fachgebiet habe ich Einblick in die Gehälter. Der Großteil der Bevölkerung wird nie ein Gehalt von 55k erreichen. Die hier anklingende "Unter-x€-stehe-ich-nicht-auf-Diskussion" finde ich daher absurd, sorry.

Gehe mit deinen Gehaltsvorstellungen ein kleines bisschen runter und du wirst nicht mehr lange arbeitslos sein. Wenn du aber weiterhin auf 55k beharrst, obwohl du merkst, dass ist den Arbeitgebern zu viel, werden es noch einige Monate mehr werden.

Sorry für meine harten Worte. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr in diesem Forum und je weiter weg ich vom Examen bin, umso alberner finde ich die Großkanzlei- und dementsprechende Gehalts-Diskussion, der ich auch früher unterlag und die ich hier wieder im Forum antreffe.
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Gast
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#25
18.02.2022, 00:33
(18.02.2022, 00:22)Egal schrieb:  Sorry, ich finde ebenfalls, du hast etwas hohe Gehaltsansprüche mit 2xa und Allerweltsrechtsgebieten ohne Spezialisierung.

Ich glaube diese gesamte Großkanzlei-Diskussion vermittelt vielen Berufseinsteigern ein völlig verzerrtes Bild der Otto-Normalo-Gehälter in Deutschland. Schau dich mal bei Kununu oder Glasdoor um, was in vielen großen Firmen oder Kanzleien die Gehälter sind. Mit 55k bist du schon sehr gut dabei.  

Ich würde ja lieber für etwas weniger Geld arbeiten gehen, als langfristig arbeitslos zu sein. Je länger du arbeitslos bist, umso unattraktiver wirst du für potentielle Arbeitgeber. Und je länger du arbeitslos bist, umso eher wissen die Arbeitgeber, dass du genötigt bist, jeden Job zu einem noch so schlechten Gehalt anzunehmen, um nicht in Hartz 4 zu landen.
Was sagt eigentlich dein Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur dazu, dass du Jobangebote ablehnst? Bekommt er das mit, bekommst du eine Sperrfrist und darfst dich bis zu 12 Wochen aus deinen Ersparnissen finanzieren.

Ich habe 1xb und 1xa und war nach dem 2. Staatsexamen insgesamt 6 Wochen arbeitslos. Nach 3 Vorstellungsgesprächen und mehreren Absagen habe ich die erste Zusage angenommen. Ja, war ein sch* Job zum mickrigen Gehalt, viele unbezahlte Überstunden und einem Choleriker zum Chef. Aber ich habe Berufserfahrung gesammelt, habe mich spezialisiert und die Fälle zum Erwerb des Fachanwalts genutzt. Nach 1 1/2 Jahren Berufserfahrung sah die Welt schon anders aus. Zwei Vorstellungsgespräche nach spontanen Bewerbungen, davon eine Zusage. Gehaltssteigerung auf fast das Doppelte, aber immer noch weniger als deine anvisieren 55k. Von 2,x netto kann man nämlich sehr gut leben und mehr Verdienst wirkt sich eben nicht proportional auf dein Nettoeinkommen aus. Um 3k netto pro Monat rauszuhaben, musst du in Steuerklasse 1 ca. 67k Jahresgehalt verdienen.
Seit ein paar Jahren werde ich bei Xing und LinkedIn aufgrund meiner Berufserfahrung alle paar Wochen von Headhuntern angeschrieben.  

Man kann sich also hocharbeiten, wenn man bereit ist, am Anfang kleinere Brötchen zu backen.

Achso: Erst letztens las ich wieder von einem Arbeiter, der mit Mitte 50, also mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung, seine 2,6k brutto (!) verdiente. Ja, er ist kein Akademiker, aber zur Zeit ist er derjenige, der dich mitfinanziert. Manch einem Akademiker täte der Blick über den Tellerrand, raus aus seiner Blase in die Realität, wirklich gut.
In meinem Fachgebiet habe ich Einblick in die Gehälter. Der Großteil der Bevölkerung wird nie ein Gehalt von 55k erreichen. Die hier anklingende "Unter-x€-stehe-ich-nicht-auf-Diskussion" finde ich daher absurd, sorry.

Gehe mit deinen Gehaltsvorstellungen ein kleines bisschen runter und du wirst nicht mehr lange arbeitslos sein. Wenn du aber weiterhin auf 55k beharrst, obwohl du merkst, dass ist den Arbeitgebern zu viel, werden es noch einige Monate mehr werden.

Sorry für meine harten Worte. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr in diesem Forum und je weiter weg ich vom Examen bin, umso alberner finde ich die Großkanzlei- und dementsprechende Gehalts-Diskussion, der ich auch früher unterlag und die ich hier wieder im Forum antreffe.


Wo arbeitest du denn jetzt?
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roteminze
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#26
18.02.2022, 00:53
(18.02.2022, 00:22)Egal schrieb:  Sorry, ich finde ebenfalls, du hast etwas hohe Gehaltsansprüche mit 2xa und Allerweltsrechtsgebieten ohne Spezialisierung.

Ich glaube diese gesamte Großkanzlei-Diskussion vermittelt vielen Berufseinsteigern ein völlig verzerrtes Bild der Otto-Normalo-Gehälter in Deutschland. Schau dich mal bei Kununu oder Glasdoor um, was in vielen großen Firmen oder Kanzleien die Gehälter sind. Mit 55k bist du schon sehr gut dabei.  

Ich würde ja lieber für etwas weniger Geld arbeiten gehen, als langfristig arbeitslos zu sein. Je länger du arbeitslos bist, umso unattraktiver wirst du für potentielle Arbeitgeber. Und je länger du arbeitslos bist, umso eher wissen die Arbeitgeber, dass du genötigt bist, jeden Job zu einem noch so schlechten Gehalt anzunehmen, um nicht in Hartz 4 zu landen.
Was sagt eigentlich dein Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur dazu, dass du Jobangebote ablehnst? Bekommt er das mit, bekommst du eine Sperrfrist und darfst dich bis zu 12 Wochen aus deinen Ersparnissen finanzieren.

Ich habe 1xb und 1xa und war nach dem 2. Staatsexamen insgesamt 6 Wochen arbeitslos. Nach 3 Vorstellungsgesprächen und mehreren Absagen habe ich die erste Zusage angenommen. Ja, war ein sch* Job zum mickrigen Gehalt, viele unbezahlte Überstunden und einem Choleriker zum Chef. Aber ich habe Berufserfahrung gesammelt, habe mich spezialisiert und die Fälle zum Erwerb des Fachanwalts genutzt. Nach 1 1/2 Jahren Berufserfahrung sah die Welt schon anders aus. Zwei Vorstellungsgespräche nach spontanen Bewerbungen, davon eine Zusage. Gehaltssteigerung auf fast das Doppelte, aber immer noch weniger als deine anvisieren 55k. Von 2,x netto kann man nämlich sehr gut leben und mehr Verdienst wirkt sich eben nicht proportional auf dein Nettoeinkommen aus. Um 3k netto pro Monat rauszuhaben, musst du in Steuerklasse 1 ca. 67k Jahresgehalt verdienen.
Seit ein paar Jahren werde ich bei Xing und LinkedIn aufgrund meiner Berufserfahrung alle paar Wochen von Headhuntern angeschrieben.  

Man kann sich also hocharbeiten, wenn man bereit ist, am Anfang kleinere Brötchen zu backen.

Achso: Erst letztens las ich wieder von einem Arbeiter, der mit Mitte 50, also mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung, seine 2,6k brutto (!) verdiente. Ja, er ist kein Akademiker, aber zur Zeit ist er derjenige, der dich mitfinanziert. Manch einem Akademiker täte der Blick über den Tellerrand, raus aus seiner Blase in die Realität, wirklich gut.
In meinem Fachgebiet habe ich Einblick in die Gehälter. Der Großteil der Bevölkerung wird nie ein Gehalt von 55k erreichen. Die hier anklingende "Unter-x€-stehe-ich-nicht-auf-Diskussion" finde ich daher absurd, sorry.

Gehe mit deinen Gehaltsvorstellungen ein kleines bisschen runter und du wirst nicht mehr lange arbeitslos sein. Wenn du aber weiterhin auf 55k beharrst, obwohl du merkst, dass ist den Arbeitgebern zu viel, werden es noch einige Monate mehr werden.

Sorry für meine harten Worte. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr in diesem Forum und je weiter weg ich vom Examen bin, umso alberner finde ich die Großkanzlei- und dementsprechende Gehalts-Diskussion, der ich auch früher unterlag und die ich hier wieder im Forum antreffe.


Ohne näher auf deinen Beitrag einzugehen. Ich war bislang in MKs tätig und habe in der ersten 52k und in der danach 50k verdient. Davon kann ich auch sehr gut leben. So wie ich aber deinen Beitrag lese, glaubst du wohl, dass ein Gehalt von 36k oder 40k wohl noch zeitgemäß ist ?!

Mir kommt es wirklich so vor, als ob manche Leute hier ihren eigenen Frust bei anderen rauslassen wollen oder noch schlimmer, andere klein machen wollen a la "du hast scheiß Noten, also bist du nichts wert."

Ich kenne etliche Leute mit Doppel a, die um die 50k oder 55k verdienen. Umso erstaunter bin ich, wenn man mir hier vorwirft, dass ich nach knapp drei Jahren Berufserfahrung mit 55k zu viel verlange in einer Stadt wie Ddorf oder Köln.

Nun gut, war wohl ein Fehler, hier nach Meinungen zu fragen. Dennoch Danke.
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Egal_
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#27
18.02.2022, 01:30
(18.02.2022, 00:53)roteminze schrieb:  
(18.02.2022, 00:22)Egal schrieb:  Sorry, ich finde ebenfalls, du hast etwas hohe Gehaltsansprüche mit 2xa und Allerweltsrechtsgebieten ohne Spezialisierung.

Ich glaube diese gesamte Großkanzlei-Diskussion vermittelt vielen Berufseinsteigern ein völlig verzerrtes Bild der Otto-Normalo-Gehälter in Deutschland. Schau dich mal bei Kununu oder Glasdoor um, was in vielen großen Firmen oder Kanzleien die Gehälter sind. Mit 55k bist du schon sehr gut dabei.  

Ich würde ja lieber für etwas weniger Geld arbeiten gehen, als langfristig arbeitslos zu sein. Je länger du arbeitslos bist, umso unattraktiver wirst du für potentielle Arbeitgeber. Und je länger du arbeitslos bist, umso eher wissen die Arbeitgeber, dass du genötigt bist, jeden Job zu einem noch so schlechten Gehalt anzunehmen, um nicht in Hartz 4 zu landen.
Was sagt eigentlich dein Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur dazu, dass du Jobangebote ablehnst? Bekommt er das mit, bekommst du eine Sperrfrist und darfst dich bis zu 12 Wochen aus deinen Ersparnissen finanzieren.

Ich habe 1xb und 1xa und war nach dem 2. Staatsexamen insgesamt 6 Wochen arbeitslos. Nach 3 Vorstellungsgesprächen und mehreren Absagen habe ich die erste Zusage angenommen. Ja, war ein sch* Job zum mickrigen Gehalt, viele unbezahlte Überstunden und einem Choleriker zum Chef. Aber ich habe Berufserfahrung gesammelt, habe mich spezialisiert und die Fälle zum Erwerb des Fachanwalts genutzt. Nach 1 1/2 Jahren Berufserfahrung sah die Welt schon anders aus. Zwei Vorstellungsgespräche nach spontanen Bewerbungen, davon eine Zusage. Gehaltssteigerung auf fast das Doppelte, aber immer noch weniger als deine anvisieren 55k. Von 2,x netto kann man nämlich sehr gut leben und mehr Verdienst wirkt sich eben nicht proportional auf dein Nettoeinkommen aus. Um 3k netto pro Monat rauszuhaben, musst du in Steuerklasse 1 ca. 67k Jahresgehalt verdienen.
Seit ein paar Jahren werde ich bei Xing und LinkedIn aufgrund meiner Berufserfahrung alle paar Wochen von Headhuntern angeschrieben.  

Man kann sich also hocharbeiten, wenn man bereit ist, am Anfang kleinere Brötchen zu backen.

Achso: Erst letztens las ich wieder von einem Arbeiter, der mit Mitte 50, also mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung, seine 2,6k brutto (!) verdiente. Ja, er ist kein Akademiker, aber zur Zeit ist er derjenige, der dich mitfinanziert. Manch einem Akademiker täte der Blick über den Tellerrand, raus aus seiner Blase in die Realität, wirklich gut.
In meinem Fachgebiet habe ich Einblick in die Gehälter. Der Großteil der Bevölkerung wird nie ein Gehalt von 55k erreichen. Die hier anklingende "Unter-x€-stehe-ich-nicht-auf-Diskussion" finde ich daher absurd, sorry.

Gehe mit deinen Gehaltsvorstellungen ein kleines bisschen runter und du wirst nicht mehr lange arbeitslos sein. Wenn du aber weiterhin auf 55k beharrst, obwohl du merkst, dass ist den Arbeitgebern zu viel, werden es noch einige Monate mehr werden.

Sorry für meine harten Worte. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr in diesem Forum und je weiter weg ich vom Examen bin, umso alberner finde ich die Großkanzlei- und dementsprechende Gehalts-Diskussion, der ich auch früher unterlag und die ich hier wieder im Forum antreffe.


Ohne näher auf deinen Beitrag einzugehen. Ich war bislang in MKs tätig und habe in der ersten 52k und in der danach 50k verdient. Davon kann ich auch sehr gut leben. So wie ich aber deinen Beitrag lese, glaubst du wohl, dass ein Gehalt von 36k oder 40k wohl noch zeitgemäß ist ?!

Mir kommt es wirklich so vor, als ob manche Leute hier ihren eigenen Frust bei anderen rauslassen wollen oder noch schlimmer, andere klein machen wollen a la "du hast scheiß Noten, also bist du nichts wert."

Ich kenne etliche Leute mit Doppel a, die um die 50k oder 55k verdienen. Umso erstaunter bin ich, wenn man mir hier vorwirft, dass ich nach knapp drei Jahren Berufserfahrung mit 55k zu viel verlange in einer Stadt wie Ddorf oder Köln.

Nun gut, war wohl ein Fehler, hier nach Meinungen zu fragen. Dennoch Danke.


Mir liegt es fern, Frust abzulassen. Du bist derzeit arbeitslos, findest keinen Job und fragst, woran es liegen könnte. Darauf hast du Antworten bekommen.
Dass sie dir nicht gefallen, ist mir schon klar.
Und nein, ich meine keineswegs, dass du dich für 36k verscherbeln solltest. Wenn du jedoch merkst, dass deine Vorstellungen höher liegen als die der Arbeitgebers, hast du zwei Möglichkeiten: mit deinen Anforderungen (minimal) runtergehen oder weiterhin arbeitslos bleiben.
Noch bist du in der Lage, Forderungen zu stellen, aber warte mal noch drei weitere Monate ab. Dann steigt dir erstens dein Sachbearbeiter auf's Dach und zweitens rückt Hartz 4 immer näher. Irgendwann bist du dann in der Situation, dass zu nehmen, was du bekommst und das wird nicht unbedingt der Traumjob mit der Traumbezahlung sein. Dann lieber jetzt 5k mit der Gehaltsforderung runter und in 2 Jahren beim nächsten Arbeitgeber 10 rauf. Die Bewerbung aus dem ungekündigten Arbeitsverhältnis ist immer einfacher, als aus der Arbeitslosigkeit.
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Egal_
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#28
18.02.2022, 01:33
(18.02.2022, 00:33)Gast schrieb:  
(18.02.2022, 00:22)Egal schrieb:  Sorry, ich finde ebenfalls, du hast etwas hohe Gehaltsansprüche mit 2xa und Allerweltsrechtsgebieten ohne Spezialisierung.

Ich glaube diese gesamte Großkanzlei-Diskussion vermittelt vielen Berufseinsteigern ein völlig verzerrtes Bild der Otto-Normalo-Gehälter in Deutschland. Schau dich mal bei Kununu oder Glasdoor um, was in vielen großen Firmen oder Kanzleien die Gehälter sind. Mit 55k bist du schon sehr gut dabei.  

Ich würde ja lieber für etwas weniger Geld arbeiten gehen, als langfristig arbeitslos zu sein. Je länger du arbeitslos bist, umso unattraktiver wirst du für potentielle Arbeitgeber. Und je länger du arbeitslos bist, umso eher wissen die Arbeitgeber, dass du genötigt bist, jeden Job zu einem noch so schlechten Gehalt anzunehmen, um nicht in Hartz 4 zu landen.
Was sagt eigentlich dein Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur dazu, dass du Jobangebote ablehnst? Bekommt er das mit, bekommst du eine Sperrfrist und darfst dich bis zu 12 Wochen aus deinen Ersparnissen finanzieren.

Ich habe 1xb und 1xa und war nach dem 2. Staatsexamen insgesamt 6 Wochen arbeitslos. Nach 3 Vorstellungsgesprächen und mehreren Absagen habe ich die erste Zusage angenommen. Ja, war ein sch* Job zum mickrigen Gehalt, viele unbezahlte Überstunden und einem Choleriker zum Chef. Aber ich habe Berufserfahrung gesammelt, habe mich spezialisiert und die Fälle zum Erwerb des Fachanwalts genutzt. Nach 1 1/2 Jahren Berufserfahrung sah die Welt schon anders aus. Zwei Vorstellungsgespräche nach spontanen Bewerbungen, davon eine Zusage. Gehaltssteigerung auf fast das Doppelte, aber immer noch weniger als deine anvisieren 55k. Von 2,x netto kann man nämlich sehr gut leben und mehr Verdienst wirkt sich eben nicht proportional auf dein Nettoeinkommen aus. Um 3k netto pro Monat rauszuhaben, musst du in Steuerklasse 1 ca. 67k Jahresgehalt verdienen.
Seit ein paar Jahren werde ich bei Xing und LinkedIn aufgrund meiner Berufserfahrung alle paar Wochen von Headhuntern angeschrieben.  

Man kann sich also hocharbeiten, wenn man bereit ist, am Anfang kleinere Brötchen zu backen.

Achso: Erst letztens las ich wieder von einem Arbeiter, der mit Mitte 50, also mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung, seine 2,6k brutto (!) verdiente. Ja, er ist kein Akademiker, aber zur Zeit ist er derjenige, der dich mitfinanziert. Manch einem Akademiker täte der Blick über den Tellerrand, raus aus seiner Blase in die Realität, wirklich gut.
In meinem Fachgebiet habe ich Einblick in die Gehälter. Der Großteil der Bevölkerung wird nie ein Gehalt von 55k erreichen. Die hier anklingende "Unter-x€-stehe-ich-nicht-auf-Diskussion" finde ich daher absurd, sorry.

Gehe mit deinen Gehaltsvorstellungen ein kleines bisschen runter und du wirst nicht mehr lange arbeitslos sein. Wenn du aber weiterhin auf 55k beharrst, obwohl du merkst, dass ist den Arbeitgebern zu viel, werden es noch einige Monate mehr werden.

Sorry für meine harten Worte. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr in diesem Forum und je weiter weg ich vom Examen bin, umso alberner finde ich die Großkanzlei- und dementsprechende Gehalts-Diskussion, der ich auch früher unterlag und die ich hier wieder im Forum antreffe.


Wo arbeitest du denn jetzt?

In einer mittelständischen WP-Gesellschaft.
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sl4442
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#29
18.02.2022, 01:59
(16.02.2022, 15:42)roteminze schrieb:  Zu mir: Ich bin im 3. Berufsjahr, habe zweimal a und wurde leider aufgrund persönlicher Differenzen mit dem Vorgesetzten in der Probezeit gekündigt, habe jedoch ein gutes Zeugnis, so dass die Kündigung in der Probezeit vllt nur sekundär beachtet wird.

Von 15 Bewerbungen wurde ich dreimal eingeladen; entweder scheiterte es am Gehalt oder an der gegenseitigen Sympathie.
Bei 4 Bewerbungen habe ich die Voraussetzungen nicht erfüllt, sollte mich laut Bundesagentur für Arbeit jedoch bewerben. Eine Absage kam natürlich.

Bei 3 4 Bewerbungen (jeweils KK) hatte ich das Gefühl, dass es eigentlich klappen könnte. Leider kam bislang keine Rückantwort ( 4-5 Tage sind die Bewerbung her). Ich vermute mal, dass meine Gehaltsvorstellung zu hoch angesetzt war (zwischen 55k-60k), obwohl in Ddorf oder Essen beworben. 

Lange Rede kurzer Sinn: Ich war bis heute nie arbeitslos und das ewige Rumsitzen zieht mich super runter. Ich checke täglich Jobangebote ab, doch gibt es nur wenige Stellenausschreibungen.

Wo suchst du überall? Ich habe bei meiner Suche erstaunlich viele Stellenausschreibungen nur direkt über die Kanzleiwebseiten gefunden, auf Jobportalen waren die gar nicht ausgeschrieben. Es könnte sich also lohnen, mal nach in Frage kommenden Kanzleien zu googeln und die alle abzugrasen. Falls du nur einzelne Jobportale nutzt gibt es außerdem noch Metasuchmaschinen, die alle Jobportale abgrasen, wobei die bei mir nicht so super funktioniert haben. Legalhead kann als Ergänzung auch noch genannt werden, was zudem den Vorteil hat, dass die Arbeitgeber dort schon eine Gehaltsspanne nennen.

Die Probezeitkündigung in Verbindung mit einem guten Arbeitszeugnis könnte auch merkwürdig ankommen. Da würde ich mich als Arbeitgeber fragen, warum man dich entlassen hat, wenn sie dich gut bewerten?


Deine Gehaltsvorstellung finde ich für Düsseldorf nicht übertrieben (in Essen würde ich vermuten, dass etwas weniger gezahlt wird). Aber die Arbeitgeber reißen sich halt auch nicht nach dir. Wäre ich in deiner Situation, würde ich vermutlich beim Gehalt Abschläge machen und bis auf 45k runtergehen, wenn nach 6-12 Monaten auf 50-55k erhöht wird. Wichtiger als das kurzfristige Gehalt wäre mir, dass es hoffentlich menschlich und fachlich passt. Wenn dann das Gehalt nach 2-3 Jahren immer noch nicht da ist, wo ich es gerne hätte, kann ich mich etwas komfortbaler parallel zum Job woanders bewerben.

(18.02.2022, 00:53)roteminze schrieb:  Mir kommt es wirklich so vor, als ob manche Leute hier ihren eigenen Frust bei anderen rauslassen wollen oder noch schlimmer, andere klein machen wollen a la "du hast scheiß Noten, also bist du nichts wert."

Ich kenne etliche Leute mit Doppel a, die um die 50k oder 55k verdienen. Umso erstaunter bin ich, wenn man mir hier vorwirft, dass ich nach knapp drei Jahren Berufserfahrung mit 55k zu viel verlange in einer Stadt wie Ddorf oder Köln.

Die Nutzer dieses Forums sind leider oft sehr toxisch. Aber wir sind auch nicht hier, um das zu schreiben, was du hören willst. Du bist leider in keiner besonders komfortablen Situation. Vergleiche mit anderen helfen da nur bedingt. Jede Woche länger arbeitslos sieht doof aus und durch das irgendwann kommende Ende deines ALG1 gerätst du ohnehin immer mehr unter Zugzwang.
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roteminze
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#30
18.02.2022, 10:41
(18.02.2022, 01:30)Egal schrieb:  
(18.02.2022, 00:53)roteminze schrieb:  
(18.02.2022, 00:22)Egal schrieb:  Sorry, ich finde ebenfalls, du hast etwas hohe Gehaltsansprüche mit 2xa und Allerweltsrechtsgebieten ohne Spezialisierung.

Ich glaube diese gesamte Großkanzlei-Diskussion vermittelt vielen Berufseinsteigern ein völlig verzerrtes Bild der Otto-Normalo-Gehälter in Deutschland. Schau dich mal bei Kununu oder Glasdoor um, was in vielen großen Firmen oder Kanzleien die Gehälter sind. Mit 55k bist du schon sehr gut dabei.  

Ich würde ja lieber für etwas weniger Geld arbeiten gehen, als langfristig arbeitslos zu sein. Je länger du arbeitslos bist, umso unattraktiver wirst du für potentielle Arbeitgeber. Und je länger du arbeitslos bist, umso eher wissen die Arbeitgeber, dass du genötigt bist, jeden Job zu einem noch so schlechten Gehalt anzunehmen, um nicht in Hartz 4 zu landen.
Was sagt eigentlich dein Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur dazu, dass du Jobangebote ablehnst? Bekommt er das mit, bekommst du eine Sperrfrist und darfst dich bis zu 12 Wochen aus deinen Ersparnissen finanzieren.

Ich habe 1xb und 1xa und war nach dem 2. Staatsexamen insgesamt 6 Wochen arbeitslos. Nach 3 Vorstellungsgesprächen und mehreren Absagen habe ich die erste Zusage angenommen. Ja, war ein sch* Job zum mickrigen Gehalt, viele unbezahlte Überstunden und einem Choleriker zum Chef. Aber ich habe Berufserfahrung gesammelt, habe mich spezialisiert und die Fälle zum Erwerb des Fachanwalts genutzt. Nach 1 1/2 Jahren Berufserfahrung sah die Welt schon anders aus. Zwei Vorstellungsgespräche nach spontanen Bewerbungen, davon eine Zusage. Gehaltssteigerung auf fast das Doppelte, aber immer noch weniger als deine anvisieren 55k. Von 2,x netto kann man nämlich sehr gut leben und mehr Verdienst wirkt sich eben nicht proportional auf dein Nettoeinkommen aus. Um 3k netto pro Monat rauszuhaben, musst du in Steuerklasse 1 ca. 67k Jahresgehalt verdienen.
Seit ein paar Jahren werde ich bei Xing und LinkedIn aufgrund meiner Berufserfahrung alle paar Wochen von Headhuntern angeschrieben.  

Man kann sich also hocharbeiten, wenn man bereit ist, am Anfang kleinere Brötchen zu backen.

Achso: Erst letztens las ich wieder von einem Arbeiter, der mit Mitte 50, also mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung, seine 2,6k brutto (!) verdiente. Ja, er ist kein Akademiker, aber zur Zeit ist er derjenige, der dich mitfinanziert. Manch einem Akademiker täte der Blick über den Tellerrand, raus aus seiner Blase in die Realität, wirklich gut.
In meinem Fachgebiet habe ich Einblick in die Gehälter. Der Großteil der Bevölkerung wird nie ein Gehalt von 55k erreichen. Die hier anklingende "Unter-x€-stehe-ich-nicht-auf-Diskussion" finde ich daher absurd, sorry.

Gehe mit deinen Gehaltsvorstellungen ein kleines bisschen runter und du wirst nicht mehr lange arbeitslos sein. Wenn du aber weiterhin auf 55k beharrst, obwohl du merkst, dass ist den Arbeitgebern zu viel, werden es noch einige Monate mehr werden.

Sorry für meine harten Worte. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr in diesem Forum und je weiter weg ich vom Examen bin, umso alberner finde ich die Großkanzlei- und dementsprechende Gehalts-Diskussion, der ich auch früher unterlag und die ich hier wieder im Forum antreffe.


Ohne näher auf deinen Beitrag einzugehen. Ich war bislang in MKs tätig und habe in der ersten 52k und in der danach 50k verdient. Davon kann ich auch sehr gut leben. So wie ich aber deinen Beitrag lese, glaubst du wohl, dass ein Gehalt von 36k oder 40k wohl noch zeitgemäß ist ?!

Mir kommt es wirklich so vor, als ob manche Leute hier ihren eigenen Frust bei anderen rauslassen wollen oder noch schlimmer, andere klein machen wollen a la "du hast scheiß Noten, also bist du nichts wert."

Ich kenne etliche Leute mit Doppel a, die um die 50k oder 55k verdienen. Umso erstaunter bin ich, wenn man mir hier vorwirft, dass ich nach knapp drei Jahren Berufserfahrung mit 55k zu viel verlange in einer Stadt wie Ddorf oder Köln.

Nun gut, war wohl ein Fehler, hier nach Meinungen zu fragen. Dennoch Danke.


Mir liegt es fern, Frust abzulassen. Du bist derzeit arbeitslos, findest keinen Job und fragst, woran es liegen könnte. Darauf hast du Antworten bekommen.
Dass sie dir nicht gefallen, ist mir schon klar.
Und nein, ich meine keineswegs, dass du dich für 36k verscherbeln solltest. Wenn du jedoch merkst, dass deine Vorstellungen höher liegen als die der Arbeitgebers, hast du zwei Möglichkeiten: mit deinen Anforderungen (minimal) runtergehen oder weiterhin arbeitslos bleiben.
Noch bist du in der Lage, Forderungen zu stellen, aber warte mal noch drei weitere Monate ab. Dann steigt dir erstens dein Sachbearbeiter auf's Dach und zweitens rückt Hartz 4 immer näher. Irgendwann bist du dann in der Situation, dass zu nehmen, was du bekommst und das wird nicht unbedingt der Traumjob mit der Traumbezahlung sein. Dann lieber jetzt 5k mit der Gehaltsforderung runter und in 2 Jahren beim nächsten Arbeitgeber 10 rauf. Die Bewerbung aus dem ungekündigten Arbeitsverhältnis ist immer einfacher, als aus der Arbeitslosigkeit.

So hört sich das, was du schreibst natürlich anders an als dein vorheriger Post. Natürlich bin ich bereit, mit meinen Gehaltsvorstellungen runter zu gehen. Wenn ich im Schreiben (!) als Gehaltsangabe 55k angebe, dann ist da natürlich kalkuliert, dass man es auf 50k runterhandeln wird. Wenn ich aber 50k angebe, wird der potenzielle Arbeitgeber es eben dann auf 45k runterhandeln, wann ich dann - trotz Doppel-a und Probezeitkündigung - als zu wenig erachten würde. 50k wie bis jetzt wären halt super und auch mMn angemessen.

Um auf deinen Punkt mit dem Sachbearbeiter zurückzukommen: Bislang wurden mir von 9 Vermittlungsvorschlägen 2 anständige unterbreitet. Die Sachbearbeiter wählen zum größten Teil willkürlich irgendwelche Stellenangebote, ohne auf Notenanforderungen oder einschlägige Berufserfahrung zu achten. Dies habe ich auch mit meiner Sachbearbeiterin ausdrücklich kommuniziert. Ein Vermittlungsvorschlag war dabei mit einem Rechtsfolgenhinweis versehen, obwohl ich nicht die Voraussetzungen erfüllt habe. Natürlich habe ich eine Absage erhalten.

Was ich damit sagen möchte: Die Vermittlungsvorschläge von der BfA sind nicht gerade das Gelbe vom Ei, wenn die Sachbearbeiter nicht in der Lage sind, auch tatsächlich passende zu finden. 

Im Moment bin ich halt seit 3 Monaten arbeitslos. Noch hält sich das in Grenzen. Ich hoffe inständig, dass sich das bald ändert und ich einen halbwegs vernünftigen Job finde. Es ist schlicht scheiße, zu Hause zu sitzen. Aber als Volljurist dann 40k zu verdienen, wird sich auch scheiße anfühlen. Dass Doppel-a lässt hier manche denken, dass man zum juristischen Restmüll gehört.
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