17.02.2022, 20:19
Ich betreue es, dass ich das mit der Kaffeepause erwähnt habe. Das scheint für Verwirrung gesorgt zu haben. Um 7:30 komme ich im Büro an und zwischen 16:00 und 16:30 fahr ich nach Hause. Mittagspause: zwischen 30 und 60 Minuten. Das sind für mich ca 40 h. Natürlich arbeite ich während dieser Bürozeit nicht durch sondern verquatsche mich auch gerne Mal mit Kollegen.
17.02.2022, 20:53
(17.02.2022, 14:04)StA Bayern schrieb: Ich bin jetzt knapp 2 Jahre bei einer StA in Bayern und ich kann solche Horrorstories nicht bestätigen. Zugegeben ich bin bei einer kleineren StA aber ich sehe ja selbst bei meinen direkten Kollegen, dass sehr sehr viel gejammert wird und man einfach selbst schuld ist, wenn man so krasse Arbeitszeiten hat. Ich persönlich habe eine 40 h Woche.
dann erzähl mir mal wie ich ein abgesoffenes dezernat mit einer 40h woche geregelt bekomme, wenn der berg nicht von einem selbst stammt. ich bin noch am anfang, habe 50% und komme grade so mit 45h aus. freu mich schon auf 100%. bin zwar nicht bayern, aber das ist überall einfach so.
17.02.2022, 21:22
Wer bei der StA mit dem "Druck" nicht klarkommt, der muss es in einer Kanzlei gar nicht erst versuchen.
17.02.2022, 21:41
(17.02.2022, 20:53)Gast schrieb:Naja arbeitete halt nicht mehr ? Konzentriere dich auf das wichtigste, aber nehme dir vor nicht mehr als 40- 45h zu arbeiten. Du hast ein abgesoffenes Dezernat übernommen, also was hast du zu verlieren? Deine Statistik ist doch sowieso im Arsch. Deine Stelle ist auf 41 h zugeschnitten, es ist gesetzlich verankert, dass du nur in krassen Ausnahmefällen bis zu maximal 48h arbeiten darfst. Niemand kann dich zu mehr Arbeit zwingen. Was soll denn passieren? Dass du nicht auf Lebenszeit verbeamtet wirst? Na das sollense Mal begründen, wennse einen Anfänger in ein abgesoffenes Dezernat schicken. Und bis du deine erste Punktebeurteilung bekommst vergehen noch Jahre, bis dahin schaut die Situation eh ganz anders aus. Die vielen Akten auf deinen Tisch ist ein rein psychisches Problem, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du damit nicht klarkommst und unbedingt dein Dezernat aufräumen willst, dann arbeite halt deine 50h+x. Aber beschwer dich dann nicht(17.02.2022, 14:04)StA Bayern schrieb: Ich bin jetzt knapp 2 Jahre bei einer StA in Bayern und ich kann solche Horrorstories nicht bestätigen. Zugegeben ich bin bei einer kleineren StA aber ich sehe ja selbst bei meinen direkten Kollegen, dass sehr sehr viel gejammert wird und man einfach selbst schuld ist, wenn man so krasse Arbeitszeiten hat. Ich persönlich habe eine 40 h Woche.
dann erzähl mir mal wie ich ein abgesoffenes dezernat mit einer 40h woche geregelt bekomme, wenn der berg nicht von einem selbst stammt. ich bin noch am anfang, habe 50% und komme grade so mit 45h aus. freu mich schon auf 100%. bin zwar nicht bayern, aber das ist überall einfach so.
17.02.2022, 22:42
(17.02.2022, 21:41)StA Bayern schrieb:(17.02.2022, 20:53)Gast schrieb:Naja arbeitete halt nicht mehr ? Konzentriere dich auf das wichtigste, aber nehme dir vor nicht mehr als 40- 45h zu arbeiten. Du hast ein abgesoffenes Dezernat übernommen, also was hast du zu verlieren? Deine Statistik ist doch sowieso im Arsch. Deine Stelle ist auf 41 h zugeschnitten, es ist gesetzlich verankert, dass du nur in krassen Ausnahmefällen bis zu maximal 48h arbeiten darfst. Niemand kann dich zu mehr Arbeit zwingen. Was soll denn passieren? Dass du nicht auf Lebenszeit verbeamtet wirst? Na das sollense Mal begründen, wennse einen Anfänger in ein abgesoffenes Dezernat schicken. Und bis du deine erste Punktebeurteilung bekommst vergehen noch Jahre, bis dahin schaut die Situation eh ganz anders aus. Die vielen Akten auf deinen Tisch ist ein rein psychisches Problem, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du damit nicht klarkommst und unbedingt dein Dezernat aufräumen willst, dann arbeite halt deine 50h+x. Aber beschwer dich dann nicht(17.02.2022, 14:04)StA Bayern schrieb: Ich bin jetzt knapp 2 Jahre bei einer StA in Bayern und ich kann solche Horrorstories nicht bestätigen. Zugegeben ich bin bei einer kleineren StA aber ich sehe ja selbst bei meinen direkten Kollegen, dass sehr sehr viel gejammert wird und man einfach selbst schuld ist, wenn man so krasse Arbeitszeiten hat. Ich persönlich habe eine 40 h Woche.
dann erzähl mir mal wie ich ein abgesoffenes dezernat mit einer 40h woche geregelt bekomme, wenn der berg nicht von einem selbst stammt. ich bin noch am anfang, habe 50% und komme grade so mit 45h aus. freu mich schon auf 100%. bin zwar nicht bayern, aber das ist überall einfach so.
Soll heißen: am Ende ist es Kopfsache, ob ich 40, 50 oder 60 Stunden in der Justiz mache?!
17.02.2022, 23:23
(17.02.2022, 21:41)StA Bayern schrieb:(17.02.2022, 20:53)Gast schrieb:Naja arbeitete halt nicht mehr ? Konzentriere dich auf das wichtigste, aber nehme dir vor nicht mehr als 40- 45h zu arbeiten. Du hast ein abgesoffenes Dezernat übernommen, also was hast du zu verlieren? Deine Statistik ist doch sowieso im Arsch. Deine Stelle ist auf 41 h zugeschnitten, es ist gesetzlich verankert, dass du nur in krassen Ausnahmefällen bis zu maximal 48h arbeiten darfst. Niemand kann dich zu mehr Arbeit zwingen. Was soll denn passieren? Dass du nicht auf Lebenszeit verbeamtet wirst? Na das sollense Mal begründen, wennse einen Anfänger in ein abgesoffenes Dezernat schicken. Und bis du deine erste Punktebeurteilung bekommst vergehen noch Jahre, bis dahin schaut die Situation eh ganz anders aus. Die vielen Akten auf deinen Tisch ist ein rein psychisches Problem, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du damit nicht klarkommst und unbedingt dein Dezernat aufräumen willst, dann arbeite halt deine 50h+x. Aber beschwer dich dann nicht(17.02.2022, 14:04)StA Bayern schrieb: Ich bin jetzt knapp 2 Jahre bei einer StA in Bayern und ich kann solche Horrorstories nicht bestätigen. Zugegeben ich bin bei einer kleineren StA aber ich sehe ja selbst bei meinen direkten Kollegen, dass sehr sehr viel gejammert wird und man einfach selbst schuld ist, wenn man so krasse Arbeitszeiten hat. Ich persönlich habe eine 40 h Woche.
dann erzähl mir mal wie ich ein abgesoffenes dezernat mit einer 40h woche geregelt bekomme, wenn der berg nicht von einem selbst stammt. ich bin noch am anfang, habe 50% und komme grade so mit 45h aus. freu mich schon auf 100%. bin zwar nicht bayern, aber das ist überall einfach so.
garantiert nicht. ich bleibe bei 45 h, als könnte ich nach 9h konzentrierter arbeit auch noch vernünftige schriftsätze anfertigen. niemand beschwert sich, doch man sollte sein dez schon schaffen und diese erwartung wird auch vermittelt. vorallem, da es langfristig sowieso meins bleibt. ich hab keinen bock nach minimalprinzip ewig ein abgesoffenes dez zu haben.
aber ganz so einfach kann man es sich dann doch nicht machen.
17.02.2022, 23:25
(17.02.2022, 23:23)Gast schrieb:(17.02.2022, 21:41)StA Bayern schrieb:(17.02.2022, 20:53)Gast schrieb:Naja arbeitete halt nicht mehr ? Konzentriere dich auf das wichtigste, aber nehme dir vor nicht mehr als 40- 45h zu arbeiten. Du hast ein abgesoffenes Dezernat übernommen, also was hast du zu verlieren? Deine Statistik ist doch sowieso im Arsch. Deine Stelle ist auf 41 h zugeschnitten, es ist gesetzlich verankert, dass du nur in krassen Ausnahmefällen bis zu maximal 48h arbeiten darfst. Niemand kann dich zu mehr Arbeit zwingen. Was soll denn passieren? Dass du nicht auf Lebenszeit verbeamtet wirst? Na das sollense Mal begründen, wennse einen Anfänger in ein abgesoffenes Dezernat schicken. Und bis du deine erste Punktebeurteilung bekommst vergehen noch Jahre, bis dahin schaut die Situation eh ganz anders aus. Die vielen Akten auf deinen Tisch ist ein rein psychisches Problem, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du damit nicht klarkommst und unbedingt dein Dezernat aufräumen willst, dann arbeite halt deine 50h+x. Aber beschwer dich dann nicht(17.02.2022, 14:04)StA Bayern schrieb: Ich bin jetzt knapp 2 Jahre bei einer StA in Bayern und ich kann solche Horrorstories nicht bestätigen. Zugegeben ich bin bei einer kleineren StA aber ich sehe ja selbst bei meinen direkten Kollegen, dass sehr sehr viel gejammert wird und man einfach selbst schuld ist, wenn man so krasse Arbeitszeiten hat. Ich persönlich habe eine 40 h Woche.
dann erzähl mir mal wie ich ein abgesoffenes dezernat mit einer 40h woche geregelt bekomme, wenn der berg nicht von einem selbst stammt. ich bin noch am anfang, habe 50% und komme grade so mit 45h aus. freu mich schon auf 100%. bin zwar nicht bayern, aber das ist überall einfach so.
garantiert nicht. ich bleibe bei 45 h, als könnte ich nach 9h konzentrierter arbeit auch noch vernünftige schriftsätze anfertigen. niemand beschwert sich, doch man sollte sein dez schon schaffen und diese erwartung wird auch vermittelt. vorallem, da es langfristig sowieso meins bleibt. ich hab keinen bock nach minimalprinzip ewig ein abgesoffenes dez zu haben.
aber ganz so einfach kann man es sich dann doch nicht machen.
Wie lange bist du schon dabei?
18.02.2022, 18:38
Hi, bin auch bei der Staatsanwaltschaft in Bayern. Bin seit einem Jahr dabei und habe davor aber auch schon in Kanzleien gearbeitet. Würde sagen in der Einarbeitung (ca ersten 3 Monate) waren’s 45-50h pro Woche und danach 35-40h, schwankt immer mal je nachdem ob man wen vertreten muss oder mehr oder weniger lange Sitzungen hat. Und ich kann nur bestätigen dass es bei uns auch Leute gibt, die Sitzen dauerhaft 50 oder mehr Stunden dran aber das liegt einfach oft an deren Arbeitsweise oder die machen ein Haufen Kaffee Pausen. Und ja, das sind zum einen Leute die noch nie richtig gearbeitet haben (also direkt nach Studium & ref angefangen haben) oder auch einfach Leute die gerne jammern…Zugegebenermaßen sind ich und meine engeren Kollegen eher so drauf, dass wir nur ganz schnell für 30 min was in der Kantine essen gehen und ansonsten arbeite ich eigentlich nonstop durch. Mit den Arbeitszeiten in den Kanzleien ist es absolut nicht vergleichbar und insgesamt finde Ich das Arbeitsklima auch etwas besser. Würde nicht sagen, dass es nicht stressig ist, aber dennoch wesentlich angenehmer als in großen Kanzleien meiner Erfahrung nach.
Und dass man direkt mit Sitzungsdienst anfängt ist bei uns auch ganz normal. Aber weiß nicht was daran so schlimm ist .. die Plädoyers beim Amtsgericht halten, dass kriegen die Referendare ja auch hin. Und Berufungen sind auch nicht viel anders. Da gibt es aber auch Kollegen, die sich ne Stunde auf eine Sitzung beim AG „Vorbereiten“. Jeder wie er möchte. Man hat es doch auch viel selbst in der Hand.
Und dass man direkt mit Sitzungsdienst anfängt ist bei uns auch ganz normal. Aber weiß nicht was daran so schlimm ist .. die Plädoyers beim Amtsgericht halten, dass kriegen die Referendare ja auch hin. Und Berufungen sind auch nicht viel anders. Da gibt es aber auch Kollegen, die sich ne Stunde auf eine Sitzung beim AG „Vorbereiten“. Jeder wie er möchte. Man hat es doch auch viel selbst in der Hand.
18.02.2022, 18:56
Ich bin auch Staatsanwältin in einer mittelgroßen Behörde in Bayern. Ich arbeite durchschnittlich 35-40 Stunden die Woche, je nachdem, wieviel Glück oder Pech man bei der Sitzungseinteilung hat und ob man gerade mehr Haftsachen und Eilmaßnahmen hat. Bin seit ca. 2 Jahren dabei. Die Atmosphäre ist super, gute Stimmung und nette Kollegen. Arbeitszeit hängt mE ganz wesentlich mit der eigenen Arbeitsweise zusammen. Wer sich zB bei jeder Einstellungsverfügung tausendmal die Formulierung überlegt und auch sonst eher alles völlig zerdenkt und perfekt machen muss, ist für den Job nicht gemacht. Wer relativ fix ist und nicht totales Pech beim zugeteilten Dezernat hat, macht jedenfalls in Bayern bei der StA einen guten Deal hinsichtlich Arbeitszeit/Kohle
18.02.2022, 18:59
Ach ja und Homeoffice ist bei uns kein Problem. Die Akten sind aber halt nicht digital und man muss sie mit heim schleppen. Ich lege mir einfach immer die dünnen Akten oder größeren Anklagen zur Seite und mache die dann zu Hause wenn ich will, da gibt es keine Vorgaben

