16.02.2022, 10:46
Hallo zusammen,
ich wollte mal fragen, wie eure Erfahrungen mit einem kommerziellen Rep für das 2. Examen sind? Isit das zwangslaäufig nötig? Wann sollte man damit beginnen? Welche Anbieter könnt ihr empfehlen?
Konkret geht es mir um RLP. Bin für eure Erfahrungsberichte dankbar.
16.02.2022, 15:07
Ich mache gerade den Alpmann Schmidt Jahreskurs und finde ihn bis jetzt mega. Ich dachte, ich hätte die 1. Station schon gut nachgearbeitet, aber da habe ich noch Sachen gelernt, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Ich glaube, dass ich durch den Kurs im 2. besser sein werde, als hätte ich kein Rep besucht.
16.02.2022, 16:17
Im Zweiten Examen braucht man meines Erachtens kein Repetitorium. Die angebotenen Kurse (Seminare) werden leider oftmals von Dozenten gehalten, die nicht sehr gut sind. Gerade wenn man sich die Kaiser-Seminare anguckt, so ist die Qualität der Dozenten sehr durchwachsen. Es gibt wirklich gute Leute, aber halt auch eher Unterdurchschnittliche, bei denen man sich fragt, wieso man dafür geld ausgibt.
Wenn man überhaupt ein Rep buchen will, so würde ich das sehr dosiert machen. Gewisse Seminare (gerade von Kaiser) können sinnvoll sein, andere sind es aber nicht. Das hängt auch stark vom jeweiligen Standort ab, weil die Dozenten unterschiedlich sind. Was ich sinnvoll finde, sind Seminare zur Klausurlehre im zweiten Examen oder zum Prozessrecht, insbesondere weil gerade Ersteres in den AGs am Ausbildungsgericht meist nicht oder kaum behandelt wird.
Weniger sinnvoll sind in meinen Augen Reps/Seminare, in denen das materielle Recht behandelt wird. Denn was sollen die bringen? Die Reichweite ist so groß, dass diese Kurse allenfalls stichpunktartig Sachen herausgreifen können, die aber nicht im Examen drankommen müssen. Da würde ich lieber auf Skripten zurückgreifen um mein Wissen aufzufrischen. Selbiges gilt für Kurse etwa zum Revisionsrecht. Das besteht in der Klausur nur aus einer Aneinanderreihung von Einzelproblemen. Mehr, als einen Teil dieser vorzutragen, kann ein Rep auch nicht. Hier würde ich daher nur auf das sehr gute Skript von Russack zurückgreifen, mit dem man bestens gewappnet ist.
Und: Auch die Rechtsprechungsübersichten, die etwa Kaiser anbietet sind für mich kein Argument, dafür extra ein Seminar zu buchen. Diese Listen sind dermaßen umfangreich, dass man sich das eh nicht alles reinprügeln kann. Und im Übrigen sehe ich den Mehrwert nicht. Ich muss nicht genau die BGH-Rechtsprechung zu einem gewissen Thema treffen, um eine gute Klausur abzuliefern. Sofern ich das jeweilige Problem erkenne und ausreichend argumentiere, reicht das völlig aus. Im Übrigen hat man ja auch Kommentare zur Verfügung, sodass man im Zweifel die jeweilige BGH-Rechtsprechung nachlesen kann, wenn es nicht gerade ein komplett neues Urteil ist, das noch keinen Eingang in die Literatur gefunden hat.
Im Ergebnis: Reps nur zurückhaltend buchen und sich insbesondere vorher umhören, ob und welche Dozenten am jeweiligen Standort zu empfehlen sind.
Wenn man überhaupt ein Rep buchen will, so würde ich das sehr dosiert machen. Gewisse Seminare (gerade von Kaiser) können sinnvoll sein, andere sind es aber nicht. Das hängt auch stark vom jeweiligen Standort ab, weil die Dozenten unterschiedlich sind. Was ich sinnvoll finde, sind Seminare zur Klausurlehre im zweiten Examen oder zum Prozessrecht, insbesondere weil gerade Ersteres in den AGs am Ausbildungsgericht meist nicht oder kaum behandelt wird.
Weniger sinnvoll sind in meinen Augen Reps/Seminare, in denen das materielle Recht behandelt wird. Denn was sollen die bringen? Die Reichweite ist so groß, dass diese Kurse allenfalls stichpunktartig Sachen herausgreifen können, die aber nicht im Examen drankommen müssen. Da würde ich lieber auf Skripten zurückgreifen um mein Wissen aufzufrischen. Selbiges gilt für Kurse etwa zum Revisionsrecht. Das besteht in der Klausur nur aus einer Aneinanderreihung von Einzelproblemen. Mehr, als einen Teil dieser vorzutragen, kann ein Rep auch nicht. Hier würde ich daher nur auf das sehr gute Skript von Russack zurückgreifen, mit dem man bestens gewappnet ist.
Und: Auch die Rechtsprechungsübersichten, die etwa Kaiser anbietet sind für mich kein Argument, dafür extra ein Seminar zu buchen. Diese Listen sind dermaßen umfangreich, dass man sich das eh nicht alles reinprügeln kann. Und im Übrigen sehe ich den Mehrwert nicht. Ich muss nicht genau die BGH-Rechtsprechung zu einem gewissen Thema treffen, um eine gute Klausur abzuliefern. Sofern ich das jeweilige Problem erkenne und ausreichend argumentiere, reicht das völlig aus. Im Übrigen hat man ja auch Kommentare zur Verfügung, sodass man im Zweifel die jeweilige BGH-Rechtsprechung nachlesen kann, wenn es nicht gerade ein komplett neues Urteil ist, das noch keinen Eingang in die Literatur gefunden hat.
Im Ergebnis: Reps nur zurückhaltend buchen und sich insbesondere vorher umhören, ob und welche Dozenten am jeweiligen Standort zu empfehlen sind.
16.02.2022, 16:42
(16.02.2022, 15:07)Sara schrieb: Ich mache gerade den Alpmann Schmidt Jahreskurs und finde ihn bis jetzt mega. Ich dachte, ich hätte die 1. Station schon gut nachgearbeitet, aber da habe ich noch Sachen gelernt, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Ich glaube, dass ich durch den Kurs im 2. besser sein werde, als hätte ich kein Rep besucht.
Und wo machst du den Kurs?
16.02.2022, 18:09
Ich habe für das erste Examen den Kurs von JI besucht und anschliessend auch nur mit deren Unterlagen gelernt, mit denen ich dann ein gutes VB geschafft habe. Deswegen überlege ich auch, den AK von JI zu buchen.
Hat jemand Erfahrungen mit dem AK für Hessen gemacht, auch was die Qualität der Kursunterlagen angeht?
Hat jemand Erfahrungen mit dem AK für Hessen gemacht, auch was die Qualität der Kursunterlagen angeht?
16.02.2022, 18:29
War beim Online-Jahreskurs von Hemmer + pro Woche eine Klausur aus deren KK. Kann ich wirklich empfehlen, gute Dozenten/gute Materialien. Hatte im ersten ein Befriedigend und im zweiten tatsächlich noch das VB geschafft.
16.02.2022, 21:17
(16.02.2022, 16:42)Gast schrieb:(16.02.2022, 15:07)Sara schrieb: Ich mache gerade den Alpmann Schmidt Jahreskurs und finde ihn bis jetzt mega. Ich dachte, ich hätte die 1. Station schon gut nachgearbeitet, aber da habe ich noch Sachen gelernt, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Ich glaube, dass ich durch den Kurs im 2. besser sein werde, als hätte ich kein Rep besucht.
Und wo machst du den Kurs?
Ich mach den Kurs für Niedersachsen und Bremen
16.02.2022, 23:40
Vielen Dank für eure ausführliche Antworten. Bin derzeit noch hin und her gerissen, beginne aber auch erst im Mai mit dem Ref und überlege daher eventuell vorher schon mit dem Rep zu beginnen. Stelle mir aber die Frage, inwiefern das sinnvoll ist oder es andere Möglichkeiten, die Zeit bis dahin "sinnvoll" zu nutzen neben Arbeiten etc.
16.02.2022, 23:42
(16.02.2022, 18:09)a.A. schrieb: Ich habe für das erste Examen den Kurs von JI besucht und anschliessend auch nur mit deren Unterlagen gelernt, mit denen ich dann ein gutes VB geschafft habe. Deswegen überlege ich auch, den AK von JI zu buchen.
Hat jemand Erfahrungen mit dem AK für Hessen gemacht, auch was die Qualität der Kursunterlagen angeht?
Ich war für das erste auch bei JI und super zufrieden. Hab auch ein gutes Ergebnis und überlege daher, auch jetzt wieder zu JI zu gehen. Bekannte von mir sind ebenfalls bei JI und eigentlich recht zufrieden. In Hessen findet es derzeit auch in Präsenz statt oder?
16.02.2022, 23:43
(16.02.2022, 15:07)Sara schrieb: Ich mache gerade den Alpmann Schmidt Jahreskurs und finde ihn bis jetzt mega. Ich dachte, ich hätte die 1. Station schon gut nachgearbeitet, aber da habe ich noch Sachen gelernt, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Ich glaube, dass ich durch den Kurs im 2. besser sein werde, als hätte ich kein Rep besucht.
Hast du dann mit Beginn des Refs auch mit dem Rep begonnen oder bereits davor? Und wie ist das zeitlich mit dem Ref vereinbar?



