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Richterjob - Berufswahl mit Reue?
Gast
Unregistered
 
#41
11.09.2021, 10:32
(11.09.2021, 07:32)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 15:53)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 13:48)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 05:38)Gast schrieb:  
(09.09.2021, 11:26)Gast schrieb:  Ich war im Ref am VG.

Geht nicht dorthin... Selten war ich unter 30 bis 40 Seiten Entscheidung und irgendwann kotzt es einen einfach nur noch an, dass man ständig nur mit Juris am ackern ist, weil die Kommentare im Verwaltungsrecht oft so schlecht sind.

Zudem im Moment Einstellungsstopp in einigen BL, weil bei Asyl schon so viel eingestellt wurde.

War eine echte Negativerfahrung. Zudem halten sich viele für was ganz besonderes und super wichtig.

Parallel dazu sind ja viele mit schlechteren Examen eingestellt worden, die aber jetzt vier fünf Jahre mehr Berufserfahrung haben und dann auch vor einem befördert werden. Muss man wollen. Jedenfalls die VGs in NRW haben sich damit viele Plätze kaputt gemacht mit Kandidaten, die man nun jahrelang mitziehen muss.

Definiere bitte mal "schlechteres" Examen.


VG Köln hat lange nicht unter 23 Punkten eingestellt, mindestens einmal gut, regelmäßig beide gut.
Ab 2016 war es plötzlich mit 9-10 Punkten kein Problem.
Zwischen 18-20 Punkten und 23 Punkten aufwärts liegen in Jura Welten. Und das zeigt sich auch. Ich kann Dir genau sagen, wer in der Welle ans Gericht gekommen ist und sonst NIEMALS hier wäre ;-).

Die Arroganz so einiger Kollegen hier im Forum ist so dermaßen ekelhaft, dass man nicht so viel fressen kann wie man kotzen muss.

In meiner Kammer sind wir ausnahmslos alle zweistellig unterwegs. Aber niemandem  von uns würde in den Sinn kommen, dermaßen abwertend über andere Kollegen zu reden. Die Erfahrung zeigt, dass
a. es in der Praxis immer und überall schwarze Schafe gibt, egal wie gut die Noten sind, und/oder b. wir es schlicht nicht nötig haben, uns über unsere Noten zu profilieren. Uns interessiert tatsächlich einfach nur unser Job.


Ich frage mich auch immer, warum solche Leute im Bewerbungsverfahren nicht ausgefiltert werden - oder gehen Noten wirklich über alles - auch wenn man 0 soziale Kompetenzen aufzuweisen scheint?
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Gast
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#42
11.09.2021, 11:18
Vielleicht brauchen einige einfach ein vernünftiges Hobby um sich da körperlich und/oder geistig auszuleben. Dann muss man sich nicht so sehr über die eigene berufliche Stellung profilieren und ist mit sich im Reinen, sodass man nicht über andere Kollegen herziehen muss. Am Ende sitzen wir alle doch im gleichen Boot und verfolgen (hoffentlich) aus Überzeugung das gleiche Ziel.
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Gast
Unregistered
 
#43
11.09.2021, 11:36
(10.09.2021, 15:53)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 13:48)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 05:38)Gast schrieb:  
(09.09.2021, 11:26)Gast schrieb:  Ich war im Ref am VG.

Geht nicht dorthin... Selten war ich unter 30 bis 40 Seiten Entscheidung und irgendwann kotzt es einen einfach nur noch an, dass man ständig nur mit Juris am ackern ist, weil die Kommentare im Verwaltungsrecht oft so schlecht sind.

Zudem im Moment Einstellungsstopp in einigen BL, weil bei Asyl schon so viel eingestellt wurde.

War eine echte Negativerfahrung. Zudem halten sich viele für was ganz besonderes und super wichtig.

Parallel dazu sind ja viele mit schlechteren Examen eingestellt worden, die aber jetzt vier fünf Jahre mehr Berufserfahrung haben und dann auch vor einem befördert werden. Muss man wollen. Jedenfalls die VGs in NRW haben sich damit viele Plätze kaputt gemacht mit Kandidaten, die man nun jahrelang mitziehen muss.

Definiere bitte mal "schlechteres" Examen.


VG Köln hat lange nicht unter 23 Punkten eingestellt, mindestens einmal gut, regelmäßig beide gut.
Ab 2016 war es plötzlich mit 9-10 Punkten kein Problem.
Zwischen 18-20 Punkten und 23 Punkten aufwärts liegen in Jura Welten. Und das zeigt sich auch. Ich kann Dir genau sagen, wer in der Welle ans Gericht gekommen ist und sonst NIEMALS hier wäre ;-).

Ganz ehrlich:

Zwischen 21 und 23 Punkten in der Summe liegt oftmals nur noch Glück, vor allem in der mündlichen Prüfung. Da gehen die Noten- je nach Kommission - bei gleicher Leistung doch hart auseinander.

Insbesondere wenn man mit 9-10 Punkten aus den Klausuren startet (und damit seine weit überdeutlichen Kenntnisse bereits belegt hat) kann man bei der einen Kommission mit 9,x rausgehen und bei der anderen mit einem „gut“.

In diesen Rängen noch zu differenzieren ist bescheuert. Und ich bin auch Richter am Arbeitsgericht.
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Gast
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#44
11.09.2021, 12:01
+1

Und an den Kollegen am VG. Ehrlich gemeinte Frage:

Bist du damals auf dem Schulhof verprügelt worden?
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Gast
Unregistered
 
#45
11.09.2021, 12:14
(11.09.2021, 12:01)Gast schrieb:  +1

Und an den Kollegen am VG. Ehrlich gemeinte Frage:

Bist du damals auf dem Schulhof verprügelt worden?


Cheese
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Gast
Unregistered
 
#46
11.09.2021, 12:42
(11.09.2021, 10:32)Gast schrieb:  
(11.09.2021, 07:32)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 15:53)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 13:48)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 05:38)Gast schrieb:  Parallel dazu sind ja viele mit schlechteren Examen eingestellt worden, die aber jetzt vier fünf Jahre mehr Berufserfahrung haben und dann auch vor einem befördert werden. Muss man wollen. Jedenfalls die VGs in NRW haben sich damit viele Plätze kaputt gemacht mit Kandidaten, die man nun jahrelang mitziehen muss.

Definiere bitte mal "schlechteres" Examen.


VG Köln hat lange nicht unter 23 Punkten eingestellt, mindestens einmal gut, regelmäßig beide gut.
Ab 2016 war es plötzlich mit 9-10 Punkten kein Problem.
Zwischen 18-20 Punkten und 23 Punkten aufwärts liegen in Jura Welten. Und das zeigt sich auch. Ich kann Dir genau sagen, wer in der Welle ans Gericht gekommen ist und sonst NIEMALS hier wäre ;-).

Die Arroganz so einiger Kollegen hier im Forum ist so dermaßen ekelhaft, dass man nicht so viel fressen kann wie man kotzen muss.

In meiner Kammer sind wir ausnahmslos alle zweistellig unterwegs. Aber niemandem  von uns würde in den Sinn kommen, dermaßen abwertend über andere Kollegen zu reden. Die Erfahrung zeigt, dass
a. es in der Praxis immer und überall schwarze Schafe gibt, egal wie gut die Noten sind, und/oder b. wir es schlicht nicht nötig haben, uns über unsere Noten zu profilieren. Uns interessiert tatsächlich einfach nur unser Job.


Ich frage mich auch immer, warum solche Leute im Bewerbungsverfahren nicht ausgefiltert werden - oder gehen Noten wirklich über alles - auch wenn man 0 soziale Kompetenzen aufzuweisen scheint?

AG Kollegin hat im Auswahlgespräch im Druckgespräch geheult und den Job trotzdem bekommen da 2xgut. Ein Kumpel in der gleichen Runde wurde in hohen tönen gelobt, aber vorläufig abgelehnt, mit dem Argument er solle noch etwas Berufserfahrung sammeln oder einen Doktor machen, er hatte nur 1xb und 1xvb (knapp). 

OLG in nrw in diesem Jahr. 

Ausgesiebt wird also wohl nicht oder erst neuerdings. Wenn man so aus den Gesprächen hört , was für eine Persönlichkeit man mitbringen soll für den Richterberuf, fällt einem schon eine herbe Diskrepanz auf zwischen soll und ist...
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Gast
Unregistered
 
#47
11.09.2021, 12:45
(10.09.2021, 18:04)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 15:57)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 15:53)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 13:48)Gast schrieb:  
(10.09.2021, 05:38)Gast schrieb:  Parallel dazu sind ja viele mit schlechteren Examen eingestellt worden, die aber jetzt vier fünf Jahre mehr Berufserfahrung haben und dann auch vor einem befördert werden. Muss man wollen. Jedenfalls die VGs in NRW haben sich damit viele Plätze kaputt gemacht mit Kandidaten, die man nun jahrelang mitziehen muss.

Definiere bitte mal "schlechteres" Examen.


VG Köln hat lange nicht unter 23 Punkten eingestellt, mindestens einmal gut, regelmäßig beide gut.
Ab 2016 war es plötzlich mit 9-10 Punkten kein Problem.
Zwischen 18-20 Punkten und 23 Punkten aufwärts liegen in Jura Welten. Und das zeigt sich auch. Ich kann Dir genau sagen, wer in der Welle ans Gericht gekommen ist und sonst NIEMALS hier wäre ;-).

Wers glaubt...
Abgesehen davon scheinst du dich für die Krone der Richterschöpfung zu halten.

Wo liegt Dein Problem? Ist doch eine einfache Rechnung. Wenn ich bis zum Examen Pietzner / Ronellenfitsch durchgearbeitet und verstanden habe, dann fange ich damit nicht erst zum Berufsstart an. Ebenso wenn in den Entscheidungsgründen keine Würdigung von Zeugenaussagen stattfindet, sondern eine mehr oder minder wiederholende Wiedergabe.
All das sind Punkte, die im Examen den guten vom mittelmäßigen Juristen unterscheiden.

Und der Abstand vergrößert sich.

Und ehrlich gesagt finde ich es (leicht) amüsant so zu tun, als würden die Uhren beim Berufsstart auf null gestellt. Was machst Du denn als Richter viel anderes, als Entscheidungen zu schreiben?
Sicher, als Anwalt oder Verwaltungsjurist kommt viel Neues, aber die Organisation des eigenen Dezernats ist doch keine Kunst.

Wobei zwischen Praxis und Examen auch Welten liegen. Auch in der Art, wie man Entscheidungen schreibt.
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Gast
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#48
11.09.2021, 12:50
(11.09.2021, 09:23)Gast schrieb:  
(11.09.2021, 09:18)Ginni schrieb:  Der Neid auf die werten Richter, ich bin auch einer von denen, ist scheinbar grenzenlos. Werdet es doch einfach, wenn ihr die Voraussetzungen erfüllt. Euch muss dann aber auch die soziale Verantwortung bewusst sein und der Umstand, dass man idR sein Leben lang auf R1 hängen bleibt, was für die Arbeit, die man zu leisten hat, sehr wenig ist. Bei meinen Kollegen ist es ebenfalls so, dass sich niemand etwas auf seine Noten einbildet. Ich denke, dass das eher eine Krankheit der GK-Anwälte ist…

Ich glaube du verwechselst hier was.

Behauptet Richter zu sein, aber es mangelt an Lesekompetenz für die Beiträge. "Glaube" ist angeblicher Richter auch immer suboptimal. GK Kritik grundlos in den Beitrag reinzubringen vollkommen zusammenhangslos. 

Die meisten Beiträge hier schreiben vermeintliche Richter. 

Ich war in der GK und nun in der Justiz und Notenfixiertheit im Job ist in der Justiz stärker (wenn auch weniger wild als das hier anklingt). 

Weiß gar nicht für welchen Richterbeitrag man sich mehr schämen muss, für den der glaubt, dass 23 Punkte nötig sind um ein guter Richter sein und die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis verkennt oder derjenige der GK-Kritik vollkommen zufällig reinbringt und anscheinend nicht lesen kann oder will.
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Gast
Unregistered
 
#49
11.09.2021, 13:18
(11.09.2021, 12:50)Gast schrieb:  
(11.09.2021, 09:23)Gast schrieb:  
(11.09.2021, 09:18)Ginni schrieb:  Der Neid auf die werten Richter, ich bin auch einer von denen, ist scheinbar grenzenlos. Werdet es doch einfach, wenn ihr die Voraussetzungen erfüllt. Euch muss dann aber auch die soziale Verantwortung bewusst sein und der Umstand, dass man idR sein Leben lang auf R1 hängen bleibt, was für die Arbeit, die man zu leisten hat, sehr wenig ist. Bei meinen Kollegen ist es ebenfalls so, dass sich niemand etwas auf seine Noten einbildet. Ich denke, dass das eher eine Krankheit der GK-Anwälte ist…

Ich glaube du verwechselst hier was.

Behauptet Richter zu sein, aber es mangelt an Lesekompetenz für die Beiträge. "Glaube" ist angeblicher Richter auch immer suboptimal. GK Kritik grundlos in den Beitrag reinzubringen vollkommen zusammenhangslos. 

Die meisten Beiträge hier schreiben vermeintliche Richter. 

Ich war in der GK und nun in der Justiz und Notenfixiertheit im Job ist in der Justiz stärker (wenn auch weniger wild als das hier anklingt). 

Weiß gar nicht für welchen Richterbeitrag man sich mehr schämen muss, für den der glaubt, dass 23 Punkte nötig sind um ein guter Richter sein und die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis verkennt oder derjenige der GK-Kritik vollkommen zufällig reinbringt und anscheinend nicht lesen kann oder will.

Du verwechselst immer noch was. Ich bin kein Richter.
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Gast
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#50
11.09.2021, 16:56
(11.09.2021, 13:18)Gast schrieb:  
(11.09.2021, 12:50)Gast schrieb:  
(11.09.2021, 09:23)Gast schrieb:  
(11.09.2021, 09:18)Ginni schrieb:  Der Neid auf die werten Richter, ich bin auch einer von denen, ist scheinbar grenzenlos. Werdet es doch einfach, wenn ihr die Voraussetzungen erfüllt. Euch muss dann aber auch die soziale Verantwortung bewusst sein und der Umstand, dass man idR sein Leben lang auf R1 hängen bleibt, was für die Arbeit, die man zu leisten hat, sehr wenig ist. Bei meinen Kollegen ist es ebenfalls so, dass sich niemand etwas auf seine Noten einbildet. Ich denke, dass das eher eine Krankheit der GK-Anwälte ist…

Ich glaube du verwechselst hier was.

Behauptet Richter zu sein, aber es mangelt an Lesekompetenz für die Beiträge. "Glaube" ist angeblicher Richter auch immer suboptimal. GK Kritik grundlos in den Beitrag reinzubringen vollkommen zusammenhangslos. 

Die meisten Beiträge hier schreiben vermeintliche Richter. 

Ich war in der GK und nun in der Justiz und Notenfixiertheit im Job ist in der Justiz stärker (wenn auch weniger wild als das hier anklingt). 

Weiß gar nicht für welchen Richterbeitrag man sich mehr schämen muss, für den der glaubt, dass 23 Punkte nötig sind um ein guter Richter sein und die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis verkennt oder derjenige der GK-Kritik vollkommen zufällig reinbringt und anscheinend nicht lesen kann oder will.

Du verwechselst immer noch was. Ich bin kein Richter.

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