25.08.2021, 10:20
(25.08.2021, 10:02)Gast schrieb:(25.08.2021, 09:58)Gast schrieb: Es gibt Konzerne, die zahlen vergleichweise echt wenig. Dabei punkten die dann nicht einmal durch "wenig" Arbeit, sondern vermitteln den Eindruck: "Wir sind so toll, sei froh hier sein zu dürfen." Ich möchte hier keine genauen Namen nennen, aber bei Azur gibt es auch eine Liste mit Unternehmensgehältern...
Achja und eine Erfahrung noch: Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zahlen echt mehr...Hatte mehrere Gespräche wegen eines Wechsels.
Während die HR vom deutschen Konzern aus NRW eher geschluckt hatte, meinten die Schweizer "vollkommen okay" - Ich erkläre es mir mit dem Prinzip der US Lawfirms und deren Gehältern für ausländische Anwälte.
Tolle Erfahrung, nur ist das völlig irrelevant, wenn nach Deutschland im Allgemeinen und Berlin im Besonderen gefragt wird!
25.08.2021, 10:36
(25.08.2021, 10:20)Gast schrieb:(25.08.2021, 10:02)Gast schrieb:(25.08.2021, 09:58)Gast schrieb: Es gibt Konzerne, die zahlen vergleichweise echt wenig. Dabei punkten die dann nicht einmal durch "wenig" Arbeit, sondern vermitteln den Eindruck: "Wir sind so toll, sei froh hier sein zu dürfen." Ich möchte hier keine genauen Namen nennen, aber bei Azur gibt es auch eine Liste mit Unternehmensgehältern...
Achja und eine Erfahrung noch: Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zahlen echt mehr...Hatte mehrere Gespräche wegen eines Wechsels.
Während die HR vom deutschen Konzern aus NRW eher geschluckt hatte, meinten die Schweizer "vollkommen okay" - Ich erkläre es mir mit dem Prinzip der US Lawfirms und deren Gehältern für ausländische Anwälte.
Tolle Erfahrung, nur ist das völlig irrelevant, wenn nach Deutschland im Allgemeinen und Berlin im Besonderen gefragt wird!
Stimmt genau! Denn es gibt keine Schweizer Unternehmen die auch in Deutschland tätig sind!
25.08.2021, 10:40
(24.08.2021, 21:21)Gast schrieb:(24.08.2021, 15:39)Gast schrieb: Gast
GastIch nehme die Frage mal ernst und versuche eine Hilfestellung zu geben.
Ich war in zwei Konzernen inhouse und war beispielsweise auch bei Einstellungsprozessen für jüngere Kollegen involviert.
Generell ist es recht schwer eine wirkliche Spanne zu nennen, aber es gibt einen Anhaltspunkt, der hilfreich sein könnte. Nimm den jeweils höchsten Wert im Tarifvertrag für die Branche in dem das Unternehmen tätig ist und schlage da ca. 10-15% auf. Das ist meistens das AT Gehalt, welches so nach 2-3 Jahren im Unternehmen gezahlt wird.
Bei Deinem track lässt es sich aber tatsächlich recht schwer abbilden. Da kann alles drin sein...von 100 bis 160k, wenn man keine Leitungsfunktion bekommt.
Herzlichen Dank für die Einschätzung
Ich hatte mit 5 Jahren GK-Erfahrung mal zwei Angebote von Dax Konzernen im Bereich 80-100k, die ich dann abgelehnt habe. Man muss auch bei den Zahlen vorsichtig sein, die werden oft massiv schöngerechnet. Da sind dann oft Auto, Zahlung in Rentenversicherung und anderes mit eingerechnet.
Und bist Du dann in der GK geblieben oder hast Du noch bessere Angebote erhalten? Waren die von Dir genannten Zahlen mit Deiner Erfahrung (5 Jahre) bereits auf eine Position als Senior Legal Counsel bezogen?
Ich bin dann noch zwei Jahre in der GK geblieben und dann als Salary Partner in eine MK gewechselt. Die genaue Bezeichnung einer Position ist ja oft Schall und Rauch. Bei mir war es beide male so, dass ich im Wege eines Secondments von der Kanzlei für mehrere Monate in diese Unternehmen entsandt wurde und der Leiter der Rechtsabteilung dann beim Mittagessen eher beiläufig fragt, ob ich mir vorstellen könnte dort zu bleiben. Ich habe dann gefragt, was das ungefähr finanziell bedeuten würde und dann recht schnell abgelehnt. Zu den Details sind wir also nie wirklich gekommen.
25.08.2021, 11:28
(25.08.2021, 10:36)Gast schrieb:(25.08.2021, 10:20)Gast schrieb:(25.08.2021, 10:02)Gast schrieb:(25.08.2021, 09:58)Gast schrieb: Es gibt Konzerne, die zahlen vergleichweise echt wenig. Dabei punkten die dann nicht einmal durch "wenig" Arbeit, sondern vermitteln den Eindruck: "Wir sind so toll, sei froh hier sein zu dürfen." Ich möchte hier keine genauen Namen nennen, aber bei Azur gibt es auch eine Liste mit Unternehmensgehältern...
Achja und eine Erfahrung noch: Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zahlen echt mehr...Hatte mehrere Gespräche wegen eines Wechsels.
Während die HR vom deutschen Konzern aus NRW eher geschluckt hatte, meinten die Schweizer "vollkommen okay" - Ich erkläre es mir mit dem Prinzip der US Lawfirms und deren Gehältern für ausländische Anwälte.
Tolle Erfahrung, nur ist das völlig irrelevant, wenn nach Deutschland im Allgemeinen und Berlin im Besonderen gefragt wird!
Stimmt genau! Denn es gibt keine Schweizer Unternehmen die auch in Deutschland tätig sind!
Öhm ja, dachte das ergibt sich...Die Gespräche fanden für Stellen in Deutschland statt ;)
25.08.2021, 12:31
Ob das "Profil" des TE nun echt ist oder nicht sei mal dahingestellt...die meisten von uns lesen die Threads ja schlicht aus eigenem Interesse
Nach meiner (zugegebenermaßen sehr bescheidenen) Erfahrung ist als Legal Counsel in Berlin jedenfalls sowohl gehalts- als auch branchentechnisch so gut wie alles möglich. Konzerne wie die Deutsche Bahn, Siemens, AWS, IBM, Tesla, Zalando, Axel Springer, Google und Facebook suchen Legal Counsel genauso wie schnell wachsende StartUps à la N26, Taxfix, Conny Legal oder Tier. Auch die Bundesdruckerei und das DIN dürften ab und an mal Bedarf haben. Die Liste ließe sich noch weiter fortführen...
Noten und einschlägige Vorerfahrungen fallen meines Wissens je nach Stelle mal stärker mal schwächer ins Gewicht. Dass ein Legal Counsel in einem vergleichsweise jungen StartUp eher keine 100k verdienen wird, sollte klar sein. Da kann er noch so gute Noten und eine noch so tolle Dissertation mitbringen, die aktuelle Finanzierungsrunde gibt u.U. nicht mehr her als 50k bei einem auf 2 Jahre befristeten Vertrag
ich würde allerdings mal vermuten, dass ein hippes FinTech-StartUp tendenziell über mehr Kapital verfügt (und damit auch höhere Gehälter zahlen kann) als eines aus dem Bereich Essenslieferung oder Bekleidung. Bei einem Konzern dürfte es wiederum darauf ankommen, ob und welche Tarif- bzw. Betriebsvereinbarungen es gibt, wie der Konzern aktuell positioniert ist, wie speziell die Rechtskenntnisse in der/den jeweiligen Abteilung/en sein müssen usw. Allerdings kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Konzern wie Google einen Berufsanfänger einstellen würde. Die suchen eher nach Ex-Anwälten mit Berufserfahrung von 6 Jahren und mehr. Das Gehalt dürfte dann entsprechend üppig ausfallen...der Wechsel aus der GK in den Konzern soll für den Betroffenen schließlich attraktiv sein. Konkrete Zahlen kann ich leider nicht nennen. Einer der Vorposter hier hat allerdings von einer Spanne von 80-100k gesprochen, was mir realistisch erscheint. Ob der Wechsel aus einer GK sich vor diesem Gehaltshintergrund lohnt, ist eine andere Frage. Dem vergleichsweise "geringeren" Gehalt stehen aber immerhin eine sehr abwechslungsreiche und oftmals interdisziplinäre Tätigkeit zu durchaus humanen Arbeitszeiten gegenüber.
Nach meiner (zugegebenermaßen sehr bescheidenen) Erfahrung ist als Legal Counsel in Berlin jedenfalls sowohl gehalts- als auch branchentechnisch so gut wie alles möglich. Konzerne wie die Deutsche Bahn, Siemens, AWS, IBM, Tesla, Zalando, Axel Springer, Google und Facebook suchen Legal Counsel genauso wie schnell wachsende StartUps à la N26, Taxfix, Conny Legal oder Tier. Auch die Bundesdruckerei und das DIN dürften ab und an mal Bedarf haben. Die Liste ließe sich noch weiter fortführen...
Noten und einschlägige Vorerfahrungen fallen meines Wissens je nach Stelle mal stärker mal schwächer ins Gewicht. Dass ein Legal Counsel in einem vergleichsweise jungen StartUp eher keine 100k verdienen wird, sollte klar sein. Da kann er noch so gute Noten und eine noch so tolle Dissertation mitbringen, die aktuelle Finanzierungsrunde gibt u.U. nicht mehr her als 50k bei einem auf 2 Jahre befristeten Vertrag
ich würde allerdings mal vermuten, dass ein hippes FinTech-StartUp tendenziell über mehr Kapital verfügt (und damit auch höhere Gehälter zahlen kann) als eines aus dem Bereich Essenslieferung oder Bekleidung. Bei einem Konzern dürfte es wiederum darauf ankommen, ob und welche Tarif- bzw. Betriebsvereinbarungen es gibt, wie der Konzern aktuell positioniert ist, wie speziell die Rechtskenntnisse in der/den jeweiligen Abteilung/en sein müssen usw. Allerdings kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Konzern wie Google einen Berufsanfänger einstellen würde. Die suchen eher nach Ex-Anwälten mit Berufserfahrung von 6 Jahren und mehr. Das Gehalt dürfte dann entsprechend üppig ausfallen...der Wechsel aus der GK in den Konzern soll für den Betroffenen schließlich attraktiv sein. Konkrete Zahlen kann ich leider nicht nennen. Einer der Vorposter hier hat allerdings von einer Spanne von 80-100k gesprochen, was mir realistisch erscheint. Ob der Wechsel aus einer GK sich vor diesem Gehaltshintergrund lohnt, ist eine andere Frage. Dem vergleichsweise "geringeren" Gehalt stehen aber immerhin eine sehr abwechslungsreiche und oftmals interdisziplinäre Tätigkeit zu durchaus humanen Arbeitszeiten gegenüber.
25.08.2021, 14:38
(25.08.2021, 12:31)B2021BB schrieb: Ob das "Profil" des TE nun echt ist oder nicht sei mal dahingestellt...die meisten von uns lesen die Threads ja schlicht aus eigenem Interesse![]()
Nach meiner (zugegebenermaßen sehr bescheidenen) Erfahrung ist als Legal Counsel in Berlin jedenfalls sowohl gehalts- als auch branchentechnisch so gut wie alles möglich. Konzerne wie die Deutsche Bahn, Siemens, AWS, IBM, Tesla, Zalando, Axel Springer, Google und Facebook suchen Legal Counsel genauso wie schnell wachsende StartUps à la N26, Taxfix, Conny Legal oder Tier. Auch die Bundesdruckerei und das DIN dürften ab und an mal Bedarf haben. Die Liste ließe sich noch weiter fortführen...
Noten und einschlägige Vorerfahrungen fallen meines Wissens je nach Stelle mal stärker mal schwächer ins Gewicht. Dass ein Legal Counsel in einem vergleichsweise jungen StartUp eher keine 100k verdienen wird, sollte klar sein. Da kann er noch so gute Noten und eine noch so tolle Dissertation mitbringen, die aktuelle Finanzierungsrunde gibt u.U. nicht mehr her als 50k bei einem auf 2 Jahre befristeten Vertragich würde allerdings mal vermuten, dass ein hippes FinTech-StartUp tendenziell über mehr Kapital verfügt (und damit auch höhere Gehälter zahlen kann) als eines aus dem Bereich Essenslieferung oder Bekleidung. Bei einem Konzern dürfte es wiederum darauf ankommen, ob und welche Tarif- bzw. Betriebsvereinbarungen es gibt, wie der Konzern aktuell positioniert ist, wie speziell die Rechtskenntnisse in der/den jeweiligen Abteilung/en sein müssen usw. Allerdings kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Konzern wie Google einen Berufsanfänger einstellen würde. Die suchen eher nach Ex-Anwälten mit Berufserfahrung von 6 Jahren und mehr. Das Gehalt dürfte dann entsprechend üppig ausfallen...der Wechsel aus der GK in den Konzern soll für den Betroffenen schließlich attraktiv sein. Konkrete Zahlen kann ich leider nicht nennen. Einer der Vorposter hier hat allerdings von einer Spanne von 80-100k gesprochen, was mir realistisch erscheint. Ob der Wechsel aus einer GK sich vor diesem Gehaltshintergrund lohnt, ist eine andere Frage. Dem vergleichsweise "geringeren" Gehalt stehen aber immerhin eine sehr abwechslungsreiche und oftmals interdisziplinäre Tätigkeit zu durchaus humanen Arbeitszeiten gegenüber.
Herzlichen Dank für Deine Einschätzung. In der Tat ist es die von Dir beschriebene abwechslungsreiche und interdisziplinäre Arbeit mit verschiedenen Abteilungen, die mir auch Spaß macht. Deshalb möchte ich aktuell auch nicht in eine Kanzlei wechseln.
Um über die 100k zu kommen, so habe ich es jetzt schon öfter gehört, wird es häufig schon die Position des General Counsel sein müssen. Weitere (alte) Zahlen aus 2019 gibt es hierzu bei Juve (https://www.juve-verlag.at/nachrichten/n...0-000-euro
Ist ja vielleicht noch für jemand von Interesse.
25.08.2021, 14:59
(25.08.2021, 09:58)Gast schrieb: Es gibt Konzerne, die zahlen vergleichweise echt wenig. Dabei punkten die dann nicht einmal durch "wenig" Arbeit, sondern vermitteln den Eindruck: "Wir sind so toll, sei froh hier sein zu dürfen." Ich möchte hier keine genauen Namen nennen, aber bei Azur gibt es auch eine Liste mit Unternehmensgehältern...
könnte die justiz sein










