04.08.2021, 13:33
Hallo, ich habe im April 2021 mein Ref in Bayern begonnen und bis jetzt den Stoff immer gewissenhaft nachgearbeitet, aber nie mehr als 3 h pro Tag gemacht. Für die AG-Klausuren und die Arbeit für meinen Richter hat diese Art der Nachbereitung auch immer gereicht. Für das Examen (November 22) werden 3 h täglich jedoch nicht reichen. Ab wann habt ihr euch "gescheit" auf das Examen vorbereitet und vor allem wie?
04.08.2021, 13:40
ich würde mich nicht an andere orientieren, denn darauf gibt es keine universelle Antwort, denn jeder ist unterschiedlich. manche brauchen mehr, andere wieder weniger Zeit zur Vorbereitung. andere sind wieder schneller im lernen, andere wieder weniger. Ich behaupte man, dass man hier den Spruch anbringen kann: je früher, desto besser. fängt man früher an zu lernen, hat man hinten heraus mehr Zeit. zu früh kann man sowieso nicht anfangen.
04.08.2021, 13:45
Ich habe bis zur Tauchphase quasi nix gemacht, die letzten 4 1/2 Monate aber richtig Gas gegeben und bin am Ende zweistellig gewesen. Ist aber sicher nicht für jeden das richtige Konzept. Habe mich selbst während der Vorbereitung geärgert nicht früher angefangen zu haben, am Ende ist zum Glück alles gut gegangen. Der Druck war aber immens
04.08.2021, 22:46
(04.08.2021, 13:45)Gast schrieb: Ich habe bis zur Tauchphase quasi nix gemacht, die letzten 4 1/2 Monate aber richtig Gas gegeben und bin am Ende zweistellig gewesen. Ist aber sicher nicht für jeden das richtige Konzept. Habe mich selbst während der Vorbereitung geärgert nicht früher angefangen zu haben, am Ende ist zum Glück alles gut gegangen. Der Druck war aber immens
So haben ich und (so gut wie fast) alle, die ich so kenne, es auch gemacht. Der Druck war in der Tat unerträglich. Allerdings würde ich es heute trotzdem nicht anders machen.
Wirklich intensiv und mit dem „richtigen Riecher“ fürs tatsächlich Relevante schon zu Beginn des Refs zu lernen, ist leider verdammt schwer. Ich habe zwar immer wieder mal hier mal da ein Seminar besucht oder eine Klausur geschrieben. Wirklich was gebracht hat das aber nicht. In der Zeit hätte ich rückblickend lieber ein wenig entspannt und mich mental auf den „Endspurt“ vorbereitet.
Klar hätte ich mit einem besseren Lernplan und etwas mehr Stringenz beim Lernen womöglich mehr erreichen können. Jede Woche ab Tag 1 im Ref einen intensiven Lerntag einzulegen und am besten noch jede Woche ab Station 2 bis zum Examen eine Klausur zu schreiben (LOL…) hätte ich aber einfach nicht gepackt, ohne schnurstracks ins Burnout zu rutschen. Wäre vermutlich anders gewesen, hätte ich eine chillige Verwaltungs- und Anwaltsstation mit sehr viel weniger Anwesenheit und Heimatarbeit gehabt. Hätte hätte Fahrradkette. Es war letztlich wie es war, und das ist auch ok so.
Mein Tipp: gib ruhig dein Bestes und streng dich an, gerade das Klausurenschreiben sollte man besser nicht bis zum Tauchen aufschieben. Aber mach dich auch nicht verrückt und lerne deine persönlichen Grenzen kennen. Sich das ganze Ref über schon immens Druck zu machen, wirkt sich auch nicht unbedingt positiv auf die Leistungsfähigkeit zum Ende hin aus.
04.08.2021, 22:51
Ich meinte natürlich *Heimarbeit :-)
05.08.2021, 09:55
Kann mich da den anderen anschließen. Hab es bis Mitte der Anwaltsstation etwas schlüren lassen. Habe aber in der AG jede Klausur mitgenommen, nicht geschwänzt und einigermaßen mitgearbeitet; auch bei schlechten AG-Leitern lernt man doch ein bisschen und zuhause hätte ich nicht soviel gemacht. Vor dem Examen habe ich dann zur Gewissensberuhigung alle Alpmann Wochenend-Crashkurse gemacht und mir die dort verteilten Übersichten bis zum Examen vielfach reingezogen. Hat gut gereicht, aber die Noten in der AG waren auch schon zuvor immer im oberen Bereich. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man vielleicht früher anfangen und ein richtiges begleitendes Rep machen. Jeder ist da anders, aber die ganzen 2 Jahre jeden Tag diesen Stress vom Ende hätte ich nicht durchgehalten.
05.08.2021, 12:11
Ich hab von Anfang an alle Klausuren mitgeschrieben und war in den AGs. Intensiv gelernt habe ich die letzten 4 Monate. Stress habe ich mir aber bereits 12 Monate vor dem Examen gemacht... Rückblick war das die falsche Strategie. Hätte lieber von Anfang an entspannt aber kontinuierlich gelernt und dafür am Ende weniger Stress gehabt. Geklappt hat es trotzdem, aber in der Wahlstation waren die Akkus dann komplett leer
05.08.2021, 14:47
Hier vielleicht mal ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte:
Hatte super fordernde Stationen, die mir alles abverlangt haben und nur 3 Monate zum tauchen. War aber nach den Stationen so ausgelaugt, dass ich in den 3 Monaten tauchen überhaupt keine Kraft mehr hatte und mich jeden Tag allerhöchstens 2-3 Stunden zwingen konnte. Habe mir dann von jmd, der einen Rep-Jahreskurs gemacht hat die Übersichten geliehen und versucht mir noch irgendwie halbwegs das allernötigste reinzuziehen (Wie baut man die verschiedenen Klausurtypen auf...) Klausuren habe ich auch nur innerhalb der AG geschrieben. Und in der Wahlstation hatte ich auch 0,0 Kraft mehr...
Hatte super fordernde Stationen, die mir alles abverlangt haben und nur 3 Monate zum tauchen. War aber nach den Stationen so ausgelaugt, dass ich in den 3 Monaten tauchen überhaupt keine Kraft mehr hatte und mich jeden Tag allerhöchstens 2-3 Stunden zwingen konnte. Habe mir dann von jmd, der einen Rep-Jahreskurs gemacht hat die Übersichten geliehen und versucht mir noch irgendwie halbwegs das allernötigste reinzuziehen (Wie baut man die verschiedenen Klausurtypen auf...) Klausuren habe ich auch nur innerhalb der AG geschrieben. Und in der Wahlstation hatte ich auch 0,0 Kraft mehr...
05.08.2021, 15:02
(05.08.2021, 14:47)Gast schrieb: Hier vielleicht mal ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte:
Hatte super fordernde Stationen, die mir alles abverlangt haben und nur 3 Monate zum tauchen. War aber nach den Stationen so ausgelaugt, dass ich in den 3 Monaten tauchen überhaupt keine Kraft mehr hatte und mich jeden Tag allerhöchstens 2-3 Stunden zwingen konnte. Habe mir dann von jmd, der einen Rep-Jahreskurs gemacht hat die Übersichten geliehen und versucht mir noch irgendwie halbwegs das allernötigste reinzuziehen (Wie baut man die verschiedenen Klausurtypen auf...) Klausuren habe ich auch nur innerhalb der AG geschrieben. Und in der Wahlstation hatte ich auch 0,0 Kraft mehr...
Ein weiteres Beispiel, wie es nicht laufen sollte: Ich bin schon vollkommen fertig ins Ref gestartet, da ich aufgrund des VV lediglich zwei Wochen Zeit zwischen letzter Klausur und Refstart hatte. In der Zeit noch Wohnung in der Unistadt auflösen und Umzug in die Refstadt. Super spannende, aber auch mega fordernde und zeitintensive Stationen, parallel lernen für die mündliche Prüfung vom VV, eine stressige Fernbeziehung und eine nervige WG. Die 3 Monate tauchen vor dem Examen hab ich mit schlafen und Frust verbracht. Am Ende hat es zum Glück trotzdem für eine halbwegs vernünftige Note gereicht, aber nach der Mündlichen habe ich erstmal 3 Monate Pause gebraucht um wieder halbwegs mit dem Leben klar zu kommen.
Will sagen, mach dir einen Plan, der realistisch ist und dir genügend Zeit lässt zur Regeneration. Plan lieber mehr Zeit als zu wenig ein und versuche Stress aus dem Umfeld zu umgehen.
06.08.2021, 08:40
(04.08.2021, 13:33)Frage67890 schrieb: Hallo, ich habe im April 2021 mein Ref in Bayern begonnen und bis jetzt den Stoff immer gewissenhaft nachgearbeitet, aber nie mehr als 3 h pro Tag gemacht. Für die AG-Klausuren und die Arbeit für meinen Richter hat diese Art der Nachbereitung auch immer gereicht. Für das Examen (November 22) werden 3 h täglich jedoch nicht reichen. Ab wann habt ihr euch "gescheit" auf das Examen vorbereitet und vor allem wie?So früh wie möglich anfangen. Alles andere führt am Ende zu Hektik.









