• Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Obiter dictum - Sonstiges
  5. Ältere Juristen in der Familie und deren Einfluss auf euch
« 1 2 3 »
Antworten

 
Ältere Juristen in der Familie und deren Einfluss auf euch
Gast
Unregistered
 
#11
16.07.2021, 14:18
(15.07.2021, 22:48)Viktor schrieb:  Mich würde mal der Einfluss der älteren Juristen in euren Familien auf euch interessieren.

Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.

Solche Texte bekam ich laufend zu hören:

Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“

Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.

Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“

Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“ 

Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.

Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.

Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?

Das klingt einfach nach einem äußerst missgünstigen Menschen, den man so gut es geht meiden sollte.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#12
16.07.2021, 14:32
Habe so ein Exemplar mal mittelbar bei einem Kommilitonen erlebt. Betagter Anwalt, aber natürlich sehr von sich überzeugt. Mein Kommilitone war leider nicht so der Überflieger und hatte ziemlich Probleme mit den Hausarbeiten. Nachdem mehrere schief gelaufen sind, hat sich der Anwalt bereit erklärt, meinem Kommilitonen unter die Arme zu greifen. Die zwei haben sich also zusammen gesetzt (und das nicht nur mal eine halbe Stunde) und haben die HA von vorne bis hinten durchgegliedert.
Lange Rede kurzer Sinn: Der Kommilitone ist mit Pauken und Trompeten durchgefallen.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#13
16.07.2021, 14:52
Mit Nichtjuristen ist es nicht angenehmer:
"Welche Note hast du?" - "8 Punkte" - "von die vielen möglichen Punkten?" - "18" - "das ist ja weniger als die Hälfte!!!11" 

Lass dir nichts sagen und dich nicht runter ziehen. Die Sätze deines Onkels sagen mehr über ihn und seine Leistungen als über dich. Scheint sehr frustriert zu sein.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#14
16.07.2021, 15:04
(16.07.2021, 14:32)Gast schrieb:  Habe so ein Exemplar mal mittelbar bei einem Kommilitonen erlebt. Betagter Anwalt, aber natürlich sehr von sich überzeugt. Mein Kommilitone war leider nicht so der Überflieger und hatte ziemlich Probleme mit den Hausarbeiten. Nachdem mehrere schief gelaufen sind, hat sich der Anwalt bereit erklärt, meinem Kommilitonen unter die Arme zu greifen. Die zwei haben sich also zusammen gesetzt (und das nicht nur mal eine halbe Stunde) und haben die HA von vorne bis hinten durchgegliedert.
Lange Rede kurzer Sinn: Der Kommilitone ist mit Pauken und Trompeten durchgefallen.

Finde ich jetzt gar nicht einmal überraschend. Der "betagte Anwalt" ist aus dem universitären Alltag und dem dort erforderten Gutachtenstil eben schon seit Jahrzehnten raus und wenn die Hausarbeit dann noch in einem "fremden" Rechtsgebiet geschrieben wurde, wovon er bestenfalls mal beim Durchblättern der NJW mal ein paar Fetzen mitbekommt, dann war das eine Pleite mit Ansage. 

Zum Thema: In meiner Familie und meinem Umfeld zu Studienzeiten gab es (erstaunlicherweise) keinen einzigen Juristen. Nicht-Juristen sind allerdings teils noch schlimmer, wie der Gast über mir treffend schreibt. Es ist quasi unmöglich, einem Nicht-Juristen zu erklären, warum in unserem Notensystem 9 von 18 Punkten ein tolle Leistung darstellen.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#15
16.07.2021, 15:30
(16.07.2021, 14:09)omnimodo schrieb:  Kannst ihm ja dann einen Screenshot deines ersten Gehaltes zeigen oder so. Mal sehen was er dann sagt. "Ja, aber die kündigen dich/ du arbeitest dich tot / die Welt geht eh bald unter."

Meine Tante hat mal gesagt selbst wenn ich (2xa) ekne Stelle finde, dann wird mir eh in der Probezeit gekündigt. Ich soll mir eine geförderte Arbeit suchen, weil es auf dem 1. Arbeitsmarkt eh nichts wird.
Zitieren
2 x a
Unregistered
 
#16
16.07.2021, 15:34
Ausbilder in der Anwaltsstation: ich soll mir was im ÖD suchen, das ist weniger stressig und kein Haftungsrisiko.
ÖD dann so: "Für A/E13 bis E10 unterqualifiziert, für E9b/c  überqualifiziert/ wir haben uns für einen anderen Bewerber (Verwaltungsfachangestellter) entschieden."
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#17
16.07.2021, 15:50
Klar, die alten Kaliber wissen noch richtig wie es geht. Die verweichlichten Leute von heute haben nicht gelernt gegen Widerstände zu kämpfen
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#18
16.07.2021, 16:49
(16.07.2021, 15:50)Gast schrieb:  Klar, die alten Kaliber wissen noch richtig wie es geht. Die verweichlichten Leute von heute haben nicht gelernt gegen Widerstände zu kämpfen


Ein besonderer Widerstand scheint hier offenbar die Interpunktion zu sein.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#19
16.07.2021, 17:00
(15.07.2021, 22:48)Viktor schrieb:  Mich würde mal der Einfluss der älteren Juristen in euren Familien auf euch interessieren.

Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.

Solche Texte bekam ich laufend zu hören:

Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“

Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.

Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“

Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“ 

Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.

Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.

Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?

Meine Eltern sind beide Richter, beide Ende 50. Ich war immer wieder frustriert darüber, wie wenig sie zB meinen sehr dünnhäutigen Zustand während der Examensvorbereitung nachvollziehen konnten. Da fielen häufiger mal Sätze wie: „EBV-Klausur? Das ist doch total einfach, wer da nicht mindestens 10 Punkte schreibt, der hat das Zivilrecht nicht verstanden.“ oder „StA-Klausur? Da kommen doch immer nur ganz einfache Delikte dran, was machst du dich verrückt?“ oder „Na komm, also so schwer ist das jetzt mit der Rechtsprechung zum Versammlungsrecht doch auch nicht. Wie zum Teufel willst du denn das Examen schaffen, wenn du nicht alle im Zusammenhang mit Corona relevanten versammlungstechnischen Besonderheiten kennst? Ich würde die Prüflinge in der mündlichen Prüfung ja durchfallen lassen, wenn sie sich nicht sehr eingehend damit beschäftigt haben.“

Das Schlimmste ist, dass ich dazu neige, ihnen alles unhinterfragt zu glauben und mich damit immer nur noch dümmer und schlechter fühle. Wer weiß, vielleicht bin ich für die beiden „Überflieger“ ja tatsächlich ein totaler Versager? Hatten die beiden denn damals beim Examen gar keine Zweifel, gar keinen Stress, gar keine Versagensängste? 

Naja, ich bin dann irgendwann dazu übergegangen, die Themen Examensvorbereitung und Examenserfolg oder -Misserfolg mit ihnen nicht mehr zu besprechen. Das hat sich nicht gut angefühlt, denn haben wir sonst ein sehr gutes Verhältnis und eigentlich schon immer in jedem Alter und über alle Themen sehr offen und einfühlsam miteinander gesprochen.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#20
16.07.2021, 17:00
(16.07.2021, 16:49)Gast schrieb:  
(16.07.2021, 15:50)Gast schrieb:  Klar, die alten Kaliber wissen noch richtig wie es geht. Die verweichlichten Leute von heute haben nicht gelernt gegen Widerstände zu kämpfen


Ein besonderer Widerstand scheint hier offenbar die Interpunktion zu sein.

Ich liebe die Leute in diesem Forum. Made my day.
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
« 1 2 3 »
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus