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Arbeitszeiten
Gast
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#21
12.07.2021, 19:04
(12.07.2021, 18:35)Gast schrieb:  
(12.07.2021, 13:55)Hugo schrieb:  Ich finde es echt krass, was hier einige für Arbeitszeiten als „gut“ oder „normal“ bezeichnen. 
Als ich noch Anwalt war, hatte ich etwa um 16:30 Feierabend, inzwischen im Unternehmen zwischen 15:00-15:30 Uhr. Ausnahmen gibt es natürlich. 
Ich habe damit so viel Freizeit wie schon lange nicht mehr. 
Ja, ich bezahle den Porsche nicht aus der Portokasse, aber er wäre auch nicht unerreichbar. 

An die ganzen Kollegen, die glücklich sind, wenn sie „schon“ um 19 Uhr Feierabend machen: habt ihr alle kein Leben, Hobbies? Keine Freunde? Oder Partner/Familie?

Also ich kann ja verstehen, wenn manche meine Arbeitszeiten (9-21 Uhr) als „zu viel“ empfinden und unter der Woche abends noch Zeit für Sport oder Netflix finden wollen (finde ich auch, nur halt weniger). 

Aber dass jemand schon 19 Uhr Feierabend als „zu lang“ betrachtet und fragt, ob diese Leute kein Leben/keine Familie haben, das ist schon arg verwöhnt. Passt aber zur Generation Z.

Ich möchte auch nicht ewig bis 21 Uhr arbeiten, sondern in ein paar Jahren dann bei 18:30-19:30 Uhr ankommen (Unternehmen oder Mittelständische). Allerdings möchte ich auch nie mehr unter 100k, besser 120k-140k verdienen. Mit der entsprechenden Erfahrung lässt sich das aber leicht zusammenbringen.


Sorry, aber solche Aussagen grenzen doch schon an Stockholm-Syndrom :D
Wir Juristen haben einfach ein absolut geisteskrankes Verhältnis zu Arbeitszeiten. Während es in der Wirtschaft darauf ankommt, Prozesse zu optimieren und möglichst effektiv zu arbeiten, geht es bei uns darum, möglichst viele Stunden aufzuschreiben.
Während unsere Mandanten für jede Stunde, die sie an einem Kunden sparen, mehr Geld verdienen können, indem sie weitere Aufträge bearbeiten, haben wir eben nur die Möglichkeit, irgendwas in Richtung 2.000 billables im Jahr zu produzieren.
Kurz: Wir betreiben eines der dümmsten Geschäftsmodell, die es gibt - wir tauschen Lebenszeit gegen Geld.

Wenn wir mit unseren Mandanten über Arbeitszeiten und Gehälter sprechen, werden wir entweder ausgelacht, oder erhalten Mitleid. Gerade im KMU-Bereich wird weniger gearbeitet, bei locker dem 3-4-fachen an Einkommen. Erst vor paar Tagen wieder mit einem geschäftsführenden Gesellschafter einer nicht mal dem KSchG unterfallenden Bude darüber gesprochen: Der ist spätestens um 17:30h daheim, hat noch nie an einem Wochenende gearbeitet und verdient deine 120k in einem Quartal.

Habe vollstest Verständnis für Hugo. 70k und dabei auch noch so einen Job - absoluter Traum.
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Hugo
Unregistered
 
#22
12.07.2021, 19:04
(12.07.2021, 17:24)guga schrieb:  Was willst du dann? 70k hat doch jeder in der Verwaltung mit A13 und auch die gleichen Arbeitszeiten.

Wenn wir hier von 19/20 Uhr reden dann geht es um 100k+.

A13 ist weniger, brutto sowieso. Beamte haben übrigens 41 Stunden, ich nicht. Aber darum ging es auch gar nicht. In meinem Post war nie die Rede von Verwaltung.
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Hugo
Unregistered
 
#23
12.07.2021, 19:16
Ich habe übrigens eine 40 Stunden Woche. 
Ja, ich fange früh an. Aber in welche GK kommt man um halb 7 und 16 Uhr? Wer um halb 7 kommt, geht auch nicht vor 18 Uhr. 

Ich hab das Gefühl manche fühlen sich hier ziemlich auf den Schlips getreten, wenn man ihnen das mal vorhält. 

Nur mal als Beispielrechnung: 
Ich (Stk 1) 70k = etwa 3.400 netto bei 160 Stunden= 21,25 netto/ Stunde
GK 120k = etwa 5.600 netto bei 240 Stunden = 23,30 netto/Stunde 
Und selbst bei 200 Stunden kommt man auf  „nur“ 28 netto/ Stunde und 200 Monatsstunden scheinen mir eher unrealistisch zu sein oder nur in gewissen Gebieten gegeben zu sein. 

Ja, ich werde wahrscheinlich nie 120k verdienen, aber das muss ich auch nicht. Kann mit meinen 70k hier super leben, verdiene mehr als die meisten (hier) und auch da ist noch Luft nach oben.
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Gasto
Unregistered
 
#24
12.07.2021, 19:29
(12.07.2021, 19:16)Hugo schrieb:  Ich habe übrigens eine 40 Stunden Woche. 
Ja, ich fange früh an. Aber in welche GK kommt man um halb 7 und 16 Uhr? Wer um halb 7 kommt, geht auch nicht vor 18 Uhr. 

Ich hab das Gefühl manche fühlen sich hier ziemlich auf den Schlips getreten, wenn man ihnen das mal vorhält. 

Nur mal als Beispielrechnung: 
Ich (Stk 1) 70k = etwa 3.400 netto bei 160 Stunden= 21,25 netto/ Stunde
GK 120k = etwa 5.600 netto bei 240 Stunden = 23,30 netto/Stunde 
Und selbst bei 200 Stunden kommt man auf  „nur“ 28 netto/ Stunde und 200 Monatsstunden scheinen mir eher unrealistisch zu sein oder nur in gewissen Gebieten gegeben zu sein. 

Ja, ich werde wahrscheinlich nie 120k verdienen, aber das muss ich auch nicht. Kann mit meinen 70k hier super leben, verdiene mehr als die meisten (hier) und auch da ist noch Luft nach oben.

Feierst du dich gerade auf einen stinknormalen 40 Stunden Vertrag ab? Meine Freundin hat als BWLerin einen 40 Stunden Vertrag, arbeitet schon einige Jahre länger als du und verdient mit Ende 20 mehr als du... ist ja alles fein was du hast, aber das ist ein ganz normaler Unternehmensjob, von dem du da sprichst.

PS: Bei deiner Rechnung vergisst du aber, dass die Gehaltssteigerungen deutlich größer sind in den GKs gegenüber Unternehmen. Ich habe z.B. schon fast den doppelten Stundenlohn von dir. 

PPS: Natürlich soll jeder machen, wie er will. Viel arbeiten ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss aber bei einem 40 Stunden Vertrag jetzt so zu tun, als ob man das goldene Los gezogen hat...
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Hugo
Unregistered
 
#25
12.07.2021, 19:36
(12.07.2021, 19:29)Gasto schrieb:  
(12.07.2021, 19:16)Hugo schrieb:  Ich habe übrigens eine 40 Stunden Woche. 
Ja, ich fange früh an. Aber in welche GK kommt man um halb 7 und 16 Uhr? Wer um halb 7 kommt, geht auch nicht vor 18 Uhr. 

Ich hab das Gefühl manche fühlen sich hier ziemlich auf den Schlips getreten, wenn man ihnen das mal vorhält. 

Nur mal als Beispielrechnung: 
Ich (Stk 1) 70k = etwa 3.400 netto bei 160 Stunden= 21,25 netto/ Stunde
GK 120k = etwa 5.600 netto bei 240 Stunden = 23,30 netto/Stunde 
Und selbst bei 200 Stunden kommt man auf  „nur“ 28 netto/ Stunde und 200 Monatsstunden scheinen mir eher unrealistisch zu sein oder nur in gewissen Gebieten gegeben zu sein. 

Ja, ich werde wahrscheinlich nie 120k verdienen, aber das muss ich auch nicht. Kann mit meinen 70k hier super leben, verdiene mehr als die meisten (hier) und auch da ist noch Luft nach oben.

Feierst du dich gerade auf einen stinknormalen 40 Stunden Vertrag ab? Meine Freundin hat als BWLerin einen 40 Stunden Vertrag, arbeitet schon einige Jahre länger als du und verdient mit Ende 20 mehr als du... ist ja alles fein was du hast, aber das ist ein ganz normaler Unternehmensjob, von dem du da sprichst.

PS: Bei deiner Rechnung vergisst du aber, dass die Gehaltssteigerungen deutlich größer sind in den GKs gegenüber Unternehmen. Ich habe z.B. schon fast den doppelten Stundenlohn von dir. 

PPS: Natürlich soll jeder machen, wie er will. Viel arbeiten ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss aber bei einem 40 Stunden Vertrag jetzt so zu tun, als ob man das goldene Los gezogen hat...


1. hab ich nicht gesagt, dass ich mich feiere, sondern nur, dass ich diese Arbeitszeiten noch nachvollziehen kann. Aber genau zu lesen scheint den ganzen (vermeintlichen)GK Anwälten wohl nicht so zu liegen.

2. bin ich auch erst 27, wie ich oben geschrieben habe und arbeite seit etwa 18 Monaten. Dass deine Freundin mehr verdient mag ja sein, aber wie schon so oft ging es nicht darum und auch das ist alles andere als die Regel. Das wird hier gerne mal ausgeblendet. 
Ich möchte nochmal betonen, dass ich weder in Düsseldorf, FFM oder München wohne. 

Und 3. witzig, wie sich hier über meine 40 Stunden „lustig gemacht“ wird, 95% haben die aber nicht.
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Gasto
Unregistered
 
#26
12.07.2021, 19:46
90% der Vollzeit Arbeitnehmer haben eine 40 Stunden Woche (oder weniger, 37,5)  Wink nur ein paar GK Anwälte  und Ärzte und Unternehmensberater und Co arbeiten mehr, und lassen sich das oftmals sehr gut bezahlen.

Gegenüber einer 40 Stunden Woche sind 50 Stunden in einer GK nun auch nicht mehr so krass... heftig wird es ja nunmal eher bei den 55 Stunden aufwärts, die mancherorts geschoben werden. 

Du hast zu Beginn halt sehr mit deinem Feierabend geflext. Der aber nun auch nichts besonderes ist, wenn du dafür um 7 Uhr anfängst zu arbeiten ^^ ich arbeite zwar länger am Abend, kann dafür aber morgens super mit meiner Freundin noch lange frühstücken und gehe sogar noch einkaufen oder zum Sport, bevor ich zur Arbeit fahre. Dann tut 19 Uhr Feierabend halt auch nicht weh.
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Gast
Unregistered
 
#27
12.07.2021, 19:48
40h Vertrag

Komme um 8
Und geh um 17:30 spätestens

Ich bin niemandes dobby
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Gast
Unregistered
 
#28
12.07.2021, 20:23
Halb 7 Beginn ist ja fast wie Frühschicht im Krankenhaus, also darauf braucht man sich echt nichts einbilden.

Arbeite von 9 bis 18 Uhr, also habe die selbe Arbeitszeit und verdiene auch 70k (in einer Kanzlei). Aber will dich da gar nicht angreifen, verstehe nur nicht, wieso du mit deinem frühen Arbeitsende angibst, wenn du einfach nur extrem früh (für die meisten zu früh) anfängst.
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Gasto
Unregistered
 
#29
12.07.2021, 20:33
(12.07.2021, 20:23)Gast schrieb:  Halb 7 Beginn ist ja fast wie Frühschicht im Krankenhaus, also darauf braucht man sich echt nichts einbilden.

Arbeite von 9 bis 18 Uhr, also habe die selbe Arbeitszeit und verdiene auch 70k (in einer Kanzlei). Aber will dich da gar nicht angreifen, verstehe nur nicht, wieso du mit deinem frühen Arbeitsende angibst, wenn du einfach nur extrem früh (für die meisten zu früh) anfängst.

6:30 Uhr Arbeitsbeginn ist echt pain in the ass. Wenn man nicht im Home Office arbeitet, darf man dafür gegen 5 Uhr aufstehen... Mit anderen Worten, am Abend ist um 21/22 Uhr Schicht im Schacht.
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Gast
Unregistered
 
#30
12.07.2021, 20:44
Ich Jung-Richter in Süddeutschland, komme dank guter IT-, Personal- und Referatsausstattung - je nach Laune - auf eine 30-55 Stundenwoche. 

Mir macht der Job super viel Spaß, daher sehe ich es weniger als Last an. Ich freue mich, morgens arbeiten zu gehen, daher ist die Belastung subjektiv auch sehr gering. 

Ich bin umgeben von ebenfalls den besten Juristen und kann mich auch in Kaffeerunden gut austauschen; die Netto-Arbeitszeit ist dann doch deutlich geringer als die o.G..

Die Arbeitsbelastung ist immer subjektiv, daher sollte man sich fragen, ob man den Beruf gerne macht und ob die Arbeit erfüllt. Wenn man sich über zu lange Arbeitszeiten beschwert, ist man oft (auch/nur) im falschen Job.

Diskussionen hier haben selten wirklichen Mehrwert. Es gibt Leute, die arbeiten von 6:30-15:00 Uhr total produktiv, andere „arbeiten lange“, von 9:00-20:00 Uhr, schaffen aber nur ein Bruchteil dessen und quälen sich eher durch. 

Sucht euch einen Job, der euch erfüllt. Fertig. 
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