Wer Richter auf Probe bzw. Staatsanwalt werden möchte, sollte sich mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Das Karriere-Dossier ist als Print-Buch sowie als E-Book für alle 16 Bundesländer erhältlich:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
14.05.2021, 20:51
(14.05.2021, 15:40)Gast. schrieb: Unabhängig vom Rest, einfach, weil mir das im Forum häufiger auffällt : Die eigene Erfahrung ist natürlich ein schlechter Gradmesser für absolute Richtigkeit. Ich arbeite nicht in der Justiz.
Aber es kann doch durchaus sein, dass es auch dort unterschiedliche Menschen gibt und vielleicht auch mehr oder minder motivierte Richter.
Ja, das wird wohl so sein, und zwischen Berlin und Bayern gibt es sicherlich ganz unterschiedliche Stellen mit völlig verschiedener Arbeitsbelastung und Zuschnitt. Ich wollte dem Justiznachwuchs nur sagen, dass es nicht überall so schlimm ist, wie es hier manchmal klingt. Es liegt an der Geschäftsverteilung, den Dezernatsvorgängern, dem Präsidium, dem Bundesland... und vielleicht sogar auch ein bisschen an einem selbst...
15.05.2021, 06:53
Die Probezeit in der Justiz ist hart. Anders kann ich es nicht sagen. Sicher ist das von BL zu BL unterschiedlich, dennoch wird es aber I.d.R so sein, dass man erstmal keinen Schimmer von dem hat, was man tut. Oftmals bekommt man ein Proberichterdezernat und dann heißt es Popo-Backen zusammenkneifen und 6 Tage in der Woche abreißen und die Arbeit nach Feierabend mit nach Hause nehmen, um dort auch noch bis 22:00 zu arbeiten. Nach 2-3 Monaten wird es - je nach Dezernat - etwas besser. Nach 6-9 Monaten (jedenfalls bei mir) kommt dann der Dezernats-/Gerichtswechsel und du fängst gleich wieder bei 0 an. Womöglich kommst du vom Zivilrecht ins Strafdezernat und hast - meiner Erfahrung nach - nicht nur 1, sondern mindestens noch 1-2 andere Dezernate (!!). Ist ja auch klar: Du bist Proberichter also musst du und nicht die anderen Richter performen;) JedenfaAlls wird das die nächsten 3-4 Jahre so gehen, bis du dann-sofern du dich bewiesen hast- deine Planstelle bekommst. Lange Zeit in der man im Prinzip nichts mehr vom Leben hat und die Familie sehr zurückstecken muss.
15.05.2021, 08:52
(15.05.2021, 06:53)Hardcore schrieb: Die Probezeit in der Justiz ist hart. Anders kann ich es nicht sagen. Sicher ist das von BL zu BL unterschiedlich, dennoch wird es aber I.d.R so sein, dass man erstmal keinen Schimmer von dem hat, was man tut. Oftmals bekommt man ein Proberichterdezernat und dann heißt es Popo-Backen zusammenkneifen und 6 Tage in der Woche abreißen und die Arbeit nach Feierabend mit nach Hause nehmen, um dort auch noch bis 22:00 zu arbeiten. Nach 2-3 Monaten wird es - je nach Dezernat - etwas besser. Nach 6-9 Monaten (jedenfalls bei mir) kommt dann der Dezernats-/Gerichtswechsel und du fängst gleich wieder bei 0 an. Womöglich kommst du vom Zivilrecht ins Strafdezernat und hast - meiner Erfahrung nach - nicht nur 1, sondern mindestens noch 1-2 andere Dezernate (!!). Ist ja auch klar: Du bist Proberichter also musst du und nicht die anderen Richter performen;) JedenfaAlls wird das die nächsten 3-4 Jahre so gehen, bis du dann-sofern du dich bewiesen hast- deine Planstelle bekommst. Lange Zeit in der man im Prinzip nichts mehr vom Leben hat und die Familie sehr zurückstecken muss.
Das hört sich ja schrecklich an! Deckt sich allerdings nicht mit meiner Probezeiterfahrung. Von welchem Bundesland hast du berichtet?
15.05.2021, 11:49
Das Einzige was mich motiviert, ist, dass die Sammlung der Textbausteine jeden Tag anwächst und die Dekretur dadurch jeden Tag kürzer dauert. Wenn ich ständig wechseln müsste, wäre nicht mal das gegeben. Deswegen bin ich auch in die Fachgerichtsbarkeit, damit man wenigstens so etwas wie einen Fortschritt erkennen kann und irgendwann genau so zügig ist wie die Älteren.
15.05.2021, 12:35
Also ich bin in BW, wir Wechseln in den vier Jahren nur ein einziges Mal. Zwei Jahre StA, dann zwei Jahre Gericht. Oder andersrum.
15.05.2021, 12:52
(15.05.2021, 11:49)Gast schrieb: Das Einzige was mich motiviert, ist, dass die Sammlung der Textbausteine jeden Tag anwächst und die Dekretur dadurch jeden Tag kürzer dauert. Wenn ich ständig wechseln müsste, wäre nicht mal das gegeben. Deswegen bin ich auch in die Fachgerichtsbarkeit, damit man wenigstens so etwas wie einen Fortschritt erkennen kann und irgendwann genau so zügig ist wie die Älteren.
Verstehe ich. Bin zwar auch dabei, mir mühevoll die Bausteine anzulegen, aber durch diese scheiß Dezernatswechsel fange ich halt immer wieder bei 0 an. Das nervt tierisch!!
21.06.2021, 10:33
(07.05.2021, 20:32)GastNRW23 schrieb:(07.05.2021, 19:28)Gast schrieb: Sagt mal in NRW ist ja das erste Jahr am LG gesetzt. Kann das auch mal eine Strafkammer sein
Woher hast du das (erstes Jahr LG gesetzt)? In meinem Einführungslehrgang waren mehrere, die am AG angefangen haben, aus allen drei OLG Bezirken. Strafkammer kommt sehr selten vor, kenne aber auch eine Kollegin.
In welchem Bezirk kennst du jemanden, die in ser Strafkammer angefangen hat?
21.06.2021, 11:06
warum geben sich Richter nicht gegenseitig Textbausteine? Soll jeder wieder von Neuem das Rad erfinden, oder was?
21.06.2021, 11:58
21.06.2021, 11:59
Warum sollten sie Textbausteine teilen? Kanzleien teilen das weil es um Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Teamwork geht. Das sind Dinge sie bei der Justiz nicht existieren. Jeder arbeitet so wie er will.









