17.07.2022, 23:46
alter, Aussicht auf 7,5k netto bei 41h! Soll jetzt nicht beleidigend sein, aber so blöd ist doch keiner, das für eine GK aufzugeben
18.07.2022, 08:24
Also wenn du in einer Behörde schon 60h arbeitest, wirst du keine GK finden, wo du um 20 Uhr gehst. In einer GK ist der indirekte Zwang schon deutlich höher als in der Verwaltung. Zudem fehlt in der GK die Möglichkeit nur noch Dienst nach Vorschrift zu machen und auf deinem aktuellen Posten zu verbleiben. Was wäre dein Plan B?
Wenn du 60h arbeitest, weil der jemand das "Stöckchen" B6 vorhält, würde ich kurz überlegen wie realistisch das ist. Einen Weg sich sicher zu B6 zu entwickeln gibt es nicht, als Referent ganz sicher nicht (Ausnahme ggf vergleichbar B6 bei EU).
Wenn du 60h arbeitest, weil der jemand das "Stöckchen" B6 vorhält, würde ich kurz überlegen wie realistisch das ist. Einen Weg sich sicher zu B6 zu entwickeln gibt es nicht, als Referent ganz sicher nicht (Ausnahme ggf vergleichbar B6 bei EU).
18.07.2022, 17:45
(17.07.2022, 19:39)Berti schrieb: Grund meiner Wechselgendanken: die Mär von der Work-Life-Balance. Ich arbeite nahezu 60h pro Woche, regelmäßig auch am Wochenende und das für gerade mal 3.900 EUR netto. Aussicht auf B6 besteht zwar, wären aber auch "nur" ca. 7.500 EUR netto. Das ist ungefähr das, was Freunde von mir jetzt schon als (Senior) Associates verdienen. Das "Preis-Leistungs"-Verhältnis stimmt hier einfach hinten und vorne nicht und wenn ich schon so viel arbeiten muss, dann soll das auch entsprechend entlohnt werden.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
... d.h. du arbeitest regelmäßig, ohne einzustempeln?
18.07.2022, 17:49
(17.07.2022, 21:03)Berti schrieb:(17.07.2022, 20:58)Bittewas7271 schrieb:(17.07.2022, 19:39)Berti schrieb: Grund meiner Wechselgendanken: die Mär von der Work-Life-Balance. Ich arbeite nahezu 60h pro Woche, regelmäßig auch am Wochenende und das für gerade mal 3.900 EUR netto. Aussicht auf B6 besteht zwar, wären aber auch "nur" ca. 7.500 EUR netto. Das ist ungefähr das, was Freunde von mir jetzt schon als (Senior) Associates verdienen. Das "Preis-Leistungs"-Verhältnis stimmt hier einfach hinten und vorne nicht und wenn ich schon so viel arbeiten muss, dann soll das auch entsprechend entlohnt werden.
MC und US-Schuppen kommen für mich - allein schon wegen meiner Noten, aber auch schon deshalb - nicht in Betracht, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es dort vor 22 Uhr eher selten etwas mit Feierabend wird. Daher meine Frage, ob es denn in der 2. bzw. 3. Reihe verlässlichere Arbeitszeiten gibt. Einzelne Arbeitsspitzen sind kein Problem, allerdings solltem es einzelne sein und kein Dauerzustand.
Wo in der Verwaltung arbeitet man bitte 60h?
Ich will mich nicht individualisierbar machen, deshalb will ich darauf nicht näher eingehen, aber diese Referentenstellen gibt es - trust me on that one. Deshalb ist auch die Aussicht auf B6 so hoch.
naja, aber zwischen A14 und B6 werden trotzdem noch ein paar Jahre 15 und 16 liegen, oder?
18.07.2022, 17:55
(17.07.2022, 23:03)Drin schrieb: Woher wissen alle, dass sie keine Ahnung hat? Vielleicht ist sie Referentin bei der Landeskartellbehörde in Hessen?
TE:
Wenn dein Job dich nicht glücklich macht, geh. Aber frag besser nicht hier im Forum, wo die Leute einfach keine Ahnung haben. Schau nur, zu welchen Zeiten hier in anderen threads unter der Woche geschrieben wird, wie hart das GK Leben ist (gern gegen 16/17 uhr). Entweder sind die alle nicht in der GK oder die Arbeit dort ist nicht so hart.
Wenn du den Auftieg zur Ministeridirigentin anstrebst (B6), dann in einer Kanzlei wohl auch die Partnerschaft? Da würde dir eher raten, für dich zu prüfen, ob du bock auf diese Tätigkeit und den entsprechenden Stress und die Aquise hast.
Nun, zunächst merkt man an dem Thread hier sehr schön, dass es die eine Arbeit "beim Staat" halt nicht gibt. Ein paar Threads weiter unter beschwert sich noch eine andere Verwaltungsjuristin, dass sie den ganzen Tag Däumchen drehn muss...
Jedenfalls provoziert es natürlich Nachfragen, wenn jemand auf A14 behauptet, sichere Aussicht auf B6 zu haben, ist schlichtweg nach normalem Gang der Dinge ungewöhnlich.
18.07.2022, 19:21
Den einzigen Job mit den angekündigten Jobaussichten und den Arbeitszeiten hat man im öffentlichen Dienst, wenn man (etwa als persönlicher Referent) im unmittelbaren Nahbereich der Hausleitung in einem BUndes- oder Landesministerium sitzt. Wenn es also keine Geschichte aus dem Paulaner ist, würde ich dir raten, das Ross auf dem du sitzt, noch ein wenig länger zu reiten. Du sammelst Kontakte und machst dich letztlich auch für eine alternative Verwendung in der Wirtschaft interessant. Wenn du aber irgendwo im Maschinenraum deine 60 Stundenwochen abreißt, ist schon die Wahrscheinlichkeit auch bei bester Leistung auf A16/B3 zu kommen überschaubar. Pass auf, dass du keiner Karotte hinterher eilst.
18.07.2022, 22:50
(18.07.2022, 19:21)Gast schrieb: Den einzigen Job mit den angekündigten Jobaussichten und den Arbeitszeiten hat man im öffentlichen Dienst, wenn man (etwa als persönlicher Referent) im unmittelbaren Nahbereich der Hausleitung in einem BUndes- oder Landesministerium sitzt. Wenn es also keine Geschichte aus dem Paulaner ist, würde ich dir raten, das Ross auf dem du sitzt, noch ein wenig länger zu reiten. Du sammelst Kontakte und machst dich letztlich auch für eine alternative Verwendung in der Wirtschaft interessant. Wenn du aber irgendwo im Maschinenraum deine 60 Stundenwochen abreißt, ist schon die Wahrscheinlichkeit auch bei bester Leistung auf A16/B3 zu kommen überschaubar. Pass auf, dass du keiner Karotte hinterher eilst.
sie hatte vorher ja MUC ins Spiel gebracht, also tippe ich auf Ministerium Bayern. Da gehts teilweise nach Hörensagen schon gut ab.
Hindert sie aber keiner, ggf. in einer anderen Stelle die 41h pünktlich abzureissen.
18.07.2022, 22:57
Die Arbeitslast in der Staatskanzlei in München soll anscheinend wirklich ganz ordentlich sein. Habe das schon aus mehreren Ecken gehört
18.07.2022, 23:14
Ich habe selbst mehrere Jahre in einem Ministerium gearbeitet. Bis auf einige wenige Ausnahmen abgesehen (Zentralstelle, persönlicher Referent des Ministers) ist eine durchschnittliche 60-Stunden-Woche in einem Ministerium auf einer Referentenstelle absolut unüblich. Normalerweise sind bis zur Abteilungsleiterebene alle Mitarbeiter in einem Ministerium in die Arbeitszeiterfassung einbezogen. Bei mehr als 80 Überstunden wurden - jedenfalls bei uns - Gespräche geführt, um die Überstunden zeitnah abzubauen. Natürlich hatte man hin und wieder stressige Phasen, aber im Schnitt bin ich mit meinen 41 Stunden pro Woche sehr gut hingekommen. Wenn man auf einer auf 41 Stunden ausgelegten Stelle über einen längeren Zeitraum hinweg 60 Stunden arbeitet, stimmt a) etwas strukturell mit der Stelle nicht oder b) mit Deiner Arbeitsweise. Ich glaube Du solltest Dir überlegen, ob in diesem Fall das "Preis-Leistungs-Verhältnis" noch stimmt.
Und was die mögliche Beförderung nach B6, also Abteilungsleiterstelle in einem Landesministerium, anbelangt: Direkt ohne weiteres von einer Referentenstelle innerhalb kürztester Zeit dorthin zu wechseln ist mehr als unüblich. Selbst mit politischem Rückenwind, den Du für diese Stelle in aller Regel ohnehin brauchst, sind nach meiner Erfahrung die allermeisten Abteilungsleiter zunächst mehrjährig Referent gewesen, danach Referatsleiter (A16/B3) und schließlich irgendwann MDgt. geworden. Aber hey: Wenn das - warum auch immer - bei Dir trotzdem anders läuft, warum nicht. Je nach Abteilung dürfte die Arbeitsbelastung mit Blick auf die Erreichbarkeitsansprüche der Hausspitze dann allerdings nicht weniger werden.
Und was die mögliche Beförderung nach B6, also Abteilungsleiterstelle in einem Landesministerium, anbelangt: Direkt ohne weiteres von einer Referentenstelle innerhalb kürztester Zeit dorthin zu wechseln ist mehr als unüblich. Selbst mit politischem Rückenwind, den Du für diese Stelle in aller Regel ohnehin brauchst, sind nach meiner Erfahrung die allermeisten Abteilungsleiter zunächst mehrjährig Referent gewesen, danach Referatsleiter (A16/B3) und schließlich irgendwann MDgt. geworden. Aber hey: Wenn das - warum auch immer - bei Dir trotzdem anders läuft, warum nicht. Je nach Abteilung dürfte die Arbeitsbelastung mit Blick auf die Erreichbarkeitsansprüche der Hausspitze dann allerdings nicht weniger werden.
18.07.2022, 23:26
Ach kp mittlerweile glaube ich in diesem Forum garnichts mehr. Eine Beamtin im Ministerium, die nach 4 Jahren sichere Aussichten auf B6 hat, will wg Kohle in eine GK für m&a? Das ist auf so vielen Ebenen bescheuert, das kann ich einfach nicht glauben.










