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Wer zum Staat will...
Gast
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#11
06.01.2021, 19:20
Formal reichen wohl 2xB. Das AC siebt halt aus. Ist wie bei vielen Behörden/Ministerien. Insb. dort wo Verbeamtung winkt.
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Gast
Unregistered
 
#12
06.01.2021, 19:26
(06.01.2021, 18:15)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:49)SGL schrieb:  Hallo alle Miteinander,

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL


Kenne Leute aus dem gehobenen Dienst der Finanzverwaltung. Die sind jedenfalls von jungen Vorgesetzten, die kaum Ahnung von Steuerrecht und Finanzen haben, wenig begeistert.



kann ich verstehen. Erfolgsquote von Diplom-Finanzwirten aus der  Finanzverwaltung beim Steuerberaterexamen liegt laut Statistik idR bei über 90%. V.a., dass die Aufnahme in den gehobenen Dienst der Finanzverwaltung ein gutes Abitur und eine Aufnahmeprüfung fürs duale Studium voraussetzt.
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Gast
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#13
06.01.2021, 19:28
(06.01.2021, 18:15)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:49)SGL schrieb:  Hallo alle Miteinander,

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL


Kenne Leute aus dem gehobenen Dienst der Finanzverwaltung. Die sind jedenfalls von jungen Vorgesetzten, die kaum Ahnung von Steuerrecht und Finanzen haben, wenig begeistert.
Und warum sollte das einen interessieren? Juristen sind in der Finanzverwaltung nun mal (so weit ich weiß jedenfalls) als Vorgesetzte vorgeschrieben.
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Gast
Unregistered
 
#14
06.01.2021, 19:30
(06.01.2021, 19:26)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 18:15)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:49)SGL schrieb:  Hallo alle Miteinander,6

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL


Kenne Leute aus dem gehobenen Dienst der Finanzverwaltung. Die sind jedenfalls von jungen Vorgesetzten, die kaum Ahnung von Steuerrecht und Finanzen haben, wenig begeistert.



kann ich verstehen. Erfolgsquote von Diplom-Finanzwirten aus der  Finanzverwaltung beim Steuerberaterexamen liegt laut Statistik idR bei über 90%. V.a., dass die Aufnahme in den gehobenen Dienst der Finanzverwaltung ein gutes Abitur und eine Aufnahmeprüfung fürs duale Studium voraussetzt.


Werden sie nicht von dem Steuerberaterexamen befreit?
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Gast
Unregistered
 
#15
06.01.2021, 19:31
(06.01.2021, 19:30)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 19:26)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 18:15)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:49)SGL schrieb:  Hallo alle Miteinander,6

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL


Kenne Leute aus dem gehobenen Dienst der Finanzverwaltung. Die sind jedenfalls von jungen Vorgesetzten, die kaum Ahnung von Steuerrecht und Finanzen haben, wenig begeistert.



kann ich verstehen. Erfolgsquote von Diplom-Finanzwirten aus der  Finanzverwaltung beim Steuerberaterexamen liegt laut Statistik idR bei über 90%. V.a., dass die Aufnahme in den gehobenen Dienst der Finanzverwaltung ein gutes Abitur und eine Aufnahmeprüfung fürs duale Studium voraussetzt.


Werden sie nicht von dem Steuerberaterexamen befreit?


Wenn du deine Beamtenlaufbahn aufgibst und aus dem Staatsdienst austrittst?
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Gast
Unregistered
 
#16
06.01.2021, 19:56
(06.01.2021, 19:28)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 18:15)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:49)SGL schrieb:  Hallo alle Miteinander,

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL


Kenne Leute aus dem gehobenen Dienst der Finanzverwaltung. Die sind jedenfalls von jungen Vorgesetzten, die kaum Ahnung von Steuerrecht und Finanzen haben, wenig begeistert.
Und warum sollte das einen interessieren? Juristen sind in der Finanzverwaltung nun mal (so weit ich weiß jedenfalls) als Vorgesetzte vorgeschrieben.



Nein, da sind Juristen nicht als Vorgesetzte vorgeschrieben. Es gibt auch Vorgesetzte aus dem gehobenen Dienst, die ein Führungskräfte-Auswahlverfahren durchlaufen haben. Die haben dann sowohl Ahnung von Steuerrecht als auch reichlich Berufserfahrung. Um Vorsteher zu werden, sollte man aber Jurist sein. In Berlin soll es wohl mal einen Vorsteher gegeben haben, der nicht Jurist (sondern Aufsteiger aus dem gehobenen Dienst) war und dementsprechend nicht selbst zum BFH durfte. Manche Bubdesländer (bzw. mindestens eins wenn ich mich richtig erinnere) scheinen auch BWLer mit Master im höheren Dienst einzustellen.
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Gast
Unregistered
 
#17
06.01.2021, 19:58
(06.01.2021, 19:31)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 19:30)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 19:26)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 18:15)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:49)SGL schrieb:  Hallo alle Miteinander,6

ich wollte hier alle, die gerne in den öffentlichen Dienst wollen, aber die Noten knapp nicht reichen, dazu motivieren sich die Finanzverwaltung anzuschauen. Ich war damals erstmal skeptisch... mit Steuerrecht hatte ich bis dahin nix am Hut. Nach reichlicher Überlegung und richtig Lust auf Neues hab ich mich dann einfach beworben und habe dann festgestellt, dass diese Berufswahl für Juristen oft gar nicht bekannt ist und es dementsprechend wenige Bewerber gibt bzw. zumindest weniger als wenn man es mit der restlichen Verwaltung vergleicht. Ich habe hier genau das gefunden was ich wollte: keine 100% juristische Arbeit, sondern eine gute Mischung als Sachgebietsleiterin.
 Nach Jahren in der Jurawelt hing mir das einfach zum Hals heraus und ich wollte nicht die klassischen juristischen Tätigkeit machen. Gehalt stimmt auch, wurde im Dezember nach 4 Jahren zu A14 befördert. Es lohnt sich daher diese Möglichkeit mal anzuschauen.

Bis dann!

SGL


Kenne Leute aus dem gehobenen Dienst der Finanzverwaltung. Die sind jedenfalls von jungen Vorgesetzten, die kaum Ahnung von Steuerrecht und Finanzen haben, wenig begeistert.



kann ich verstehen. Erfolgsquote von Diplom-Finanzwirten aus der  Finanzverwaltung beim Steuerberaterexamen liegt laut Statistik idR bei über 90%. V.a., dass die Aufnahme in den gehobenen Dienst der Finanzverwaltung ein gutes Abitur und eine Aufnahmeprüfung fürs duale Studium voraussetzt.


Werden sie nicht von dem Steuerberaterexamen befreit?


Wenn du deine Beamtenlaufbahn aufgibst und aus dem Staatsdienst austrittst?
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SGL
Unregistered
 
#18
07.01.2021, 13:36
Nein, ich wurde nicht von NRW beauftragt hier Werbung zu machen.
Bei uns im FA sind wir eine Handvoll Juristen, der Rest aufgestiegene Beamten aus dem gehobenen Dienst, die als SGL tätig sind. 
Ich konnte in diesem Finanzamt noch keine Probleme zwischen den Juristen und Nichtjuristen feststellen. Mir ist es auch egal, wenn man nicht gemocht wird als Jurist. Es gibt einen Grund warum Juristen für diese Stellen gesucht und eingestellt werden. Auch muss ich "kein schlechtes Gewissen haben" dass ich mich für den Staatsdienst entschieden habe. Im Gegenteil, es ist wichtig, dass auch hier ein wenig durchgemischt wird und alte Strukturen und Denkmuster durch junge und moderne Angestellten aufgehoben werden.

Verstehe übrigens absolut nicht, wieso in diesem Forum IMMER gegen den öff. Dienst gehetzt wird...
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Der echte Norden
Unregistered
 
#19
07.01.2021, 13:48
(06.01.2021, 19:16)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 18:12)Gast schrieb:  
(06.01.2021, 17:54)Gast schrieb:  Muss man halt alles auch mit seinem Gewissen vereinbaren können.

Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, Richter zu werden und verfüge auch über die erforderlichen Noten. Wenn ich mir aber anschaue, in welche Richtung sich dieser Staat in den letzten Monaten entwickelt hat, dann wird mir richtig übel. Das kann ich nicht mit meinem Gewissen mehr verarbeiten. Die Lust Beamter oder Richter dieses Staats zu werden, ist mir jedenfalls vergangen. Dann klopp ich noch lieber als Unternehmensanwalt Billables...

Ich stand vor dem gleichen Gewissenskonflikt und habe mich schlussendlich auch - aus den angedeuteten Gründen - gegen den Staatsdienst entschieden. 

Als mittlerweile Anwalt mit viel Kontakt zu Behörden, insb. der Finanzverwaltung, bereue ich diese Entscheidung bisher nicht. 

Mein Eindruck ist, dass man als liberale Persönlichkeit beim Staat möglichweise nicht mehr allzu gut aufgehoben ist. 

Finde die Entwicklungen wirklich bedenklich.

Das beruhigt mich zu lesen! Diese Selbstreflektion ist wirklich großartig und sollte beispielhaft für alle Gleichgesinnten sein! Wer einen Gewissenskonflikt hat in Deutschland Richter zu werden, der gehört nicht in den Staatsdient. Wenn das sogar die Selbsterkenntnis ist, umso besser!
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Gast
Unregistered
 
#20
07.01.2021, 14:15
(07.01.2021, 13:36)SGL schrieb:  Nein, ich wurde nicht von NRW beauftragt hier Werbung zu machen.
Bei uns im FA sind wir eine Handvoll Juristen, der Rest aufgestiegene Beamten aus dem gehobenen Dienst, die als SGL tätig sind. 
Ich konnte in diesem Finanzamt noch keine Probleme zwischen den Juristen und Nichtjuristen feststellen. Mir ist es auch egal, wenn man nicht gemocht wird als Jurist. Es gibt einen Grund warum Juristen für diese Stellen gesucht und eingestellt werden. Auch muss ich "kein schlechtes Gewissen haben" dass ich mich für den Staatsdienst entschieden habe. Im Gegenteil, es ist wichtig, dass auch hier ein wenig durchgemischt wird und alte Strukturen und Denkmuster durch junge und moderne Angestellten aufgehoben werden.

Verstehe übrigens absolut nicht, wieso in diesem Forum IMMER gegen den öff. Dienst gehetzt wird...

Ich habe mich über Deinen Beitrag gefreut. Vielen Dank! Im Sommer werde ich mich bewerben und mein Glück versuchen.

Kannst Du Tipps geben, wie man sich gut vorbereiten kann?

Ich arbeite derzeit in einer Steuerkanzlei und würde aber auch gern weniger „Jura“ machen, deswegen reizt mich die Stellenbeschreibung.
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