18.02.2022, 10:47
(18.02.2022, 01:59)sl4442 schrieb:(16.02.2022, 15:42)roteminze schrieb: Zu mir: Ich bin im 3. Berufsjahr, habe zweimal a und wurde leider aufgrund persönlicher Differenzen mit dem Vorgesetzten in der Probezeit gekündigt, habe jedoch ein gutes Zeugnis, so dass die Kündigung in der Probezeit vllt nur sekundär beachtet wird.
Von 15 Bewerbungen wurde ich dreimal eingeladen; entweder scheiterte es am Gehalt oder an der gegenseitigen Sympathie.
Bei 4 Bewerbungen habe ich die Voraussetzungen nicht erfüllt, sollte mich laut Bundesagentur für Arbeit jedoch bewerben. Eine Absage kam natürlich.
Bei 3 4 Bewerbungen (jeweils KK) hatte ich das Gefühl, dass es eigentlich klappen könnte. Leider kam bislang keine Rückantwort ( 4-5 Tage sind die Bewerbung her). Ich vermute mal, dass meine Gehaltsvorstellung zu hoch angesetzt war (zwischen 55k-60k), obwohl in Ddorf oder Essen beworben.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich war bis heute nie arbeitslos und das ewige Rumsitzen zieht mich super runter. Ich checke täglich Jobangebote ab, doch gibt es nur wenige Stellenausschreibungen.
Wo suchst du überall? Ich habe bei meiner Suche erstaunlich viele Stellenausschreibungen nur direkt über die Kanzleiwebseiten gefunden, auf Jobportalen waren die gar nicht ausgeschrieben. Es könnte sich also lohnen, mal nach in Frage kommenden Kanzleien zu googeln und die alle abzugrasen. Falls du nur einzelne Jobportale nutzt gibt es außerdem noch Metasuchmaschinen, die alle Jobportale abgrasen, wobei die bei mir nicht so super funktioniert haben. Legalhead kann als Ergänzung auch noch genannt werden, was zudem den Vorteil hat, dass die Arbeitgeber dort schon eine Gehaltsspanne nennen.
Die Probezeitkündigung in Verbindung mit einem guten Arbeitszeugnis könnte auch merkwürdig ankommen. Da würde ich mich als Arbeitgeber fragen, warum man dich entlassen hat, wenn sie dich gut bewerten?
Deine Gehaltsvorstellung finde ich für Düsseldorf nicht übertrieben (in Essen würde ich vermuten, dass etwas weniger gezahlt wird). Aber die Arbeitgeber reißen sich halt auch nicht nach dir. Wäre ich in deiner Situation, würde ich vermutlich beim Gehalt Abschläge machen und bis auf 45k runtergehen, wenn nach 6-12 Monaten auf 50-55k erhöht wird. Wichtiger als das kurzfristige Gehalt wäre mir, dass es hoffentlich menschlich und fachlich passt. Wenn dann das Gehalt nach 2-3 Jahren immer noch nicht da ist, wo ich es gerne hätte, kann ich mich etwas komfortbaler parallel zum Job woanders bewerben.
(18.02.2022, 00:53)roteminze schrieb: Mir kommt es wirklich so vor, als ob manche Leute hier ihren eigenen Frust bei anderen rauslassen wollen oder noch schlimmer, andere klein machen wollen a la "du hast scheiß Noten, also bist du nichts wert."
Ich kenne etliche Leute mit Doppel a, die um die 50k oder 55k verdienen. Umso erstaunter bin ich, wenn man mir hier vorwirft, dass ich nach knapp drei Jahren Berufserfahrung mit 55k zu viel verlange in einer Stadt wie Ddorf oder Köln.
Die Nutzer dieses Forums sind leider oft sehr toxisch. Aber wir sind auch nicht hier, um das zu schreiben, was du hören willst. Du bist leider in keiner besonders komfortablen Situation. Vergleiche mit anderen helfen da nur bedingt. Jede Woche länger arbeitslos sieht doof aus und durch das irgendwann kommende Ende deines ALG1 gerätst du ohnehin immer mehr unter Zugzwang.
Ich suche auf den Seiten der RAKs, in der Jobbörse der BfA und auf dem Portal "meinestadt.de". Bislang habe ich hier die besten Erfahrungen gemacht. Bei den größeren Suchportalen werden meist die Stellenanzeigen für Topjuristen gestellt, zu denen ich ja eben nicht gehöre.
Auch habe ich mit Legalhead keine guten Erfahrungen gemacht, da es dort kaum was Passendes gibt.
Hinsichtlich des Zeugnisses hatte ich bislang - zumindest in den Gesprächen - keine Probleme, weil ich das auch ausreichend erkläre. Bislang hatte ich eher das Gefühl, dass es an den Gehaltsangaben gehapert hat, wenn ich zB. halt 60k angegeben habe.
Natürlich ist es wichtiger, dass es fachlich und menschlich passt, keine Frage. Und auch eine Option wie von dir als Beispiel genannt, würde ich in Kauf nehmen.
Ich werde einfach mal weitersuchen und auf das Beste hoffen. Ich wünsche niemandem eine Arbeitslosigkeit.
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