19.01.2026, 18:50
Haltet ihr ein Pendeln von Köln nach Frankfurt für dauerhaft machbar für den Beruf des StAs? Wenn man iwann möglicherweise zwei Tage die Woche HO bekommt, und dreimal die Woche in Frankfurt wäre?
Oder kann man sich von dem Gedanken verabschieden, weil HO bei der StA nicht so leicht umsetzbar ist und mögliche Sitzungsvertretungen bereits um 8 Uhr beginnen. Wenn man sich einen Puffer von einer Stunde einbaut, müsste man um halb 6 im ICE sitzen
Oder kann man sich von dem Gedanken verabschieden, weil HO bei der StA nicht so leicht umsetzbar ist und mögliche Sitzungsvertretungen bereits um 8 Uhr beginnen. Wenn man sich einen Puffer von einer Stunde einbaut, müsste man um halb 6 im ICE sitzen
19.01.2026, 19:06
(19.01.2026, 16:20)JuHe schrieb:Rhein hat damit aber lediglich die Höhe der gezahlten Summen kritisiert, die derzeit nicht mehr als eine Anschubfinanzierung für die ersten 2-3 Jahre darstellen. Er wird letztlich aber kein Geld ablehnen, das ihm der Bund für die Finanzierung von Länderaufgaben (Justiz) freiwillig anbietet. Da wird jetzt nur um höhere Einsätze gepokert.(19.01.2026, 15:11)Spencer schrieb: Wartet mal ab, bis der neue Pakt für den Rechtsstaat steht. Dann wird wieder munter eingestellt, der Bedarf ist ja weiterhin da.
"Der hessische Ministerpräsident Rhein will keine sog. Pakte mehr mit dem Bund schließen. "Wir können uns das nicht mehr leisten". Als Beispiel nannte Rhein den Pakt für den Rechtsstaat."
Ich fürchte da können wir noch lange warten
Was natürlich sein kann ist, dass Hessen die bereits im Rahmen seines landeseigenen Rechtsstaatspakts geschaffenen Justizstellen auf die laut Pakt mit dem Bund zu schaffenden Stellen anrechnen lässt. Dann könnte es am Ende etwas weniger zusätzliche Stellen geben als in anderen Bundesländern, die erstmal auf den Bund gewartet haben.
https://justizministerium.hessen.de/pres...n-gehalten
19.01.2026, 19:11
(19.01.2026, 18:10)RefNdsOL schrieb:(19.01.2026, 17:38)Bro schrieb: Um ehrlich zu sein, glaub ich auch nicht, dass es zu wenige Stellen gibt, wenn man sieht, was derzeit alles an Blödsinn von den Staatsanwaltschaften verfolgt wird.
Legalitätsprinzip , §§ 152 II, 160 I StPO?
Rechtsstaatsprinzip Art. 20 III GG, Gewaltmonopol des Staates und daraus resultierende Pflicht zur Strafverfolgung wegen des grundsätzlichen Verbotes der Selbstjustiz?
Die Schwelle zum Anfangsverdacht ist eben schnell überschritten anders als zum hinr. Tatverdacht. Deswegen wird das Gros der (allgemeinen) Sachen eingestellt.
Das ist ja das Problem: Wer bei komischen Memes einen Anfangsverdacht sieht, ist offensichtlich nicht ausreichend ausgelastet. Oder gibt es Fleißkörtchen für das Eröffnen eines (offensichtlich nutzlosen) Verfahrens?
19.01.2026, 19:41
(19.01.2026, 18:50)Luke94 schrieb: Haltet ihr ein Pendeln von Köln nach Frankfurt für dauerhaft machbar für den Beruf des StAs? Wenn man iwann möglicherweise zwei Tage die Woche HO bekommt, und dreimal die Woche in Frankfurt wäre?
Oder kann man sich von dem Gedanken verabschieden, weil HO bei der StA nicht so leicht umsetzbar ist und mögliche Sitzungsvertretungen bereits um 8 Uhr beginnen. Wenn man sich einen Puffer von einer Stunde einbaut, müsste man um halb 6 im ICE sitzen
Ich kannte einen Anwalt der das für ein paar Monate gemacht hat von Köln, das war eine totale Katasstrophe, die Verbindungen hatten ständig was und wenn nicht dann war es trotzdem viel zu viel langfristig, er hat nach ein paar Monaten dann was anderes gesucht. Homeoffice geht zwar teilweise bei der StA, aber du vergisst in welchem Zeitalter die Justizbehörden sind. Soll heißen, dort muss man regelmäßig seinen Kofferraum voll mit Akten machen, damit am nächsten Tag genug Arbeit im HO da ist und die Akten dann auch rechtzeitig wieder mitbringen, also ohne Auto geht sowas aktuell (nach meiner Erfahrung im Freundeskreis) gar nicht, da du ja nicht 30 Strafakten mit in den Zug nehmen kannst, da dort vermutlich deine Kundschaft neben dir sitzt wenn du Pech hast. Vielleicht ändert sich das nochmal mit E-Akten usw. Aber alles in weiter Zukunft :D Die meisten StA's die ich kenne pendeln nicht weiter als 45min und machen HO eher selten.
20.01.2026, 14:16
(19.01.2026, 19:41)Sonnenschein schrieb:(19.01.2026, 18:50)Luke94 schrieb: Haltet ihr ein Pendeln von Köln nach Frankfurt für dauerhaft machbar für den Beruf des StAs? Wenn man iwann möglicherweise zwei Tage die Woche HO bekommt, und dreimal die Woche in Frankfurt wäre?
Oder kann man sich von dem Gedanken verabschieden, weil HO bei der StA nicht so leicht umsetzbar ist und mögliche Sitzungsvertretungen bereits um 8 Uhr beginnen. Wenn man sich einen Puffer von einer Stunde einbaut, müsste man um halb 6 im ICE sitzen
Ich kannte einen Anwalt der das für ein paar Monate gemacht hat von Köln, das war eine totale Katasstrophe, die Verbindungen hatten ständig was und wenn nicht dann war es trotzdem viel zu viel langfristig, er hat nach ein paar Monaten dann was anderes gesucht. Homeoffice geht zwar teilweise bei der StA, aber du vergisst in welchem Zeitalter die Justizbehörden sind. Soll heißen, dort muss man regelmäßig seinen Kofferraum voll mit Akten machen, damit am nächsten Tag genug Arbeit im HO da ist und die Akten dann auch rechtzeitig wieder mitbringen, also ohne Auto geht sowas aktuell (nach meiner Erfahrung im Freundeskreis) gar nicht, da du ja nicht 30 Strafakten mit in den Zug nehmen kannst, da dort vermutlich deine Kundschaft neben dir sitzt wenn du Pech hast. Vielleicht ändert sich das nochmal mit E-Akten usw. Aber alles in weiter Zukunft :D Die meisten StA's die ich kenne pendeln nicht weiter als 45min und machen HO eher selten.
Die eAkte ist in NRW mittlerweile überall im Einsatz. Zumindest was die Verfahrensakten der eigenen StA angeht, dürfte sich das Problem zeitnah auswachsen. Anders sieht es natürlich ggf. mit den ganzen beigezogenen Vorgängen justizfremder Behörden aus. Gilt aber natürlich auch nur, wie ich gerade bei nochmaligem Lesen mit etwas mehr Sinn und Verstand festgestellt habe, wenn man von Frankfurt nach Köln und nicht, wie der Fragesteller, andersherum fahren möchte ;)
Was das Pendeln angeht: ich kenne jemanden, der als RA zwischen Köln und Frankfurt pendelt. Er nimmt regelmäßig einen der Sprinter-ICE, die auf der Strecke keinen Zwischenhalt haben. Im Großen und Ganzen geht das wohl einigermaßen gut...wie es halt mit der Bahn so klappt. Hängt natürlich auch davon ob, wo man in Köln wohnt und wie lange man zum HBF braucht.


