07.02.2022, 21:24
(07.02.2022, 20:59)Ahrens schrieb:(07.02.2022, 20:40)Gast schrieb:(07.02.2022, 20:03)Gast schrieb:(07.02.2022, 19:52)Ahrens schrieb:(07.02.2022, 19:36)Gast schrieb: Du lässt dich so herrlich ärgern, wenn es um IT geht und springst aber auch echt bereitwillig über jedes Stöckchen dabei![]()
Du bezeichnest Suits als unseriös aber kommst dafür mit Two and a half men?also ich habe als Anwalt schon ganz remote mehrere Wochen im letzten Jahr aus Urlaubsorten gearbeitet. Natürlich nicht während meines eigentlichen Urlaubs. Den hatte ich einfach so frei.
Wer den zerstreuten Anwalt mit Halbglatze will, muss auch mit dem übergewichtigen ITler leben, der Dungeons & Dragons spielt. Weil, eins sollte uns klar sein, der normale ITler ist von einem Tech-Milliardär genauso weit weg, wie der durchschnittliche FWW-Anwalt von Harvey Specter.
Mir geht diese Arroganz von einigen Kollegen einfach furchtbar auf die Nerven. :D Mir ist einfach unbegreiflich, wieso wir dt. Juristen glauben, dass wir der Nabel der Welt seien.
Der durchschnittliche Itler arbeitet aber auch seine 9-5; macht gelegentlich freitags frei und widmet sich mit 65k Einstieg seinem Leben. Der FFW-Scrubs-Anwalt steckt -neben seine diversen Anwaltshaftungsprozessen- bis 8-9 Uhr in der Butze und sortiert seine Papierakten.
Im Übrigen konnte ich dieses Klischee nie so wirklich wahrnehmen. Das mag meinem eigenen Umfeld geschuldet sein, aber kein Einziger Info, spielt auch nur irgendein Computerspiel. Die chillen einfach ihr Leben und cashen ab.
Also die Informatiker aus meinem Umfeld zocken während der Home-Office-Zeit. Alle anderen Home-Officeler aber auch
kann ich bestätigen. Die BWLer und Informatiker, die ich kenne machen max 2h "Billable Zeit" pro Tag. Rest ist Eierschaukeln, Meetings und herumsurfen.
Das nennt sich im Übrigen Effizienz.
Die Geschichte hier finde ich dazu sehr bezeichnend.
-> https://m.faz.net/aktuell/karriere-hochs...2.amp.html
Wir Juristen glauben ja immernoch an das Denkgesetz „Viel hilft Viel“.
Aber naja, machen wir uns nichts vor; Papierakten, unerklärliche Formvorschriften, veraltete Prozesse & Co. werden in der Verwaltung und in der Justiz auch weiterhin sakrosankt bleiben. Keiner weis warum. Ganz nach dem Prinzip: Mir nach, Ich folge euch.
Ach... die immergrünen Wiesen der Informatiker. Keiner zockt, alle sind coole Dudes, die nur 2 Stunden am Tag arbeiten und den Rest chillen, dafür dann ihre 65k zum Einstieg bekommen
ich bin mal wieder weg aus der Diskussion. Da könnte ich auch versuchen Grüne davon überzeugen, dass Wind- und Solarstrom nicht Grundlastfähig ist.Nur noch ein Satz zur juristischen Arbeitsweise: Wer sich für so clever hält, kann als Jurist super mit verschiedenen Abrechnungsmodelle arbeiten. Zum einen entlohnt RVG Effizienz im hohen Maße. Je schneller und effizienter man hier arbeitet, umso besser. Und wer mehr auf Stundensatzbasis arbeitet, kann für Mandanten neue flat fee Pakete schnüren; dies oder jenes für den Betrag X. Auch hier lohnt sich Effizienz absolut. Aber gut, da sitzen halt Juristen, die immer alles nach der gleichen alten Leier machen und sich dann darüber beklagten, dass immer alles nach der gleichen alten Leier läuft. Was ich bei Jura wirklich hasse, ist diese Nöligkeit der Kollegen, das fing schon im Studium an und geht hoch bis zu berufserfahrenen Kollegen. (war jetzt doch mehr als ein Satz)
07.02.2022, 21:27
(07.02.2022, 21:12)Gast schrieb:(07.02.2022, 20:59)Ahrens schrieb: Das nennt sich im Übrigen Effizienz.
Die Geschichte hier finde ich dazu sehr bezeichnend.
-> https://m.faz.net/aktuell/karriere-hochs...2.amp.html
Wir Juristen glauben ja immernoch an das Denkgesetz „Viel hilft Viel“.
Aber naja, machen wir uns nichts vor; Papierakten, unerklärliche Formvorschriften, veraltete Prozesse & Co. werden in der Verwaltung und in der Justiz auch weiterhin sakrosankt bleiben. Keiner weis warum. Ganz nach dem Prinzip: Mir nach, Ich folge euch.
Ich werde nach Stunde bezahlt. Wenn ich den Fall in 2h statt 8h mache, dann kriege ich nur 1/4 des Honorars. Außerdem kriege ich dann einfach 3 neue Fälle vom Partner zugeteilt. Es würde mir keiner danken, wenn ich nach 2h fertig wäre. Wahrscheinlich würde man mich auch schnell feuern, weil der Umsatz dann nicht mehr stimmen würde
Kein Vorwurf an Dich oder sonst jemanden. Ging mir früher in der Kanzlei nicht anders. Insbesondere als WissMit habe ich mir immer gedacht, Verdammt !, dass muss man doch wirklich nicht mehr händisch exerzieren und ausführen.
Dieses sog. Bullshitjobbing scheint sich hier in Deutschland ohnehin, auch außerhalb des juristischen Spektrums, großer Beliebtheit zu erfreuen. Insbesondere, wenn ich mir so die Arbeit in der Verwaltung anschaue.
07.02.2022, 21:28
(07.02.2022, 19:52)Ahrens schrieb:Meiner Erfahrung nach sind es weniger die Juristen und viel mehr die Allgemeinheit, welche dafür sorgen, dass sich viele für geiler halten als sie sind.(07.02.2022, 19:36)Gast schrieb:(07.02.2022, 19:28)Ahrens schrieb:(07.02.2022, 19:19)Gast schrieb:(07.02.2022, 19:11)Ahrens schrieb: Das Renommee aus den 80/90er Jahren ist doch längst nicht mehr vorhanden. Da haben uns die IT-Cracks längst überholt; zumindest im Ansinnen jüngerer Bevölkerungsschichten.
Du sagst es: Jura ist im Endeffekt ein deutlich besseres Philosophstudium.
Dazu kann ich nur sagen:
Anwalt --> Suits
ITler --> Der dicke Typ mit dem lustigen Tshirt aus jeder Serie
Kannst ja mal das Ansehen bei der "jüngeren Bevölkerungsschicht" auf Tinder testen. Anwalt läuft da top. Arzt noch besser. ITler rangiert hingegen noch hinter Lehrer.
Bis der von seinen Fristen total zerstreute Anwalt mit Halbglatze, neben Elon Musk und Bill Gates steht. Ashton Kutcher bei Two and half man, darf man sicherlich auch nicht unterschlagen.
Das gesellschaftliche Renommee bezieht sich auch nicht mehr allzu sehr auf Äußerlichkeiten. Heute wollen die "jungen Menschen" mit Jogginghose auf der Arbeit remote in Bali Tischkicker spielen.
Wer Suits für glaubwürdig hält, hat sowieso ganz andere Probleme.
Du lässt dich so herrlich ärgern, wenn es um IT geht und springst aber auch echt bereitwillig über jedes Stöckchen dabei![]()
Du bezeichnest Suits als unseriös aber kommst dafür mit Two and a half men?also ich habe als Anwalt schon ganz remote mehrere Wochen im letzten Jahr aus Urlaubsorten gearbeitet. Natürlich nicht während meines eigentlichen Urlaubs. Den hatte ich einfach so frei.
Wer den zerstreuten Anwalt mit Halbglatze will, muss auch mit dem übergewichtigen ITler leben, der Dungeons & Dragons spielt. Weil, eins sollte uns klar sein, der normale ITler ist von einem Tech-Milliardär genauso weit weg, wie der durchschnittliche FWW-Anwalt von Harvey Specter.
Mir geht diese Arroganz von einigen Kollegen einfach furchtbar auf die Nerven. :D Mir ist einfach unbegreiflich, wieso wir dt. Juristen glauben, dass wir der Nabel der Welt seien.
Der durchschnittliche Itler arbeitet aber auch seine 9-5; macht gelegentlich freitags frei und widmet sich mit 65k Einstieg seinem Leben. Der FFW-Scrubs-Anwalt steckt -neben seine diversen Anwaltshaftungsprozessen- bis 8-9 Uhr in der Butze und sortiert seine Papierakten.
Im Übrigen konnte ich dieses Klischee nie so wirklich wahrnehmen. Das mag meinem eigenen Umfeld geschuldet sein, aber kein Einziger Info, spielt auch nur irgendein Computerspiel. Die chillen einfach ihr Leben und cashen ab.
Wenn ich auf die Frage nach meiner beruflichen Tätigkeit mit ,,Anwalt" antworte kommen mir öfters fast schon unverhältnismäßig positive Reaktionen entgegen, sowohl bei ,,alten", als auch jungen Menschen.
Die meisten sehen halt das Klischee : sehr viel Geld, schicke Anzüge und aufregende Gerichtsschlachten.
Das viele Anwälte einen ziemlich langweiligen Bürojob haben und gar nicht SO viel Geld machen ist nunmal nicht bekannt, aber vielen Juristen kann die positive Resonanz wahrscheinlich ab und an zu Kopf steigen.
07.02.2022, 21:40
(07.02.2022, 21:24)Gast schrieb:(07.02.2022, 20:59)Ahrens schrieb:(07.02.2022, 20:40)Gast schrieb:(07.02.2022, 20:03)Gast schrieb:(07.02.2022, 19:52)Ahrens schrieb: Mir geht diese Arroganz von einigen Kollegen einfach furchtbar auf die Nerven. :D Mir ist einfach unbegreiflich, wieso wir dt. Juristen glauben, dass wir der Nabel der Welt seien.
Der durchschnittliche Itler arbeitet aber auch seine 9-5; macht gelegentlich freitags frei und widmet sich mit 65k Einstieg seinem Leben. Der FFW-Scrubs-Anwalt steckt -neben seine diversen Anwaltshaftungsprozessen- bis 8-9 Uhr in der Butze und sortiert seine Papierakten.
Im Übrigen konnte ich dieses Klischee nie so wirklich wahrnehmen. Das mag meinem eigenen Umfeld geschuldet sein, aber kein Einziger Info, spielt auch nur irgendein Computerspiel. Die chillen einfach ihr Leben und cashen ab.
Also die Informatiker aus meinem Umfeld zocken während der Home-Office-Zeit. Alle anderen Home-Officeler aber auch
kann ich bestätigen. Die BWLer und Informatiker, die ich kenne machen max 2h "Billable Zeit" pro Tag. Rest ist Eierschaukeln, Meetings und herumsurfen.
Das nennt sich im Übrigen Effizienz.
Die Geschichte hier finde ich dazu sehr bezeichnend.
-> https://m.faz.net/aktuell/karriere-hochs...2.amp.html
Wir Juristen glauben ja immernoch an das Denkgesetz „Viel hilft Viel“.
Aber naja, machen wir uns nichts vor; Papierakten, unerklärliche Formvorschriften, veraltete Prozesse & Co. werden in der Verwaltung und in der Justiz auch weiterhin sakrosankt bleiben. Keiner weis warum. Ganz nach dem Prinzip: Mir nach, Ich folge euch.
Ach... die immergrünen Wiesen der Informatiker. Keiner zockt, alle sind coole Dudes, die nur 2 Stunden am Tag arbeiten und den Rest chillen, dafür dann ihre 65k zum Einstieg bekommenich bin mal wieder weg aus der Diskussion. Da könnte ich auch versuchen Grüne davon überzeugen, dass Wind- und Solarstrom nicht Grundlastfähig ist.
Nur noch ein Satz zur juristischen Arbeitsweise: Wer sich für so clever hält, kann als Jurist super mit verschiedenen Abrechnungsmodelle arbeiten. Zum einen entlohnt RVG Effizienz im hohen Maße. Je schneller und effizienter man hier arbeitet, umso besser. Und wer mehr auf Stundensatzbasis arbeitet, kann für Mandanten neue flat fee Pakete schnüren; dies oder jenes für den Betrag X. Auch hier lohnt sich Effizienz absolut. Aber gut, da sitzen halt Juristen, die immer alles nach der gleichen alten Leier machen und sich dann darüber beklagten, dass immer alles nach der gleichen alten Leier läuft. Was ich bei Jura wirklich hasse, ist diese Nöligkeit der Kollegen, das fing schon im Studium an und geht hoch bis zu berufserfahrenen Kollegen. (war jetzt doch mehr als ein Satz)
Nun gut, es ging in meinem Beitrag, um die Effizienz der Prozesse. Prozesse im Management Sinne, nicht im juristischen Sinne.
Da kann man durchaus weniger Pause machen, nicht mehr aufs stille Örtchen gehen, sich seiner Familie entledigen, in der Kanzlei auf einem Feldbett schlafen ODER ABER man denkt darüber nach Prozesse wirklich effizienter zu gestalten.
Eine E-Akte könnte schön vieles an Effizienzsteigerung bewirken. Aber da scheinen die Ministerien schon abgewunken zu haben. Über MVP-Projekte ist man leider nie wirklich hinaus gekommen.
07.02.2022, 21:49
Macht euch eure Negativität nicht fertig?
07.02.2022, 22:00
(07.02.2022, 21:40)Ahrens schrieb:(07.02.2022, 21:24)Gast schrieb:(07.02.2022, 20:59)Ahrens schrieb:(07.02.2022, 20:40)Gast schrieb:(07.02.2022, 20:03)Gast schrieb: Also die Informatiker aus meinem Umfeld zocken während der Home-Office-Zeit. Alle anderen Home-Officeler aber auch
kann ich bestätigen. Die BWLer und Informatiker, die ich kenne machen max 2h "Billable Zeit" pro Tag. Rest ist Eierschaukeln, Meetings und herumsurfen.
Das nennt sich im Übrigen Effizienz.
Die Geschichte hier finde ich dazu sehr bezeichnend.
-> https://m.faz.net/aktuell/karriere-hochs...2.amp.html
Wir Juristen glauben ja immernoch an das Denkgesetz „Viel hilft Viel“.
Aber naja, machen wir uns nichts vor; Papierakten, unerklärliche Formvorschriften, veraltete Prozesse & Co. werden in der Verwaltung und in der Justiz auch weiterhin sakrosankt bleiben. Keiner weis warum. Ganz nach dem Prinzip: Mir nach, Ich folge euch.
Ach... die immergrünen Wiesen der Informatiker. Keiner zockt, alle sind coole Dudes, die nur 2 Stunden am Tag arbeiten und den Rest chillen, dafür dann ihre 65k zum Einstieg bekommenich bin mal wieder weg aus der Diskussion. Da könnte ich auch versuchen Grüne davon überzeugen, dass Wind- und Solarstrom nicht Grundlastfähig ist.
Nur noch ein Satz zur juristischen Arbeitsweise: Wer sich für so clever hält, kann als Jurist super mit verschiedenen Abrechnungsmodelle arbeiten. Zum einen entlohnt RVG Effizienz im hohen Maße. Je schneller und effizienter man hier arbeitet, umso besser. Und wer mehr auf Stundensatzbasis arbeitet, kann für Mandanten neue flat fee Pakete schnüren; dies oder jenes für den Betrag X. Auch hier lohnt sich Effizienz absolut. Aber gut, da sitzen halt Juristen, die immer alles nach der gleichen alten Leier machen und sich dann darüber beklagten, dass immer alles nach der gleichen alten Leier läuft. Was ich bei Jura wirklich hasse, ist diese Nöligkeit der Kollegen, das fing schon im Studium an und geht hoch bis zu berufserfahrenen Kollegen. (war jetzt doch mehr als ein Satz)
Nun gut, es ging in meinem Beitrag, um die Effizienz der Prozesse. Prozesse im Management Sinne, nicht im juristischen Sinne.
Da kann man durchaus weniger Pause machen, nicht mehr aufs stille Örtchen gehen, sich seiner Familie entledigen, in der Kanzlei auf einem Feldbett schlafen ODER ABER man denkt darüber nach Prozesse wirklich effizienter zu gestalten.
Eine E-Akte könnte schön vieles an Effizienzsteigerung bewirken. Aber da scheinen die Ministerien schon abgewunken zu haben. Über MVP-Projekte ist man leider nie wirklich hinaus gekommen.
Mir als Anwalt ist ziemlich Latte, was ein Ministerium entscheidet. Wir haben bei uns eine digitale Akte, läuft super und dank beA kann ich auch von anderen Orten aus Schriftsätze einreichen.
Daher, ich habe einen spannenden Job, verdiene einen Arsch voll Geld mit der Aussicht auf noch mehr, kann flexibel über HO oder Büro entscheiden (dort wartet ein Einzelbüro auf mich), spannende Arbeit und genug Zeit, hier zu kommentieren habe ich sogar auch noch ;-)
07.02.2022, 22:15
Weist du was: Es sei dir gegönnt! Und gut is‘
08.02.2022, 00:21
Ich möchte ergänzen: "Ich hasse Juristen"
08.02.2022, 03:21
Die Diskussionen in diese Richtung hier im Forum drehen sich letztendlich immer nur um Geld, Karriere, Image und Ansehen.
Sagt viel aus über den Menschenschlag, dem man im Jurastudium so begegnet.
Jeder, der positiv auf Menschen zugeht und einen Hauch von Kreativität, Originalität und Empathie in sich trägt, wird erstmal kritisch beäugt und findet schwer Anschluss, so meine Beobachtung.
Zum Thema Studium an sich:
Wer meint, 2x heftigstes Examen mit Psychoterror, unüberschaubarer Stoffmenge und subjektiven Korrektoren sei geil, go for it. Aber spurlos geht das an keinem vorbei.
Bei Jura bekommt man das volle Programm, neben den schriftlichen auch noch straffe mündliche Prüfungen und zahlreiche Hausarbeiten, gekrönt von Seminararbeit UND Schwerpunktarbeit (quasi BA).
Die komplett ausufernde Materie darf man sich dann dank grottenschlechter VL, miesem Studienablauf und dürftigen Unireps auch noch selbst reinprügeln und parallel für 9h die Woche noch vierstellig fürs private Rep blechen.
Jeder weiß, dass das Studium höchst reformbedürftig ist.
Ich würds lassen und auch nie wieder tun. Meinem 18 jährigen Ich würde ich genau das sagen.
Es ist hochriskant und lohnt sich nur für die wenigsten. Ich habe so viele intelligente Leute in der Examensvorbereitung extrem struggeln sehen. Davor die zahlreichen Studienabbrecher, die noch rechtzeitig den Absprung geschafft haben. Es ist leider so: Die meisten bleiben irgendwo auf der Strecke, selbst mit 2 Examen kann dann die herbe Enttäuschung in der Kleinkanzlei kommen.
Jura ist eine Traumvernichtungsfabrik.
Ich hasse es auch.
Sagt viel aus über den Menschenschlag, dem man im Jurastudium so begegnet.
Jeder, der positiv auf Menschen zugeht und einen Hauch von Kreativität, Originalität und Empathie in sich trägt, wird erstmal kritisch beäugt und findet schwer Anschluss, so meine Beobachtung.
Zum Thema Studium an sich:
Wer meint, 2x heftigstes Examen mit Psychoterror, unüberschaubarer Stoffmenge und subjektiven Korrektoren sei geil, go for it. Aber spurlos geht das an keinem vorbei.
Bei Jura bekommt man das volle Programm, neben den schriftlichen auch noch straffe mündliche Prüfungen und zahlreiche Hausarbeiten, gekrönt von Seminararbeit UND Schwerpunktarbeit (quasi BA).
Die komplett ausufernde Materie darf man sich dann dank grottenschlechter VL, miesem Studienablauf und dürftigen Unireps auch noch selbst reinprügeln und parallel für 9h die Woche noch vierstellig fürs private Rep blechen.
Jeder weiß, dass das Studium höchst reformbedürftig ist.
Ich würds lassen und auch nie wieder tun. Meinem 18 jährigen Ich würde ich genau das sagen.
Es ist hochriskant und lohnt sich nur für die wenigsten. Ich habe so viele intelligente Leute in der Examensvorbereitung extrem struggeln sehen. Davor die zahlreichen Studienabbrecher, die noch rechtzeitig den Absprung geschafft haben. Es ist leider so: Die meisten bleiben irgendwo auf der Strecke, selbst mit 2 Examen kann dann die herbe Enttäuschung in der Kleinkanzlei kommen.
Jura ist eine Traumvernichtungsfabrik.
Ich hasse es auch.
08.02.2022, 10:16
(08.02.2022, 03:21)Gast schrieb: Bei Jura bekommt man das volle Programm, neben den schriftlichen auch noch straffe mündliche Prüfungen und zahlreiche Hausarbeiten, gekrönt von Seminararbeit UND Schwerpunktarbeit (quasi BA).
Das schriftliche Examen war hart und nervig, in der Tat. Dafür war das Studium selbst sehr angenehm für mich. Während meine Mitbewohner im Bachelor Studiengang jede Prüfung ernst nehmen mussten (zählt für die Gesamtnote) und im Drittversuch Blut und Wasser geschwitzt haben (die Prüfung nochmal versemmelt und man wird exmatrikuliert), waren die ganzen kleinen und großen Scheine bei Jura sehr locker aufgebaut. Falle ich durch, schreibe ich im Semester danach nochmal. Falle ich wieder durch, schreibe ich nochmal. Habe ich 4 Punkte, war alles wunderbar.
Der Hammer kam dann im Examen, wobei der wirkliche Stress drei Monate davor war und die Prüfungen selbst. Aufs ganze Studium gesehen also auch überschaubar. Was ich nicht verstehen kann, sehe ich gerade wieder bei einer Freundin, die das Ref begonnen hat. Direkt im ersten Monat des Refs haben sich in der AG alle darüber richtig gestresst (!), wo sie jetzt schon die Kommentare fürs Examen mieten können. 18 Monate im Voraus. Und das mit einer Einstellung, als ob jeder weitere Tag das Examen gefährden könnte, weil man keine Kommentare mehr bekommt... da fragt man sich echt nur, warum? Das ist komplett selbst gemachter, grundloser Stress.









also ich habe als Anwalt schon ganz remote mehrere Wochen im letzten Jahr aus Urlaubsorten gearbeitet. Natürlich nicht während meines eigentlichen Urlaubs. Den hatte ich einfach so frei. 