14.12.2020, 10:57
Ich habe dieses Ziel nicht, es wäre auch völlig unrealistisch. Ich bin aber etwas neugierig, wie man wirklich GK-Partner wird.
Bekannt ist ja, dass Großkanzleien eher Partner abbauen als sie neu zu ernennen. Abgesehen davon heißt es immer, man müsse Mandate mitbringen und Akquise betreiben. Aber wer GK-Associates kennt, weiß, dass diese systematisch von Mandanten fern gehalten werden und außerdem weder Zeit noch die nötigen Kontakte haben, um Mandate an Land zu ziehen oder maßgeblich zu beeinflussen.
Worum also geht es?
Bekannt ist ja, dass Großkanzleien eher Partner abbauen als sie neu zu ernennen. Abgesehen davon heißt es immer, man müsse Mandate mitbringen und Akquise betreiben. Aber wer GK-Associates kennt, weiß, dass diese systematisch von Mandanten fern gehalten werden und außerdem weder Zeit noch die nötigen Kontakte haben, um Mandate an Land zu ziehen oder maßgeblich zu beeinflussen.
Worum also geht es?
14.12.2020, 11:00
Akquise und Mandanten, was sonst.
Den Widerspruch siehst auch nur du. 99% der Associates werden nie Partner und sollen es auch nicht. Associates halten das Hamsterrad am laufen.
Den Widerspruch siehst auch nur du. 99% der Associates werden nie Partner und sollen es auch nicht. Associates halten das Hamsterrad am laufen.
14.12.2020, 11:05
(14.12.2020, 10:57)Gast schrieb: Ich habe dieses Ziel nicht, es wäre auch völlig unrealistisch. Ich bin aber etwas neugierig, wie man wirklich GK-Partner wird.
Bekannt ist ja, dass Großkanzleien eher Partner abbauen als sie neu zu ernennen. Abgesehen davon heißt es immer, man müsse Mandate mitbringen und Akquise betreiben. Aber wer GK-Associates kennt, weiß, dass diese systematisch von Mandanten fern gehalten werden und außerdem weder Zeit noch die nötigen Kontakte haben, um Mandate an Land zu ziehen oder maßgeblich zu beeinflussen.
Worum also geht es?
Erstmal musst du differenzieren zwischen Salary Partner und Equity Partner. Bei SP Ernennung schwingt auch noch eine Portion Prognose mit (sprich, der glaube, dass sich die Person entwickeln wird). Bei der EP Ernennung geht es schlicht darum, wie viel Umsatz dein Team bringt und wie stark du dich in die Kanzlei einbringst.
Drei Faktoren würde ich für die SP Ernennung als essentiell betrachten:
1. Viel arbeiten. Dein Associate Umsatz muss über den Zielvorgaben liegen.
2. Potential aufzeigen. Du musst dich bei Kanzleithemen einbringen, in kleineren Projekten gegenüber dem Mandanten den Lead einnehmen, bei großen Projekten intern den Lead machen und für den Partner steuern. Du musst gegenüber den Mandaten visible sein (wer mit 6 Jahren Berufserfahrung darüber klagt, dass er vom Mandanten fern gehalten wird, macht selbst etwas falsch).
3. Du brauchst einen EP der dich fördert und intern pusht.
14.12.2020, 11:09
PS: Als 4. Punkt: Deine Praxisgruppe muss intern und für den Markt attraktiv sein. Wenn gerade in deinem Bereich zwei Partner ernannt wurden, kann es doof für dich aussehen. Genauso kann es einem helfen, wenn ein Bereich mehr nachgefragt wird (so wie etwa Compliance vor ein paar Jahren).
14.12.2020, 12:44
(14.12.2020, 11:00)Gast schrieb: Akquise und Mandanten, was sonst.
Den Widerspruch siehst auch nur du. 99% der Associates werden nie Partner und sollen es auch nicht. Associates halten das Hamsterrad am laufen.
Ganz so schlimm ist es nicht. Gab vor paar Jahren mal ne Statistik (muss ich mal raussuchen, interessiert mich grad selbst wieder), wonach rund 15% derer, die die GK nicht innerhalb der ersten zwei Jahre verlassen, Partner dort werden. Darin nicht eingeschlossen sind die (Senior) Associates, die in eine andere Kanzlei wechseln und dort (sofort oder später) Partner werden. Ich allein kenne eine zweistellige Zahl an Juristen, die ich noch als Associate oder Senior Associate kenne und die mittlerweile in damaliger oder anderer GK Partner sind.
14.12.2020, 12:59
(14.12.2020, 12:44)Gast schrieb:(14.12.2020, 11:00)Gast schrieb: Akquise und Mandanten, was sonst.
Den Widerspruch siehst auch nur du. 99% der Associates werden nie Partner und sollen es auch nicht. Associates halten das Hamsterrad am laufen.
Ganz so schlimm ist es nicht. Gab vor paar Jahren mal ne Statistik (muss ich mal raussuchen, interessiert mich grad selbst wieder), wonach rund 15% derer, die die GK nicht innerhalb der ersten zwei Jahre verlassen, Partner dort werden. Darin nicht eingeschlossen sind die (Senior) Associates, die in eine andere Kanzlei wechseln und dort (sofort oder später) Partner werden. Ich allein kenne eine zweistellige Zahl an Juristen, die ich noch als Associate oder Senior Associate kenne und die mittlerweile in damaliger oder anderer GK Partner sind.
Doof nur, dass über 50% der Berufsanfänger die GK in den ersten zwei Jahren verlassen.
Demnach sind es 15% von 50%. Also effektiv ca. 7,5%.
14.12.2020, 13:13
(14.12.2020, 12:59)Gast schrieb:(14.12.2020, 12:44)Gast schrieb:(14.12.2020, 11:00)Gast schrieb: Akquise und Mandanten, was sonst.
Den Widerspruch siehst auch nur du. 99% der Associates werden nie Partner und sollen es auch nicht. Associates halten das Hamsterrad am laufen.
Ganz so schlimm ist es nicht. Gab vor paar Jahren mal ne Statistik (muss ich mal raussuchen, interessiert mich grad selbst wieder), wonach rund 15% derer, die die GK nicht innerhalb der ersten zwei Jahre verlassen, Partner dort werden. Darin nicht eingeschlossen sind die (Senior) Associates, die in eine andere Kanzlei wechseln und dort (sofort oder später) Partner werden. Ich allein kenne eine zweistellige Zahl an Juristen, die ich noch als Associate oder Senior Associate kenne und die mittlerweile in damaliger oder anderer GK Partner sind.
Doof nur, dass über 50% der Berufsanfänger die GK in den ersten zwei Jahren verlassen.
Demnach sind es 15% von 50%. Also effektiv ca. 7,5%.
Deswegen schreibe ich ja „aus eigenen Stücken“. Von den 50%, die nach zwei Jahren noch da sind, will ja auch nicht jeder Partner werden.
Daher schätze ich, dass gut 25% von den Associates, die Partner werden wollen, es am Ende auch schaffen. Die Zahl ist vielleicht interessanter für Berufseinsteiger als irgendwelche Insgesamt-Zahlen, wo massig Leute drinstecken, die aus eigenen Stücken weg sind und diesen Track gar nicht zu Ende gehen wollten. Dazu zähle ich mich übrigens auch.
17.08.2021, 11:51
Es geht um Mandanten und Akquise. Vor allem geht es aber um Umsatz, Umsatz, Umsatz...
Wie bin ich vernetzt, welchen Mandantenstamm kann ich vorweisen ? Arbeite ich unabhängig und frei ?
Das Problem ist doch, ein Associate macht sich kaputt und geht spätestens nach 2 bis 3 Jahren, wenn er das oben Gesagte einfach nicht kapiert. Irgendwann kommt die Frage nach dem Umsatz .... spätestens dann, wenn der Partner keine Verwendung mehr für einen hat. Dann sollte man etwas vorweisen können, ansonsten bye bye ...
Wie bin ich vernetzt, welchen Mandantenstamm kann ich vorweisen ? Arbeite ich unabhängig und frei ?
Das Problem ist doch, ein Associate macht sich kaputt und geht spätestens nach 2 bis 3 Jahren, wenn er das oben Gesagte einfach nicht kapiert. Irgendwann kommt die Frage nach dem Umsatz .... spätestens dann, wenn der Partner keine Verwendung mehr für einen hat. Dann sollte man etwas vorweisen können, ansonsten bye bye ...
17.08.2021, 13:51
Das Kernproblem, dass einige Kanzleien/Partner es einem nicht wirklich leicht machen, eigene Sichtbarkeit und eigene Mandantenakquise überhaupt anzugehen, bleibt jedoch!
Inzwischen gibts zwar immer mehr Weiterbildungsangebote in die Richtung. Gerade für Einsteiger ist die langfristige Unsichtbarkeit aber oft ein KO Kriterium
Inzwischen gibts zwar immer mehr Weiterbildungsangebote in die Richtung. Gerade für Einsteiger ist die langfristige Unsichtbarkeit aber oft ein KO Kriterium
17.08.2021, 15:13
Habe viele Freunde, die erst nach 2/3 Jahren in einem Gespräch nach Mandanten gefragt wurden. Ein halbes Jahr später sind sie dann raus... vorher haben die sehr gut gearbeitet ...bringt aber nichts, da das Ziel nicht klar war/ist.










