11.09.2026, 18:46
Hey ihr lieben,
Ich bin länger stiller Mitleser und gebe mal meinen Einstand mit einer Frage, die sicher langfristig noch einige betreffen wird:
Ich plane für mein Ref in ein anderes Bundesland zu ziehen. Egal welcher Ort und welches Land es am Ende wird, aber die Distanz ist groß, pendeln undenkbar, der Umzugsaufwand ein bißchen größer.
Manche Bundesländer, gerade MV, geben einem ja erst sehr spät eine Zusage bezüglich des Ortes. Im Fall von MV zB erst drei Wochen vorher!
Wie seid ihr damit umgegangen?
Man hat ja zB auch aktuell eine Wohnung, bei der die Kündigungsfrist drei Monate betrifft.
Habt ihr untervermietet? Habt ihr euch mit eurem Vermieter geeinigt?
Habt ihr SO spontan noch einen Sprinter bekommen, bei dem man zuvor ja doch noch nicht sagen konnte wo der nun zurückgegeben werden soll bzw ob man ihn überhaupt brauchen wird?
Sofern eure neue Wohnung noch das ein oder andere brauchte, wurde dann erstmal auf Bierkästen gesessen und Essen bestellt?
Persönliches Luftmachen: Jaja, von uns wird immer eine "gewisse Flexibilität" erwartet, aber ich finde das schon etwas derb. Telefonisch hieß es "Wieso? Wie lange ist denn Ihre Kündigungsfrist?" "Ja, wie bei jedem normalen Menschen drei Monate." "Achso, oh."
Vielleicht möchte man kurz vorher die Wohnung einrichten, die neue Einbauküche (sofern nötig) anschließen, etc. Organisatorisch ist das sehr ärgerlich.
Ich sehe da auch gar keine zwingende Notwendigkeit warum sowas unbedingt drei Wochen vorher erst zugesagt werden kann. Klingt nach organisatorischer Gleichgültigkeit gegenüber den Sklaven.
Wie dem auch sei, wie wars bei euch? Wie habt ihr euch beholfen? :)
Ich bin länger stiller Mitleser und gebe mal meinen Einstand mit einer Frage, die sicher langfristig noch einige betreffen wird:
Ich plane für mein Ref in ein anderes Bundesland zu ziehen. Egal welcher Ort und welches Land es am Ende wird, aber die Distanz ist groß, pendeln undenkbar, der Umzugsaufwand ein bißchen größer.
Manche Bundesländer, gerade MV, geben einem ja erst sehr spät eine Zusage bezüglich des Ortes. Im Fall von MV zB erst drei Wochen vorher!
Wie seid ihr damit umgegangen?
Man hat ja zB auch aktuell eine Wohnung, bei der die Kündigungsfrist drei Monate betrifft.
Habt ihr untervermietet? Habt ihr euch mit eurem Vermieter geeinigt?
Habt ihr SO spontan noch einen Sprinter bekommen, bei dem man zuvor ja doch noch nicht sagen konnte wo der nun zurückgegeben werden soll bzw ob man ihn überhaupt brauchen wird?
Sofern eure neue Wohnung noch das ein oder andere brauchte, wurde dann erstmal auf Bierkästen gesessen und Essen bestellt?
Persönliches Luftmachen: Jaja, von uns wird immer eine "gewisse Flexibilität" erwartet, aber ich finde das schon etwas derb. Telefonisch hieß es "Wieso? Wie lange ist denn Ihre Kündigungsfrist?" "Ja, wie bei jedem normalen Menschen drei Monate." "Achso, oh."
Vielleicht möchte man kurz vorher die Wohnung einrichten, die neue Einbauküche (sofern nötig) anschließen, etc. Organisatorisch ist das sehr ärgerlich.
Ich sehe da auch gar keine zwingende Notwendigkeit warum sowas unbedingt drei Wochen vorher erst zugesagt werden kann. Klingt nach organisatorischer Gleichgültigkeit gegenüber den Sklaven.
Wie dem auch sei, wie wars bei euch? Wie habt ihr euch beholfen? :)
Ich kann Dir empfehlen, zur Vorbereitung auf das Referendariat das Buch "99 Tipps & Hinweise für ein erfolgreiches Rechtsreferendariat" zu lesen. Das Buch gibt es als Print-Ausgabe und E-Book. Infos hierzu findest Du auf folgender Seite:
https://www.juristenkoffer.de/rechtsreferendariat/99-tipps-hinweise.php
Neben Tipps zur Planung des Referendariats beinhaltet das Buch auch viele hilfreiche Hinweise zur optimalen Examensvorbereitung sowie viele konkrete Tipps für das Schreiben der Klausuren.
https://www.juristenkoffer.de/rechtsreferendariat/99-tipps-hinweise.php
Neben Tipps zur Planung des Referendariats beinhaltet das Buch auch viele hilfreiche Hinweise zur optimalen Examensvorbereitung sowie viele konkrete Tipps für das Schreiben der Klausuren.
11.09.2026, 20:52
Nicht schön und ich verstehe deinen Ärger, dass man erst so kurzfristig Bescheid bekommt. Im Zweifel würde ich mich erstmal nach "Wohnen auf Zeit", Untermiete, Zwischenmiete oder einem Hostel umschauen. Im Ausland war ich die ersten zwei Wochen im Hostel, bevor ich mein Zimmer beziehen konnte.
Einen Sprinter bekommt man zumindest in Großstädten innerhalb von 1 1/2 bis 2 Wochen oder mit Glück auch schneller. Da müsstest du dann außerhalb der großen Anbieter mal schauen. Die kleinen haben viele nicht auf dem Schirm und so ist dort häufiger kurzfristig noch etwas verfügbar.
Beim Auszug aus meiner Ref-Wohnung hatte ich Glück und konnte die Mietdauer um einen Monat verkürzen. Es wäre bestimmt auch noch ein weiterer Monat gegangen, aber den brauchte ich zur Organisation des Umzugs. Auf kleine Wohnungen ist der Andrang in vielen Städten so groß, dass die sofort wieder weg sind.
Hast du Unterstützung durch deine Eltern? Meine waren bei Umzügen immer eine große Hilfe und haben damals finanziell unterstützt, wenn das Geld für den Umzug nicht reichte. Ich bin aber immer gut klargekommen. Als Student und Referendar braucht man noch keine hübsche Einbauküche. Herd mit Backofen, Spüle und 2-3 Schränke reichen für den Anfang. Dies gibt es auch günstig im Baumarkt oder in der Low Budget Version im Möbelhaus. Wenn man nach dem Ref den ersten richtigen Job hat, kann man aus meiner Sicht seine Ansprüche höher schrauben und eine schönere Küche aussuchen.
Edit: den Kühlschrank habe ich vergessen. Auch low Budget oder gebraucht (und trotzdem sauber) für ~50-80 Euro.
Einen Sprinter bekommt man zumindest in Großstädten innerhalb von 1 1/2 bis 2 Wochen oder mit Glück auch schneller. Da müsstest du dann außerhalb der großen Anbieter mal schauen. Die kleinen haben viele nicht auf dem Schirm und so ist dort häufiger kurzfristig noch etwas verfügbar.
Beim Auszug aus meiner Ref-Wohnung hatte ich Glück und konnte die Mietdauer um einen Monat verkürzen. Es wäre bestimmt auch noch ein weiterer Monat gegangen, aber den brauchte ich zur Organisation des Umzugs. Auf kleine Wohnungen ist der Andrang in vielen Städten so groß, dass die sofort wieder weg sind.
Hast du Unterstützung durch deine Eltern? Meine waren bei Umzügen immer eine große Hilfe und haben damals finanziell unterstützt, wenn das Geld für den Umzug nicht reichte. Ich bin aber immer gut klargekommen. Als Student und Referendar braucht man noch keine hübsche Einbauküche. Herd mit Backofen, Spüle und 2-3 Schränke reichen für den Anfang. Dies gibt es auch günstig im Baumarkt oder in der Low Budget Version im Möbelhaus. Wenn man nach dem Ref den ersten richtigen Job hat, kann man aus meiner Sicht seine Ansprüche höher schrauben und eine schönere Küche aussuchen.
Edit: den Kühlschrank habe ich vergessen. Auch low Budget oder gebraucht (und trotzdem sauber) für ~50-80 Euro.
12.09.2026, 09:54
Ich bin fürs Ref auch weiter weg gezogen und hatte gut einen Monat Zeit zwischen der Platzzusage und dem Start. Die Wohnungssuche in der Kürze der Zeit war eine Katastrophe und ich habe schlussendlich durch Zufall noch eine bekommen. Über Facebook in einer Hilfegruppe (Einwohner helfen Einwohnern), man glaubt es kaum. Am besten aber schon mal frühzeitig eine Bewerbermappe vorbereiten mit Lebenslauf und Kontaktdaten, voraussichtlichem Ref-Gehalt (Besoldungstabelle), Schufa, kurzem Anschreiben über dich als Mieter/Mieterin. Das waren die Dinge, die bei der Wohnungssuche eigentlich überall gefordert waren.
Ich bin dann an einem Samstag vor Ref-Beginn eingezogen und die Vormieterin an dem Tag auch ausgezogen. In den ersten Wochen mussten dann die Handwerker noch ihre Schäden ausbessern, ich lebte also auf einer Baustelle während der Einführungs-AG. Die Absprache mit den Handwerkern wegen Schlüssel war zum Glück recht leicht. Ich glaube, so nach 2 Monaten hatte ich mich dann halbwegs eingerichtet. Vieles davon gebraucht über Kleinanzeigen. Je nachdem, wie lange man in der Stadt wohnen möchte, reicht ja auch eine relativ einfache Ausstattung. Den Großteil meiner anderen Sachen konnte ich bei meinem Vater zwischenlagern, aber trotzdem waren gut zwei Sprinter voll.
Ich habe mit meiner vorherigen Vermieterin und auch meinem Arbeitgeber offen kommuniziert, dass ich wohl sehr kurzfristig kündigen müsste. Letztendlich kann man das bei den aktuellen Wartezeiten auf einen Ref-Platz auch einfach nicht planen.
Ich bin dann an einem Samstag vor Ref-Beginn eingezogen und die Vormieterin an dem Tag auch ausgezogen. In den ersten Wochen mussten dann die Handwerker noch ihre Schäden ausbessern, ich lebte also auf einer Baustelle während der Einführungs-AG. Die Absprache mit den Handwerkern wegen Schlüssel war zum Glück recht leicht. Ich glaube, so nach 2 Monaten hatte ich mich dann halbwegs eingerichtet. Vieles davon gebraucht über Kleinanzeigen. Je nachdem, wie lange man in der Stadt wohnen möchte, reicht ja auch eine relativ einfache Ausstattung. Den Großteil meiner anderen Sachen konnte ich bei meinem Vater zwischenlagern, aber trotzdem waren gut zwei Sprinter voll.
Ich habe mit meiner vorherigen Vermieterin und auch meinem Arbeitgeber offen kommuniziert, dass ich wohl sehr kurzfristig kündigen müsste. Letztendlich kann man das bei den aktuellen Wartezeiten auf einen Ref-Platz auch einfach nicht planen.
14.09.2026, 09:13
Ich habe meine Zusage tatsächlich erst am Tag der Vereidigung bekommen, weil einer nicht aufgetaucht ist (bin nachgerückt
). Hab einen Koffer gepackt und bin noch am Abend quer durch Deutschland gefahren, um am nächste Tag um 8:30 pünktlich zur AG zu erscheinen. Am Telefon wurde ich von der Dame vom OLG gefragt "ob ich das denn überhaupt schaffen würde" - musste ich ja wohl. Ist natürlich ein Einzelfall, aber die Platzvergabe ist wirklich überall sehr knapp und eine Wohnung findet man natürlich nicht über Nacht. Aber Respekt vor der Planbarkeit der Referendare und deren Zeit ist sowieso etwas, das ich im Ref ein bisschen vermisse.
Ich habe es so gemacht: Zum 30.9. mein WG Zimmer gekündigt und alle meine Sachen zu meiner Familie gefahren, wo ich sie zum Glück unterstellen konnte. Ich hatte mich auf verschiedene Bundesländer beworben, aber nur in einem auf den Einstellungstermin im November, weshalb ich wusste, wenn es doch noch was wird habe ich 2 Anlaufstellen im Bundesland von denen aus ich zumindest zu den meisten LGs auch mit dem ÖPNV komme. Letztendlich habe ich 3 Monate aus dem Koffer bei meiner Freundin gelebt, bevor ich eine eigene Wohnung gefunden habe. Der Umzug war dementsprechend dann auch gut planbar und meine Wohnung bereit, Möbel bestellt usw.
Frag deinen jetzigen Vermieter, ob du vor Ablauf der Kündigungsfrist aus dem Vertrag kommst, wenn dein Nachmieter ggf. schon früher einziehen will. Da du ja jetzt noch in einer Uni-Stadt lebst (nehme ich an), sollte die Untervermietung deiner Wohnung aber auch kein Problem sein, das kennen Vermieter dort doch normalerweise.
Was die neue Wohnung angeht: da würde ich sagen musst du am Anfang vielleicht improvisieren, zumindest wenn du sofort etwas eigenes findest in der kurzen Zeit.
Je nachdem wohin du kommst gibt es ja vielleicht die Möglichkeit als Untermieter in einer WG auf Zeit unterzukommen? Dann kannst du Sprinter, Umzug etc. etwas entspannter planen, vorausgesetzt du hast die Möglichkeit deine Sachen irgendwo günstig unterzustellen.
Ansonsten solltest du schon bevor du weißt wohin du genau kommst nach Wohnungen Ausschau halten und - wie hier schon geschrieben - deine Bewerbungsunterlagen für den Vermieter up to date und bereit halten. Dann kannst du wenn der Brief mit der Zusage kommt gleich passende Wohnungen anschreiben ohne vorher noch welche raussuchen zu müssen.
). Hab einen Koffer gepackt und bin noch am Abend quer durch Deutschland gefahren, um am nächste Tag um 8:30 pünktlich zur AG zu erscheinen. Am Telefon wurde ich von der Dame vom OLG gefragt "ob ich das denn überhaupt schaffen würde" - musste ich ja wohl. Ist natürlich ein Einzelfall, aber die Platzvergabe ist wirklich überall sehr knapp und eine Wohnung findet man natürlich nicht über Nacht. Aber Respekt vor der Planbarkeit der Referendare und deren Zeit ist sowieso etwas, das ich im Ref ein bisschen vermisse.
Ich habe es so gemacht: Zum 30.9. mein WG Zimmer gekündigt und alle meine Sachen zu meiner Familie gefahren, wo ich sie zum Glück unterstellen konnte. Ich hatte mich auf verschiedene Bundesländer beworben, aber nur in einem auf den Einstellungstermin im November, weshalb ich wusste, wenn es doch noch was wird habe ich 2 Anlaufstellen im Bundesland von denen aus ich zumindest zu den meisten LGs auch mit dem ÖPNV komme. Letztendlich habe ich 3 Monate aus dem Koffer bei meiner Freundin gelebt, bevor ich eine eigene Wohnung gefunden habe. Der Umzug war dementsprechend dann auch gut planbar und meine Wohnung bereit, Möbel bestellt usw.
Frag deinen jetzigen Vermieter, ob du vor Ablauf der Kündigungsfrist aus dem Vertrag kommst, wenn dein Nachmieter ggf. schon früher einziehen will. Da du ja jetzt noch in einer Uni-Stadt lebst (nehme ich an), sollte die Untervermietung deiner Wohnung aber auch kein Problem sein, das kennen Vermieter dort doch normalerweise.
Was die neue Wohnung angeht: da würde ich sagen musst du am Anfang vielleicht improvisieren, zumindest wenn du sofort etwas eigenes findest in der kurzen Zeit.
Je nachdem wohin du kommst gibt es ja vielleicht die Möglichkeit als Untermieter in einer WG auf Zeit unterzukommen? Dann kannst du Sprinter, Umzug etc. etwas entspannter planen, vorausgesetzt du hast die Möglichkeit deine Sachen irgendwo günstig unterzustellen.
Ansonsten solltest du schon bevor du weißt wohin du genau kommst nach Wohnungen Ausschau halten und - wie hier schon geschrieben - deine Bewerbungsunterlagen für den Vermieter up to date und bereit halten. Dann kannst du wenn der Brief mit der Zusage kommt gleich passende Wohnungen anschreiben ohne vorher noch welche raussuchen zu müssen.









