06.08.2026, 10:19
Ich habe Jura studiert, weil ich schon immer in die Justiz wollte. Jetzt hatte ich mein Bewerbungsgespräch und habe leider eine Absage bekommen. Man hört irgendwie nur von Leuten, bei denen es geklappt hat. Ich kenne niemanden, der eine Absage bekommen hat, obwohl die Voraussetzungen auf dem Papier erfüllt wurden. Gibt es hier noch andere, bei denen der Wunsch geplatzt ist und nach der Absage nicht wussten, wie es weiter geht? Was macht ihr jetzt? Habt ihr was gefunden, was euch glücklich macht?
06.08.2026, 10:58
Hello du!
Erstmal mein volles Mitgefühl, fühl dich gedrückt! Ich weiß nicht, ob ich dich verwechsele, aber war das die Bewerbung bei der StA? Hast du Gründe mitgeteilt bekommen?
Mir ist das nicht passiert, aber einen guten Freund, daher weiß ich, wie schlimm sich das anfühlen kann.
Erstmal mein volles Mitgefühl, fühl dich gedrückt! Ich weiß nicht, ob ich dich verwechsele, aber war das die Bewerbung bei der StA? Hast du Gründe mitgeteilt bekommen?
Mir ist das nicht passiert, aber einen guten Freund, daher weiß ich, wie schlimm sich das anfühlen kann.
06.08.2026, 11:02
Dazu gibt es hier immer wieder Berichte. Wäre ein anderes Bundesland eine Möglichkeit?
06.08.2026, 11:28
(06.08.2026, 10:58)Aktenabgrund schrieb: Hello du!
Erstmal mein volles Mitgefühl, fühl dich gedrückt! Ich weiß nicht, ob ich dich verwechsele, aber war das die Bewerbung bei der StA? Hast du Gründe mitgeteilt bekommen?
Mir ist das nicht passiert, aber einen guten Freund, daher weiß ich, wie schlimm sich das anfühlen kann.
Danke! Ja, genau, war bei der StA. Die Gründe waren, dass sie mich nicht als charakterlich geeignet ansehen und das hat mich wirklich sehr getroffen, weil es mich als Juristin und mein Selbstverständnis auch komplett trifft.
06.08.2026, 11:30
(06.08.2026, 11:02)Praktiker schrieb: Dazu gibt es hier immer wieder Berichte. Wäre ein anderes Bundesland eine Möglichkeit?
Ich bin aufgrund Eigentum und Beziehung an mein Bundesland gebunden. Mein Partner ist hier beim Land angestellt, wir pflegen seine Mutter und haben die Betreuung übernommen und haben hier Eigentum. Also ein anderes Bundesland würde dann auf eine Fernbeziehung hinaus laufen und das möchte ich eigentlich auch nicht.
06.08.2026, 11:33
Wie wäre es denn mit den Alternativen Opferanwalt, weißer Ring, anderes Bundesland? Du hattest hier ja schon ein paar gute Tipps bekommen.
Ich kenne sehr viele Leute, deren Leben an irgendeiner Stelle eine ungeplante Wendung genommen hat. Keiner ist damit am Ende nicht klargekommen. Den meisten geht es nach dieser Wende sogar richtig gut. Das Leben ist nicht immer gradlinig und was man nicht mehr ändern kann, muss man versuchen zu akzeptieren, statt sich lange darüber zu ärgern. Das war ein hilfreicher Tipp eines älteren Kollegen von mir, bei dem ich versuche, mich für mein Leben daran zu orientieren.
Schau, welche Alternativen du hast. Nur weil es in einem Bundesland zwischen den einstellenden Personen und dir menschlich nicht gepasst hat (das sehe ich als mittelbaren Grund für deren Meinung über dich) heißt das nicht, dass du auch bei anderen Entscheidern schlecht ankommst.
Ich kenne sehr viele Leute, deren Leben an irgendeiner Stelle eine ungeplante Wendung genommen hat. Keiner ist damit am Ende nicht klargekommen. Den meisten geht es nach dieser Wende sogar richtig gut. Das Leben ist nicht immer gradlinig und was man nicht mehr ändern kann, muss man versuchen zu akzeptieren, statt sich lange darüber zu ärgern. Das war ein hilfreicher Tipp eines älteren Kollegen von mir, bei dem ich versuche, mich für mein Leben daran zu orientieren.
Schau, welche Alternativen du hast. Nur weil es in einem Bundesland zwischen den einstellenden Personen und dir menschlich nicht gepasst hat (das sehe ich als mittelbaren Grund für deren Meinung über dich) heißt das nicht, dass du auch bei anderen Entscheidern schlecht ankommst.
06.08.2026, 12:10
(06.08.2026, 11:33)Egal_ schrieb: Wie wäre es denn mit den Alternativen Opferanwalt, weißer Ring, anderes Bundesland? Du hattest hier ja schon ein paar gute Tipps bekommen.Ich möchte mich aktuell nicht als Anwältin selbstständig machen und von der Tätigkeit als Opferanwältin kann man allein nicht leben, man braucht immer noch einen anderen Schwerpunkt. Opferanwälte hier in meiner Stadt gibt es leider kaum und wenn, sind das leider alles Einzelkämpfer. Der Weiße Ring sucht aktuell auch keine neuen Mitarbeiter. Viele andere Anbieter gibt es hier leider auch nicht. Die Stellenangebote sind aktuell auch sehr überschaubar, aber ich hab ein paar Bewerbungsgespräche. Also ich bin schon auf der Suche nach was anderem. Anderes Bundesland würde leider Fernbeziehung bedeuten und das möchte ich eigentlich auch nicht. Zumal es in den umliegenden Bundesländern wohl auch nicht unbedingt so selbstverständlich ist, dass es klappt.
Ich kenne sehr viele Leute, deren Leben an irgendeiner Stelle eine ungeplante Wendung genommen hat. Keiner ist damit am Ende nicht klargekommen. Den meisten geht es nach dieser Wende sogar richtig gut. Das Leben ist nicht immer gradlinig und was man nicht mehr ändern kann, muss man versuchen zu akzeptieren, statt sich lange darüber zu ärgern. Das war ein hilfreicher Tipp eines älteren Kollegen von mir, bei dem ich versuche, mich für mein Leben daran zu orientieren.
Schau, welche Alternativen du hast. Nur weil es in einem Bundesland zwischen den einstellenden Personen und dir menschlich nicht gepasst hat (das sehe ich als mittelbaren Grund für deren Meinung über dich) heißt das nicht, dass du auch bei anderen Entscheidern schlecht ankommst.
Ich würde gerne von anderen hören, wie sie mit dem Rückschlag umgegangen sind, wie sie dann weiter gemacht haben, was sie jetzt beruflich machen und ob sie das auch erfüllt. Also einfach andere Erfahrungsberichte.
06.08.2026, 12:22
Ich glaube, mit das Entscheidenste ist, dass du nicht zulässt, dass diese Erfahrung (zu sehr) Auswirkungen auf dein Selbstwertgefühl nimmt. Das habe ich zumindest bei meinem Freund beobachtet, dem es ähnlich ging. Wie jemand weiter oben schrieb: Irgendetwas hat menschlich nicht gepasst, fertig. Laste dir das nicht zu sehr an. Und klar darf bzw sollst du traurig und enttäuscht sein, das ist menschlich, und wenn du keine anderen Optionen siehst, in ein anderes Bundesland zu gehen, braucht es auch Zeit, das gehen zu lassen.
Vieles relativiert sich, sobald du eine handfeste neue Option hast. Sobald mit einer anderweitigen Zusage positives Feedback zurückkommt, kann man dies auch als neue Chance begreifen. Und bei den Horrorstories über die StA gibt es auch da sicherlich zwei Seiten. Das wäre auch nicht das Land gewesen in dem Milch und Honig fließen.
Vieles relativiert sich, sobald du eine handfeste neue Option hast. Sobald mit einer anderweitigen Zusage positives Feedback zurückkommt, kann man dies auch als neue Chance begreifen. Und bei den Horrorstories über die StA gibt es auch da sicherlich zwei Seiten. Das wäre auch nicht das Land gewesen in dem Milch und Honig fließen.
06.08.2026, 13:27
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06.08.2026, 13:30
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