30.07.2026, 16:12
Hallo zusammen,
ein erneuter Beitrag zur Arbeitszeit in der GK - aber dieses Mal vielleicht ein wenig anders. Mir geht es persönlich nicht um die Stundenzahl als solche, sondern um eure Erfahrung oder euer Hörensagen bezüglich der Flexibilität der Zeit.
Konkret: Wie sieht wirklich die Anforderung an Facetime aus? Wenn ich zB lieber in der Woche eine Stunde eher gehe als optimal, aber dafür einen vollen Arbeitstag am Wochenende dran hängen und die Arbeit erledigt wird, wird das von Partnern als störend erlebt oder ist das egal, solange das Outcome passt. Oder wie sieht es aus, wenn man an einem Wochentag gerne früher (17 oder 18 Uhr) gehen würde (logischerweise nicht während Spitzen-Phasen), aber dafür am Tag drauf 2 oder 3h länger bleibt? Meine einzige GK Erfahrung im Praktikum war mit einem Partner, der 80% im Home-Office war und daher vielleicht nicht ganz repräsentativ.
Insbesondere wird das Thema natürlich relevanter, wenn es zur Familienplanung kommt. Da bietet sich das Modell "18:00 bis 20:00 Uhr Pause und danach weitermachen" natürlich an - aber ist das in der GK-Welt auch akzeptiert?
Grundsätzlich gibt es ja keine super starren Zeiten, das ist schon klar. Auch ist es natürlich partnerabhängig. Ich hoffe dennoch, einen groben Einblick zu gewinnen.
ein erneuter Beitrag zur Arbeitszeit in der GK - aber dieses Mal vielleicht ein wenig anders. Mir geht es persönlich nicht um die Stundenzahl als solche, sondern um eure Erfahrung oder euer Hörensagen bezüglich der Flexibilität der Zeit.
Konkret: Wie sieht wirklich die Anforderung an Facetime aus? Wenn ich zB lieber in der Woche eine Stunde eher gehe als optimal, aber dafür einen vollen Arbeitstag am Wochenende dran hängen und die Arbeit erledigt wird, wird das von Partnern als störend erlebt oder ist das egal, solange das Outcome passt. Oder wie sieht es aus, wenn man an einem Wochentag gerne früher (17 oder 18 Uhr) gehen würde (logischerweise nicht während Spitzen-Phasen), aber dafür am Tag drauf 2 oder 3h länger bleibt? Meine einzige GK Erfahrung im Praktikum war mit einem Partner, der 80% im Home-Office war und daher vielleicht nicht ganz repräsentativ.
Insbesondere wird das Thema natürlich relevanter, wenn es zur Familienplanung kommt. Da bietet sich das Modell "18:00 bis 20:00 Uhr Pause und danach weitermachen" natürlich an - aber ist das in der GK-Welt auch akzeptiert?
Grundsätzlich gibt es ja keine super starren Zeiten, das ist schon klar. Auch ist es natürlich partnerabhängig. Ich hoffe dennoch, einen groben Einblick zu gewinnen.
30.07.2026, 16:50
Ich kann dir da auch nur Einblicke aus Stationen oder von Freunden, die schon Anwälte sind, geben:
In den ersten Berufsjahren wird früher Feierabend machen bei den meisten Partnern (Ausnahmen gibt es immer) nicht gern gesehen. Du kannst kaum flexibel arbeiten, weil du ja zu arbeitest und auf Abruf bereit stehst, falls etwas reinkommt. Ob du am Abend ins Home-Office wechseln kannst, ist wieder eine andere Frage. Das ging in einer Kanzlei, ich der ich WiMi war, falls nicht viel los war.
Je höher du aufsteigst, desto mehr Flexibilität hast du. Ab Counsel solltest du normalerweise einigermaßen flexibel deine Woche planen könnten. Bis dahin muss man aber auch erstmal bereit sein, durchzuhalten.
In den ersten Berufsjahren wird früher Feierabend machen bei den meisten Partnern (Ausnahmen gibt es immer) nicht gern gesehen. Du kannst kaum flexibel arbeiten, weil du ja zu arbeitest und auf Abruf bereit stehst, falls etwas reinkommt. Ob du am Abend ins Home-Office wechseln kannst, ist wieder eine andere Frage. Das ging in einer Kanzlei, ich der ich WiMi war, falls nicht viel los war.
Je höher du aufsteigst, desto mehr Flexibilität hast du. Ab Counsel solltest du normalerweise einigermaßen flexibel deine Woche planen könnten. Bis dahin muss man aber auch erstmal bereit sein, durchzuhalten.
30.07.2026, 17:05
(30.07.2026, 16:50)Ref3 schrieb: Ich kann dir da auch nur Einblicke aus Stationen oder von Freunden, die schon Anwälte sind, geben:
In den ersten Berufsjahren wird früher Feierabend machen bei den meisten Partnern (Ausnahmen gibt es immer) nicht gern gesehen. Du kannst kaum flexibel arbeiten, weil du ja zu arbeitest und auf Abruf bereit stehst, falls etwas reinkommt. Ob du am Abend ins Home-Office wechseln kannst, ist wieder eine andere Frage. Das ging in einer Kanzlei, ich der ich WiMi war, falls nicht viel los war.
Je höher du aufsteigst, desto mehr Flexibilität hast du. Ab Counsel solltest du normalerweise einigermaßen flexibel deine Woche planen könnten. Bis dahin muss man aber auch erstmal bereit sein, durchzuhalten.
Mir geht es vor allem um folgende aktuelle persönliche Lage: Mein Partner arbeitet in der Luftfahrt sehr unregelmäßig (also mal ein ganzes Wochenende weg, mal in der Woche frei, usw...). Demnach gibt es bei mir durchaus Wochenenden, in denen ich problemlos auch 2 Arbeitstage durcharbeiten würde, aber natürlich ergibt das für mich nur Sinn, wenn man dafür 1, 2 Tage etwas früher gehen könnte. Ist natürlich auch wieder sehr individuell. Aber Erfahrungsberichte, wie es eben um die Flexibilität steht, helfen da natürlich für ein "Lagebild" weiter. Danke!
30.07.2026, 17:11
(30.07.2026, 17:05)Apfelbaum schrieb:(30.07.2026, 16:50)Ref3 schrieb: Ich kann dir da auch nur Einblicke aus Stationen oder von Freunden, die schon Anwälte sind, geben:
In den ersten Berufsjahren wird früher Feierabend machen bei den meisten Partnern (Ausnahmen gibt es immer) nicht gern gesehen. Du kannst kaum flexibel arbeiten, weil du ja zu arbeitest und auf Abruf bereit stehst, falls etwas reinkommt. Ob du am Abend ins Home-Office wechseln kannst, ist wieder eine andere Frage. Das ging in einer Kanzlei, ich der ich WiMi war, falls nicht viel los war.
Je höher du aufsteigst, desto mehr Flexibilität hast du. Ab Counsel solltest du normalerweise einigermaßen flexibel deine Woche planen könnten. Bis dahin muss man aber auch erstmal bereit sein, durchzuhalten.
Mir geht es vor allem um folgende aktuelle persönliche Lage: Mein Partner arbeitet in der Luftfahrt sehr unregelmäßig (also mal ein ganzes Wochenende weg, mal in der Woche frei, usw...). Demnach gibt es bei mir durchaus Wochenenden, in denen ich problemlos auch 2 Arbeitstage durcharbeiten würde, aber natürlich ergibt das für mich nur Sinn, wenn man dafür 1, 2 Tage etwas früher gehen könnte. Ist natürlich auch wieder sehr individuell. Aber Erfahrungsberichte, wie es eben um die Flexibilität steht, helfen da natürlich für ein "Lagebild" weiter. Danke!
Das wird selbst in einer GK von Team zu Team unterschiedlich gehandhabt. Was ich so mitbekommen hatte, ist, dass du gerade dafür bezahlt wirst, dass der Partner bis in späte Stunden auf dich zugreifen kann. Alles, was vom Normalfall abweicht, zB immer Samstags statt Mittwochs zu arbeiten, wird Dir im Zweifel nur ein Bewerbungsgespräch zeigen.
30.07.2026, 17:16
(30.07.2026, 17:11)Krämzi schrieb:(30.07.2026, 17:05)Apfelbaum schrieb:(30.07.2026, 16:50)Ref3 schrieb: Ich kann dir da auch nur Einblicke aus Stationen oder von Freunden, die schon Anwälte sind, geben:
In den ersten Berufsjahren wird früher Feierabend machen bei den meisten Partnern (Ausnahmen gibt es immer) nicht gern gesehen. Du kannst kaum flexibel arbeiten, weil du ja zu arbeitest und auf Abruf bereit stehst, falls etwas reinkommt. Ob du am Abend ins Home-Office wechseln kannst, ist wieder eine andere Frage. Das ging in einer Kanzlei, ich der ich WiMi war, falls nicht viel los war.
Je höher du aufsteigst, desto mehr Flexibilität hast du. Ab Counsel solltest du normalerweise einigermaßen flexibel deine Woche planen könnten. Bis dahin muss man aber auch erstmal bereit sein, durchzuhalten.
Mir geht es vor allem um folgende aktuelle persönliche Lage: Mein Partner arbeitet in der Luftfahrt sehr unregelmäßig (also mal ein ganzes Wochenende weg, mal in der Woche frei, usw...). Demnach gibt es bei mir durchaus Wochenenden, in denen ich problemlos auch 2 Arbeitstage durcharbeiten würde, aber natürlich ergibt das für mich nur Sinn, wenn man dafür 1, 2 Tage etwas früher gehen könnte. Ist natürlich auch wieder sehr individuell. Aber Erfahrungsberichte, wie es eben um die Flexibilität steht, helfen da natürlich für ein "Lagebild" weiter. Danke!
Das wird selbst in einer GK von Team zu Team unterschiedlich gehandhabt. Was ich so mitbekommen hatte, ist, dass du gerade dafür bezahlt wirst, dass der Partner bis in späte Stunden auf dich zugreifen kann. Alles, was vom Normalfall abweicht, zB immer Samstags statt Mittwochs zu arbeiten, wird Dir im Zweifel nur ein Bewerbungsgespräch zeigen.
Auch dir Danke für den Einblick. Mir geht es ja weniger ums erreichbar sein, als ums tatsächlich sicher arbeiten müssen. Die Erreichbarkeitsanforderungen bis in späte Stunden variieren ja zudem enorm zwischen MC/US-Kanzlei und GKs wie Luther, Heuking, Dentons usw...
30.07.2026, 17:26
Der einzige Weg ist letztlich, das im Bewerbungsgespräch rauszufinden. Selbst innerhalb einer Kanzlei kann die Flexibilität deutlich variieren.
Im Grunde ist es aber so, wie der Vorposter sagt: Je länger du dabei bist, desto mehr verantwortest du eigenverantwortlich einzelne Mandate und bist dann eben auch nicht mehr davon abhängig, dass vom Partner Arbeit reinkommt. Je abhängiger du jedoch vom Partner bist, desto mehr werden sich deine Arbeitszeiten an seinen orientieren müssen. Das wird sich dann im Zweifel auch nicht immer mit deiner Vorstellung von "Ich will in Summe die erforderlichen Stunden kloppen, nur eben halt flexibel eingeteilt" in Einklang bringen lassen. Denn die zu erledigende Arbeit besteht ja nicht (immer) darin, dass man eine Aufgabe hat, die auf 3 Wochen angelegt ist (wo es dann wirklich egal ist, wann man sie bearbeitet). Vieles ist eben auch kurzfristiger Natur (sei es, weil der Mandant schnell eine Rückmeldung braucht, oder dein Partner). Dann ist die Bereitschaft, Samstag und Sonntag durchzuarbeiten zwar hilfreich, bringt aber nichts wenn Mittwochs um 17 Uhr etwas am gleichen Tag benötigt wird.
Im Grunde ist es aber so, wie der Vorposter sagt: Je länger du dabei bist, desto mehr verantwortest du eigenverantwortlich einzelne Mandate und bist dann eben auch nicht mehr davon abhängig, dass vom Partner Arbeit reinkommt. Je abhängiger du jedoch vom Partner bist, desto mehr werden sich deine Arbeitszeiten an seinen orientieren müssen. Das wird sich dann im Zweifel auch nicht immer mit deiner Vorstellung von "Ich will in Summe die erforderlichen Stunden kloppen, nur eben halt flexibel eingeteilt" in Einklang bringen lassen. Denn die zu erledigende Arbeit besteht ja nicht (immer) darin, dass man eine Aufgabe hat, die auf 3 Wochen angelegt ist (wo es dann wirklich egal ist, wann man sie bearbeitet). Vieles ist eben auch kurzfristiger Natur (sei es, weil der Mandant schnell eine Rückmeldung braucht, oder dein Partner). Dann ist die Bereitschaft, Samstag und Sonntag durchzuarbeiten zwar hilfreich, bringt aber nichts wenn Mittwochs um 17 Uhr etwas am gleichen Tag benötigt wird.
30.07.2026, 17:36
(30.07.2026, 17:16)Apfelbaum schrieb:(30.07.2026, 17:11)Krämzi schrieb:(30.07.2026, 17:05)Apfelbaum schrieb:(30.07.2026, 16:50)Ref3 schrieb: Ich kann dir da auch nur Einblicke aus Stationen oder von Freunden, die schon Anwälte sind, geben:
In den ersten Berufsjahren wird früher Feierabend machen bei den meisten Partnern (Ausnahmen gibt es immer) nicht gern gesehen. Du kannst kaum flexibel arbeiten, weil du ja zu arbeitest und auf Abruf bereit stehst, falls etwas reinkommt. Ob du am Abend ins Home-Office wechseln kannst, ist wieder eine andere Frage. Das ging in einer Kanzlei, ich der ich WiMi war, falls nicht viel los war.
Je höher du aufsteigst, desto mehr Flexibilität hast du. Ab Counsel solltest du normalerweise einigermaßen flexibel deine Woche planen könnten. Bis dahin muss man aber auch erstmal bereit sein, durchzuhalten.
Mir geht es vor allem um folgende aktuelle persönliche Lage: Mein Partner arbeitet in der Luftfahrt sehr unregelmäßig (also mal ein ganzes Wochenende weg, mal in der Woche frei, usw...). Demnach gibt es bei mir durchaus Wochenenden, in denen ich problemlos auch 2 Arbeitstage durcharbeiten würde, aber natürlich ergibt das für mich nur Sinn, wenn man dafür 1, 2 Tage etwas früher gehen könnte. Ist natürlich auch wieder sehr individuell. Aber Erfahrungsberichte, wie es eben um die Flexibilität steht, helfen da natürlich für ein "Lagebild" weiter. Danke!
Das wird selbst in einer GK von Team zu Team unterschiedlich gehandhabt. Was ich so mitbekommen hatte, ist, dass du gerade dafür bezahlt wirst, dass der Partner bis in späte Stunden auf dich zugreifen kann. Alles, was vom Normalfall abweicht, zB immer Samstags statt Mittwochs zu arbeiten, wird Dir im Zweifel nur ein Bewerbungsgespräch zeigen.
Auch dir Danke für den Einblick. Mir geht es ja weniger ums erreichbar sein, als ums tatsächlich sicher arbeiten müssen. Die Erreichbarkeitsanforderungen bis in späte Stunden variieren ja zudem enorm zwischen MC/US-Kanzlei und GKs wie Luther, Heuking, Dentons usw...
Der Deal in den GKs ist gerade, viel Geld und dafür ist man verfügbar. Und man muss dann eben arbeiten, wenn die Arbeit reinkommt und erledigt werden muss.
Generell spielt in GKs auch die hohe Erwartungshaltung der Mandanten eine Rolle. Wenn eine Anfrage am Donnerstag reinkommt mit der Bitte bis Freitagnachmittag eine Antwort zu schicken, ist es egal, ob du das an sich auch gut am Wochenende erledigen könntest, weil eigentlich ist es nicht so dringend und überhaupt. Die Antwort muss Freitagnachmittag raus.
Das Problem in deiner Situation ist auch, dass du keine feste Regel willst. Was öfters geht ist zum Beispiel, zwischen 18 und 20 Uhr frei zu machen wegen der Kinder und danach weiter zu arbeiten. Aber das ist dann eine feste Regel. Bei dir hört es sich mehr nach "mal so, mal so" an und darauf haben die wenigsten Partner Bock. In der einen Woche arbeitest du Donnerstag nicht, dafür Samstag. In der nächsten Woche machst du Dienstag um 16 Uhr Feierabend, dafür arbeitest du Mittwoch bis 22 Uhr... das ist mir der Rolle als Zuarbeiter/Associate nur schwer vereinbar.
Du müsstest dir wenn einen Bereich mit wenig eiligen Anfragen suchen und dann in eine GKs gehen, die nicht high end Beratung macht. Und dann einen Partner finden, der dich machen lässt und der wenig Verfügbarkeit will. Schwierig.
30.07.2026, 21:58
Glaube nicht das das funktioniert. Weder für einen selbst noch für die Kanzlei. Das hört sich an als "müsstest" du dich etwas auf die Arbeitszeiten deines Partners einstellen. Genau das wird (regelmäßig) nicht gehen. Wenn er/sie dann das dritte mal zuhause ist und du noch irgendeinen Quatsch fertigmachen musst, brauchst du schon viel Durchhaltevermögen.
Zudem: Donnerstag um 16 Uhr weg sehen viele, Samstag was gemacht sehen wenige.
Zudem: Donnerstag um 16 Uhr weg sehen viele, Samstag was gemacht sehen wenige.
31.07.2026, 09:17
(30.07.2026, 21:58)Homer S. schrieb: Glaube nicht das das funktioniert. Weder für einen selbst noch für die Kanzlei. Das hört sich an als "müsstest" du dich etwas auf die Arbeitszeiten deines Partners einstellen. Genau das wird (regelmäßig) nicht gehen. Wenn er/sie dann das dritte mal zuhause ist und du noch irgendeinen Quatsch fertigmachen musst, brauchst du schon viel Durchhaltevermögen.
Zudem: Donnerstag um 16 Uhr weg sehen viele, Samstag was gemacht sehen wenige.
Abgesehen davon gilt in der GK auch, nur weil du Donnerstags lange gearbeitet hast, heißt das nicht, dass du Samstags nicht auch ran musst
Während meiner GK Zeit habe ich immer scherzhaft gesagt "Ich bin heute früher gekommen, also darf ich länger bleiben."
31.07.2026, 10:47
Sprich das im Vorstellungsgespräch an. Ich vermute, Dein Konzept wird kaum eine GK mitmachen, aber wer weiß. Selbst Teilzeit ist selten gut umsetzbar bzw. wird nicht gut umgesetzt; man arbeitet auch ohne Besonderheiten in der GK regelmäßig außerhalb der für den Durchschnitt üblichen Arbeitszeiten, inkl. Wochenende und Feiertage. Das hat man aber auch nicht wirklich in der Hand (insbesondere nicht als Berufseinsteiger). Man ist als Anwalt in einer Kanzlei regelmäßig fremdbestimmt - der Mandant gibt idR eine Timeline vor, nach der man arbeitet. Mandanten suchen sich Großkanzleien insbesondere wegen der durchgehenden Verfügbarkeit aus und erwarten entsprechend, dass die Anwälte die Deadlines halten können und legen sie nicht selten kurzfristig (viele befürchten hohe Fees durch unnötig lange Bearbeitung, wenn sie den Anwälten zu viel Vorlauf geben). Was Du beschreibst ist ja keine feste Regel (immer Freitag frei oder so), sondern eine sehr flexible und von Dir bestimmte Regel, die sich ständig ändert. Bei uns gab es ein paar wenige AnwältInnen in Teilzeit oder mit einer 80%-Stelle. In einem Team hat das geklappt, bei anderen aber nicht, insbesondere, wenn man an Transaktionen arbeitet (das ist generell sehr dynamisch und in bestimmten Phasen weiß man selbst nicht, wann man Feierabend hat - das kann sich auch kurzfristig ändern. Mandant schreibt abends und will die Frage am nächsten Morgen beantwortet in der Inbox haben - idR wird es dann auch umgesetzt ohne Rücksicht auf Deine private Planung). Mit Deinem Konzept kann man halt nur sehr schwer planen. Der Partner muss dafür sorgen, dass der Mandant happy ist und es ist nicht ideal, wenn man nicht weiß, wann seine Associates überhaupt da sind. Der Outcome ist nicht nur das Papierprodukt, sondern auch, dass zur Deadline geliefert ist.










