08.07.2026, 08:45
Guten Morgen in die Runde!
Wer von euch hat sich mit Einstieg in die Justiz gegen den Eintritt in eine PKV entschieden und ist gesetzlich versichert geblieben? Welche Gründe sprechen eurer Meinung nach dafür? Ich weiß, dass es natürlich von Alter und Vorerkrankungen abhängig ist. Bei mir und einem meiner Kinder kommt vermutlich nur der Eintritt über eine Öffnungsklausel in Betracht bzw. Leistungsausschlüsse + Risikozuschlag. Das wäre dann Stand jetzt bei einem Teilzeiteinstieg ähnlich günstig wie bei der GKV. Wenn ich später stundenmäßig aufstocke und mehr verdiene, wird die PKV dann günstiger. Langsfristig wäre die PKV günstiger.
Abgesehen von dem Stress bei der Antragstellung ist mir jedoch das Rechnungen einreichen und die Idee eines Zweiklassenversicherungsschutzes nicht unbedingt sympathisch. Mich würde interessieren, ob überhaupt irgendjemand von der pauschalen Beihilfe (gibt es in meinem Bundesland) Gebrauch gemacht hat von euch und wenn ja, welche Gründe euch dazu bewegt haben.
Ich freue und bedanke mich über Erfahrungsberichte!
Wer von euch hat sich mit Einstieg in die Justiz gegen den Eintritt in eine PKV entschieden und ist gesetzlich versichert geblieben? Welche Gründe sprechen eurer Meinung nach dafür? Ich weiß, dass es natürlich von Alter und Vorerkrankungen abhängig ist. Bei mir und einem meiner Kinder kommt vermutlich nur der Eintritt über eine Öffnungsklausel in Betracht bzw. Leistungsausschlüsse + Risikozuschlag. Das wäre dann Stand jetzt bei einem Teilzeiteinstieg ähnlich günstig wie bei der GKV. Wenn ich später stundenmäßig aufstocke und mehr verdiene, wird die PKV dann günstiger. Langsfristig wäre die PKV günstiger.
Abgesehen von dem Stress bei der Antragstellung ist mir jedoch das Rechnungen einreichen und die Idee eines Zweiklassenversicherungsschutzes nicht unbedingt sympathisch. Mich würde interessieren, ob überhaupt irgendjemand von der pauschalen Beihilfe (gibt es in meinem Bundesland) Gebrauch gemacht hat von euch und wenn ja, welche Gründe euch dazu bewegt haben.
Ich freue und bedanke mich über Erfahrungsberichte!
08.07.2026, 09:17
(08.07.2026, 08:45)123Juristerei schrieb: Guten Morgen in die Runde!
Wer von euch hat sich mit Einstieg in die Justiz gegen den Eintritt in eine PKV entschieden und ist gesetzlich versichert geblieben? Welche Gründe sprechen eurer Meinung nach dafür? Ich weiß, dass es natürlich von Alter und Vorerkrankungen abhängig ist. Bei mir und einem meiner Kinder kommt vermutlich nur der Eintritt über eine Öffnungsklausel in Betracht bzw. Leistungsausschlüsse + Risikozuschlag. Das wäre dann Stand jetzt bei einem Teilzeiteinstieg ähnlich günstig wie bei der GKV. Wenn ich später stundenmäßig aufstocke und mehr verdiene, wird die PKV dann günstiger. Langsfristig wäre die PKV günstiger.
Abgesehen von dem Stress bei der Antragstellung ist mir jedoch das Rechnungen einreichen und die Idee eines Zweiklassenversicherungsschutzes nicht unbedingt sympathisch. Mich würde interessieren, ob überhaupt irgendjemand von der pauschalen Beihilfe (gibt es in meinem Bundesland) Gebrauch gemacht hat von euch und wenn ja, welche Gründe euch dazu bewegt haben.
Ich freue und bedanke mich über Erfahrungsberichte!
Mir ist das System auch nicht sympathisch. Aber wenn es zwei Klassen gibt und ich für das gleiche Geld oder weniger in der ersten Klasse sein kann, stellt sich die Frage für mich nicht.
08.07.2026, 09:39
Ob Zweiklassensystem oder nicht, du möchtest (solltest) für dich die bestmögliche Versorgung in Gesundheitsfragen haben (wollen).
Im Endeffekt musst du dich wohl fragen, ob dir Leistung oder Preis wichtiger ist. Mit mehreren Kindern und pauschaler Beihilfe kann die GKV unter Umständen günstiger sein. Allerdings sollte man auch schauen, ob im eigenen Land die pauschale Beihilfe einen Zuschuss zur GKV und Pflegeversicherung enthält oder nur zur Krankenversicheurng. Zudem ist man bei der Entscheidung für die pauschale Beihilfe + GKV trotzdem freiwilliges Mitglied im Sinne des § 9 SGB V. Für die Beitragshöhe wird damit die gesamte Leistungsfähigkeit des Mitglieds, d.h. alle Einkünfte herangezogen, also nicht nur deine Besoldung, sondern auch sämtliche weitere Einkünfte bspw. aus VuV, Kapitalerträgen usw. in der Summe natürlich nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Finanziell ist die pauschale Beihilfe + GKV daher vor allem für die untern und mittleren Besoldungsgruppen wegen des prozentualen Beitragssatzes attraktiver während insbesondere der höhere Dienst mit den höheren Besoldungen besser mit den tarifabhängigen Festpreisen der privaten Krankenversicherungen fährt.
Die PKV kann - je nach Tarif - grundsätzlich die besseren Leistungen bieten. Jedoch hast du schon darauf hingewiesen, dass du womöglich auf die Öffnungsaktion angewiesen bist. Leistungsausschlüsse sind bei Krankenversicherungen wegen schwieriger Abgrenzbarkeit eher seltener, Risikozuschlag bei Öffnungsaktion auf 30% begrenzt. Wichtig ist, dass die Öffnungsaktion nur beim ersten gestellten Antrag bei einer der teilnehmenden Versicherern greift. Zudem gibt sie nur den Zugang zu einem beihilfekonformen Restkostentarif. Man hat damit also keinen Zugriff auf den attraktiven und durchaus wichtigen Beihilfeergänzungstarif. Je nach Versicherer sind die Kriterien aber auch unterschiedlich streng; während der eine einen nur über die Öffnungsaktion oder gar nicht (bei nicht teilnehmenden Versicherern) annehmen würde, gibt es andere die auch einen normalen Abschluss zu lassen.
Sinnvollerweise solltest du dich bei Interesse mit einem kompetenten Vermittler-/Makler (Courtagebasis) oder Versicherungsberater (Honorbasis) in Verbindung setzen. Die können ggf. beurteilen bzw. anfragen, ob in deiner Konstellation (Krankengeschichte) eine Annahme auch außerhalb der Öffnungsaktion in Betracht kommt und wie die Vor- und Nachteile abzuwägen sind. Für Vermittlungen im Rahmen der Öffnungsaktion erhalten sie keine Courtage.
Im Endeffekt musst du dich wohl fragen, ob dir Leistung oder Preis wichtiger ist. Mit mehreren Kindern und pauschaler Beihilfe kann die GKV unter Umständen günstiger sein. Allerdings sollte man auch schauen, ob im eigenen Land die pauschale Beihilfe einen Zuschuss zur GKV und Pflegeversicherung enthält oder nur zur Krankenversicheurng. Zudem ist man bei der Entscheidung für die pauschale Beihilfe + GKV trotzdem freiwilliges Mitglied im Sinne des § 9 SGB V. Für die Beitragshöhe wird damit die gesamte Leistungsfähigkeit des Mitglieds, d.h. alle Einkünfte herangezogen, also nicht nur deine Besoldung, sondern auch sämtliche weitere Einkünfte bspw. aus VuV, Kapitalerträgen usw. in der Summe natürlich nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Finanziell ist die pauschale Beihilfe + GKV daher vor allem für die untern und mittleren Besoldungsgruppen wegen des prozentualen Beitragssatzes attraktiver während insbesondere der höhere Dienst mit den höheren Besoldungen besser mit den tarifabhängigen Festpreisen der privaten Krankenversicherungen fährt.
Die PKV kann - je nach Tarif - grundsätzlich die besseren Leistungen bieten. Jedoch hast du schon darauf hingewiesen, dass du womöglich auf die Öffnungsaktion angewiesen bist. Leistungsausschlüsse sind bei Krankenversicherungen wegen schwieriger Abgrenzbarkeit eher seltener, Risikozuschlag bei Öffnungsaktion auf 30% begrenzt. Wichtig ist, dass die Öffnungsaktion nur beim ersten gestellten Antrag bei einer der teilnehmenden Versicherern greift. Zudem gibt sie nur den Zugang zu einem beihilfekonformen Restkostentarif. Man hat damit also keinen Zugriff auf den attraktiven und durchaus wichtigen Beihilfeergänzungstarif. Je nach Versicherer sind die Kriterien aber auch unterschiedlich streng; während der eine einen nur über die Öffnungsaktion oder gar nicht (bei nicht teilnehmenden Versicherern) annehmen würde, gibt es andere die auch einen normalen Abschluss zu lassen.
Sinnvollerweise solltest du dich bei Interesse mit einem kompetenten Vermittler-/Makler (Courtagebasis) oder Versicherungsberater (Honorbasis) in Verbindung setzen. Die können ggf. beurteilen bzw. anfragen, ob in deiner Konstellation (Krankengeschichte) eine Annahme auch außerhalb der Öffnungsaktion in Betracht kommt und wie die Vor- und Nachteile abzuwägen sind. Für Vermittlungen im Rahmen der Öffnungsaktion erhalten sie keine Courtage.
08.07.2026, 10:08
Was sich wirtschaftlich lohnt, musst du selbst durchrechnen.
Ich kann nur aus meiner Perspektive Folgendes sagen: Ich war (sicher auch im Unterschied zu einigen Postern hier) lange Zeit privat versichert und im Ref. dann gesetzlich versichert. Jetzt beim Berufseinstieg (als Bundesbeamter im hD) werde ich erneut in die PKV eintreten (“müssen”) und ich bin ehrlich: Ich habe gar keine Lust. Ich werde übrigens mit 99%iger Wahrscheinlichkeit ebenfalls die Öffnungsaktion nutzen “müssen”. Die pauschale Beihilfe gibt es beim Bund ja afaik nicht.
Meine kurze Begründung: Die Problematik mit den Rechnungen hast du schon erwähnt - ich finde das nervig. Augenscheinlich soll das Ganze mit der Beihilfe nochmal “nerviger” werden - dann streitet man sich nämlich im Zweifel mit zwei Stellen. Übertherapierung ist ein Thema, das man nicht unterschätzen sollte.
Die klaren Vorteile sind natürlich offensichtlich: Zum Teil weitergehende Kostenübernahmen (vor allem beim Zahnersatz) sind natürlich großartig. Und einen Hautarzttermin bekommt man bisschen schneller. Man kann außerdem Privatpraxen besuchen, was in Ballungsräumen einen erheblichen Vorteil bei der Facharztsuche haben kann. Aber auch hier ein Caveat: Diese werden bisweilen von einer bestimmen “Art” Ärzte betrieben, die auf dem Papier immer gut klingen und sich gut verkaufen können, aber die therapeutisch/praktisch vielleicht nicht immer alles so super drauf haben, wie es klingt.
Und zur Qualität der Behandlung: Ich habe in einer Universitätsstadt gewohnt, sodass das möglicherweise nicht repräsentativ ist - ich habe aber auch gesetzlich versichert ein unglaublich hohes Behandlungsniveau genossen und auch keinen Unterschied zwischen der vorherigen privaten Versicherung und der späteren gesetzlichen Versicherung “gespürt”. Dringende Termine waren auch immer zeitnah zu bekommen - der Aufwand war da ähnlich groß wie als privat Versicherter.
Zudem trägst du das Kostenrisiko: Wenn ein Arzt dir etwas in Rechnung stellt, was (aus Versicherungspersektive) nicht übernommen wird, musst du (erstmal) blechen. Bitte beachte: Das kann RICHTIG viel Geld sein. Leute, die noch nie privat versichert waren, realisieren die Kostenhöhen nicht. Es gibt spezielle MRT-Untersuchungen die ~8000 Euro kosten. Und genau bei diesem Betrag musste sich mein - damals stärker erkrankter Vater - mit der Versicherung und dem Krankenhaus “herumstreiten”, wie man eine tragfähige Lösung finden kann. Das ist gut gegange, im Zweifel wäre er aber auf dem (Rest-)Betrag sitzen geblieben oder hätte sich in einen langwierigen Rechtsstreit begeben müssen. Die Unsicherheit kann einen, gerade wenn man krank ist, durchaus belasten.
Nicht zuletzt noch ein Aspekt, da du Kinder hast: Es ist ab einem gewissen Alter schlicht absolut “nervig”, wenn das Thema Arztbesuch mit Rechnungsversand an die Eltern verbunden ist. Je nach konkreten Umständen könnte es ja sein, dass deine Kinder durch die Teenagerzeit und noch bis ins Studium über dich versichert sind. Sicherlich könnte es für alle Beteiligten etwas unangenehm sein, wenn bei dir dann die Kosten für die Testung und Behandlung einer Chlamydieninfektion eintrudeln…
Ich kann nur aus meiner Perspektive Folgendes sagen: Ich war (sicher auch im Unterschied zu einigen Postern hier) lange Zeit privat versichert und im Ref. dann gesetzlich versichert. Jetzt beim Berufseinstieg (als Bundesbeamter im hD) werde ich erneut in die PKV eintreten (“müssen”) und ich bin ehrlich: Ich habe gar keine Lust. Ich werde übrigens mit 99%iger Wahrscheinlichkeit ebenfalls die Öffnungsaktion nutzen “müssen”. Die pauschale Beihilfe gibt es beim Bund ja afaik nicht.
Meine kurze Begründung: Die Problematik mit den Rechnungen hast du schon erwähnt - ich finde das nervig. Augenscheinlich soll das Ganze mit der Beihilfe nochmal “nerviger” werden - dann streitet man sich nämlich im Zweifel mit zwei Stellen. Übertherapierung ist ein Thema, das man nicht unterschätzen sollte.
Die klaren Vorteile sind natürlich offensichtlich: Zum Teil weitergehende Kostenübernahmen (vor allem beim Zahnersatz) sind natürlich großartig. Und einen Hautarzttermin bekommt man bisschen schneller. Man kann außerdem Privatpraxen besuchen, was in Ballungsräumen einen erheblichen Vorteil bei der Facharztsuche haben kann. Aber auch hier ein Caveat: Diese werden bisweilen von einer bestimmen “Art” Ärzte betrieben, die auf dem Papier immer gut klingen und sich gut verkaufen können, aber die therapeutisch/praktisch vielleicht nicht immer alles so super drauf haben, wie es klingt.
Und zur Qualität der Behandlung: Ich habe in einer Universitätsstadt gewohnt, sodass das möglicherweise nicht repräsentativ ist - ich habe aber auch gesetzlich versichert ein unglaublich hohes Behandlungsniveau genossen und auch keinen Unterschied zwischen der vorherigen privaten Versicherung und der späteren gesetzlichen Versicherung “gespürt”. Dringende Termine waren auch immer zeitnah zu bekommen - der Aufwand war da ähnlich groß wie als privat Versicherter.
Zudem trägst du das Kostenrisiko: Wenn ein Arzt dir etwas in Rechnung stellt, was (aus Versicherungspersektive) nicht übernommen wird, musst du (erstmal) blechen. Bitte beachte: Das kann RICHTIG viel Geld sein. Leute, die noch nie privat versichert waren, realisieren die Kostenhöhen nicht. Es gibt spezielle MRT-Untersuchungen die ~8000 Euro kosten. Und genau bei diesem Betrag musste sich mein - damals stärker erkrankter Vater - mit der Versicherung und dem Krankenhaus “herumstreiten”, wie man eine tragfähige Lösung finden kann. Das ist gut gegange, im Zweifel wäre er aber auf dem (Rest-)Betrag sitzen geblieben oder hätte sich in einen langwierigen Rechtsstreit begeben müssen. Die Unsicherheit kann einen, gerade wenn man krank ist, durchaus belasten.
Nicht zuletzt noch ein Aspekt, da du Kinder hast: Es ist ab einem gewissen Alter schlicht absolut “nervig”, wenn das Thema Arztbesuch mit Rechnungsversand an die Eltern verbunden ist. Je nach konkreten Umständen könnte es ja sein, dass deine Kinder durch die Teenagerzeit und noch bis ins Studium über dich versichert sind. Sicherlich könnte es für alle Beteiligten etwas unangenehm sein, wenn bei dir dann die Kosten für die Testung und Behandlung einer Chlamydieninfektion eintrudeln…
08.07.2026, 10:21
Lust dazu kann man auch nicht haben. Das mit dem Kostenrisiko stimmt absolut. Wird aber dadurch relativiert, dass man sich wenn überhaupt nur um Kosten streitet, die die GKV nicht übernehmen würde.
Ansonsten ist die Abrechnerei natürlich der letzte Horror - gerade mit Kindern. In NRW wird die Beihilfe inzwischen teilweise automatisiert, was ich super finde. mE könnte man die auch ganz abschaffen und alles erstatten. Am Ende zahlen die (zumindest bei mir bisher) ohnehin alles.
Ansonsten ist die Abrechnerei natürlich der letzte Horror - gerade mit Kindern. In NRW wird die Beihilfe inzwischen teilweise automatisiert, was ich super finde. mE könnte man die auch ganz abschaffen und alles erstatten. Am Ende zahlen die (zumindest bei mir bisher) ohnehin alles.
08.07.2026, 11:01
Mit den Rechnungen ist es natürlich etwas aufwändiger. Hier (NRW) gibt es allerdings eine App für die Beihilfe, mit der man alle Rechnungen scannen, ggf. sammeln und dann elektronisch einreichen kann. Nahezu die gleiche App hat auch die Debeka. Das funktioniert alles einwandfrei und schnell.
08.07.2026, 11:49
Liebes Forum! Ich schon fast gerührt, mit wie viel Mühe hier geantwortet wird. Tausend Dank für die zahlreichen und wertvollen Denkanstöße. Ich werde es wohl, sobald die Angebote von Seiten der anonymen Voranfrage eintreffen, nüchtern durchrechnen.
Hat jemand von euch einen Tipp für einen guten Makler, wenn es auf die Öffnungsaktion hinausläuft? Bzw. Auch direkt einen Tipp für einen Versicherer? Ich habe gehört die Debeka leistet als einzige (!?) einen Beihilfeergänzungstarif.
Und falls noch jemand mitliest, der/die in der GKV geblieben ist, freue ich mich nach wie vor über euren Input.
Danke an alle!
Hat jemand von euch einen Tipp für einen guten Makler, wenn es auf die Öffnungsaktion hinausläuft? Bzw. Auch direkt einen Tipp für einen Versicherer? Ich habe gehört die Debeka leistet als einzige (!?) einen Beihilfeergänzungstarif.
Und falls noch jemand mitliest, der/die in der GKV geblieben ist, freue ich mich nach wie vor über euren Input.
Danke an alle!
08.07.2026, 11:58
Solange du nicht ernsthaft krank wirst, ist die PKV wohl immer die günstigste Variante. Wenn der Hammer allerdings fällt, und du mit ettlichen tausend Euro in Vorleistung gehen darf, schaut man schon ganz anders auf diese Versicherung.
Die GKV wird dich als Beamter im höheren Dienst wohl ca. 250 Euro im Monat mehr bei pauschaler Beihilfe kosten. Pflegeversicherungsbeitrag wird von der pauschalen Beihilfe nicht erfasst, dafür fällt die Lohnsteuer einen ticken niedriger aus.
Steuerlich soll man sich wohl auch als freiwilligen Versicherter später nochmal was zurückholen können, soweit ich das verstanden habe.
Die GKV wird dich als Beamter im höheren Dienst wohl ca. 250 Euro im Monat mehr bei pauschaler Beihilfe kosten. Pflegeversicherungsbeitrag wird von der pauschalen Beihilfe nicht erfasst, dafür fällt die Lohnsteuer einen ticken niedriger aus.
Steuerlich soll man sich wohl auch als freiwilligen Versicherter später nochmal was zurückholen können, soweit ich das verstanden habe.
08.07.2026, 13:21
(08.07.2026, 11:49)123Juristerei schrieb: Liebes Forum! Ich schon fast gerührt, mit wie viel Mühe hier geantwortet wird. Tausend Dank für die zahlreichen und wertvollen Denkanstöße. Ich werde es wohl, sobald die Angebote von Seiten der anonymen Voranfrage eintreffen, nüchtern durchrechnen.
Hat jemand von euch einen Tipp für einen guten Makler, wenn es auf die Öffnungsaktion hinausläuft? Bzw. Auch direkt einen Tipp für einen Versicherer? Ich habe gehört die Debeka leistet als einzige (!?) einen Beihilfeergänzungstarif.
Und falls noch jemand mitliest, der/die in der GKV geblieben ist, freue ich mich nach wie vor über euren Input.
Danke an alle!
Ich bin zwar keine Beamtin, aber alle, die ich kenne, die verbeamtet sind ,sind bei der Debeka. Mein Bruder wurde zuerst von der Arag wegen einer Lapalie abgelehnt und hat sich dann bei der Debeka beraten lassen und dort versichern lassen. Die scheint top zu sein, nachdem was ich so höre :)
08.07.2026, 13:27
Für die debeka gilt insofern und wird auch von Maklern so beschrieben, dass sie recht eigenwillige Annahmekriterien hat und mitunter Anträge annimmt - auch außerhalb der Öffnungsaktion - und Personen versichert, die ob ihrer Risiken nirgendwo anders als versicherbar gelten würden.
Gleichzeitig ist die debeka aber keinesfalls der Leistungsprimus. Vielmehr gibt es dort bspw. einen geschlossenen Hilfsmittelkatalog, was als negativ angesehen wird und einige weitere Leistungspunkte, in denen sie gegenüber anderen Versicherern zurückliegt. Sofern jedoch eine "normale" Annahme mit Beihilfeergänzungstarif bei der debeka in Betracht kommt, dann ist das regelmäßig leistungsstärker als eine Annahme durch die Öffnungsaktion anderswo, denn mit der Öffnungsaktion ist man eben nicht in den Beihilfeergänzungstarifen.
Die Beihilfeergänzungstarife dienen dazu etwaige Lücken zwischen Beihilfe und Restkostentarif der PKV abzudecken. Denn nach den Beihilfeverordnungen des Bundes und der Länder berechnet sich die Beihilfe nicht automatisch ausgehend vom Rechnungsbetrag, sondern der Beitragssatz wird auf die (begrifflich gerade nicht ganz sicher) beihilfefähigen Kosten angewandt. Da kann es dann auch sein, dass bei einem Rechnungsbetrag von 2000 EUR, die Beihilfestelle aber nur beihilfefähigen Kosten von 1000 EUR annimmt und auf diese die 50% anwendet und dadurch 500 EUR erstattet. Die PKV erstattet 50% von den 2000 EUR (= 1000 EUR), damit blieben 500 EUR übrig. Der Beihilfeergänzungstarif trägt diesen Unterschied.
Gleichzeitig ist die debeka aber keinesfalls der Leistungsprimus. Vielmehr gibt es dort bspw. einen geschlossenen Hilfsmittelkatalog, was als negativ angesehen wird und einige weitere Leistungspunkte, in denen sie gegenüber anderen Versicherern zurückliegt. Sofern jedoch eine "normale" Annahme mit Beihilfeergänzungstarif bei der debeka in Betracht kommt, dann ist das regelmäßig leistungsstärker als eine Annahme durch die Öffnungsaktion anderswo, denn mit der Öffnungsaktion ist man eben nicht in den Beihilfeergänzungstarifen.
Die Beihilfeergänzungstarife dienen dazu etwaige Lücken zwischen Beihilfe und Restkostentarif der PKV abzudecken. Denn nach den Beihilfeverordnungen des Bundes und der Länder berechnet sich die Beihilfe nicht automatisch ausgehend vom Rechnungsbetrag, sondern der Beitragssatz wird auf die (begrifflich gerade nicht ganz sicher) beihilfefähigen Kosten angewandt. Da kann es dann auch sein, dass bei einem Rechnungsbetrag von 2000 EUR, die Beihilfestelle aber nur beihilfefähigen Kosten von 1000 EUR annimmt und auf diese die 50% anwendet und dadurch 500 EUR erstattet. Die PKV erstattet 50% von den 2000 EUR (= 1000 EUR), damit blieben 500 EUR übrig. Der Beihilfeergänzungstarif trägt diesen Unterschied.










