11.06.2026, 07:36
Hi! Bei mir steht bald die Tauchphase an (4,5 Monate) und nun möchte ich mir für diese Zeit einen Lernplan machen. Ich würde sagen, dass ich über ein solides Fundament an geschriebenen Klausuren verfüge und auch die relevanten Kaiserskripten habe ich stationsbegleitend "durchgearbeitet"/durchgelesen, viel Wissen fehlt aber auch noch oder ist in Vergessenheit geraten.
Nun frage ich mich aber, wie ich die 4,5 Monate am besten plane, sodass ich strukturiert möglichst viele Themen abdecke. Im 1. Examen habe ich nach der Zeit des Reps dann z.B. eine Woche BGB AT gemacht; dann eine Woche SchuldR AT etc. Im zweiten Examen scheint mir das weniger einfach zu gehen, da es ja so viele zusätzliche prozessuale Themen gibt, die alle mit abgehandelt werden müssen, gleichzeitig aber das materielle nicht auf der Strecke bleibt.
Alternativ würde ich jeden Tag mit alten Klausuren lernen und dann vormittags und nachmittags je eine skizzieren. Da sehe ich aber das Problem, das ich dann weniger strukturiert vorgehe und manches vielleicht gar nicht mehr behandele...
Vielleicht könnt ihr einmal teilen, wie ihr während der Tauchphase vorgegangen seid :)
Nun frage ich mich aber, wie ich die 4,5 Monate am besten plane, sodass ich strukturiert möglichst viele Themen abdecke. Im 1. Examen habe ich nach der Zeit des Reps dann z.B. eine Woche BGB AT gemacht; dann eine Woche SchuldR AT etc. Im zweiten Examen scheint mir das weniger einfach zu gehen, da es ja so viele zusätzliche prozessuale Themen gibt, die alle mit abgehandelt werden müssen, gleichzeitig aber das materielle nicht auf der Strecke bleibt.
Alternativ würde ich jeden Tag mit alten Klausuren lernen und dann vormittags und nachmittags je eine skizzieren. Da sehe ich aber das Problem, das ich dann weniger strukturiert vorgehe und manches vielleicht gar nicht mehr behandele...
Vielleicht könnt ihr einmal teilen, wie ihr während der Tauchphase vorgegangen seid :)
11.06.2026, 08:16
Ich habe täglich meine zuvor erstellten Karteikarten (basierend auf den Kaiserskripten) gelernt sowie zusätzlich mit den Jurafuchs Lernplänen gearbeitet. Letztere fand ich eigentlich echt überraschend gut, um das Prozessrecht und materielle Recht zu wiederholen (keine Werbung btw). Das hat mich dann meist den Vormittag gekostet und Nachmittags habe ich dann idR 1-2 Aktenvorträge oder Altklausuren stichpunktartig gelöst sowie das nachgelesen, was ich nicht konnte bzw. dann auch nochmal neue KK erstellt. Einmal pro Woche habe ich dann noch eine Klausur aus dem KK gelöst, ggf. könnte man auch noch einen privaten Klausurenkurs dazu buchen; das hab ich zeitlich aber nicht geschafft mit Nebenjob.
Ob das erfolgsversprechend ist/war, kann ich aber noch nicht beurteilen 🙃
Ob das erfolgsversprechend ist/war, kann ich aber noch nicht beurteilen 🙃
11.06.2026, 09:46
Hello,
teile sehr gerne mal meine Erfahrungen, weil ichs auch sehr schwierig fand.
Ich habe es ähnlich gemacht und vormittags meine Karteikarten mit Anki wiederholt, die ich mir zuvor in den Stationen mit Hilfe von Kaiserskripten zusammengefasst habe. Ich habe die Wiederholung rechtsgebietübergreifend gemacht, d.h. nicht nur einen Bereich wiederholt und alle Karten gemacht, die mir als fällig angezeigt wurden. Das hat natürlich entsprechend Zeit gedauert, hat allerdings dafür gesorgt, dass ich ständig mit dem Stoff zumindest in der Theorie konfrontiert war.
Im Anschluss habe ich dann das gemacht, was bei mir im Lernplan stand. Dafür habe ich für die (bei mir waren es nur) 4 Monate in die Klausurentypen "eingeteilt" und ChatGPT gebeten, mir die verbliebenen Tage exklusive Wochenenden/Urlaube/Seminare/Pausentage entsprechend aufzuteilen. 50 % entfielen bei mir dabei auf Zivilrecht, da in Hessen 4 der 8 Klausuren Zivilrecht waren. Die Zivilrechtstage habe ich dann nochmal von ChatGPT so aufteilen lassen, dass ca. 25 % auf den jeweiligen Klausurtyp fällt (Z I, Z II usw.), wobei ich z.B. selbst das Gefühl hatte, dass ich für Arbeits- und Wirtschaftsrecht ein bisschen mehr Zeit brauche. Entsprechend bin ich mit den Strafrechts- und Öffrechtsklausuren"typen" verfahren und habe die Tage nach persönlichen Bedürfnissen angepasst.
Am Ende habe ich eine Excel-Tabelle erstellt mit den Spalten "Rechtsgebiet/Klausurtyp", "Inhalt" und "Anmerkungen", wo ich dann nochmal detaillierter beschreiben konnte, was ich an dem Tag machen will. Die Nachmittage nach meiner Wiederholung habe ich in der Regel damit verbracht, entweder materielles Recht aufzuarbeiten, was in der Station zu kurz kam (z.B. Erbrecht oder Gesellschaftsrecht mit Hilfe von Skripten) oder Klausuren zu skizzieren, eben passend zum "Klausurtypen", der auf dem Plan stand.
Für mich hat das Konzept so super gut funktioniert, da ich das Gefühl hatte, jeden Tag grob zu wissen, was ich lerne und dadurch eine gewisse Struktur in die 4 Monate bekommen habe. Bin zum Schluss mit 11 Punkten aus dem Examen :)
Hoffe, das hilft - ganz viel Erfolg auf den letzten Metern!
teile sehr gerne mal meine Erfahrungen, weil ichs auch sehr schwierig fand.
Ich habe es ähnlich gemacht und vormittags meine Karteikarten mit Anki wiederholt, die ich mir zuvor in den Stationen mit Hilfe von Kaiserskripten zusammengefasst habe. Ich habe die Wiederholung rechtsgebietübergreifend gemacht, d.h. nicht nur einen Bereich wiederholt und alle Karten gemacht, die mir als fällig angezeigt wurden. Das hat natürlich entsprechend Zeit gedauert, hat allerdings dafür gesorgt, dass ich ständig mit dem Stoff zumindest in der Theorie konfrontiert war.
Im Anschluss habe ich dann das gemacht, was bei mir im Lernplan stand. Dafür habe ich für die (bei mir waren es nur) 4 Monate in die Klausurentypen "eingeteilt" und ChatGPT gebeten, mir die verbliebenen Tage exklusive Wochenenden/Urlaube/Seminare/Pausentage entsprechend aufzuteilen. 50 % entfielen bei mir dabei auf Zivilrecht, da in Hessen 4 der 8 Klausuren Zivilrecht waren. Die Zivilrechtstage habe ich dann nochmal von ChatGPT so aufteilen lassen, dass ca. 25 % auf den jeweiligen Klausurtyp fällt (Z I, Z II usw.), wobei ich z.B. selbst das Gefühl hatte, dass ich für Arbeits- und Wirtschaftsrecht ein bisschen mehr Zeit brauche. Entsprechend bin ich mit den Strafrechts- und Öffrechtsklausuren"typen" verfahren und habe die Tage nach persönlichen Bedürfnissen angepasst.
Am Ende habe ich eine Excel-Tabelle erstellt mit den Spalten "Rechtsgebiet/Klausurtyp", "Inhalt" und "Anmerkungen", wo ich dann nochmal detaillierter beschreiben konnte, was ich an dem Tag machen will. Die Nachmittage nach meiner Wiederholung habe ich in der Regel damit verbracht, entweder materielles Recht aufzuarbeiten, was in der Station zu kurz kam (z.B. Erbrecht oder Gesellschaftsrecht mit Hilfe von Skripten) oder Klausuren zu skizzieren, eben passend zum "Klausurtypen", der auf dem Plan stand.
Für mich hat das Konzept so super gut funktioniert, da ich das Gefühl hatte, jeden Tag grob zu wissen, was ich lerne und dadurch eine gewisse Struktur in die 4 Monate bekommen habe. Bin zum Schluss mit 11 Punkten aus dem Examen :)
Hoffe, das hilft - ganz viel Erfolg auf den letzten Metern!
11.06.2026, 19:10
Danke euch, das ist schon mal super hilfreich! :)
Habt ihr von vornherein noch weitere "Feinplanung" betrieben, also z.B. Woche 1: Im ÖR Polizeirecht und FFK; WOche 2: BauR und einstweiliger Rechtsschutz etc. oder eher so drauflos gelernt, je nachdem was in den Fällen, die ihr gemacht habt, drankam?
Habt ihr von vornherein noch weitere "Feinplanung" betrieben, also z.B. Woche 1: Im ÖR Polizeirecht und FFK; WOche 2: BauR und einstweiliger Rechtsschutz etc. oder eher so drauflos gelernt, je nachdem was in den Fällen, die ihr gemacht habt, drankam?
12.06.2026, 10:54
(11.06.2026, 19:10)Dauergast_ schrieb: Danke euch, das ist schon mal super hilfreich! :)
Habt ihr von vornherein noch weitere "Feinplanung" betrieben, also z.B. Woche 1: Im ÖR Polizeirecht und FFK; WOche 2: BauR und einstweiliger Rechtsschutz etc. oder eher so drauflos gelernt, je nachdem was in den Fällen, die ihr gemacht habt, drankam?
Ja, ich habe bei den Sachen, wo ich noch Lücken hatte schon "feinjustiert", d.h. bei mir z.B. Familien- und Erbrecht, Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, bestimmte Zwangsvollstreckungsrechtsbehelfe, die ich entweder noch nicht im Kaiserskript nachgearbeitet habe oder das Gefühl hatte, die "sitzen" nicht. Ich hatte dann aber auch genau aufgeschrieben, was ich mir genau anschauen will, z.B. Kaiser-Skript XY, S. etc., sodass man am Tag selbst nicht mehr Zeit aufwenden muss, um sich erstmal zu orientieren. Am Ende habe ich es dann mit der Feinplanung sein gelassen und spezifisch eine Klausur gelöst und dann ggf. Sachen fallspezifisch nachgearbeitet. :)









