13.05.2026, 12:25
Hallo alle zusammen,
ja der Titel sagt eigentlich schon, worum es geht.
Ich habe das zweite Staatsexamen endgültig nicht bestanden und mein erstes Staatsexamen ist auch nur ausreichend.
Dennoch werde ich mich bald um Bewerbungen kümmern müssen.
Mein Problem ist gerade, dass ich nicht weiß, wie ich das nicht bestandene zweite Staatsexamen einbaue in Lebenslauf und Bewerbungsschreiben.
Vielleicht habt ihr Ratschläge für mich zu den folgenden Fragen, dir mir gerade durch den Kopf gehen?
Ich wäre sehr dankbar für Tipps.
Wie baue ich die Zeit des Referendariats und des zweiten Staatsexamens in den Lebenslauf ein?
Und wie gehe ich im Bewerbungsschreiben darauf ein?
Wie reagiere ich im Bewerbungsgespräch am besten auf dieses Thema?
ja der Titel sagt eigentlich schon, worum es geht.
Ich habe das zweite Staatsexamen endgültig nicht bestanden und mein erstes Staatsexamen ist auch nur ausreichend.
Dennoch werde ich mich bald um Bewerbungen kümmern müssen.
Mein Problem ist gerade, dass ich nicht weiß, wie ich das nicht bestandene zweite Staatsexamen einbaue in Lebenslauf und Bewerbungsschreiben.
Vielleicht habt ihr Ratschläge für mich zu den folgenden Fragen, dir mir gerade durch den Kopf gehen?
Ich wäre sehr dankbar für Tipps.
Wie baue ich die Zeit des Referendariats und des zweiten Staatsexamens in den Lebenslauf ein?
Und wie gehe ich im Bewerbungsschreiben darauf ein?
Wie reagiere ich im Bewerbungsgespräch am besten auf dieses Thema?
13.05.2026, 13:30
das ist schade! Aber ich bin mir sicher, dass du einen AG finden wirst, bei dem du es gewinnbringend einbringen kannst. Es gibt genug Stellen, bei denen Wirtschaftsjuristen eingestellt werden und am Ende passt du auch auf ein solches Profil.
Als erstes würde ich mir überlegen, was du nun anstrebst. Branche, Job etc. Danach musst du deine Bewerbung ausrichten. Platt gesprochen, es ist ein Unterschied, ob du nun eine Bewerbung als Gärtner rausschickst (da ist deine Studium und Co völlig unwichtig) oder als Jurist z.B. im Compliancebereich eines Unternehmens. Bei letzteren musst du darauf eingehen, aber verkaufe dich dann nicht unter Wert.
Im Lebenslauf steht z.B. die Dauer des Refs insgesamt drin oder du weißt den EVD extra aus. Im Anschreiben würde ich es offensiv angeben, dann aber darauf eingehen, was du für den Job mitbringst (Schwerpunkt, Stationen, eigene Interessen etc.)
Auch über meinen Schreibtisch sind solche Bewerbungen schon gelaufen und wenn ich nicht explizit einen Volljuristen suche, dann wäre dein Profil durchaus interessant
Als erstes würde ich mir überlegen, was du nun anstrebst. Branche, Job etc. Danach musst du deine Bewerbung ausrichten. Platt gesprochen, es ist ein Unterschied, ob du nun eine Bewerbung als Gärtner rausschickst (da ist deine Studium und Co völlig unwichtig) oder als Jurist z.B. im Compliancebereich eines Unternehmens. Bei letzteren musst du darauf eingehen, aber verkaufe dich dann nicht unter Wert.
Im Lebenslauf steht z.B. die Dauer des Refs insgesamt drin oder du weißt den EVD extra aus. Im Anschreiben würde ich es offensiv angeben, dann aber darauf eingehen, was du für den Job mitbringst (Schwerpunkt, Stationen, eigene Interessen etc.)
Auch über meinen Schreibtisch sind solche Bewerbungen schon gelaufen und wenn ich nicht explizit einen Volljuristen suche, dann wäre dein Profil durchaus interessant
13.05.2026, 13:43
Danke erstmal für die liebe Rückmeldung.
Ja, also ich wollte schon zumindest im weitesten Sinne im juristischen Bereich bleiben.
Kann mir da so einiges vorstellen.
Irgendwie in der Verwaltung, Behörde, Kammer oder eine Versicherung oder sonst einfach irgendeine Rechtsabteilung.
Ich hab jetzt nicht einen Traumberuf und bin da recht offen.
Ja, also ich wollte schon zumindest im weitesten Sinne im juristischen Bereich bleiben.
Kann mir da so einiges vorstellen.
Irgendwie in der Verwaltung, Behörde, Kammer oder eine Versicherung oder sonst einfach irgendeine Rechtsabteilung.
Ich hab jetzt nicht einen Traumberuf und bin da recht offen.
13.05.2026, 15:13
Du bist auch ohne zweites Examen eine Diplomjuristin. Einzelne Unis haben ja auch rechtswissenschaftliche Studiengänge auf Bachelor und Master. Die haben auch keine zwei Staatsexamen und werden irgendwo in der Arbeitswelt ihren Platz finden, sonst wäre diese Form des Jurastudiums ja unnötig. Solltest du dennoch große Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, könntest du vielleicht auch darüber nachdenken eine Rechtspflegerausbildung noch dran zu hängen. Auch da besteht bedarf und du bringst ja schon ein gewisses Maß an Fachwissen mit.
13.05.2026, 15:33
(13.05.2026, 15:13)Srcub schrieb: Du bist auch ohne zweites Examen eine Diplomjuristin. Einzelne Unis haben ja auch rechtswissenschaftliche Studiengänge auf Bachelor und Master. Die haben auch keine zwei Staatsexamen und werden irgendwo in der Arbeitswelt ihren Platz finden, sonst wäre diese Form des Jurastudiums ja unnötig. Solltest du dennoch große Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, könntest du vielleicht auch darüber nachdenken eine Rechtspflegerausbildung noch dran zu hängen. Auch da besteht bedarf und du bringst ja schon ein gewisses Maß an Fachwissen mit.
Danke für den Ratschlag, aber nochmal eine Ausbildung würde ich jetzt nicht anfangen. Ich bin schon 35 leider.
13.05.2026, 17:25
(13.05.2026, 13:43)CarinaMia schrieb: Danke erstmal für die liebe Rückmeldung.
Ja, also ich wollte schon zumindest im weitesten Sinne im juristischen Bereich bleiben.
Kann mir da so einiges vorstellen.
Irgendwie in der Verwaltung, Behörde, Kammer oder eine Versicherung oder sonst einfach irgendeine Rechtsabteilung.
Ich hab jetzt nicht einen Traumberuf und bin da recht offen.
Anders als bei den Volljuristen E13 Stellen, verlangen die E9 Stellen mit Voraussetzung rechtswissenschaftliches Studium keine Mindestnote für das Examen. Zumindest habe ich das bislang nicht gesehen. Also Verwaltung wäre da dann definitiv drin. Kenne auch einen Diplom Juristen, der durchs 2. gefallen ist und in einer Kanzlei arbeitet (halt nicht als Anwalt, aber auch mit viel Eigenverantwortung und Selbständigkeit). Einfach mal schauen, was es an für dich interessante Stellen gibt.
Im Lebenslauf schreibst du wie auch wenn du es geschafft hättest dein Ref rein, nur dass du eben nicht das 2. Examen reinschreibst. Im Anschreiben würde ich darauf beiläufig eingehen, aber mich mehr auf die Stationen konzentrieren, falls sie für die Stelle interessant sein könnten und was du dadurch mitgenommen hast. Du hast die gleiche Ausbildung schließlich genossen, nur dass du ohne den Abschluss rausgegangen bist. Denk daran :) Und für Vorstellungsgespräche solltest du dich vorbereiten, dass du dann mit Rückfragen zu rechnen hast. Lass dich davon nicht verunsichern
13.05.2026, 17:26
(13.05.2026, 15:13)Srcub schrieb: Du bist auch ohne zweites Examen eine Diplomjuristin. Einzelne Unis haben ja auch rechtswissenschaftliche Studiengänge auf Bachelor und Master. Die haben auch keine zwei Staatsexamen und werden irgendwo in der Arbeitswelt ihren Platz finden, sonst wäre diese Form des Jurastudiums ja unnötig. Solltest du dennoch große Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, könntest du vielleicht auch darüber nachdenken eine Rechtspflegerausbildung noch dran zu hängen. Auch da besteht bedarf und du bringst ja schon ein gewisses Maß an Fachwissen mit.
Mal so aus Interesse. Bekommt man das Studium für die Rechtspflegerausbildung bzw. das duale Studium angerechnet? 🤔
13.05.2026, 17:49
(13.05.2026, 17:26)JurisRef schrieb:(13.05.2026, 15:13)Srcub schrieb: Du bist auch ohne zweites Examen eine Diplomjuristin. Einzelne Unis haben ja auch rechtswissenschaftliche Studiengänge auf Bachelor und Master. Die haben auch keine zwei Staatsexamen und werden irgendwo in der Arbeitswelt ihren Platz finden, sonst wäre diese Form des Jurastudiums ja unnötig. Solltest du dennoch große Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, könntest du vielleicht auch darüber nachdenken eine Rechtspflegerausbildung noch dran zu hängen. Auch da besteht bedarf und du bringst ja schon ein gewisses Maß an Fachwissen mit.
Mal so aus Interesse. Bekommt man das Studium für die Rechtspflegerausbildung bzw. das duale Studium angerechnet? 🤔
Das funktioniert bei den dualen öD-Studiengängen generell nur sehr begrenzt, weil die Theorie- und Praxisphasen der zugehörigen Laufbahnausbildung vorgegeben sind.
Selbst wenn du einzelne Scheine anerkannt bekommst, musst du trotzdem volle 3 Jahre studieren und hast in den Theoriephasen nur etwas mehr Luft, weil du dir 1-2 Prüfungen sparst.
13.05.2026, 20:11
(13.05.2026, 12:25)CarinaMia schrieb: Hallo alle zusammen,
ja der Titel sagt eigentlich schon, worum es geht.
Ich habe das zweite Staatsexamen endgültig nicht bestanden und mein erstes Staatsexamen ist auch nur ausreichend.
Dennoch werde ich mich bald um Bewerbungen kümmern müssen.
Mein Problem ist gerade, dass ich nicht weiß, wie ich das nicht bestandene zweite Staatsexamen einbaue in Lebenslauf und Bewerbungsschreiben.
Vielleicht habt ihr Ratschläge für mich zu den folgenden Fragen, dir mir gerade durch den Kopf gehen?
Ich wäre sehr dankbar für Tipps.
Wie baue ich die Zeit des Referendariats und des zweiten Staatsexamens in den Lebenslauf ein?
Und wie gehe ich im Bewerbungsschreiben darauf ein?
Wie reagiere ich im Bewerbungsgespräch am besten auf dieses Thema?
Es gibt auch in Kanzleien Jobs, für die Diplomjuristen eigentlich optimal sind. Gerade, wenn es um Gebiete geht, wo viel Standard ist. Kanzleien, die viele Nachlasspflegschaften und Testamentsvollstreckungen machen oder auch viel Verkehrsrecht. Da klickst Du viele Standardschreiben oder Textbausteine zusammen. Für die Sachbearbeitung in den Akten muss man dann kein Anwalt sein, aber es hilft auf jeden Fall, Jurist zu sein. Und da brauchst Du im Vorstellungsgespräch auch nicht viel erklären. Alle wissen, dass man die Examina auch gut und gerne mal verhauen kann und wenn nicht zwingend ein Anwalt gesucht wird, findet das auch keiner schlimm. Eher nich gut, weil man einem Volljuristen erstmal mehr zahlen müsste (das ist natürlich wieder Dein Nachteil)
13.05.2026, 22:02
(13.05.2026, 13:43)CarinaMia schrieb: Danke erstmal für die liebe Rückmeldung.
Ja, also ich wollte schon zumindest im weitesten Sinne im juristischen Bereich bleiben.
Kann mir da so einiges vorstellen.
Irgendwie in der Verwaltung, Behörde, Kammer oder eine Versicherung oder sonst einfach irgendeine Rechtsabteilung.
Ich hab jetzt nicht einen Traumberuf und bin da recht offen.
wenn du dich für Versicherung interessierst dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass du auf Interesse stößt. Dein Profil gibt es da häufiger im Bereich der Leistungsbearbeitung z.B. Sachversicherung oder Rechtschutz. Aber da gibt es noch mehr. Auch im Bereich von Geldwäsche oder Compliance könnte es vielleicht was geben.



