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  5. Referendariat in Hessen oder RLP?
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Referendariat in Hessen oder RLP?
Justi26
Junior Member
**
Beiträge: 2
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2026
#1
Gestern, 15:30
Hallo zusammen,

ich stehe vor der Entscheidung, ob ich mein Referendariat in Hessen (Limburg an der Lahn) oder Koblenz absolvieren möchte. Die Wartezeiten, die groben Ausbildungsmodalitäten sowie Unterschiede im zweiten Examen (RLP: 18. Monat; HE: 21. Monat) sind mir weitestgehend bekannt. Ich habe in NRW mein Examen absolviert, jedoch scheidet das Ref in NRW aufgrund der utopischen Wartezeiten für mich derzeit aus.

Mir ist bei einer Durchsicht der Klausurstatistiken aus den vergangenen Jahren aber aufgefallen, dass RLP regelmäßig eine fast doppelt so hohe Durchfallquote hat im Vergleich zu HE (RLP: 16,45% und 10,63%; HE: 6,56%). Auch ist in HE die Prädikatsquote regelmäßig höher als in RLP. Kann jemand aus RLP hier vielleicht berichten, woran das liegen könnte? Sind es die frühen Klausuren, das Bewerberumfeld (HE als beliebteres Bundesland) oder liegt es vielleicht eher an den Korrekturbedingungen in RLP (verdeckte Zweitkorrektur; strengere Korrektoren).

Darüber hinaus ist es schwierig, Erfahrungswerte zu den Arbeitsgemeinschaften und Ausbildungsstationen zu finden. Insbesondere bei den Arbeitsgemeinschaften würde es mich interessieren, wie diese so vom Inhalt sind (z.B.: eher Klausurbesprechung oder Inhaltsvermittlung) und wie es um die Präsenzzeiten und AG-Orte steht (z.B.: Auslagerung bestimmter AGs an andere Orte). 

Ich bin tendenziell keine Person, die gut auditiv lernen kann. Insoweit habe ich eigentlich ein großes Interesse daran, möglichst viel Zeit für das eigenständige Lernen zu haben. Die Anfahrtszeit zu beiden Standorten (Limburg und Koblenz) wäre in meinem Fall mit ca. 1h Fahrzeit im Übrigen weitestgehend vergleichbar. Es kommt hier also in erster Linie auf die Qualität der Ausbildung und etwaige - mir unbekannte - Fallstricke an. Mein Eindruck ist, dass HE insbesondere aufgrund der Bezahlung einen besseren Ruf zu haben scheint. Im Gegenzug ließt man über RLP aber auch nicht unbedingt sonderlich viele negative Berichte.

Vielen lieben Dank schonmal im Voraus, sofern hier Leute ihre Ref-Erfahrungen teilen möchten.  Smile
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Ich kann Dir empfehlen, zur Vorbereitung auf das Referendariat das Buch "99 Tipps & Hinweise für ein erfolgreiches Rechtsreferendariat" zu lesen. Das Buch gibt es als Print-Ausgabe und E-Book. Infos hierzu findest Du auf folgender Seite:

https://www.juristenkoffer.de/rechtsreferendariat/99-tipps-hinweise.php

Neben Tipps zur Planung des Referendariats beinhaltet das Buch auch viele hilfreiche Hinweise zur optimalen Examensvorbereitung sowie viele konkrete Tipps für das Schreiben der Klausuren.
 
rlm98
Junior Member
**
Beiträge: 31
Themen: 3
Registriert seit: Aug 2024
#2
Gestern, 17:08
(Gestern, 15:30)Justi26 schrieb:  Hallo zusammen,

ich stehe vor der Entscheidung, ob ich mein Referendariat in Hessen (Limburg an der Lahn) oder Koblenz absolvieren möchte. Die Wartezeiten, die groben Ausbildungsmodalitäten sowie Unterschiede im zweiten Examen (RLP: 18. Monat; HE: 21. Monat) sind mir weitestgehend bekannt. Ich habe in NRW mein Examen absolviert, jedoch scheidet das Ref in NRW aufgrund der utopischen Wartezeiten für mich derzeit aus.

Mir ist bei einer Durchsicht der Klausurstatistiken aus den vergangenen Jahren aber aufgefallen, dass RLP regelmäßig eine fast doppelt so hohe Durchfallquote hat im Vergleich zu HE (RLP: 16,45% und 10,63%; HE: 6,56%). Auch ist in HE die Prädikatsquote regelmäßig höher als in RLP. Kann jemand aus RLP hier vielleicht berichten, woran das liegen könnte? Sind es die frühen Klausuren, das Bewerberumfeld (HE als beliebteres Bundesland) oder liegt es vielleicht eher an den Korrekturbedingungen in RLP (verdeckte Zweitkorrektur; strengere Korrektoren).

Darüber hinaus ist es schwierig, Erfahrungswerte zu den Arbeitsgemeinschaften und Ausbildungsstationen zu finden. Insbesondere bei den Arbeitsgemeinschaften würde es mich interessieren, wie diese so vom Inhalt sind (z.B.: eher Klausurbesprechung oder Inhaltsvermittlung) und wie es um die Präsenzzeiten und AG-Orte steht (z.B.: Auslagerung bestimmter AGs an andere Orte). 

Ich bin tendenziell keine Person, die gut auditiv lernen kann. Insoweit habe ich eigentlich ein großes Interesse daran, möglichst viel Zeit für das eigenständige Lernen zu haben. Die Anfahrtszeit zu beiden Standorten (Limburg und Koblenz) wäre in meinem Fall mit ca. 1h Fahrzeit im Übrigen weitestgehend vergleichbar. Es kommt hier also in erster Linie auf die Qualität der Ausbildung und etwaige - mir unbekannte - Fallstricke an. Mein Eindruck ist, dass HE insbesondere aufgrund der Bezahlung einen besseren Ruf zu haben scheint. Im Gegenzug ließt man über RLP aber auch nicht unbedingt sonderlich viele negative Berichte.

Vielen lieben Dank schonmal im Voraus, sofern hier Leute ihre Ref-Erfahrungen teilen möchten.  Smile

Für Hessen: 

Insgesamt bin ich mit Hessen sehr zufrieden und würde es uneingeschränkt empfehlen! 

AG haben wir einmal pro Woche, entweder 09-13:00 oder 13-17:00. Einführungslehrgänge dauern regelmäßig zwischen 7 und 10 Tage, meist in Präsenz vor Ort. Eine Ausnahme war bisher nur der Anwaltslehrgang, der scheinbar seit längerem nur online stattfindet. 

Die Gestaltung der Regel-AG ist sehr von den einzelnen AG-Leitern abhängig. Von 3h Geschichten erzählen und nur 15 Minuten Unterricht, zu alle zwei Wochen eine Klausur besprechen, habe ich bisher alles erlebt. Meistens gibt es aber immer irgendeine Form von theoretischem Unterricht, ab und zu eine Klausurbesprechung, die als Vorbereitung aber nur gelesen oder maximal skizziert werden muss und dann 1-2 richtige AG-Klausuren, die abgegeben werden müssen. Bisher war es bei mir so, dass wir alle Klausuren zuhause am Laptop schreiben durften, das habe ich aber von Freunden auch schon anders gehört. Teilweise müssen auch kleine Referate als Einstieg in die Theorieeinheit gehalten werden, das ist aber kein Standard. 

Ebenfalls abhängig vom AG-Leiter ist das Aktenvortragstraining. Überwiegend war es so, dass jede Woche 2-4 Leute denselben Aktenvortrag gehalten haben, der dann gemeinsam besprochen wurde. Meistens haben den AV die anderen auch mit vorbereitet oder skizziert. Den Sachverhalt haben wir in 2/3 AGs alle ausgeteilt bekommen. In der ersten Station musste jeder zwei AVs halten, danach nur noch bei Bedarf, falls man mit der Note unzufrieden war. Es gibt auch AG-Leiter, die die AVs einfach weglassen oder sie im Block an extra Tagen halten lassen. Das wären dann aber pro Station nur 1-2 extra AG-Tage, von daher wohl überschaubar. 

Unterlagen bekommen wir meistens auch, über die Qualität lässt sich leider streiten... aber besser als nichts, ist das allemal! 

Insgesamt würde ich sagen, dass Hessen sich für nicht auditive Lerner (so eine bin ich auch) gut eignet. Der AG-Tag ist natürlich irgendwie verlorene Zeit, wenn man dort aber jede Woche Aktenvorträge oder Klausuren selbst skizziert, hat das natürlich trotzdem einen positiven Lernfaktor. Der Aufwand für die AG lässt sich meiner Erfahrung nach wirklich super gering halten, wenn man wirklich keine Lust hat und merkt, dass es nichts bringt, kann man relativ entspannt einfach nur erscheinen. Auf mündliche Beteiligung wurde bei uns bisher nicht sonderlich geachtet, so lange man alle zwei AG-Tage mal irgendwas sagt oder fragt, reicht das für eine ordentliche Note. Ich habe zb nie die AGs vor- oder nachbereitet, immer nur unabhängig davon gelernt und meine Noten waren trotzdem ausschließlich zweistellig. 

Sonst gibt es noch den ELAN-Klausurenkurs mit Besprechung in Präsenz und noch einen weiteren Klausurenkurs, für die Zeit direkt vor dem Examen auch freiwillige Crashkurse vom Gericht, in denen man nochmal alles wiederholt.
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Justi26
Junior Member
**
Beiträge: 2
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2026
#3
Gestern, 18:42
(Gestern, 17:08)rlm98 schrieb:  
(Gestern, 15:30)Justi26 schrieb:  Hallo zusammen,

ich stehe vor der Entscheidung, ob ich mein Referendariat in Hessen (Limburg an der Lahn) oder Koblenz absolvieren möchte. Die Wartezeiten, die groben Ausbildungsmodalitäten sowie Unterschiede im zweiten Examen (RLP: 18. Monat; HE: 21. Monat) sind mir weitestgehend bekannt. Ich habe in NRW mein Examen absolviert, jedoch scheidet das Ref in NRW aufgrund der utopischen Wartezeiten für mich derzeit aus.

Mir ist bei einer Durchsicht der Klausurstatistiken aus den vergangenen Jahren aber aufgefallen, dass RLP regelmäßig eine fast doppelt so hohe Durchfallquote hat im Vergleich zu HE (RLP: 16,45% und 10,63%; HE: 6,56%). Auch ist in HE die Prädikatsquote regelmäßig höher als in RLP. Kann jemand aus RLP hier vielleicht berichten, woran das liegen könnte? Sind es die frühen Klausuren, das Bewerberumfeld (HE als beliebteres Bundesland) oder liegt es vielleicht eher an den Korrekturbedingungen in RLP (verdeckte Zweitkorrektur; strengere Korrektoren).

Darüber hinaus ist es schwierig, Erfahrungswerte zu den Arbeitsgemeinschaften und Ausbildungsstationen zu finden. Insbesondere bei den Arbeitsgemeinschaften würde es mich interessieren, wie diese so vom Inhalt sind (z.B.: eher Klausurbesprechung oder Inhaltsvermittlung) und wie es um die Präsenzzeiten und AG-Orte steht (z.B.: Auslagerung bestimmter AGs an andere Orte). 

Ich bin tendenziell keine Person, die gut auditiv lernen kann. Insoweit habe ich eigentlich ein großes Interesse daran, möglichst viel Zeit für das eigenständige Lernen zu haben. Die Anfahrtszeit zu beiden Standorten (Limburg und Koblenz) wäre in meinem Fall mit ca. 1h Fahrzeit im Übrigen weitestgehend vergleichbar. Es kommt hier also in erster Linie auf die Qualität der Ausbildung und etwaige - mir unbekannte - Fallstricke an. Mein Eindruck ist, dass HE insbesondere aufgrund der Bezahlung einen besseren Ruf zu haben scheint. Im Gegenzug ließt man über RLP aber auch nicht unbedingt sonderlich viele negative Berichte.

Vielen lieben Dank schonmal im Voraus, sofern hier Leute ihre Ref-Erfahrungen teilen möchten.  Smile

Für Hessen: 

Insgesamt bin ich mit Hessen sehr zufrieden und würde es uneingeschränkt empfehlen! 

AG haben wir einmal pro Woche, entweder 09-13:00 oder 13-17:00. Einführungslehrgänge dauern regelmäßig zwischen 7 und 10 Tage, meist in Präsenz vor Ort. Eine Ausnahme war bisher nur der Anwaltslehrgang, der scheinbar seit längerem nur online stattfindet. 

Die Gestaltung der Regel-AG ist sehr von den einzelnen AG-Leitern abhängig. Von 3h Geschichten erzählen und nur 15 Minuten Unterricht, zu alle zwei Wochen eine Klausur besprechen, habe ich bisher alles erlebt. Meistens gibt es aber immer irgendeine Form von theoretischem Unterricht, ab und zu eine Klausurbesprechung, die als Vorbereitung aber nur gelesen oder maximal skizziert werden muss und dann 1-2 richtige AG-Klausuren, die abgegeben werden müssen. Bisher war es bei mir so, dass wir alle Klausuren zuhause am Laptop schreiben durften, das habe ich aber von Freunden auch schon anders gehört. Teilweise müssen auch kleine Referate als Einstieg in die Theorieeinheit gehalten werden, das ist aber kein Standard. 

Ebenfalls abhängig vom AG-Leiter ist das Aktenvortragstraining. Überwiegend war es so, dass jede Woche 2-4 Leute denselben Aktenvortrag gehalten haben, der dann gemeinsam besprochen wurde. Meistens haben den AV die anderen auch mit vorbereitet oder skizziert. Den Sachverhalt haben wir in 2/3 AGs alle ausgeteilt bekommen. In der ersten Station musste jeder zwei AVs halten, danach nur noch bei Bedarf, falls man mit der Note unzufrieden war. Es gibt auch AG-Leiter, die die AVs einfach weglassen oder sie im Block an extra Tagen halten lassen. Das wären dann aber pro Station nur 1-2 extra AG-Tage, von daher wohl überschaubar. 

Unterlagen bekommen wir meistens auch, über die Qualität lässt sich leider streiten... aber besser als nichts, ist das allemal! 

Insgesamt würde ich sagen, dass Hessen sich für nicht auditive Lerner (so eine bin ich auch) gut eignet. Der AG-Tag ist natürlich irgendwie verlorene Zeit, wenn man dort aber jede Woche Aktenvorträge oder Klausuren selbst skizziert, hat das natürlich trotzdem einen positiven Lernfaktor. Der Aufwand für die AG lässt sich meiner Erfahrung nach wirklich super gering halten, wenn man wirklich keine Lust hat und merkt, dass es nichts bringt, kann man relativ entspannt einfach nur erscheinen. Auf mündliche Beteiligung wurde bei uns bisher nicht sonderlich geachtet, so lange man alle zwei AG-Tage mal irgendwas sagt oder fragt, reicht das für eine ordentliche Note. Ich habe zb nie die AGs vor- oder nachbereitet, immer nur unabhängig davon gelernt und meine Noten waren trotzdem ausschließlich zweistellig. 

Sonst gibt es noch den ELAN-Klausurenkurs mit Besprechung in Präsenz und noch einen weiteren Klausurenkurs, für die Zeit direkt vor dem Examen auch freiwillige Crashkurse vom Gericht, in denen man nochmal alles wiederholt.

Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort  DaumenHoch Das klingt schonmal tatsächlich so, als könnte mir das Modell ganz gut liegen. Für HE spricht in meinem Fall auch, dass man die Verwaltungsstation nach Belieben auch außerhalb von HE absolvieren kann.


Darf ich noch fragen, in welchem LG-Bezirk durch dein Ref absolvierst?
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