18.03.2026, 01:48
Hallo zusammen, nachdem mir meine Anwaltsstation nicht so viel Freude bereitet wie erwartet, suche ich nun nach einer Stelle als Anwältin und finde das von mir gewünschte Gebiet irgendwie nicht ganz auf Webseiten. Vielleicht bin ich zu blöd dafür aber vielleicht hat jemand Tipps 
Ich habe vorher im Bereich Debt Capital Markets gearbeitet und dabei nebensächlich mit dem Litigation Team Paar Sachen gemacht (wie zB Bankenabgabeverfahren). Diesen Bereich möchte ich weiterverfolgen. Allerdings ist alles, was ich unter Bankaufsicht/Finanzrecht finde eher Unternehmensfinanzierungen und ich würde gerne mehr Richtung strukturierte Produkte gehen, gerne zusammen mit Litigation/Arbitration. Was ich auf gar keinen Fall möchte, sind Unternehmensrecht, M&A, SPA oder solche ECM-Geschichten.
Zu meiner alten Kanzlei könnte ich natürlich auch zurück, suche aber nun was anderes. Bin zB auf Mayer Brown gestoßen, das sah erfolgsversprechend aus, aber alles andere war eher unternehmensbezogen.
Kennt ihr Kanzleien/Teams, die in diesen Bereichen arbeiten, oder auf welche Schlüsselbegriffe sollte ich achten?
Vielen Dank schonmal!

Ich habe vorher im Bereich Debt Capital Markets gearbeitet und dabei nebensächlich mit dem Litigation Team Paar Sachen gemacht (wie zB Bankenabgabeverfahren). Diesen Bereich möchte ich weiterverfolgen. Allerdings ist alles, was ich unter Bankaufsicht/Finanzrecht finde eher Unternehmensfinanzierungen und ich würde gerne mehr Richtung strukturierte Produkte gehen, gerne zusammen mit Litigation/Arbitration. Was ich auf gar keinen Fall möchte, sind Unternehmensrecht, M&A, SPA oder solche ECM-Geschichten.
Zu meiner alten Kanzlei könnte ich natürlich auch zurück, suche aber nun was anderes. Bin zB auf Mayer Brown gestoßen, das sah erfolgsversprechend aus, aber alles andere war eher unternehmensbezogen.
Kennt ihr Kanzleien/Teams, die in diesen Bereichen arbeiten, oder auf welche Schlüsselbegriffe sollte ich achten?
Vielen Dank schonmal!
18.03.2026, 10:41
Die Mischung ist natürlich exotisch, das muss man zugeben. Das Berliner Finance Team von Noerr, wrsl. eher im Structured Finance Bereich tätig, jedoch mit starkem Litigation Bezug.
18.03.2026, 11:11
19.03.2026, 00:14
Ich finde die Vorstellungen nicht so ganz schlüssig: warum findest du denn "Unternehmensrecht" und Unternehmensfinanzierung uninteressant? Darum geht es ja letztlich bei den allermeisten Arten der Finanzierung (mindestens mittelbar). Ansonsten handelt es sich in Finance ja auch um Transaktionen, ist also strukturell nicht so weit weg von M&A, was du ja auch gar nicht machen möchtest.
Bankenaufsicht ist wiederum etwas ganz anderes (ÖffRecht). Bei vielen Kanzleien spielt das aber auch im Rahmen von Transaktionen eine große Rolle.
Du kannst bei den Juve Rankings ein bißchen durchklicken, welche Kanzlei wo ihre Schwerpunkte hat. Das gibt einen ganz guten Überblick finde ich.
Bankenaufsicht ist wiederum etwas ganz anderes (ÖffRecht). Bei vielen Kanzleien spielt das aber auch im Rahmen von Transaktionen eine große Rolle.
Du kannst bei den Juve Rankings ein bißchen durchklicken, welche Kanzlei wo ihre Schwerpunkte hat. Das gibt einen ganz guten Überblick finde ich.
19.03.2026, 09:48
(19.03.2026, 00:14)Paul Klee schrieb: Ich finde die Vorstellungen nicht so ganz schlüssig: warum findest du denn "Unternehmensrecht" und Unternehmensfinanzierung uninteressant? Darum geht es ja letztlich bei den allermeisten Arten der Finanzierung (mindestens mittelbar). Ansonsten handelt es sich in Finance ja auch um Transaktionen, ist also strukturell nicht so weit weg von M&A, was du ja auch gar nicht machen möchtest.
Bankenaufsicht ist wiederum etwas ganz anderes (ÖffRecht). Bei vielen Kanzleien spielt das aber auch im Rahmen von Transaktionen eine große Rolle.
Du kannst bei den Juve Rankings ein bißchen durchklicken, welche Kanzlei wo ihre Schwerpunkte hat. Das gibt einen ganz guten Überblick finde ich.
Ja, voll verständlich! Ich war wie gesagt vorher in dem Bereich tätig und es war eine Mischung aus BWL (die Transaktionen) und Jura (Erlaubnispflichten nach KWG, Bankenabgabe, Litigation) und ich fand's spannend. Wir hatten nur mit Banken zu tun und nicht mit Unternehmen bzw. Eigenkapital; die anderen Teams, die mit ECM zu tun hatten, hatten aus meiner Sicht weniger coolen Mandate und Aufträge.
19.03.2026, 10:35
(19.03.2026, 09:48)JuraBW2026 schrieb:(19.03.2026, 00:14)Paul Klee schrieb: Ich finde die Vorstellungen nicht so ganz schlüssig: warum findest du denn "Unternehmensrecht" und Unternehmensfinanzierung uninteressant? Darum geht es ja letztlich bei den allermeisten Arten der Finanzierung (mindestens mittelbar). Ansonsten handelt es sich in Finance ja auch um Transaktionen, ist also strukturell nicht so weit weg von M&A, was du ja auch gar nicht machen möchtest.
Bankenaufsicht ist wiederum etwas ganz anderes (ÖffRecht). Bei vielen Kanzleien spielt das aber auch im Rahmen von Transaktionen eine große Rolle.
Du kannst bei den Juve Rankings ein bißchen durchklicken, welche Kanzlei wo ihre Schwerpunkte hat. Das gibt einen ganz guten Überblick finde ich.
Ja, voll verständlich! Ich war wie gesagt vorher in dem Bereich tätig und es war eine Mischung aus BWL (die Transaktionen) und Jura (Erlaubnispflichten nach KWG, Bankenabgabe, Litigation) und ich fand's spannend. Wir hatten nur mit Banken zu tun und nicht mit Unternehmen bzw. Eigenkapital; die anderen Teams, die mit ECM zu tun hatten, hatten aus meiner Sicht weniger coolen Mandate und Aufträge.
Tipp: Schreib mal einen Senior Associate/Counsel/Jungen Partner aus Deinem früheren Team an bzw. dem Team, mit dem Du mal zusammengearbeitet hast und frag ihn/sie um Stellenempfehlungen für den Bereich. Die haben einen super Einblick und normalerweise freuen sich alle, wenn sich eine junge Kollegin für den eigenen Bereich interessiert
21.03.2026, 11:17
Zu dcm weiß ich nicht, aber zu litigation fand ich klingt Sernetz Schäfer interessant (kenne die aber selber nicht von innen)
31.03.2026, 14:21
31.03.2026, 20:12
Ohne deinen Kommentar verächtlich machen zu wollen: Mich würde interessieren, was mit der allzu häufig - auch in diesem Forum - gebrauchten Bezeichnung „konservativ“ konkret gemeint ist. Wird das daran festgemacht, dass in der Kanzlei nicht alle per Du sind oder weiße Sneaker nicht gern gesehen sind? Mich interessiert das, weil ich das Gefühl habe, dass am Ende doch jeder etwas anderes damit meint und es durchaus Leute gibt, die mit dem was manche als konservativ bezeichnen letztendlich gar kein Problem mit Blick auf ihren potentiellen Arbeitgeber haben.



