04.01.2026, 22:14
Hallo ihr Lieben,
ich schätze dieses Forum sehr und bitte daher um schonungslose Meinung:
Abitur 1,4
1. Staatsexamen Staatsteil 9,2 gesamt 9,89 Punkte.
2. Staatsexamen 7,15 Punkte.
2 Jahre Proberichter und sehr unzufrieden. Ich wollte immer einen Job mit sehr viel kommunikativen Anteilen zur Schnittstelle soziale Arbeit und war sehr ernüchtert und desillusioniert, zu sehen, dass man als StA bzw. Richter einen reinen Bürojob hat und ich war da auch sehr traurig.
MK ausprobiert. Ähnliche Erfahrungen wie beim Staat und in der GK war der Partner super, nur leider war es statt beworbener Teamarbeit 90 Prozent Backoffice alleine im Büro.
Kurz gesagt: ich interessiere mich sehr für Medizin und Psychiatrie bzw. soziale Arbeit und hatte auch mal sehr kurz Medizin studiert und das Pflegepraktikum als sehr bereichernd empfunden. Schwierig war einzig der Kontakt zu den Pflegern, da diese halt leider oftmals ihre Stellung ggü. dem Praktikanten sehr betonen. Nun überlege ich, mittlerweile 32 Jahre alt, eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen oder PTA oder ein duales Studium soziale Arbeit aufzunehmen, da ich mir ein weiteres Studium leider nicht finanzieren kann.
Ich bin sehr kommunikativ und fleißig. Leider ist logisches Denken überhaupt nicht meine Stärke. Habt ihr ggfs. Ideen? Wart ihr selbst schon mal in der Situation? Ich freue mich über jede Anregung. Vielen herzlichen Dank
ich schätze dieses Forum sehr und bitte daher um schonungslose Meinung:
Abitur 1,4
1. Staatsexamen Staatsteil 9,2 gesamt 9,89 Punkte.
2. Staatsexamen 7,15 Punkte.
2 Jahre Proberichter und sehr unzufrieden. Ich wollte immer einen Job mit sehr viel kommunikativen Anteilen zur Schnittstelle soziale Arbeit und war sehr ernüchtert und desillusioniert, zu sehen, dass man als StA bzw. Richter einen reinen Bürojob hat und ich war da auch sehr traurig.
MK ausprobiert. Ähnliche Erfahrungen wie beim Staat und in der GK war der Partner super, nur leider war es statt beworbener Teamarbeit 90 Prozent Backoffice alleine im Büro.
Kurz gesagt: ich interessiere mich sehr für Medizin und Psychiatrie bzw. soziale Arbeit und hatte auch mal sehr kurz Medizin studiert und das Pflegepraktikum als sehr bereichernd empfunden. Schwierig war einzig der Kontakt zu den Pflegern, da diese halt leider oftmals ihre Stellung ggü. dem Praktikanten sehr betonen. Nun überlege ich, mittlerweile 32 Jahre alt, eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen oder PTA oder ein duales Studium soziale Arbeit aufzunehmen, da ich mir ein weiteres Studium leider nicht finanzieren kann.
Ich bin sehr kommunikativ und fleißig. Leider ist logisches Denken überhaupt nicht meine Stärke. Habt ihr ggfs. Ideen? Wart ihr selbst schon mal in der Situation? Ich freue mich über jede Anregung. Vielen herzlichen Dank
05.01.2026, 08:47
Wie wäre Berufsbetreuerin und Verfahrenspflegerin? Da bringst Du alle Qualifikationen mit und hast viel Kontakt zu Menschen und Pflegethemen.
05.01.2026, 09:08
Guten Morgen,
an welchem Gericht bist du denn? Ich denke nicht, dass der Richterjob am Sozialgericht weniger Bürolastig ist, aber vielleicht hast du dort mehr das Gefühl, Menschen helfen zu können.
Jugendamt und ähnliche staatliche Stellen würde ich nochmal ins Boot werfen.
an welchem Gericht bist du denn? Ich denke nicht, dass der Richterjob am Sozialgericht weniger Bürolastig ist, aber vielleicht hast du dort mehr das Gefühl, Menschen helfen zu können.
Jugendamt und ähnliche staatliche Stellen würde ich nochmal ins Boot werfen.
05.01.2026, 09:14
Jugendamt klingt super nur habe ich keine Lust Unterhaltszahlungen zu prüfen die ganze
Zeit...wie kommt man denn da als Jurist an spannende Jobs..
Zeit...wie kommt man denn da als Jurist an spannende Jobs..
05.01.2026, 09:36
(05.01.2026, 09:14)Agnieschka schrieb: Jugendamt klingt super nur habe ich keine Lust Unterhaltszahlungen zu prüfen die ganze
Zeit...wie kommt man denn da als Jurist an spannende Jobs..
Es kommt ja drauf an, wie du dich verkaufst. Wenn du sagst, du willst auf eine klassische Juristenstelle und dich auf solche bewirbst, wirst du auch nur auf solchen eingesetzt. Wenn du aber deutlich machst, dass du als Quereinsteiger auch in andere Bereiche reinschnuppern willst, wird man dich lassen. Letztlich ist es wie in großen Unternehmen: man kommt einmal rein und ab da hängt es von einem selbst ab, ob man rechts und links des Weges schaut, was das Unternehmen sonst noch zu bieten hat. Wir haben im Unternehmen auf vielen Stellen Juristen sitzen, nicht nur auf den klassischen juristischen. Auch bei anderen Mitarbeitern sehe ich immer wieder, dass sie die Abteilungen wechseln, die mit ihrer vorherigen Tätigkeit nicht sehr viele Schnittstellen hat.
05.01.2026, 11:57
Wirklich sinnstiftend dürfte Pflege und soziale Arbeit sein. Und zwar direkt an der "Front" und nicht im Rahmen der Prüfung etwaiger Unterhalts- oder Regressansprüche. Andererseits schreiben genau in diesem Bereich viele Kommunen und Verbände aus, idR dann als E9ff.
Mit deiner Erfahrung könntest du es aber auch als Sachgebietsleiter direkt versuchen. Dürfte E11/E12 sein, allerdings vom Gehalt je nach Erfahrungsstufe auch sehr attraktiv. Dort hast du neben Personalführung auch bestimmt mit Gutachten und Prozessen vor den Sozialgerichten zu tun.
Mit deiner Erfahrung könntest du es aber auch als Sachgebietsleiter direkt versuchen. Dürfte E11/E12 sein, allerdings vom Gehalt je nach Erfahrungsstufe auch sehr attraktiv. Dort hast du neben Personalführung auch bestimmt mit Gutachten und Prozessen vor den Sozialgerichten zu tun.
05.01.2026, 12:08
Du könntest natürlich auch mal schauen, was es in dem Bereich bei den Wohlfahrtsverbänden oder kirchlichen Sozialträgern gibt. Die Tätigkeiten für Juristen werden dort sicherlich auch mit Büroarbeit verbunden sein. Ggf. gibt es aber doch auch einiges, was an Arbeit an den Schnittstellen anfällt. Eine ehemalige Studienkollegin von mir ist ansonsten bei einer Gewerkschaft tätig. Das hat nicht unmittelbar mit Medizin oder Sozialer Arbeit zu tun, lässt sich aber sicherlich dem (weiten) sozialen Bereich zuordnen. Sie ist dort sehr zufrieden, weil sie ihre Tätigkeit als durchaus sinnstiftend und helfend empfindet.
05.01.2026, 13:29
Ich frage mal bei den Kommunen nach herzlichen Dank. Mir ist klar, dass ich kein GK Gehalt verdiene aber E 12 find ich dann schon sehr wenig bei der Qualifikation...
05.01.2026, 14:10
(05.01.2026, 13:29)Agnieschka schrieb: Ich frage mal bei den Kommunen nach herzlichen Dank. Mir ist klar, dass ich kein GK Gehalt verdiene aber E 12 find ich dann schon sehr wenig bei der Qualifikation...
Soziale Arbeit und der ganze Bereich wird schlecht bezahlt. Da spielen deine Qualifikationen nur eine begrenzte Rolle.
Du könntest dich auch als RA selbstständig machen in dem Bereich. Da hast du dann viel Mandantenkontakt und die Kommunikation ist deutlich wichtiger als das großartige juristische Arbeiten.
05.01.2026, 14:29










